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Über 30.000 Deutsche Sprichwörter

Deutsche Sprichwörter mit W

Deutsche Sprichwörter mit W


Über 30.000 deutsche Sprichwörter


Karl Friedrich Wilhelm Wander
und das „Deutsches Sprichwörter Lexikon“


Karl Friedrich Wilhelm Wander hat zwischen den Jahren 1867 und 1880 sein fünfbändiges „Deutsches Sprichwörter Lexikon“ veröffentlicht. Über 30 Jahre hat er dafür Sprichwörter gesammelt. Im Deutsches Sprichwörter Lexikon sind ca. 225.000 deutsche Sprichwörter und Redensarten und ca. 60.000 Sprichwörter aus verschiedensten Fremdsprachen. Eine Arbeit eines Einzelnen, ohne die heute möglichen Hilfsmittel, eine einmalige und unvergleichbare Leistung, die man nicht überschätzen kann.


Wer aber meint, ein deutsches Sprichwort zu haben, weil es auch bei Wander im Lexikon steht, hat trotzdem nicht sicher eins, es kann auch falsch sein. Wander selbst schreibt im Vorwort zum 1. Band des Deutsches Sprichwörter Lexikon, das es auch Fehler enthält oder Quellenangaben verloren gingen. Die Quellenangaben sind tatsächlich teilweise falsch oder fehlen vielfach ganz. Erst wenn man ein Sprichwort in den Quellen Wanders wiedergefunden hat, kann man sich über Herkunft und Nationalität sicher sein.

Ein Freund Wanders wurde wegen angeblicher kommunistischer Umtriebe verhaftet und in Wanders Wohnung fand 1845 wegen angenommener Unterstützung eine Hausdurchsuchung statt. 1853 fand eine weitere Haussuchung bei ihm statt. Seine Vergehen: Er war Lehrer und hatte eine Lehrervereinigung gegründet. Er forderte mehr Selbstbestimmung für die Lehrer, er hatte mehrfach kritische Aufsätze und Bücher über die Schule veröffentlicht und er forderte die staatliche Aufsicht über die Schulen mit Abschaffung der Kirchlichen, unter der das Schulwesen stand. Er befürwortete nicht den Schulmeister alter Prägung, der nur notwendiges Wissen beibrachte und gehorsame Untertanen produzierte, er forderte einen neuen Lehrer, der freie und mitdenkende Bürger mit Selbstverantwortung erzog. Alles zusammen für Kirche und herrschende Obrigkeit revolutionär und unhaltbar für einen Lehrer. Deswegen wurde er 1849 endgültig aus dem Schuldienst entlassen. Durch die Haussuchungen und Umzüge verlor er ein Heft mit Quellenangaben, was zu fehlenden Quellen im Sprichwörterlexikon führte.

Außerdem hatte er 1831/32 unter dem Titel Scheidemünze neue Sprichwörter herausgegeben, das heißt, von ihm erdachte und Sprichwörtern nachempfunden Sprüche. Auch diese fanden Eingang ins Sprichwörterlexikon. Das brachte ihm den Vorwurf, sich die Sprichwörter teilweise auszudenken. Andere Sprichwörter habe er selbst vernommen oder sie wurden ihm als solche übergeben, teilweise ohne Quellen oder Herkunftsangabe. Etliche stammen aus der Literatur, die er an Form und Gepräge des Ausspruchs erkannt haben will, was nicht jedermanns Sache ist, wie er meint. Dazu gehört die erforderliche Aufmerksamkeit und ein für diesen Zweck gebildetes Sprachgefühl, das sogenannte Sprichwörterohr, das er seinen Angaben nach besitzt, viele andere aber nicht. Wenn sein Sprichwörter-Instinkt etwas zum Sprichwort erklärt hatte, war eine weitere Überprüfung nicht notwendig. Der im Lexikon vorhandene Quellennachweis war für ihn ausreichend.

Quellen: Vorrede im 1. Band des „Deutschen Sprichwörter Lexikons“.
            Nachwort im 5. Band des „Deutschen Sprichwörter Lexikons“.


Beispiele für Fehler im Deutschen Sprichwörter Lexikon:

Als Quelle für die Ägyptischen Sprichwörter benutzte Wander das Buch „Arabische Sprüchwörter oder die Sitten und Gebräuche der neueren Aegyptier erklärt aus den zu Kairo umlaufenden Sprüchwörtern übersetzt und erläutert von Johann Ludwig Burckhardt“ aus dem Jahr 1834. In diesem Buch sind 782 Ägyptische Sprichwörter enthalten. Bei Wander findet man aber nur 696 Mal die Quellenangabe Burckhardt und nur 155 Mal den Hinweis auf Ägypten. Die übrigen Ägyptischen Sprichwörter scheinen bei ihm fälschlicherweise „deutsche Sprichwörter“ zu sein. Ähnliches gilt auch für andere Quellen Wanders aus anderen Ländern.

Bei über 4000 Sprichwörtern gibt Wander z. B. Dr. Phil. Julius Altmann an, der 1853-1855 in einigen Zeitschriften Sprichwörter aus Russland, Bulgarien und von den Tataren veröffentlichte, die er dort auf Reisen sammelte. Auch sie sind in Wanders Sprichwörterlexikon enthalten, aber oft ohne den Hinweis auf Russland oder Bulgarien. Wer später von Wander abgeschrieben hat, machte möglicherweise fälschlicherweise aus Mangel am Hinweis aus einem fremden, ein deutsches Sprichwort.

Etliche fremde Sprichwörter erhielten schon ohne vergleichbares deutsches Sprichwort eigene Nummern. Es sollten spätere deutsche Funde eingefügt werden, was aber unterblieb. Aus Ermangelung entsprechender deutscher Sprichwörter und verlorener Quellen wurde daraus später ein deutsches Sprichwort ohne Quellenangabe.

Mehrfach stehen Sprichwörter in Mundart mit Hinweis auf die hochdeutschen Varianten, oder umgekehrt, oder beide oder mehrere verschiedene Mundarten als verschiedene Sprichwörter im Sprichwörter Lexikon.
Dass ein Sprichwort von einem Bayern, Hessen, Sachsen oder anderem Deutschen in seiner ihm eigenen Mundart ausgesprochen wird, macht aus einem Sprichwort auch heute noch kein weiteres neues Sprichwort. Ebenso das Umstellen einzelner Wörter, falsches Abschreiben, übersetzen oder weglassen oder verlieren von Quellen. Schon nach Druck der ersten zwei Bände gab es deswegen begründete Kritik eines anderen Sprichwörtersammlers, Otto Freiherr von Reinsberg, der auch auf einen Kommentar im Vorwort der Sammlung von Wilhelm Körte (1837) hinwies. Wanders Antwort darauf steht im Vorwort des 3. Bandes des Sprichwörter Lexikons. Leider waren die gegenseitigen Kritiken von Otto Freiherr von Reinsberg und K. F. W. Wander in deren Veröffentlichungen vorwiegend persönlicher Natur und brachten auf keiner Seite eine Verbesserung ihrer Arbeiten. Im Internet nachzulesen in den Vorworten von Wanders Sprichwörter Lexikon und: http://brema.suub.uni-bremen.de/ . . Reinsberg

Beispiel:
„Schreib a X fer a U, su kimmste der Rechnung zu.“ steht als Schlesisches Sprichwort im 5. Band in Spalte 477 unter X, Nr.4 mit dem Hinweis der hochdeutschen Version bei Simrock Nr.11951. Die hochdeutsche Version wie bei Simrock: „Schreib ein X für ein U, so kommst du mit der Rechnung zu.“ steht im 4. Band in Spalte 335 unter Schreiben (Verb.), Nr.21 ohne Quellenangabe. So werden aus einem zwei Sprichwörter und wird einem bei Wander ein X für ein U vorgemacht.
Wenn dann fast wortgleich „Wer ein X schreibt für ein V, kompt in der Welt am besten zu.“ im 5. Band in Spalte 477 unter X, Nr.5 (Quelle bei Petri im anderen Teil) und „Wen der wirth schreibt ein X vor ein V, so kombt er seiner rechnung zu.“ im 5. Band in Spalte 283 unter Wirth, Nr.124 (Quelle bei Lehmann Seite 923, Nr.22) dazukommen gibt es immer mehr Varianten, die als einzelne Sprichwörter aufgeführt werden.

Weitere Beispiele auf einigen Seiten im Text. Aus diesem Grund ist das Deutsche Sprichwörter Lexikon als primäre Quelle oder Beweis für ein deutsches Sprichwort nur bedingt geeignet - vielmehr hat es nur einen Wert als Hinweisgeber für die weitere Suche nach der wirklichen Quelle.
   
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Aus einem Gutachten von Dr. Karl Rosenkranz, Rath 1. Klasse und ordentlicher Professor an der Königlichen Universität zu Königsberg zur Sprichwörtersammlung „Preussische Sprichwörter“ von H. Frischbier aus dem Jahr 1864 in der 2. Auflage 1865, Seite 320:

„Sprichwörter erfindet man nicht, sondern man findet sie.“

Leider hat Wander in seinem Deutschen Sprichwörter Lexikon zu viel erfunden. Auf dieser Website sind mehrere Hundert deutsche Sprichwörter mit W dagegen in den originalen Quellen vorhanden, ebenso wie alle anderen Sprichwörter aus Deutschland von A bis Z. Wenn hier trotzdem besondere, wichtige, neue oder häufige Sprichwörter aus Deutschland fehlen sollten, bitte eine Nachricht mit Quellenangabe/Fundort an die E-Mail Adresse auf der Seite Kontakt.

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Deutsche Sprichwörter von Wer sein bis Wer tut

  

Wer sein Bescheid hat, der mag reiten, wann er will.

Wer sein Betrübnis verhehlt, der machts schwerer.

Wer sein Bett am Morgen macht, braucht den ganzen Tag nicht mehr dafür zu sorgen.
Wer sein Bett macht am Morgen, braucht am Tag nicht zu sorgen.
Wer sein Bett macht am Morgen, braucht den ganzen Tag nicht mehr zu sorgen.
(Ein Sprichwort in verschiedenen Ausführungen. Das obere steht so 1840 in der Sammlung von Braun (Nr. 2766). Simrock schrieb für die eigene Sammlung auch bei Braun ab und veränderte es etwas, damit sich ein Reim ergab. 1846 standen gleich beide unteren Versionen in Simrocks Sammlung (Nr. 1012 und 7090) der deutschen Sprichwörter.)

Wer sein Bett verkauft, muss auf Stroh liegen.

Wer sein Brot allein isst, muss auch sein Pferd allein satteln.

Wer sein Ding macht recht und schlecht, bleibt immerzu ein armer Knecht.

Wer seine Augen im Brillenfutter hat, der kann viel übersehen.
Wer seine Augen im Futteral trägt, kann viel übersehen.

Wer seine Besserung aufs Alter spart, der hat seine Sachen nicht wohl (gar schlecht) verwahrt.

Wer seine Ehre zum Pfande setzt, dem ist übel (schlimm zu) borgen.

Wer seine eigenen Sachen auswäscht, wird schwerlich anderer verschweigen.

Wer seine Feinde verachtet, der meint, er habe halb gewonnen.
(Wenn man nicht aufpasst, kann das Ende aber andersherum kommen.)

Wer seine Finger in alle Löcher steckt, der zieht sie oft übel heraus.
Wer seine Finger in alle Löcher steckt, dem werden sie wohl mal abgezwickt.
Wer seine Finger in alle Löcher steckt, zieht sie oft besch...n wieder heraus.

Wer seine Frau lobt und sein Kompost, der wär' sie beide gerne los.

Wer seine Freiheit nicht wert hält, ist sein eigen Feind.

Wer seine Gabe wohl anlegt, der gibt, so er nimmt.

Wer seine Gewohnheit bricht, der beleidigt seine Gesundheit.

Wer sein eigener Herr kann sein, geh` keinen Dienst bei Herren ein.
Wer sein eigener Herr sein kann, der diene keinem anderen.

Wer sein eigener Lehrmeister sein will, hat einen Narren zum Schüler.

Wer sein eigenes verachtet, ist Herr über eines anderen Leben.

Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.

Wer sein eigen Werk verrichtet, beschmutzt sich niemals die Hände.

Wer seine Kleider in Ehren hält, den halten sie wieder in Ehren.

Wer seine Krankheit verhehlt, verschlimmert sein Übel.

Wer seinem Feinde ehrlich die Hand reicht, fördert das Handwerk Gottes.

Wer seinem Feind glaubt, der ist sich selbst Feind.

Wer seinem Feind spottet, der ist nicht wohl verwahrt.

Wer seinem Feind vertraut, der wird auf den Honigmarkt geführt, wie Braun der Bär von Reiniken.

Wer seinem Leibe gar zu wohl tut, macht selten alte Beine.

Wer seine Mutter betrübt, der ist verflucht.

Wer seinem Vater nicht folgt, muss dem Stiefvater folgen.
Wer seinem Vater nicht gehorchen will, muss seinem Stiefvater gehorchen.
(Laut Körte: „Dieser Stiefvater heiße nun: Unteroffizier, Schließer, Gefangenenwärter, Büttel*6, Armut, Not, Jammer, oder sonst wie er wolle“.)

Wer seinen Acker bauet, der wird Brotes die Fülle haben.
Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.
Wer seinen Acker bauet, wird Brotes genug haben, wer aber Müßiggang nachgeht, wird Armut genug haben.

(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 12, 11: „Wer seinen Acker bebaut, wird Brot die Fülle haben; wer aber nichtigen Dingen nachgeht, ist ein Tor.“)

Wer seinen Acker wohl düngt, der hat desto mehr zu ernten.
(Ursprung des Sprichworts ist wie oben die Bibel, Die Sprüche Salomos 12, 11)

Wer seinen Adel adelt, ist adelig geadelt;
wen nur sein Adel adelt, wird adelig getadelt.
(Dieser Spruch steht im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander in Band 5, Spalte 716 unter Adel Nr. 70. Als Quelle ist das Buch „Junker und Pfaffen im Gewande des Sprichworts“ von 1875 genannt, in dem es unter Nr. 17 steht. Der gleiche Spruch steht ebenfalls bei Körte (1837) als Erklärung unter Nr. 40 „Adel sitzt im Gemüt, nicht im Geblüt“, also ein Sprichwort? Wenn man weiter zurückgeht, findet man den Spruch endlich beim deutschen Barockdichter Friedrich von Logau (24.1.1605 - 24.7.1655) in seinen Sinngedichten im Dritten Tausend, Neuntes Hundert, Nr. 39, also kein Sprichwort.)

Wer seine Nase in fremde Dinge steckt, zieht sie blutig heraus.

Wer seinen Diener wohl belohnt, der hat desto mehr zu genießen.

Wer seinen Entschluss schon gefasst hat, bedarf keines Rates mehr.

Wer seinen Fehler nicht erkennt, kann ihn nicht verbessern.

Wer seinen Feind nicht feindlich behandelt, der macht seine Freunde zu Feinden.

Wer seinen Feind verschont und seinen Freund erzürnt, der kommt in Schaden.
Wer seinen Feind spart und seinen Freunde erzürnt, der kommt in Ungemach.

Wer seinen Fuß in des andern Schuh stecken will, muss zuvor das Maß recht nehmen.

Wer seinen Garten verpachtet, darf nicht drin pflücken.

Wer seinen Hund will erschlagen lassen, darf nur sagen, dass er toll sei.

Wer seinen Kindern gibt das Brot, dass er muss selber leiden Not, den schlage man mit Keulen tot.

Wer seinen Knecht zärtlich hält, zieht 'nen Junker draus.

Wer seinen Kopf verwahrt, verwahrt keine taube Nuss.

Wer seinen Lüsten lebt, der stirbt in Unlust.

Wer seinen Satz gewinnt, hat nicht übel gespielt.

Wer seinen Sohn ein Handwerk lernen lässt und ihm einen guten Namen vermacht, der hat ihn gut versorgt.

Wer seinen Vorteil nicht versteht, den will der König nicht im Lande wissen.

Wer seinen Zorn bezwingt, hat einen Feind besiegt.
Wer seinen Zorn bezwingt, hat einen großen Feind besiegt.
Wer seinen Zorn bezwingt, hat seinen Feind besiegt.
(Immer dasselbe Sprichwort, aber jeder schreibt und spricht es etwas anders.  Bei Wilhelm Körte steht im Jahr 1837 das oberste unter Nr. 7155, bei Karl Simrock wird 9 Jahre später beim Abschreiben aus „einem Feind“ ein „großer Feind“ und im Jahr 2000 steht in einem neueren Sprichwörterbuch das untere mit „seinen Feind“. Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 16, 32)

Wer seinen Zorn gegen Niemand spart, hat seinen Witz gar schlecht verwahrt.

Wer seine Sache auf nichts stellt, dem kann's nicht fehlen.

Wer seine Schuh kann selber flicken, der darf sie nicht zum Schuster schicken.

Wer seine Schuld bezahlt, der macht sein Gut nicht geringer, sondern bessert seine Nahrung.
Wer seine Schuld bezahlt, verringert (schmälert) sein Gut nicht (bessert sein Gut).
Wer seine Schulden bezahlt, legt ein Kapital an.

Wer seine Schulden bezahlt, gewinnt Zinsen, oder: verbessert sein Vermögen.

Wer seine Schulden bezahlt, verbessert seine Umstände.



Wer seine Seele dem Geld und Gut anhängt, der wird auch dahin fahren, wo dasselb hinkommt.

(Christoph Lehmann fügt 1630 hinzu: „der Teufel sagts zum Herrn Christo, das ist alles mein.“)


Wer seines Leibes schont, der schont eines guten Freundes.


Wer seines Schweißes genießen will, muss ihn warm zudecken.

Wer seines vorigen Weibes bald vergessen kann, der wird die neue auch nicht lang lieb haben.

Wer seine Verdienste im Kleide hat, dem fressen sie die Motten.
Wer seine Verdienste in Kleidern hat, dem fressen sie die Motten.

Wer seine Ware nicht lobt und schwört, umsonst er auf den Jahrmarkt fährt.

​Wer seine Waren nach gemeinem Preis und Wert und mit seines Gefallens so hoch als er will verkauft, der handelt nach Billigkeit und ehrlich.
​​
Wer seine Wiesen verpachtet, darf nicht drauf grasen.

Wer seine Wirtschaft auf Borg führt, wird auf bares Geld arm.

Wer seine Wunden heilen will, muss ihnen nicht schmeicheln.

Wer sein Geld vor andern ausgibt, gemeiniglich in Schaden liegt.

Wer sein Geld will fliegen sehen, muss sich Tauben halten.


Wer sein Gemüt an die Welt hängt, der bleibt als eine Fliege im Honig kleben.

Wer sein Glück nicht sucht, der versäumt es.

Wer sein Haus ansteckt, der ist unbesonnen; wer seine Seele mit Zorn ansteckt, der ist noch mehr unbesonnen.

Wer sein Haus baut auf den Sand, der wird ein törichter Mann genannt.


Wer sein Haus bauet mit Beschwerung der Armen, der lädt den Fluch auf sich.


Wer sein Haus gern verkaufen will, der putzt gemeiniglich den Giebel.


Wer sein kläffig Maul nicht hält, muss hören, was ihm nicht gefällt.

Wer nicht sein schwätziges Maul zuhält, muss hören oft, dass ihm missfällt.


Wer sein Kreuz mit den Kleidern ausziehen und dabei schlafen kann, der hat nicht zu klagen.

Wer sein Leib und Gut wagen will, ist zollfrei.

Wer sein Pferd auf der Straße lässt aus allen Brunnen trinken und sein Weib zu allen Hochzeiten und Gastungen gehen, der bekommt zeitlich einen Schelm und eine Hure.

Wer sein selbst ist, der ist des Teufels Knecht.
Der sein selbst ist, der ist des Teufels Knecht.

Wer sein selbst sein kann, diene keinem.


Wer sein tun ans Gesinde lan (lässt), dem bleibt viel Gutes ungetan.


Wer sein Unglück bergen kann, der trägt's am leichtesten.


Wer sein Unglück zuvor wüsste, der könnt sich darnach richten ihm vorzubauen.


Wer sein Vaterland verteidigt, der ist lobenswert, ob er gleich dem Feinde keine Festung abgewinnt.


Wer sein Vermögen mit den Händen wegwirft, der sucht hernach eines anderen mit den Füssen.
(Dieses Sprichwort steht 1685 unter Nr. 1500/57 bei Paul Winckler. Wander verändert es wie viele andere für sein Deutsches Sprichwörter Lexikon und macht daraus unter Vermögen (Subst.) Nr. 24 „Wer sein Vermögen mit den Händen wegwirft, der sucht ein anderes mit den Füssen.“. Nicht nur einige Wörter verändert Wander, auch die Bedeutung des Sprichworts wird oft wie hier durch manchmal nur kleine Änderungen verändert.)

Wer sein Vertrauen auf Reichtum setzt, dem hilft sein Geld doch nichts zuletzt.

Wer sein Weib einmal schlägt, schlägt es mehrmals.

Wer sein Weib in Ehren hält, der ehrt sich selbst.

Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst.

Wer sein Weib schlägt, jagt einen Teufel hinaus und zehn hinein.

Wer sein Weib schlägt, macht sich drei Fasttage und ihr drei Feiertage.
Wer ein Weib schlägt, der schlägt ihr drei Feiertage, sich selbst aber drei Fastage.

Wer sein Weib schlägt, schlägt mit der rechten Hand seine linke.
Wer sein Weib schlägt, schlägt mit der rechten Hand seine linke und das Weib kocht dem Mann Hadersuppe*14 und brockt nur böse Wörter drein.

Wer sein Weib verloren hat, muss es im Schottenkloster suchen.

Wer sein Weib zuckert, wird eine süße Frau finden.

Wer sein Werk will übel gemacht haben, der zahle es voraus.
(Ein altes Prinzip, das heute noch genauso funktioniert. Wer beispielsweise im Internet betrogen werden will, bezahle seine bestellte Ware im voraus, insbesondere ins Ausland, oder sieh nach besonders günstigen Preisen.)

Wer selber fleucht, den jagt man leicht.

Wer selber fleucht, ist leicht zu jagen.

(fleucht = flieht.)


Wer selber nicht gelernt hat, der kann andre nicht lehren.


Wer selber nichts taugt, der sagt von andern auch nichts Gutes.

(Ein Jahrhunderte altes Sprichwort, das sich auch heute noch vielfach immer wieder bestätigt, selbst in Familien, unter vermeintlichen Freunden und allernächster Nachbarschaft.)


Wer selber nicht will, da hat Gott keine Schuld dran.

Wer selber nicht will, dem kann alle Welt nicht helfen.

Wer selbst einen Balken im Auge hat und behält, der will aller Welt den Splitter heraus ziehen.

Wer selbst einen Kopf hat, braucht keinen zu borgen.

Wer selbst für sich sorgt, ist am besten beraten.

Wer selbst immer sich alleine lobt, des Lob ist schwach und klein.

Wer selbst mausen kann, der braucht keine Katzen.

Wer selbst untreu ist, der traut niemandem.

Wer (Was) selten kommt, kommt wohl (scharf).

Wer selten reitet, dem tut der Arsch weh.

Wer selten reitet, hat bald einen Wolf.

Wer`s feine Brot vorisst, muss das grobe nachessen.
Wer schön Brot vorisst, der muss grob Brot nachessen.

Wer's Feuer austun will, ziehe den Brand hinweg.

Wer's Glück hat, dem fliegen die Enten gebraten ins Maul.

Wers Glück hat, dem fliegen gebratene Hühner ins Maul.

Wer's Glück hat, dem kalbt ein Ochs.
Wem's Glück wohl will, dem kälbert ein Ochs.

Wer's Glück hat, führt die Braut heim.

Wer's gut kocht, der mag's gut ausessen.

Wer's hat, der hat's, wem's kommt, dem kommt's.

Wer sich abends den Magen nicht überlädt, dem tut morgens der Kopf nicht weh.
Wer sich des Abends den Magen nicht überladet, dem tut des Morgens der Kopf nicht weh.

Wer sich Akzisoren setzen lässt, braucht keine Blutegel.

Wer sich alle Büsche besieht, kommt selten zu Holze.

Wer sich allein für klug hält, mag allein zugrunde gehen.

Wer sich aller Ehr erwogen hat, der erwürgt nicht bald an einer Lüge.

Wer sich aller Ehr getröstet hat, der ist aller Scham frei.

Wer sich als Hund ausgibt, muss auch als Hund bellen.

Wer sich an alten Kesseln reibt, der kriegt beschissene Hände.
Wer sich an alten Kesseln reibt, der wird gern rahmig.
(beschissen = beschmiert, verdreckt)

Wer sich an andern spiegelt, der spiegelt sich sanft.
Der spiegelt sich leicht, der sich an einem andern spiegelt.

Wer sich an Bienen, Fluss und Dornen nicht will wagen, wird weder Honig, Fisch noch Rosen davontragen.

Wer sich an die Weiber hängt, der bleibt wie die Fliege im Honig kleben.

Wer sich an einem Stein stößt, der sieht, woran er gestoßen.

Wer sich an gemeinen Mann hängt, der hängt ärger als am Baum.

Wer sich an Narren stoßen kann, der ist kein törichter Mann.

Wer sich an Pöbel hängt, ist übel logiert.

Wer sich anspannen lässt, der muss ziehen.

Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen.

Wer sich auf andre verlässt, ist verlassen genug.
Wer sich auf Menschen verlässt, ist verlassen genug.

Wer sich auf das Meer begibt, muss es auf das Wetter wagen.

Wer sich auf der Straße verirrt, der kehre wieder nach Hause.

Wer sich auf die Schalkseite legen will, dem muss man das Lager darnach machen.

Wer sich aufrichten will, dem soll man aufhelfen.

Wer sich auf's Erben verlässt, kommt entweder zu früh, oder zu spät.

Wer sich behelfen kann, der hat genug am armen Weib.

Wer sich behilft, der hat nichts übrig.

Wer sich das Kleid anzieht, dem passt es auch.

Wer sich dem Jagen ganz ergeht, wird gleich den Tieren mit der Zeit.

Wer sich den Zorn lässt übergohn, kann weder Recht noch gut mehr ton.
(Bei diesem Sprichwort ist wie bei einigen anderen die Rechtschreibung zu Gunsten des Reimens etwas verändert. Eigentlich mit richtiger Rechtschreibung: Wer sich den Zorn lässt übergeh'n, kann weder Recht noch gut mehr tun.)

Wer sich der Notleidenden erbarmt, der hat zu hoffen, daß sich Gott seiner wieder werde erbarmen.

Wer sich der Schande rühmt, ist nicht der Ehre wert.

Wer sich der Wollust*36 erfreut, der liebt sein Verderben.

Wer sich des Bettels nicht schämt, nährt sich reichlich.

Wer sich des Fragens schämt, der schämt sich des Lernens.

Wer sich des Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.
Wer sich Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.

Wer sich die Bienen schrecken lässt, schmeckt selten süßen Honig.

Wer sich die Jugend verpfeffert, dem wird das Leben mit Galle gewürzt.

Wer sich die Nas abschneidet, verschimpft sein Angesicht.

Wer sich ehrlich will ernähren, muss viel flicken und wenig zehren.

Wer sich einmal verbrannt hat, bläst hernach die Suppe.

Wer sich ertränken will, der soll sich in einem lautern Wasser ertränken.

Wer sich freit ein Nachbarskind, der weiß auch, was er find't.

Wer sich freundlicher erzeigt, als er zu tun schuldig, der sagt so viel: hüt dich, ich schlag dich.

Wer sich fürchtet, der lauf in die Kirche.

Wer sich fürchtet, der schläft gern auf ganzer Haut.

Wer sich fürchtet, der stößt an allen Dreck, der im Weg liegt.

Wer sich fürchtet, zieht den Panzer an.

Wer sich getroffen fühlt, der meldet sich.

Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.

Wer sich gut bei der Mutter steht, dem die Tochter nicht entgeht.

Wer sich gut bettet, der liegt gut.


Wer sich gut bettet, der schläft auch gut.

Wer sich gut bettet, schläft gut.


Wer sich hält an die Toren, so er fällt, hat zwieer verloren.

Wer sich heut nicht bessert, wird morgen ärger.

Wer sich im Bart grasen lässt, dem hofiert man zuletzt ins Maul.

Wer sich in andrer Leute Unflat wälzt und wühlt, der macht sich selbst damit bei andern auch stinkend.


Wer sich in der Schalkheit befleißigt, der kann leicht in der Büberei Meister werden.

Wer sich der Schalkheit fleißt, mag der Büberei Meister werden.


Wer sich in fremden 
Hader*14 mischt, eine Beule davon am Kopf erwischt.

Wer sich (mutwillig) in Gefahr begibt, kommt darin um.
Wer sich in Gefahr begibt, verdirbt darin.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 3, 27: „Denn wer sich gern in Gefahr gibt, der verdirbt darin; 28. und einem vermessenen Menschen geht's endlich übel aus.“)

Wer sich in Händel mengt, kommt mit blut'ger Nase heim.

Wer sich in Herrendiensten zu Tod arbeitet, den holt der Teufel.

Wer sich in seinem Busen spiegelt, bedarf keines anderen Spiegels.

Wer sich ins Leiden schicken kann, den wird die Hoffnung nicht verlassen.


Wer sich lang an die Sonne setzt, der wir endlich schwarz.

(Ein über 500 Jahre altes Sprichwort, das sich heute immer mehr bewahrheitet. Seit 1980 hat sich die Diagnose schwarzer Hautkrebs vervierfacht. Durch den Klimawandel mit stärkerer und längerer Sonneneinstrahlung ist eine weitere Steigerung wahrscheinlich. Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Malignes_Melanom und www.krebshilfe.de/ . . /hautkrebs/)


Wer sich lässt den Mantel nehmen, dem nimmt man auch den Rock.
Wer ihm lässt den Mantel nehmen, dem nimmt man auch den Rock dazu.
(Ein über 500 Jahre altes Sprichwort, beide Versionen 1630 in der Sammlung von Christoph Lehmann. Obwohl etliche in einem heute nicht mehr gebräuchlichen Wortlaut enthalten sind, zeigt dieses, dass Lehmann auch heute verständlichere Formulierungen bekannt waren. Zusätzlich erklärter er manche Bedeutung. Zu diesem schrieb Lehmann: „Oft geschieht's, so man in einem weicht, so muss man im andern auch nachgeben, lässt man sich fassen, so lässt man sich auf den Boden werfen.“)

Wer sich lässt mit Geld bestechen, dem vergeht aller Rat und Macht.

Wer sich leiten lässt, geht nicht irre.

Wer sich lobt alleine, dess Ehre ist gar kleine.

Wer sich lobt, der besudelt sich.

Wer sich mausig macht, den fressen die Katzen.

Wer sich mischt unter die Kleie, den fressen die Säue.

Wer sich unter die Grüsch mischt, den fressen die Säue.
Wer sich unter die Kleie mengt (mischt), den fressen die Schweine.
Wer sich unter die Kleie mischt, den fressen die Säue.
(Grüsch = Krüsch = Kleie = Treber.)

Wer sich mit der Armut behelfen kann, der bedarf keiner Herrengunst und Dienst.

Wer sich mit Hoffnung aufhält, der ist wie einer, der im Schlaf träumt, als hätte er wohl getrunken und wenn er wacht, so dürstet ihn noch.

Wer sich mit Lumpen niedersetzt, der steht auch mit Lumpen auf.

Wer sich mit Schalksnägeln kraut, hat keine fromme Hand.

Wer sich mit Schweinen balgt, wird mit Kot eingesalbt.

Wer sich mit wenigen vergnügt, findet allenthalben seinen Tisch.

Wer sich müde arbeitet, der kann sanft schlafen.

Wer sich nicht auf Betrug versteht, der Leute billig müßig geht.

Wer sich nicht aufbläst, zerberstet nicht.

Wer sich nicht bessern will, den mag der Henker in die Schule nehmen.

Wer sich nicht bückt, ackert schlecht.

Wer sich nicht fürchtet, dem ist keine Übeltat zu groß.

Wer sich nicht gern vermahnen und warnen lässt, da ist wenig Hoffnung an.

Wer sich nicht lässt raten, sitzt am Tisch und verschläft den Braten.

Wer sich nicht will lassen raten, der sitzt am Tisch, verschläft den Braten.

Wer sich nicht satt essen kann, der kann sich auch nicht satt lecken.

Wer sich nicht schämt, macht sich die Kilbe zunutz.

Wer sich nicht schämt, wird nicht zuschanden.

Wer sich nicht ums Ganze wehrt, muss ums Halbe fechten.

Wer sich nicht verstellen kann, taugt nicht zum Regieren.

Wer sich nicht weiß anzuhängen, wie ein Egel an die Haut, der taug nicht.

Wer sich nicht will vor dem Zepter biegen, der muss sich unter die Geißel bücken.

Wer sich nicht will zum Wolfe machen, der ziehe nicht sein Fell an.

Wer sich nur mit sich selbst berät, weinet alleine.

Wer sich rächt, der bezahlt sich selbst.

Wer sich rächt, der widersteht nicht dem Unrechten, sondern übt ein neues Unrecht.

Wer sich satt gegessen hat, meint, andere seien auch satt.

Wer sich schämt, habe den Schaden.

Wer sich seiner Sünden rühmt, sündigt doppelt.

Wer sich selber kämmt, rauft sich mit dem Kamm die Haare aus.

Wer sich selber kennt, spottet nicht über andere.

Wer sich selber kitzelt, lacht, wann (wie) er will.
Wer sich selbst kitzelt, lacht, wann er will.

Wer sich selber loben muss, hat schlechte Nachbarn.
Wer sich selber lobt, muss gewiss böse Nachbarn haben.
Wer sich selber lobt, muss üble Nachbarn haben.

Wer sich selber lobt, den hassen viele.

Wer sich selber lobt, heißt der Lästerlin.

Wer sich selber (selbst) schändet, den lobt niemand (der gefällt niemand).

Wer sich selber zu Honig macht, wird von den Bienen aufgefressen.
Wer sich zu Honig macht, den benaschen die Fliegen.

Wer sich selbst ein Heiligtum ist, ist andern ein Gräuel.

Wer sich selbst liebt allzu sehr, den hassen andre desto mehr.

Wer sich selbst lobt, der hinkt am Hirn.

Wer sich selbst nichts gönnt, gönnt auch anderen nichts.

Wer sich selbst nicht traut, der wird desto weniger betrogen.

Wer sich selbst nicht weiß zu raten, schau, was andre vor ihm taten.
Wer nicht selbst weiß sich zu raten, schau' was andre vor ihm taten.

Wer sich selbst oder einen anderen recht erkennen will, der muss vorher alle Glücksschminke voraus aber Ehre und Reichtum abwischen.

Wer sich selbst rächt, der setzt sich an Richters statt.

Wer sich selbst rühmt, bekommt neidige Nachbarn.

Wer sich selbst schadet, mag sich selbst verklagen.

Wer sich selbst überwindet, der gewinnt.
Wer sich selbst überwinden kann, der ist ein Held und starker Mann.

Wer sich selbst zum Esel macht, dem will jeder Säcke aufladen.
Wer sich zum Esel macht, dem wird aufgepackt.
Wer sich zum Esel macht, dem will jeder seinen Sack auflegen.
Wer sich zum Esel macht, der muss Säcke tragen.
Wer sich zum Esel macht, der muss Eselsarbeit tun.

Wer sich's Maul nicht aufzutun getraut, muss den Beutel auftun.
Wer's Maul nicht auftut, muss den Beutel auftun.

Wer sich stößt an ein Stroh, wird sein Leben nicht froh.

Wer sich täglich bessert, kommt auf einen guten Acker.

Wer sich über des (eines) anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes.

Wer sich um den guten Namen nicht wehrt, ist wenig wert.

Wer sich um einen Heller*17 lässt Unrecht tun, wird um einen Kreuzer geleicht.
(geleicht = geschlagen, geschnitten.)

Wer sich um fremde Händel*14 bekümmert, der vergisst seine eignen.

Wer sich um Zucht und Ehr nimmt an, der ist fürwahr ein kluger Mann.

Wer sich und die Seinen schändet, der ist unbesonnen.

Wer sich unter die Sorge gibt, den zerdrückt sie.

Wer sich verlässt auf seine Pracht, des hat Gott bald ein End gemacht.

Wer sich verlässt auf sein Glück, der fällt oft in einem Augenblick.

Wer sich verlässt auf's Erben, bleibt ein Narr bis ins Sterben.

Wer sich verlässt aufs Erben, mag als ein Narr sterben.

Wer sich verlässt aufs Erben, verlässt sich auf's Verderben.

Wer sich versäumt, der hat den Schaden.

Wer sich verteidigt, klagt sich an.
(Ein Sprichwort, das auch heute noch vielfach bei etlichen Gelegenheiten benutzt wird, manchmal als deutsches Sprichwort, oder nur als Sprichwort bezeichnet. Manchmal wird auch „ohne Anklage“ eingefügt. In einigen Fällen wird es auch als Zitat Maximilien de Robespierre (6.5.1758 - 28.7.1794) zugeschrieben, aber nie belegt, oder als altes römisches Sprichwort, ebenfalls ohne Quellenangabe. Mögliche Herkunft des Sprichworts könnte ein Sprichwort aus der „Sammlung Schweizerischer Sprüchwörter“ von Melchior Kirchhofer aus dem Jahr 1824 sein. Dort steht auf Seite 343 unter Nr. 75: „Wer sich entschuldiget, klagt sich an.“. Dieses schweizerische Sprichwort wurde von Wander in sein Deutsches Sprichwörter Lexikon unter Entschuldigen Nr. 6 fast Wortgleich übernommen.)


Wer sich viel unterwind, muss viel tun.

(unterwinden = Sich eine Sach zueignen, sie im Besitz nehmen. Einer schweren Sache bewerkstelligen, etwas Wichtiges tun.)


Wer sich vom Karch hat ausgespannt, der sucht seine Ruh.
(Karch = Karre. Das Sprichwort bedeutet, jemand zieht sich vom öffentlichen ins Privatleben zurück. Das Wort Karch kommt in den Sammlungen von Christoph Lehmann mehrmals vor. Wander führt es in seinem Deutschen Sprichwörter Lexikon 7 Mal auf und jeweils doppelt unter dem Stichwort Karre, teilweise ohne Quellenangabe und mit verändertem Wortlaut.)

Wer sich vom Knecht lässt duzen, kann sich selbst die Stiefel putzen.

Wer sich vom Pflug ernähren will, der muss mehr nicht verzehren viel, denn wohl der Pflug erwerben kann, sonst bleibt er ein verdorben Mann.

Wer sich von einem bösen Weibe scheidet, macht eine gute Tagreise.


Wer sich vor allem fürchtet, strauchelt auch über seinen eigenen Schatten.

Wer sich vor der Anklage entschuldigt, der ist nicht unschuldig.

Wer sich vor der Hölle fürchtet, der fährt hinein.

Wer sich vor Funken fürchtet, der gibt keinen Schmied ab.

Wer sich vorsieht und sonst guten Wandels ist, bei dem soll man zehn böse Stücke gegen einem Guten abziehen.

Wer sich vor Worten fürchtet, der hat kein Herz zum Tun.

Wer sich warnt, der wehrt sich.

Wer sich Weins und niedlicher Speis fleißet, der wird selten reich.

Wer sich weiß zu hüten vor Schaden und bösen Tücken, der mag ein kluger Hausherr heißen.

Wer sich weiter streckt, denn seine Kleider reichen, der muss oft Frost leiden.

Wer sich wider Gott auflehnt, der stürzt sich selbst.

Wer sich wie Kot ans Rad hängt, den lässt man wie Kot daran hangen, bis ihn das Rad wie Kot wegwirft.

Wer sich will bequem machen, der muss so gelenk sein wie ein Handschuh.

Wer sich will Lügen unterstahn, der muss ein frisch Gedächtnis han.

Wer sich will mit Gott vereinen, der muss sich von sich selber scheiden.

Wer sich wohl hält, der bedarf keines rechtens.

Wer sich wohl kennt, alle Dinge schön kennt.

Wer sich Zeit nimmt, kommt auch.

Wer sich zu ehrlichen Leuten gesellt, denn gehts ehrlich.

Wer sich zu Frommen setzt, der steht bei Frommen auf.


Wer sich zu lange schnäuzt, der blutet zuletzt.

Wer sich zum Amt drängt, der ist sein nimmer mehr wert.

Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.
Wer sich zum Schafe macht, den fressen die Wölfe.
Wer sich zum Schaf macht, wird vom Wolf gefressen.
Machst du dich selbst zum Schaf, so beißen dich die Hunde, (frisst dich der Wolf).


Wer sich zum Unglück rüstet, ehe es kommt, der kanns am leichtesten tragen und überwinden.


Wer sich zu Räudigen hält, wird selber krätzig.

Wer sich zur Taube macht, den fressen Falken.

Wer sich zwischen die Treber mengt, den fressen die Schweine.


Wer sich zwischen Freunde mengt, klemmt sich gern.

Wer sich zwischen Stroh und Feuer legt, verbrennt sich gern.
Wer sie bäte, wer weiß, was sie täte?

Wer sieben vor ungrad kann zählen, der schneid die Port am dünsten Ort.

Wer sieht wo das Wetter hin will, wens allhier regnet, so kann er am andern Ort die Sonne haben.

Wer singen kann, der singe, wer springen kann, der springe.

Wer singt im alten Ton, bekommt nur alten Lohn.

Wer sittlich trinkt, der ist weise.

Wer sitzt bei Bier und kalten Wein, der lass die Metz ein Metze sein, und halt sich von ihr keusch und rein.

(Metze = Bezeichnung aus dem Spätmittelalter für Prostituierte. Ursprünglich ein Mädchen von geringem Stand. Andere Bedeutung kann auch eine Koseform vom Vornamen Mechthild, Mathilde sein.)

Wer sitzt beim Wein die ganze Nacht, bis man den hellen Morgen acht, der wird ohne Leuchte zu Haus gebracht und selbst sich böse Nachred macht.

Wer's kann, dem ists keine Kunst.

Wer's kann, dem kommt's, sprach der Schneider, da brachte man ihm auf Osterabend ein paar Hosen zu flicken.
Wer's kann, dem kommt's.

(Oben das verlängerte Sprichwort bei Simrock, das untere bei Körte und Agricola. Erklärung in Körtes Sammlung von 1837, die Simrock 1846 in geänderter Form dem Sprichwort zuschlug: „sagte jenes Schneiderlein, dem das ganze Jahr durch keine Arbeit zugekommen war, als ihm am Osterabend ein Paar Hosen zum Flicken gebracht wurden.“
Schon bei Agricola stand dieses Sprichwort 1529 unter Nr. 373. Seine Erklärung dazu: „Einem Schneider, dem sein Handwerk nicht wohl kundig war, ist im ganzen Jahr keine Arbeit gegeben worden, allein auf den Osterabend wurden ihm ein paar Hosen zum flicken gebracht. Da sagt er: ‚Wer's kann, dem kommt's.‛ Wem nun ein Glück aufsteht ohn allen Grund, des er sich nicht versehen hat, der sagts von ihm selbst.“
Das bedeutet, der Schneider konnte sein Handwerk mehr schlecht als recht und bekam deshalb keine Aufträge und war arbeitslos. Nur einmal am Osterabend bekam er die Hose zu flicken. Das bedeutet, dieses Sprichwort drückt ein unerwartetes Glück oder Ereignis aus, das der Sprecher des Sprichwortes durch eigenes Tun eigentlich nicht verdient und erwartet hat.)

Wer's kann, dem kommt's, wie dem alten Weibe das Tanzen.

Wer's kann, der greift's an.

Wer's kann, der urteil davon.

Wer's kann, ist kein Hexenmeister.


Wer's Kreuz hat, der segnet sich.


Wer's lang hat, lässt's lang hangen.

Wer's Latein nicht gelernt hat, der soll es ungebrüht lassen.

Wer's links anfängt, dem geht's links.

Wer's macht, dass man ihm nicht mehr glaubt, der ist seiner Ehren gar beraubt.

Wer's Messer zuerst zückt, muss es auch zuerst einstecken.

Wer's mit Dünkel anfängt, dem geht's mit Reuen aus.

Wer's nicht achtet, dem geschieht nicht weh.

Wer's nicht braucht, dem ist Gut nicht Gut, sondern die höchste Armut.

Wer's nicht glaubt, ist drum kein Ketzer.

Wer's nicht gut hat, der trägt böse Worte ein.


Wer's nicht kann, dem ists Kunst genug.

(Mit Kunst ist in vielen alten Sprichwörtern wie hier das Können gemeint.)


Wer's nie bös macht, der machts nie gut.


Wer soll den Vater loben als ein ungeratner Sohn?

Wer soll singen, denn der's kann?

Wer sollt den Fröschen trinken geben?

Wer sollt Holz tragen in den Busch?

Wer sonst nichts hat, der gibt Äpfel und Birn.

Wer sorgt, ob die Gänse barfuß gehen und will alle Gassen fegen und Berg und Tal eben machen, der hat weder Ruh noch Fried.

Wer so viel sieht wie eine Eule, der tut ratsam, das er sich hält wie eine Eule und komme nicht unter die Vögel.

Wer so willkommen ist, als der Herr Christus in Zachäus Haus, der ist ein lieber Gast.


Wer spannt sein Garn für jedermann, vor dem man sich leicht hüten kann.

(Mit Garn ist eine Falle gemeint.)


Wer spart, das bringt ihm großen Zoll, macht Küchen, Keller, Boden voll.

Wer spart, wenn er hat, findet, wenn er bedarf.


Wer Spaß versteht, weiß auch, was Ernst ist.

Wer spät kommt, der sitzt übel, oder isst übel.

Wer spielen will, der muss nicht die Gänse hüten.

Wer spielt zu gewinnen, der ist kein Biedermann.

Wer Spierlinge fängt, fängt auch Fische.

(Spierling ist die Bezeichnung für verschiedene kleine Fische. Es kann allgemein ein Kleinfisch gemeint sein oder je nach Ort auch Stint, Elritze, Sandaal oder andere. Laut Wander im Sprichwörter Lexikon werden Spierlinge (Cyprinus aphya L.), gehört zur Familie der Weißfische und Spieringe (Salmo eperlanus L.), Stinte und gehört zu den Salmen oder Forellen oft verwechselt. Quelle: Deutsches Sprichwörter Lexikon Band 4, Spalte 712, Spiering Nr. 1.)

Wer Spreu sät, der schneidet böse Früchte.
Wer sät die Spreu, der schneidet ab bös Getreide.

Wer's recht kann, macht nicht lange.

Wer's riecht, hat den Schnupfen nicht.

Wer's selbst angreift, der hat's in Händen.

Wer stark ist, der übertrag den Schwachen.

Wer stehlen will und nicht hangen, der lass' sich zu Schaffhausen fangen.

Wer will stehlen und nicht hangen, der lass sich zu Schaffhausen fangen.

Wer stehlen will und nicht hangen, geh nach Bremen und lass sich fangen.

Wer steht der biete die Hand dem, der liegt.

Wer steht, der steht.

Wer steht, sehe zu, dass er nicht falle.

Wer Steine wegwälzt, der wird Mühe damit haben.

Wer stetig ob dem Spielen leiht, der gewinnt Sünde und verliert die Zeit.

Wer stets mit seinem Weibe keift,

dazu nicht gerne daheimen bleibt,

und nimmt viel Gäste in sein Haus,

den beißt gar oft ein fremde Laus.


Wer stets schleicht, der kommt ferner denn der nicht allweg läuft.


Wer stets studiert, der lernt etwas.


Wer stets vorsätzlich lügt und andre ohne scheu betrügt, dass man ihm nicht mehr glaubt, der ist seiner Ehr beraubt.


Wer stiehlt und raubt, der führt die Braut, was gewinnt er aber für ein End?


Wer stille liegt, der ist tot.

Wer stirbt, eh' er stirbt, der stirbt nicht, wenn er stirbt.

Wer stolz ist, den kann Gott demütigen.

Wer stolz ist, ist auch grob.

Wer stößig ist, dem sagt man Bock.

Wer strauchelt und nicht fällt, befördert den Weg.
(Das bedeutet man verbessert seine Gangweise, um zukünftig nicht mehr zu stolpern.)


Wer streichen kann das fahle Pferd, der ist zu Hofe lieb und wert.

(fahl = grau, weißlich; scheckig von blasser Färbung, fast farblos. Dies alte Sprichwort ist heutzutage besonders bei amerikanischen und russischen Präsidenten und ihrem Hofstaat gültig! Wer selbst farblos ist ohne eigene Meinung und Trump und Putin schmeichelt und deren Meinung bestärkt, der ist bei ihnen besonders angesehen und lieb und wert.)


Wer's tut und ihn nicht verdrießt, es kommt die Zeit, dass ers genießt.


Wer subtil ist, dem entfallen die Hosen.


Wer sucht Arglist und böse Renke, des steckt sein Herz voll arger Schwenke.


Wer sucht, der findet.
Wer sucht, der findet, wer schläft, dem träumet.

(Sprichwort mit Quelle in der Bibel: Das Evangelium nach Matthäus 7, 7 Das Sprichwort gibt nur einen Teilaspek wieder. Text in der Bibel: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“)

Wer sucht einen Fußsteig, wo die Straße gerade ist?


Wer sucht viel Reichtum groß und dick, fällt in Versuchung und viel Strick.


Wer Sünde zudeckt, der macht Freundschaft.


Wer Sünd und Laster sät, der erntet Schande.

Wer Sünd und Schand nicht mehr üben kann, der muss derselben müßig gahn.

Wer's Ungewisse will nach Hause führen, kann's Gewisse vom Wagen verlieren.

Wer's Unglück nicht versucht hat, ist des Glücks nicht wert.

Wer's Unkraut pflegt, verdirbt sich die Ernte.

Wer's Unrecht bereut, der scheut.

Wer süß will schlafen und früh aufstehen, darf abends nicht spät zum Essen gehen.


Wer's versucht hat, der fährt am besten.


Wer's wagen darf, der hat das Glück zum Gefährten.


Wer's wagt, dem sind Sorgen der erste Gewinn.


Wer's wissen soll, erfährt's zuletzt.


Wer's zu grob spinnt, der kanns nicht in die Nadel bringen.

Wer täglich einen Narren speist, der kann sich närrischen Gedanken nicht erwehren.

Wer täglich im Wein schwimmt, muss endlich drin ersaufen.

Wer tanzen will, der zieh' auf, wenn man pfeift.

Wer tanzen will, sehe wohl zu, wen er bei der Hand nimmt.

Wer tanzt, wie man spielt, der wird leicht betrogen.

Wer tapfer ins Feuer bläst, der macht's desto besser brennen.

Wer Tauben haben will, der muss Tauben lassen ausfliegen.

Wer tauschen will, will betrügen.

Wer täuscht den andern nicht?

Wer tausend betrügt, den kann endlich einer wieder betrügen.

Wer tausend Tugend wohl begeht und tut dagegen ein Missetat, der Tugend aller wird vergessen und sein Untugend ihm gemessen.

Wer tief zapft, fährt ebenso übel, als wer tief trinkt.

Wer Töchter hat, der kriegt wohl Söhne.

Wer Töchter hat, in Sorgen staht, wie sie mit Ehren verheiratet werden.

Wer tot ist, kommt nicht wieder.

Wer trachtet emsig Tag und Nacht allein nach Geld und Gut mit Macht, der fällt dem Teufel in sein Garn, wie in Spinnweb eine Fliege verworren.

Wer trauert, der verliert seinen Verstand.

Wer traut einem Wolf auf wilder Heid und einem Bauern auf seinen Eid, einem Mönch und Krämer auf sein Gewissen, der wird von allen Vieren beschissen.
Wer traut dem Wolf auf der Heid, dem Krämer auf seinen Eid, dem Mönch auf sein Gewissen, der wird allzeit beschissen.
(beschissen = betrogen, übervorteilt, beschmiert, verdreckt)

Wer Treue mit Untreue vergilt, der hat selten Gewinn.

Wer treulich arbeitet, betet zwiefältig.

Wer treulich arbeitet, der betet zwiefältig: wer untreulich arbeitet, der flucht zwiefältig.

Wer treu mit untreu vergilt, der hat selten Gewinn.

Wer trinkt ohne Durst, der Liebe pflegt ohne Lust und isst ohne Hunger, der stirbt um 20 Jahre desto jünger.
Wer trinkt ohne Durst, isst ohne Hunger, stirbt desto junger.
Wer trinkt ohne Durst, küßt ohne Lust, und isst ohne Hunger, stirbt sieben Jahre junger (der stirbt als ein Junger).

Wer Trunkenheit will müßig gahn, der hab acht auf einen trunken Mann.

Wer trunken macht, der wirdt wieder trunken gemacht.

(Petri erklärt es 1605 mit „Das ist: Wer reichlich gibt, dem wird reichlich wieder gegeben.“)

Wer trunken mordet, muss nüchtern hangen.

Wer trunken sündigt, der muss nüchtern büßen.

Wer trunken wird, ist schuldig, nicht der Wein.

Wer tückisch schweigt, vor dessen Sprung hüt man sich.

Wer Tugend ehrt, ist Ehren wert.

Wer Tugend hat, ist wohlgeboren.
Wer Tugend hat, ist wohl geboren, ohne Tugend ist der Adel verloren.
Wer wohl tut ist wohlgeboren, ohne Tugend ist der Adel (gar) verloren.
(soll auf Freidank zurückgehen.)

Wer Tugend liebt und nicht das Geld, der ist recht Edel in der Welt.

Wer Tugend sät, erntet Ehre.
Wer Tugend sät, der erntet einen guten Namen.

Wer tun will, was allen gefallt, muss Atem haben warm und kalt.
Wer tun will, was einem jeden gefallt, der muss haben Odem warm und kalt.

Wer turnieren will, der denkt erst, das er sein Leben lang frei Brot hat.

Wer tut des morgens nüchtern trinken, nicht will erst essen von dem Schinken, geht spät des Nachts in der Eulen flucht, der kriegt zeitlich die Wassersucht.

Wer tut sein eigen Sünd ermessen, der wird seines Nächsten wohl vergessen.

Wer tut, so viel er kann, der tut so viel, als der Papst zu Rom.
Wer tut, was er kann, tut so viel als der Papst in Rom.

Wer tut, was er kann, ist wert, dass er lebt.

Wer tut, was er kann und will, tut oft, was er nicht soll.
Wer tut, was er will, tut oft, was er nicht soll.

Wer tut, was er will, der muss leiden, was er nicht will.

Wer tut, was ihm selbst wohl gefällt, der tut nur was seinem Gott missfällt.
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