
Der Tod steht für das Ende des Lebens, tot ist das Adjektiv zu „Tod“. Die Definition des Todes ist der unumkehrbaren Verlust des Lebens, der Zellteilungsfähigkeit oder Desintegration lebensnotwendiger Organe. Der Sterbevorgang ist der Übergang vom Leben zum Tod. Meist ist der hirntot gemeint, da im Gehirn die Persönlichkeit, Empfindungen und Steuerung aller anderen Organe sitzt. Je nach Definition weichen die Todeszeitpunkte voneinander ab. Der genaue Todeszeitpunkt kann bei erbrechtlichen Fragen eine entscheidende Rolle spielen. Ebenso verlangt das Transplantationsrecht die rechtlich verbindliche Feststellung des Todeszeitpunktes.
Sicher ist auch, dass im Coronajahr 2020 von August bis Dezember in Deutschland pro Monat Tausende Menschen mehr gestorben sind als im jeweiligen Vergleichsmonat im Jahrzehnt vorher. Gleiches gilt auch für verschiedene Altersgruppen, für über 80 jährige, aber ebenfalls für einige jüngere, nicht nur im Durchschnitt, sondern absolut nach Zahlen.
Die Gründe für Tod und Sterben können viele unterschiedliche Ursachen haben. Sie gehen von Altersschwäche, Krankheit (Corona), Unfällen, Mord und Selbstmord, Organversagen, Vergiftungen, Verhungern und Verdursten bis zu vielen anderen Möglichkeiten. Meist entscheiden Ärzte und Pathologen über das, was im Totenschein steht.
Nicht nur Menschen finden am Ende des Lebens den Tod, ohne Ausnahme finden alle Lebewesen, Pflanzen und Tiere ihn am Ende. Die Eintagsfliege nach Stunden, manche Bäume oder Pilze nachweislich erst nach über 1000 Jahren. Der Tod ist für den einzelnen meist unerfreulich, aber ohne ihn gäbe es kein Leben, keine Evolution und keine Menschen.
Je nach Philosophie oder Religion bedeutet der Tod etwas anderes. Manche glauben an das endgültige Ende der körperlichen und geistigen Existenz eines Lebewesens, das Ende von allem. Manche glauben an einen Übergang in eine andere Welt, dem Jenseits, früher die Unterwelt. Je nach Lebensführung gelangen einige ins Paradies, viele aber wahrscheinlich ins Fegefeuer und Hölle. Andere vermuten eine weltliche Wiedergeburt in einem neuen Körper durch Reinkarnation. Wer aufgrund seines Glaubens andere, vermeintlich Ungläubige oder Sünder tötet und umbringt, wird nie ins Paradies kommen oder irgendwie anders im Jenseits belohnt werden. Wer an einen allmächtigen Gott glaubt, kann nie auf den Gedanken kommen, ihm durch Mord und Totschlag helfen oder zu irgend einem Recht verhelfen zu können. Durch eigenen Mord und Terror spricht man Gott die Allmacht ab und degradiert ihn fälschlich zum hilflosen Schwächling. Durch die Allmacht wird Gott selbst ohne fremde Hilfe strafen und belohnen können und braucht sich von keinem Menschen Strafe, Ort und Zeit vorschreiben zu lassen.
Der Tod in deutschen Sprichwörtern ist ebenso endgültig. Alle werden die Wahrheit über die Zeit nach dem Tod sicher nach dem eigenen Tod erfahren, können es dann aber den Hinterbliebenen nicht mehr sagen.
Quellen: | https://de.wikipedia.org/wiki/Tod |
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Tod und tot in Sprichwörtern aus aller Welt →
Es ist bös reden mit denen, die einen mögen zu Tode reden.
Es ist schlimm bei denen reden, die einen können zu Tode reden.
Freunde in der Not, Freunde in den Tod, Freunde hinterm Rücken, das sind drei feste Brücken.
Freund in der Not, Freund im Tod, Freund hinterm Rücken sind drei starke Brücken.
Freund in der Not und hinterm Rücken sind fürwahr zwei starke Brücken.
Für den Tod ist kein Kraut gewachsen.
Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.
Für Torheit hilft kein Alter, für den Tod kein Kraut.
Gedächtnis des Todes sündigt nicht.
Gedenk der vier letzten Stück, des Tods, des Gerichts, der Hölle und des Himmels.
Gerechtigkeit fördert zum Leben, dem Übel nachjagen, fördert zum Tod.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel; Die Sprüchen Salomos 11, 19: Luther-Bibel 1545 „Denn Gerechtigkeit fordert zum leben / Aber dem vbel nachiagen fordert zum tod.“ Luther-Bibel 1912 „Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod.“ Schlachter-Bibel 1951: „So gewiss die Gerechtigkeit zum Leben führt, so sicher die Jagd nach dem Bösen zum Tod.“ Lutherbibel 2017: „Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.“)
Gerechtigkeit ist Tod, der Glaub leidet Not.
Gewalt und Zorn vereint ist der Tod.
Gib den Armen bei deinem Leben, nach deinem Tod hast nichts mehr zu geben.
Gib vorher, was du willst nach dem Tod geben.
Gleichheit halten und jedem mit gleicher Elle messen, ist des Todes Regiment.
Gott kann nichts denn Guts tun, wenn er uns schickt Kreuz, Armut, Leben und Tod, ist alles gut.
Graue Haare sind des Todes Blüten.
Graues Haar, des Todes Postillion.
Grau Haar sind des Todes Siegpanier auf unserm Haupt.
Große Ausgabe ist kleiner Einnahme Tod.
Große Tränk' und große Güss' bringen oft den Tod gewiss.
Guter Art Hunde und Pferde trauern um ihrer Herren Tod.
Hätt' ich für den Tod ein Schwert, das wer viel tausend Gulden*13 wert.
Herzeleid ist der Tod.
Honig ist der Mücke(n) Tod.
Ich bin Gott einen Tod schuldig, den zahl ich ihm, wann er will.
Im Tode fragt man nicht, wie lang einer gelebt habe.
Im Tode sind wir alle einander gleich.
Iss, trink und haus; mit dem Tod ist alles aus.
Ist der Apfel noch so rot, sitzt darinnen doch der Tod.
Ist zu End' die Not, so kommt der Tod.
Kommt man aus der Not, so kommt der Tod.
Je größer Sünd, je grausamer Tod.
Je länger Leben, je näher Tod.
Käs und Brot, besser als der bittre Tod.
Kein Harnisch schützt wider den Tod.
Lange Krankheit, sichrer Tod.
Lange Qual ist bittrer Tod.
Lob nach dem Tode, ist Gesang der Nachtigall in eines Tauben (Gehörlosen) Hause.
Mancher hat noch eine Stunde Weges (einen kleinen Weg) zum Tode, und sammelt Zehrung, als hätte er noch hundert Jahre dahin.
Man kann alle Dinge Tod schweigen, aber nicht Tod keifen.
Man kann allen Sachen Hilfe und Rat schaffen außer dem Tod.
Man lobt im Tode manchen Mann, der Lob im Leben nie gewann.
Man soll keinen vor seinem Tode glücklich preisen.
Nach dem Tode braucht man kein Rezept mehr.
Nach dem Tode kommt die Liebe zu spät.
Nach dem Tod gilt das Geld nicht mehr.
Nach dem Tod kommt Lob.
Niemand kann dem Tod entlaufen.
Not und Tod hat kein Gebot.
Not und Tod kommen zu Alten und Jungen.
Ob du der Erben mangelst dein, so wird dein Tod desto leichter sein. Die Kinder geben etwa Freud, sie machen auch groß Herzeleid.
Pilatus wäscht die Hände, als hab er keine Schuld am Tod des Gerechten.
Scherzt ein Alter mit einem jungen Weib, so lacht der Tod.
(Das bedeutet, wenn ein alter Mann sich anstrengt, einer jungen Frau zu gefallen und mit ihren Ansprüchen mithalten will, muss er acht geben, sich nicht zu übernehmen oder gar einen Herzschlag zu bekommen.)
Schlaf und Tod sind Zwillingsbrüder.
Schneid nicht Riemen aus Gottes Wort, sie können dich leicht zu Tode geißeln.
Schulden, Alter und Tod kommen unangemeldet ins Haus (schleichen unversehens ins Haus).
Soldatentod ist besser als Bettelbrot.
Starker Leute Spiel ist schwacher Leute Tod.
Todes Gedächtnis sündigt nicht.
Tod ist der Sünde Sold und Obendrauf.
Tod ist des Lebens Botenbrot.
Tod ist Todes Ausgang.
Tod macht uns im Grabe gleich, in der Ewigkeit ungleich.
Tod und Ehrabschneiden, muss ein jeder leiden (ein jeder Mensch muss leiden).
Tod und Leben mögen nicht zusammen wohnen.
Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt.
Traurigkeit bringt Unfug und den Tod.
(Ein) Trockener Husten ist des Todes Trompeter.
(In den Sammlungen von Braun und Eiselein steht 1840 beide Male das obige Sprichwort. Karl Simrock schreibt 1846 von ihnen und anderen für seine Sammlung ab und vertauscht dabei zwei Worte: „Trockner Husten ist des Trompeters Tod.“)
Tugend leid't oft Not, aber nicht den Tod.
Überflüssige Freud bringt große Krankheit, auch oft den Tod.
Umsonst ist der Tod, aber er kostet das Leben.
Umsonst ist der Tod, aber er kostet Leute.
Umsonst ist nur der Tod.
Verachten Gottes Gebot, bringt Not, Schand, Höll und Tod.
Viele Hunde sind des Hasen Tod.
Viel Hunde sind des Hasen Tod.
Viele Säcke sind des Esels Tod.
Viel Säcke sind des Esels Tod.
(Man soll den eigenen oder den Kräften anderer nicht zu viel zumuten, sonst verliert man durch die Überlastung alles)
Völlerei schwächt Leib und Gut, bringt Krankheit, Tod und Armut.
Wahrheit leidet wohl Not, doch nicht den Tod.
Warm ist das Leben, kalt der Tod.
Was geboren ist, ist vom Tod geworben.
Was geizest du so für und für, es geht im Tod ja nichts mit dir.
Was vorgeht zwischen Wieg und Tod, der Pfaff hat seine Hand im Sod.
Weibes Mutter ist nicht Tod.
Weinen hilft vor den Tod nicht.
Wen die Liebe kitzelt, dem ist der Tod nicht verhasster als Aufschub.
Wenn der Tod kommt, so bringt er einen Wechselbrief ohne Nachsicht.
Wenn die Mücke ein Hühnerei legen will, ist's ihr Tod.
Wenn du Tod bist, so hast du ausgezehrt.
Wenn ein alt Weib tanzt, macht sie dem Tod ein Hofrecht.
Wenn ein Wolf unter eine Herde Schafe kommt, so würgt er zuvor alles Tod, ehe er anhebt zu fressen.
(Gleiches versucht Putin in der Ukraine. Nach 8 Monaten seines Krieg gegen die Ukraine ist er dabei, nicht nur unschuldige Menschen zu töten, er versucht auch die gesamte Infrastruktur und Lebensgrundlage zu zerstören. Wenn er die Ukraine nicht erobern kann, will er wenigstens nur noch verbrannte Erde hinterlassen. Das erinnert stark an einen großen Krieg im 20. Jahrhundert an gleicher Stelle.)
Wenn man manchem Edelmann die Bauernader aufschnitte, müsste er sich zu Tode bluten.
Wenn's Unglück will, fällt sich eine Katze vom Stuhle zu Tode.
Wenn wir geboren werden, so sind wir Kinder des Tods, und alt genug zu sterben.
Wen Sorg und Tod angat, der pfleg der Alten Rat.
Wer baut auf Gott, fürcht't keinen Tod.
Wer baut auf Gott, sieht keinen Tod.
(Von Körte wird dieses Sprichwort 1837 unter Nr. 2389 genannt. Danach soll dieses Sprichwort von Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599 - 1626), einem protestantischen Feldherrn im Dreißigjährigen Krieg, auf Münzen geprägt worden sein. Wahrscheinlich ist das eine Verwechselung mit „Gottes Freund, der Pfaffen Feind.“ Möglicherweise wird deswegen in einigen heutigen Veröffentlichungen dieses Sprichwort fälschlich als ein Zitat von Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel bezeichnet, wofür es keinen Beleg oder Beweis gibt.)
Wer das Leben verachtet, fürchtet den Tod nicht.
Wer das Letzte auf der Mühle hat, der wandelt im Schatten des Tods.
Wer den Tod zu sehr fürchtet, der hat nicht viel Freud.
Wer eine Jungfrau schändet, stirbt übeln Todes.
Wer einem andern nach dem Leben steht (trachtet), befördert seinen eigenen Tod.
Wer im Leben keinen Richter hat, dem zahlt der Tod (die Höll) seine Missetat.
Wer lebt ohne lieb, der ist lebendig Tod.
Wer Mönch und Pfaffen schlagen will, schlage sie nur gar zu Tode.
Wer nicht liebt, der bleibt im Tod.
Wer reich ist, wollt gern lang leben, kann doch dem Tod nicht widerstreben.
Wer sich in Herrendiensten zu Tod arbeitet, den holt der Teufel.
Wer um die Wette rennt, scherzt mit dem Tode.
Wer vom Ölberg kommt, hat den Tod überwunden.
Wer zu Hofe tauglich ist, den treibt man zu Tode.
Wer zu Hofe tüchtig ist, den treibt man zu Tode.
Wider des Todes Kraft Hilfe kein Kräutersaft.
Wie der Abend den Tag, so preist der Tod das Leben.
Wie lieb der Mensch lebendig sei, nach dem Tod ist er Beiwohnung frei.
(Laut Agricola 1630 in seiner Erklärung zum Sprichwort Nr. 208 stammt der Spruch von Freidank ( † vermutlich 1233 in Kaisheim). Als Sprichwort steht es schon 1605 in der Sammlung von Petri. Es bedeutet, wenn jemand Tod ist, wird er von niemandem mehr begehrt.)
Wo der Kranke in der Kammer ist, da muss man dafür halten, dass der Tod vor der Türe sei.
Wohlgetan überlebt den Tod.
Wohltat lebt und bleibt nach dem Tod.
Wo man den Habicht über die Hühner setzt, da ist ihr Tod gewiss.
Wo Sünd und Bosheit ist, da regiert der Tod.
Zeitig reif, zeitig rot, zeitig weis, zeitig Tod.
Zorn bringt Zank, Zank bringt Schmachwort, Schmachwort bringen Schläge und Wunden darauf oft der Tod folgt.
Zum Todesschlaf ist keiner müde.
Zween (zwei) sind eines Meister, drei sein Tod.
Wenn ich tot bin, gilt mir ein Rübenschnitz so viel als ein Dukat.
Wenn ich tot bin, ist mir alle Welt tot.
Wenn ich tot bin, so ist alle Welt mit mur tot.