Alle Laster nehmen mit der Zeit ab, nur Geiz und Lüge nehmen zu.Aller Dinge soll man mild sein, nur der Zeit nicht.Alles hat seine Zeit.Alles hat seine Zeit, nur die alten Weiber nicht.Alles Ding hat seine Zeit.Alles tun zu seiner Zeit. Sonntagsarbeit nicht gedeiht.Alles zu seiner Zeit, ein Buchweizenkuchen im Herbste.Alles zu seiner Zeit, Freud' und daneben Leid.Alles zu seiner Zeit, sagt der weise Salomon: Zu seiner Zeit essen, zu seiner Zeit trinken, zu seiner Zeit an die Pump tasten.
Alte Leute machen ein Ding, wie es zu ihren Zeiten im Brauch gewesen, die neuen Leute machens nach der neuen Manier.
Andere Zeiten, andere Sitten.Andre Zeit, andre Freud.Andre Zeit, andre Lehre.Auch ein weiches Herz darf harte Worte zu rechter Zeit nicht scheuen.Besser ein Trunk Wasser zur Zeit, als ein Kelch voll Malvasier zur Unzeit.Buhler zählen die Zeit wohl.Das Geld zu rechter Zeit nicht geacht, hat manchen großen Nutzen gebracht.Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat groß Gewinnen schon gebracht.Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat manchem großen Nutz gebracht.Der beste Prediger ist die Zeit.
Der ist nicht geschickt, der sich mit in die Zeit schicken kann.
Der Weise muss sich nach der Zeit bequemen.
Der Winter kommt des Jahrs einmal, kommt er nicht zur rechten Zeit, so kommt er zur Unzeit.Der Winter kommt zu seiner Zeit und fragt, was man den Sommer über verdient habe.Der Zeit muss man viel befehlen.Die fürgesetzte (verflossene) Zeit läuft nur gegen den Wissenden.Die in der Zeit sprechen, bekommen, die andern müssen missen.Die Morgenröt und stille Zeit, Luft, Hülf und Lieb zum Lernen gibt.Die Natur streitet zu rechter Zeit wider alle Krankheit, wer derselben nicht mit Arznei zu Hilfe kommt, der verkürzt sich selbst.(Scheinbar legen es viele Menschen darauf an, mit Trinken, Rauchen, Rauschgift, riskantes Autofahren, gefährlichen Tätigkeiten und klimafeindliche Industrien die Krankheiten beim Verkürzen der natürlichen Lebenszeit tatkräftig zu unterstützen.)Die Natur wandelt in Vögeln und Tieren ihre Federn, Haar und die Stimme darnach die Zeit ist. Der ist witzig, welcher ihr folgt und der Zeit sich bequemt.Diene und folge der Zeit.Die Seuche will ihre Zeit haben, ehe sie wieder ablässt.Die Wahrheit kommt mit der Zeit.Die Wahrheit vergleicht man zu dieser Zeit mit den schönen Kleidern, die man nur an den Feiertagen anlegt.Die Zeit beschwert (auch) die Strafe.Die Zeit bringt alles an den Tag.Die Zeit bringt alles und nimmt alles. Sie nagt und frisst das Leben, nichts frisst die Zeit.Die Zeit bringt und nimmt.Die Zeit bringt die Wahrheit an den Tag.Die Zeit bringt die Wahrheit an das Licht und verschlingt die Lüge,Die Zeit fließt weg wie Wasser.Die Zeit frisst alles.Zeit frisst alles.Die Zeit frisst jeden Strick und wär er noch so dick.Die Zeit galoppiert mit dem Verbrecher zur Richtstätte und schleicht mit der Braut zum Brautgemach.Die Zeit geht und wir mit ihr.Die Zeit gibt (bringt) Bescheid und verrät alle Bosheit.Die Zeit gibt Rat.Die Zeit gibt's.Die Zeit hat Flügel.Die Zeit heilt alles Leid.Die Zeit heilt alle Wunden.Zeit heilt alle Wunden.Die Zeit heißt Schickelmann.Zeit ist Schickelmann.(Die Erklärung zu Schickelmann steht in der Sprichwörtersammlung von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 auf Seite 920 unter Nr. 23: „Also haben die Alten die Zeit genennt und haben gesagt: Schickelmann wohnet an der Straßen. Das ist soviel gesagt: Jedermann lebt in der Zeit und muss drin wandeln, und die Zeit lehrt jeden, was er tun und lassen soll; sie leiht, regiert, straft, bessert, bösert und macht mit den Menschen, was sie will. Der ist ein weiser Mann, der Schickelmann zur Hand gehen kann. Auch Johann Agricola von Issleben (evangelischer Theologe und Pädagoge, * 20.4.1492/94 Eisleben, † 22.9.1566 Berlin, Zeitgenosse und zeitweiser Mitarbeiter Luthers). hat schon 1529 in seiner Sammlung unter Nr. 670 geschrieben: „Die Zeit heißt Schickelmann, die alle Dinge reihet, sicher wartet und ordnet, denn in der Zeit geschehen alle Ding, darum sitzt sie am Wege und sieht zu, was alle Leute tun. Ja sie sieht nicht allein zu, sondern sie richtet, strafet, bessert und ärgert alle Ding. . . Also hüt Schickelmann die Zeit in allen Sachen und Wesen auf Erden.“)Die Zeit ist der beste Arzt.Die Zeit ist der Wahrheit Mutter, und die weiß ihre Tochter zu rechter Gelegenheit zu gebären und an den Tag zu bringen.Die Zeit ist des Menschen Lehrmeisterin (Lehrmeister).Die Zeit ist ein Meister von allen Dingen.Die Zeit ist ein Räuber und Dieb, frisst Jugend und Lieb; nagt an Berg und Tal, an Eisen und Stahl.Die Zeit ist unstet wie ein Rohr, wer ihr vertraut, der ist ein Tor.Die Zeit ist vorbei, da Bertha spann.Die Zeit ist hin (vorbei), wo Bertha spann.(Ein Ursprung dieses Sprichworts soll eine fleißige Bäuerin sein, die besonders fein spinnen konnte. Einmal überreichte sie der Frau Kaiser Heinrich IV. eine Probe. Wegen der hohen Qualität und um andere zum Nacheifern zu bewegen, bekam die Bäuerin so viel Land geschenkt, wie sie mit den Fäden ihres Geschenks umziehen konnte. Das spornte auch andere zum Spinnen an, aber weitere Geschenke gab es nicht.Nach einer anderen Erklärung soll Bertha die Gemahlin des Königs von Kleinburgund (gestorben 970), Rudolfs II gewesen sein. Sie soll selbst auf Reisen auf einem Pferd reitend gesponnen haben. In ihrem Sattel war extra eine Öffnung für den Rocken*28. Es gibt noch andere Erklärungen, aber egal welche die richtige ist, diese Zeiten waren zur Entstehungszeit des Sprichworts vorbei, wo die meisten Frauen spannen. Auch heute beschäftigen sich Frauen mit anderen Dingen und mit wenigen Ausnahmen nicht mit Spinnen.)Die Zeit kann kommen, da die Kuh ihren Sterz braucht.Die Zeit macht die Ernte, nicht das Feld.Die Zeit macht, was gut ist bös und das Böse gut.Die Zeit offenbart alle Dinge und bringt oft Heimlichkeit weit.Die Zeit teilt, heilt, eilt.(Dieses Sprichwort steht so schon vor über 150 Jahren in verschieden alten Büchern. Laut Wilhelm Binder (1873) soll es auch an der Außenwand eines Hauses in Augsburg gestanden haben. Die ursprüngliche Reihenfolge ist die Obige. Wander schrieb das Sprichwort ebenfalls in das Deutsche Sprichwörter Lexikon, veränderte es (wie viele andere) und drehte dabei die Reihe um: „Die Zeit eilt, heilt, teilt.“. Heute ist jede nur Denkbare zu finden, sogar mit dem Wort „weilt“ ergänzt und wird so von vielen abgeschrieben. Fast alles ist richtig, nur das Wort „weilt“ nicht, denn die Zeit kann und macht viel, nur verweilen tut sie nicht! Sie vergeht und schreitet voran und macht vieles dabei und ist im Augenblick vorbei, aber sie hält nie an, verweilt nie. Das Wort „weilt“ ist falsch und ist im Sprichwort nicht enthalten.)Die Zeit überwindet alles.Die Zeit verbindet auch die größten Wunden.Die Zeit vergeht, nicht aber wir.Die Zeit verrichtet mehr als Stärke und Weisheit.Die Zeit verscheußt, wie Wasser verfleußt.(verscheußt = verschießt; verfleußt = verfließt. Die Zeit verschießt, wie Wasser verfließt. Vom Schießen, einer schnellen Bewegung, dass bedeutet, bevor man sich versieht, ist es schnell vorbei.)Die Zeit wird es (wird's) lehren.Einbildung vor der Zeit hindert Geschicklichkeit.
Eine jede Zeit bringt was neues in die Küchen.
Eine jede Zeit hat ihre Freud und Ausbeut.
Eine jegliche Zeit und Alter hat sein Laster.
Eine Jungfrau schön gerad und lang, vertreibt Herzen sorg und leid, wenn man's gebraucht zu rechter Zeit.Eines jeden Menschen Zeit steht in Gottes Händen.Eine Zeit fröhlich, die andere ach und wehe.Eine Zeit ist der andern Vorbild.Ein Gebrauch gebiert die Zeit und frisst ihn auch die Zeit.Ein jegliches Ding will seine Zeit haben.Ein Nagel so fest eingeschlagen fängt doch mit der Zeit an zu wanken.Ein Nein zur rechten Zeit erspart viel Widerwärtigkeit.Ein Pfennig ist zur Zeit so wert als ein Taler*34, ein Trunk Wasser ist so angenehm als ein Fass mit Wein.Er hat zu schaffen wie Meta, die drei Bohnen auf dem Feuer hatte und sich nicht Zeit ließ, eine zu kosten.Er ist unmäßiger als 's Käterli Künzli, die saß neun Jahr in einer Badstube zu Haus und hatte nie Zeit, sich zu waschen.Er vertreibt sich die Zeit mit Langeweile.
Es ändert sich alles mit der Zeit.Es braucht lange Zeit, der Welt recht an den Puls zu fühlen.Es braucht wenig Zeit, viel Gutes zu tun.Es hat alles seinen Richter zu seiner Zeit.
Es hilft weder Kunst noch Mut, weder früh aufstehen noch spät niedergehen, wenn nicht Gott gelegen Zeit, Glück und Segen gibt.
Es ist alle Tag gute Zeit, wer nur fromm ist.Es ist nicht mehr die Zeit, da man Esel suchte und Kronen fand.Es ist seit Olims Zeiten her.Von Olims Zeiten her. Seit (Zu) Olims Zeiten.(Olim bezieht sich nicht auf eine tatsächliche Person, sondern aus dem Lateinischen. Olim bedeutet „einst“, so viel wie „es war einmal“ oder „vor langer Zeit“ und ist seit dem 17. Jahrhundert in dieser Bedeutung belegt.)Es ist Zeit, dass er stirbt, denn da ist Leben und Gut miteinander aufgegangen.Es ist Zeit zu reden, Zeit zu schweigen.Es kommt nur hohen Bergen zu, Schnee und Gras auf eine Zeit zu haben.Es lässt sich ein Ding nicht übereilen, es will seine Zeit haben.Es liegt alles an der Zeit und Glück.Es liegt alles am Glück und an der Zeit.Es liegt alles am Glück und an der Zeit, es sei Glück oder Unfall.(Bei Sebastian Franck liegt 1541 alles an Zeit und Glück (oben), bei Petri 1605 an Glück und Zeit (Mitte) und Georg Henisch hängt 1616 noch einmal Glück und Unfall dran (unten).
Es muss sich einer Zeit nehmen zu sterben, so nehme er auch Zeit zu essen.
(Ein 500 Jahre altes Sprichwort, das heute in der immer schnelllebigeren Zeit immer weniger Menschen beherzigen. Die dadurch immer häufiger werdenden Krankheiten rauben zusätzliche Lebenszeit. Am Ende ist auch die erhoffte zu sparende Zeit weg.)
Es sind keine Zeiten gewesen, sie kommen wieder.
Freunde des Glücks und der Zeit, haben keine Beständigkeit.
Frisch und fröhlich zu seiner Zeit, fromm und treu in Ewigkeit.
Gott weiß die Zeit.
Guten Rat nimmt man mehr von der Zeit als von Witz.
Gute Zeit bricht geschwind den Hals.
Heiße Sommer und kalte Winter bringen keine böse Zeit.
Heut ist die Zeit.
In den Gärten gibt's viel Ehebrecher. Das sind, die das Obst ehe brechen, denn es Zeit ist.
In der Zeit der Not isst man Pastetenrinden für Brot.
Jeder Zeit ihr Recht macht manchen armen Knecht.
Jedes Ding hat seine Zeit, Gottes Güt' in Ewigkeit.
Jede Zeit schilt ihre Bosheit.
Je heiliger Zeit, je heftiger Streit.
Je heiliger Zeit, je unleidlicher Teufel.
Je schlimmer die Leut', je schlimmer die Zeit.
Je tyrannischer, je glücklicher, aber eine Zeit lang.
Jugend und verlorene Zeit kommt nicht wieder in Ewigkeit.
Kauf in der Zeit, so hast du in der Not.
Kommt Zeit, kommt Rat.
Lass dir Zeit und iss Brot zu.
Lass die Zeit und iss Brot dazu.
(Bei Simrock steht das Sprichwort: „Lass die Zeit und iss Brot dazu.“ Es ist durch einen Druckfehler falsch wiedergegeben! Richtig heißt es: „Lass dir Zeit und iss Brot zu.“, so wie es in den Sammlungen von Wilhelm Körte oder Braun steht. Es bedeutet, man soll sich nicht übereilen, sondern erst in Ruhe nachdenken, am besten beim Essen.)
Man muss den Mai oder die Zeit nehmen, wie sie kommt.
(Mit Mai ist hier eigentlich nicht der Monat, sondern die Gefühle des Menschen, die er mit dem Mai verbindet, gemeint. Man sollte die Gelegenheiten oder Möglichkeiten nutzen, egal wann sie kommen, da man nicht weiß, ob sie wiederkehren.)
Man muss der Kalbzeit ihr Recht lassen.
Man muss der Zeit die Hand bieten.
Man muss der Zeit ihr Recht tun.
Man muss der Zeit nicht vorgreifen.
Man muss die Zeit erwarten, bis man das Glück erschleicht.
Man muss die Zeit nehmen, wie sie kommt, sagte jener und ging um Weihnachten in die Haselnüsse.
Man muss sich nach der Zeit richten, die Zeit richtet sich nicht nach uns.
Man soll die Sonne lassen scheinen, wenns Zeit ist.
Man soll herbsten, solang Herbstzeit ist.
Man soll's melken, wenn's Zeit ist.
Mit der Zeit auf'm Stroh werden die Mispeln reif.
Mit der Zeit kommt Freud und Leid.
Mit der Zeit kommt Jan ins Wams.
Mit der Zeit vergeht's.
Mit der Zeit vergeht und verdirbt alles.
Mit der Zeit wird dir hold, was vorher dein nicht gewollt.
Mit Feuer und Blut wird auch getauft in Märtyrerzeit.
Mit Füttern wird keine Zeit verloren.
Mit Geduld und Zeit wird aus dem Maulbeerbaum ein Seidenkleid.
Mit Geduld und Zeit wird Maulbeerblatt zum Atlaskleid.
Mit Zeit und Geduld wird aus dem Hanfstängel ein Halskragen.
Mit Zeit und Gebiss macht man die Pferde bändig.
Mit Zeit und Weile kommt man nach Rom.
Mit Zeit und Weile lernt ein wilder Ochs das Joch tragen.
Mit Zeit und Weile lernt ein wilder Ochs im Joche ziehn.
Neue Herrschaft, neue Lehrzeit.
Nimmermehr, das ist eine lange Zeit.
Nimm für gut, was die Zeit bringen tut.
Not, Person und Zeit machen die Gesetze eng und weit.
Reden hat seine Zeit, Schweigen hat seine Zeit auch.
Red' ohne Zeit und Statt, hat kein Fug noch Gnad.
(Statt = Stätte, Ort, falscher Ort; Fug = von fügen, zusammenfügen; Gnad = Gnade, Erlaubnis)
Red und schweig, wenn's Zeit ist.
Red, wenn's die Zeit und Not erzwingt, als denn dir reden Wohlfahrt bringt.
Richt dich nach der Zeit.
Schick dich in die Zeit!
Sei dienstbar allen Leuten, so wirst du ein Pracher*26 bei Zeiten.
Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.
Spare in der Zeit, so hast du in der Not.
Spar in der Zeit, so hast du in der Not ein Brot.
Sperr auf zu rechter Zeit!
Stirb nicht, lieber Hengst, es kommt die Zeit, wo Gras wächst.
Straf und Lehr soll man zu rechter Zeit üben.
Torheit zu gelegener Zeit ist die größte Weisheit.
Tue, was du sollst, ehe die Zeit kommt, dass du nur tust, was du kannst.
Ungleiche Zeit macht ungleiche Leut.
Ungleiche Zeit macht ungleich Recht und Gesetz.
Verflossene Zeit kommt niemals wieder.
Verlorene Zeit ist nicht zu ersetzen.
Verschwiegenheit nützt alle Zeit, Geschwätzigkeit bringt Herzeleid.
Viele Denkmäler werden aus den Steinen errichtet, die man den Toten zu Lebzeiten nachgeworfen hat.
Wahrheit ist der Zeit Tochter.
Wahrheit ist der Zeit Tochter, die aber nicht neun Monate zu ihrer Geburt bedarf.
Die Wahrheit ist der Zeit Tochter, sie hat aber nicht neun Monate zu ihrer Geburt von Nöten.
Was man tun muss, das tu man bei Zeit.
Was nicht eine bestimmte, gemessene und gewidmete Zeit hat, das wird alleweg auf ewig verstanden.
Wegen böser Leute kommen schwere Zeiten.
Wenn alte Hunde bellen, ist's Zeit, dass man ausschaut.
Wenn die Zeit kommt, dann, alsdann!
Wer aller Narren Meinung in göttlichen Sachen vor der Zeit wissen will, der wird gewiss ein Narr.
Wer alles bedenkt bei der Zeit, der sattelt, ehe er reit.
Wer auf die Zeit wartet, dem mangelt die Zeit.
Wer der Zeit dient, der dient ehrlich.
Wer der Zeit dient, dient ehrlich.
Wer der Zeit dient, dient wohl.
(Mit der Zeit können sich auch wohl ehrliche Sprichwörter verändern. Die obere Version steht 1605 bei Petri. Bei Körte (Nr. 7111) wird daraus 1837 die mittlere Version und Simrock (Nr. 12088) schreibt von Körte ab und macht 1864 daraus die untere Version.)
Wer der Zeit nicht tut ihr Recht, der fährt in Geschäften schlecht.
Wer der Zeit nicht tut ihr Recht, der wird oft ein armer Knecht.
Wer die Zeit ehrt, den ehrt sie wieder.
Wer Geld zu rechter Zeit veracht, oft viel Gewinn hat eingebracht.
Wer Gutes tun will, soll keine Zeit sparen.
Wer nicht kommt zu rechter Zeit, der ist seine Mahlzeit quitt.
Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss nehmen (essen), was übrig bleibt.
Wer nicht kommt zu rechter Zeit, der versäumt die Mahlzeit.
Wer nicht spart zur rechten Zeit, darbt zur Unzeit.
Wer sich dem Jagen ganz ergeht, wird gleich den Tieren mit der Zeit.
Wer sich Zeit nimmt, kommt auch.
Wer stetig ob dem Spielen leiht, der gewinnt Sünde und verliert die Zeit.
Wer's tut und ihn nicht verdrießt, es kommt die Zeit, dass ers genießt.
Wer zu rechter Zeit aufsteht, der kann noch wohl eine Stunde länger schlafen.
Wie die Zeit, so die Leut.
Wohl dem, der die Zeit wohl gebrauchen kann.
Zeit bringt alle Dinge hervor oder an den Tag.
Zeit bringt alles.
Zeit bringt alles, wer warten kann.
Zeit bringt Bescheid.
Zeit bringt (alles) Getreide (nicht der Acker).
Die zeit bringt Frucht, nicht der Acker.
Zeit bringt Korn und nicht der Acker.
Zeit bringt Glück.
Zeit bringt Leid.
unordentliche Zeit bringt Leid.
Alte Zeit bringt Leid.
Die Zeit bringt Leid wie Freude
Die Zeit bringt Schmerz, die Zeit bringt Leid, doch alles wieder heilt die Zeit.
(Im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander steht 1880 die oberste Variante ohne Quellenangabe, nur mit einem anderen kroatischen Spruch. Bis zurück ins 16. Jahrhundert ist dieses Sprichwort verbreitet, oft im Zusammenhang mit anderem davor und dahinter, wie die anderen Variationen aus älterer Zeit belegen.)
Zeit bringt Rosen, aber auch Dornen.
Zeit bringt Rosen (nicht der Stock).
Zeit bringt Rosen und nimmt sie wieder hin.
Zeit bringt Weisheit und Verstand.
Zeit darf man nicht nehmen, Gott gibt sie umsonst.
Zeit, Ebbe und Flut warten auf niemand.
Zeit erleidet alle Dinge.
Die Zeit frisst Stahl und Eisen.
Zeit frisst Berg und Tal, Eisen und Stahl.
Zeit frisst uns das Herz ab.
Zeit nagt uns das Herz ab.
Zeit gebiert Wahrheit.
Zeit gedenkt und vergisst aller Dinge.
Zeit genug und noch wohl getan, darüber bleiben die Wicken im Felde stahn.
Zeit gewonnen, viel gewonnen; Zeit verloren, viel verloren.
Zeit gibt oder bringt Rat.
Zeit gibt und nimmt alles.
Zeit hat Ehre.
Zeit hat Ehre, sprach die Magd, als sie zur Mettezeit vom Tanz nach Hause ging.
Zeit hat Ehre, Zucht hat Zierde.
Zeit hat Ehr', Zeit hat mehr.
Zeit hätte man wohl genug, wenn man sie nur wohl anlegte.
Zeit hätte man wohl genug, wer sie nur wohl anlegte.
(Schon vor Jahrhunderten wusste man über effektives Zeitmanagement bescheid. Nicht nur alles immer mehr zu beschleunigen, bis es wie heute vielfach zu Überlastung von Mensch und Maschinen mit den daraus folgenden Fehlern und Unfällen kommt, ist die Lösung. Die richtige Planung, Aufgaben- und Verantwortungsverteilung sind für das Ganze meist die bessere Lösung. Ebenso wie schon der römische Kaiser Mark Aurel diese Erkenntnis hatte, steht sie 1605 im Sprichwörterbuch „Der Teutschen Weissheit“ von Friedrich Peters (Petri))
Zeit ist an keinen Pfahl gebunden.
Zeit ist der beste Ratgeber.
Zeit ist der Stoff, woraus das Leben gemacht ist.
Zeit ist (des) Zornes Arznei.
Zeit ist ein gnädiger Gott.
Zeit ist Geld.
(Wer das glaubt, sollte einmal sein Geld nehmen und versuchen, damit Zeit zu kaufen. Man kann damit Arbeitskraft und Arbeitszeit von anderen bezahlen, ebenso Arzt und Krankenhausrechnungen, aber selbst der reichste Mensch kann sich für all sein Geld keine zusätzliche Lebenszeit erkaufen oder verflossene zurückholen. Richtiger ist meist, mit diesem Sprichwort als Argument werden andere angetrieben und immer mehr kleinen Leuten mit wenig Geld und Einfluss ihre Lebenskraft, Arbeitskraft und Zeit zum Leben entzogen. Geld hat nur den fiktiven Wert, den man ihm einräumt, selbst ist es wertlos. Zeit dagegen ist ein unbezahlbarer Wert an sich, den jeder nur einmal hat und durch nichts zu ersetzen ist. Ist die Zeit vorbei, dann ist sie unwiederbringlich vorbei.)
Zeit ist Zornes Arznei.
Zeitlos, planlos.
Zeit macht des Menschen Leben zeitig.
Zeit macht flügge.
Zeit macht gesund.
Zeit macht Heu.
Zeit macht und tötet die Leute.
Zeit, Stätte und Stunde, Feld, Hasen und Hunde, machen manchen wilden Mann; das merk, wer merken kann.
Zeit stillt den Zorn.
Zeit und Erfahrung bilden den Verstand.
Zeit und Gelegenheit hat niemand im Ärmel.
Zeit und Staat (Statt) bringt manchen Unflat.
Zeit und Stat [Stadt] macht (bringt) manchen Unflat.
Zeit und Statt (Stadt) bringen einer Gabe Gnad oder Schaden.
Zeit und Stroh macht die Mispeln reif.
Mit Zeit und Stroh werden Mispeln reif.
Zeit und Stunde lehrt den Dieb stehlen.
Zeit und Stunde rennt durch den rausten Tag.
Zeit und Stunde sind ungleich.
Zeit verdeckt und entdeckt alles.
Zeit verlieren ist ein böser Verlust.
Zeit verrät und entdeckt alles.
Zeit verrät und hängt (henkt) den Dieb.
Zeit vertan, Geld vertan.
Zeit, Wind, Frauen und Glück, verändern sich all' Augenblick.
Zeit zu reden, Zeit zu schweigen, Zeit aufzuhören.
Zu diesen Zeiten sind die besten, die weder Fisch noch Vogel, weder Feigen noch Rosinen sind.
Zu Friedenszeit soll man sich auf den Krieg rüsten.
Zu rechter Zeit können geschicklich simulieren, ist große Weisheit, man muss aber kein Handwerk daraus machen.
Zur Zeit ein Narr sein ist auch eine Kunst.
Zu seiner Zeit gilt ein Trunk Wasser ein Glas Wein, ein Heller einen Gulden.
Zu Zeiten gilt ein Becher Wasser mehr, als ein Eimer Wein und ein Groschen mehr als ein Gulden*13.
Zwei Dinge merke: Rede und schweige, wenn's Zeit ist.