
Quellen: | https://de.wikipedia.org/wiki/Diebstahl |
Diebe in Sprichwörtern aus aller Welt →
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Diebe in deutschen Sprichwörtern:
Betrug und Diebstahl müssen unterm Schein geschehen.
(Christoph Lehmann meint 1630 dazu: „Wer nicht heimlich unterm Schein der Gerechtigkeit, Heiligkeit und christlichen Liebe die Leute bestehlen, betrügen und vernachteilen kann, der ist Henkermäßig, das sind die arme Diebe, die keinen Schein wissen.“)
Es geht nur über die kleinen Diebe aus.
(Die gleiche Bedeutung wie „Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.“)
In der Diebe Land muss man das Fell vorn auf'm Pferd führen und nichts aus Händen legen.
(In der Diebe Land = Im Land der Diebe.)
Betrügen ist ehrlicher als stehlen.
Betteln ist besser als stehlen.
Buhlen, Lügen und Stehlen hängen aneinander.
Lügen, Buhlen und Stehlen hängen aneinander.
Dem Habenichts kann auch der Teufel nichts stehlen.
Der Dieb meint, sie stehlen alle.
Der Hehler ist eben als (wie) der Stehler.
Der Hehler ist so gut als der Stehler.
Der Hehler ist so gut (schlecht) als der Stehler.
Der Hehler ist so gut und so wohl strafwürdig als der Stehler.
Der Hehler ist wie der Stehler.
Der Hehler so schlimm ist als der Stehler.
Der Hehler und der Stehler sind ein Gumpisch.
Es ist eben der Hehler wie (als) der Stehler.
Hehler ist so gut wie Stehler.
(In fast allen alten Sprichwörtersammlungen aller Jahrhunderte findet sich dieses Sprichwort in etlichen Varianten. Die Wortwahl unterscheidet sich etwas, der Sinn ist immer gleich: Stehler und Hehler sind gleichermaßen beteiligt und verdienen die gleiche Strafe. Früher wurden sie gehängt, heute bekommen sie zum Leidwesen mancher nur geringe oder gar keine Strafen. Wer dem Staat Milliarden stiehlt (mit Cum-Ex oder Cum-Cum Geschäften oder anderer undurchschaubarer illegalen Steuertricks), hält sich zudem für ehrenwert und guten Geschäftsmann und fühlt sich ungerecht behandelt. Der stielt nicht einem, sondern allen ehrlichen Bürgern viel Geld. Wer dagegen ein paar kleine Münzen oder als Verkäufer etwas verdorbene Ware mitnimmt, bekommt meist die Höchststrafe. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Einige Sprichwörter halten den Hehler auch für schlimmer, da der erst den Anreiz zum Stehlen gibt.)
Der Hehler ist fauler als der Stehler.
Der Hehler ist schlimmer als der Stehler.
Der Hehler macht den Stehler.
Der Pole würde eher am Sonntag ein Pferd stehlen, als am Freitag Milch oder Butter essen.
Die Laster stehlen der Tugend die Kleidung.
Du heiliger St. Martin! Sie opfern dir einen Pfennig und stehlen dir ein Pferd!
Ein Dieb lässt das Stehlen nicht, so wenig als der Hund das bellen.
Ein Dieb stiehlt sich selten reich.
Einem Dieb ist bös stehlen.
Einem Dieb ist nicht gut (was zu) stehlen.
Einen Fund verhehlen ist so gut wie Stehlen.
Einmal geben und wieder nehmen, ist schlimmer als stehlen.
Ein wenig kaufen und ein wenig stehlen macht reiche Leute, aber mit kleinen Ehren.
Ein wenig kaufen und ein wenig stehlen ist des armen Manns Leben.
Er stiehlt wie ein Rabe.
Es gebührt dem Dieb kein besser Ehr, denn dass man ihm das stehlen wehr.
Es ist besser in Demut betteln, als durch Stehlen Stolz sein.
Es ist besser mit den Frommen stehlen, als den Gottlosen beten.
Es ist besser stehlen als zeihen.
Es ist schwer stehlen, wo der Wirt (selbst) ein Dieb ist.
Es ist bös stehlen, wenn (wo) der Wirt ein Dieb ist
Fuchsschwänzer, den Herren lieb, stehlen mehr, denn andre Dieb.
Fuchsschwänzer sind den Herren lieb, stehlen doch mehr als ein Dieb.
(Fuchsschwänzer werden mancherorts auch Heuchelmaul, Federleser, Pflaumenstreicher oder Ohrenbläser genannt. Es sind Schmeichler, die anderen heuchlerisch nach dem Munde reden, um bei passender Gelegenheit zum eigenen Vorteil die anderen übervorteilen, betrügen und ausnehmen zu können.)
Gedächte der Dieb an Galgen, so ließe er sein Stehlen.
Gut aufsehen ist der beste Rat für das stehlen.
(Das bedeutet, wer ein gutes Aufsehen auf sein Eigentum hat, ist vor Dieben und Stehlern gut geschützt.)
Gute Freunde stehlen die Zeit.
(Erstnennung im 19. Jahrhundert, mit dem Hinweis, Luther hat den Spruch Sprichwort genannt.)
Gute Sitten sind ein edel Kleinod*20 und ein besserer Schatz denn Geld und Edelstein, die kann kein Dieb stehlen.
Gute Tage stehlen das Herz.
Hast du Geld, so spiel, hast du keins, so stiehl.
(Ein Sprichwort mit einer vermeintlichen Aufforderung zum Stehlen und Spielen, beides auch in früheren Zeiten eine Sünde und verboten. Dieses Sprichwort wurde früher nicht als Aufforderung, sondern als Wahrnung gebraucht: Körte schrieb 1837 in seiner Sprichwörtersammlung darunter:
Der Häscher kommt und fanget dich,
der Pastor kommt und strafet dich,
der Henker kommt und henket dich,
der Teufel kommt und holet dich,
wo du's nicht lässt und besserst dich!)
Hehlen und stehlen ist beides gleich gut.
Hehler sind Stehler.
Herren haben Lügner lieb, die stehlen mehr denn andre Dieb.
In Diebshäusern ist nicht leicht zu stehlen.
Kein Hehler, kein Stehler.
Lässt (Ließe) der Dieb sein Stehlen, so lässt der Hund sein Bellen.
Ließe der Dieb das Stehlen, der Hund ließe sein (das) Bellen.
Leidet man, dass die Kinder lügen, so lernen sie darnach stehlen.
(Heut glaubt wahrscheinlich keiner mehr an dieses Sprichwort, da Kinder öfter Lügen. Das die Eltern aber teilweise deswegen mit anderen streiten, weil sie von ihren Kindern sagen, sie würden nicht lügen, ist ein Fehler der Eltern, da sie dadurch das Lügen der eigenen Kinder fördern und Beziehungen zu anderen, Nachbarn, Freunden oder anderen verschlechtern. Wie etliche andere fehlt dieses Sprichwort in Wander Sprichwörter Lexikon. Dort steht nur ohne Quelle unter Lügen Nr. 105: Wer das Lügen leidet, lehrt das Stehlen. Möglicherweise hat er hier wieder wie oft etwas verändert.)
Lügen, trügen, stehlen, morden, gehören all in einen Orden.
Lügen und Stehlen gehen miteinander.
Man darf dem Gerber das Leder nicht stehlen, um den Armen Schuhe daraus zu machen.
Man soll nicht das Leder stehlen und die Schuh um Gottes willen geben.
Das Leder stehlen und die Schuh um Gottes willen vergeben.
Mit Nesteln fängt man an zu spielen. Mit Nüssen fängt man an zu stehlen.
Mit Verlaub kann man dem Bauern das Pferd aus dem Stall stehlen.
Müller, Müller, Roggenstehler, Kernenbeißer, Hosensch–.
Müller und Bäcker stehlen nicht, man bringt's (bringt es) ihnen.
Schwerlich essen die Hunde Bratwürste, sie stehlen sie denn.
Soldaten stehlen nicht, sie beuten nur.
Statt und Stund tun den Dieb stehlen (machen).
Statt und Stunde heißen (lassen) den Dieb stehlen.
Stätte und Stunde machen die Diebe stehlen.
Stehlen und Lügen ist gern beieinander.
Stehlen und Sackaufheben ist eins wie das andere.
Stehlen und Wiedergeben ist ein ganz erbärmlich Leben.
Stehler, Hehler und Befehler sind drei Diebe.
Stiehlt mein Bruder, so hängt ein Dieb.
Stiehlt mein Vater, so hängt ein Dieb.
(Das bedeutet, Familienangehörige sollen keinen Anteil an der Schande eines Einzelnen tragen.)
Stiehl viel, gib wenig, so kommst du davon.
Wären keine Hehler, so wären keine Stehler.
Wenn die Hunde schlafen, hat der Wolf gut Schafe stehlen.
Wer die Stute verachtet, hat gewiss Lust sie zu stehlen.
Wer einen Pfennig stiehlt, der stiehlt auch wohl einen Gulden*13.
Wer einmal stiehlt, bleibt zeitlebens ein Dieb.
Wer einmal stiehlt, heißt allzeit Dieb.
Wer einmal stiehlt, ist immer ein Dieb.
Wer einmal stiehlt, der muss sein Leben lang ein Dieb sein.
Stiehl einmal und bleib dein Lebtag ein Dieb.
Wer für andere stiehlt, wird für sich (sie) gehangen.
Wer im Kleinen anfängt zu stehlen, der treibt ins Große.
Wer in der Trunkenheit stiehlt, wird nüchtern gehangen.
Wer stiehlt, wenn er trunken ist, wird gehängt, wenn er nüchtern ist.
Wer kühnlich stiehlt, der denkt an kein Hängen.
Wer nicht kann mit Praktiken stehlen, dem tut man zu Hof kein Amt befehlen.
Wer sich des Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.
Wer sich Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.
Wer stehlen will und nicht hangen, der lass' sich zu Schaffhausen fangen.
Wer will stehlen und nicht hangen, der lass sich zu Schaffhausen fangen.
Wer stehlen will und nicht hangen, geh nach Bremen und lass sich fangen.
Wer stiehlt und raubt, der führt die Braut, was gewinnt er aber für ein End?
Wer zum Stehlen ist geboren, ist zum Hängen auserkoren.
Zeit und Stunde lehrt den Dieb stehlen.