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Bauernregeln und Weisheiten

Deutsche Bauernregeln und -weisheiten

3. Quartal

     

Juli

Der Juli ist der siebte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er ist nach dem römischen Staatsmann Julius Caesar benannt, auf den die Kalenderreform des Jahres 46 v. Chr. zurückgeht (Julianischer Kalender).
Im römischen Kalender war der Juli ursprünglich der fünfte Monat und hieß vor seiner Umbenennung im Jahre 44 v. Chr. „Quintilis“ (lat. quintus - der fünfte). 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn um zwei Monate vorverlegt, die Beziehung zwischen Namen und Zählung entfiel. Konsul Marcus Antonius brachte mit der „Lex Antonia de mense Quintili“ (über den Monat Quintilis) die Namensänderung ein.
Andere Namen sind Heuet, Heuert, Heumonat (weil die erste Heu-Mahd eingebracht wird), Bärenmonat, Honigmonat und Julai (zur akustischen Unterscheidung des Juni vom Juli).
Verworfene Tage:  19., 22., 28.


Bringt der Juli heiße Glut, so gerät der September gut.

Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen han.

Im Juli muss die Hitze braten, was im Herbst soll geraten.

Juli recht heiß, lohnt sich Mühe und Schweiß.

Juli schön und klar gibt ein gutes Bauernjahr.

Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis.

Regnet es zum Juli heraus, schaut der Bauer nicht gern aus dem Haus.

So golden die Sonne im Juli strahlt, so golden sich der Roggen mahlt.

Was der Juli nicht siedet, kann der August nicht braten.

Was Juli und August am Weine nicht kochen, das lässt der September wohl ungebraten.

Weht im Juli der Nord, hält gutes Wetter an; ziehen die Störche jetzt schon fort, rückt der Winter bald heran.

Wenn im Juli die Ameisen viel tragen, wollen sie einen harten Winter ansagen.

Wenn Donner kommt im Julius, viel Regen man erwarten muss.

Wenn es im Juli bei Sonnenschein regnet, man viel giftigen Mehltau begegnet.

Wenn das Heu verdirbt, gerät der Kohl.

Wenn Ende Juli schon die Schwalben ziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen.

1.7.
Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen Ha`n.

2.7.
Fällt an Jakobi die Blüte vom Kraut, wurden keine guten Kartoffeln gebaut.

Geht Maria über`s  Gebirge nass, dann regnet`s  ohne unterlass, ist`s  aber schön an diesem Tag, viel Frucht man sich versprechen mag.

Mariä Heimsuch wird`s bestellt, wie`s Wetter sich 40 Tage hält.
St. Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot.

Wenn die Mutter Gottes im Regen übers Gebirge geht, muss sie im Regen wieder zurück.

Wie die heilige Jungfrau fortgegangen, wird Magdalena (22.7.) gern empfangen.

Wie Maria fortgegangen, wird Magdalene (22.7.) sie empfangen.

4.7.
Regen am St. Ulrichs Tag, macht die Birnen stichig und mad`.

Wenn`s  am Ulrichstage donnert, so fallen die Nüsse vom Baum.

8.7.
An St. Kilian säe Rüben und Wicken an.

Ist`s zu Kilian schön, werden viele gute Tage vergehn.

Kilian, der heilige Mann, stellt die ersten Schnitter an.
St.Kilian, ist der rechte Rübenmann.

St. Kilian muss St. Martin (11.11.) den Mantel flicken.


10.7.
An Siebenbrüder Regen, der bringt dem Bauern keinen Segen.

Das Wetter vom Siebenbrüdertag, sich bis zum August nicht wenden mag.

Die 7 Brüder`s  Wetter machen, ob sie weinen oder lachen.

Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet`s noch 7 Wochen danach.

Wenn sich die sieben Brüder sonnen, kommen sieben Wochen Wonnen.

Wie es die sieben Brüder treiben, soll es noch sieben Wochen bleiben.
Wie`s Wetter am Siebenbrüdertag, es sieben Wochen bleiben mag.

15.7.
Die erste Birn' bricht Sankt Margareth, darauf überall die Ernte angeht.

Ist Apostelteilung schön, so kann das Wetter der sieben Brüder gehn. (10.Juli)

17.7.
Regen an Alexe, wird zur alten Hexe.

Wenn Alexius verregnet heuer, werden Korn und Früchte teuer.

Wenn`s an Alexius regnet, ist die Ernt`und Frucht gesegnet
Wenn's an Alexius regnet, so fault das Getreide auf der Mauer.

19.7.
Hat St. Vinzenz starken Regen, kommt das allen ungelegen.

Vinzenz Sonnenschein füllt die Fässer mit Wein.

20.7.
Die erste Birn bricht Margaret, drauf überall die Ernt` angeht.

Margaretenregen bringt keinen Segen.

Margaretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen.

Regen an Margaretentag, sagt dem Hunger guten Tag.

Wie`s Wetter an St. Margaret, dasselbe noch 4 Wochen steht.

Wird`s  Margaret zum Geburtstag nass, füllt sie 4 Wochen das Regenfass.

22.7.
Magdalene weint um ihren Herrn, drum regnet`s an diesem Tage gern.

Regnet`s am St. Magdalentag, folg gewiss mehr Regen nach.

23.7.
Klar muss Apollinaris sein, dann bringt man gute Ernte heim.

Hundstage vom 23.7 bis 23.8.
(Die Zeit der Hundstage ist die heißeste Zeit im Sommer vom 23. Juli bis zum 23. August. Namengebend ist das Sternbild „Großer Hund“. Vom Aufgang des Sternbildes Großer Hund bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung „Tage vom großen Hund“ (Hundstage) ableitet. Die Bezeichnung stammt noch aus dem Römischen Reich.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hundstage)

Die Hundstagshitze will durchschwitzt sein, soll die Ernte gut kommen rein.

Hundstage hell und klar, zeigen an (deuten uns) ein gutes Jahr, werden Regen sie begleiten, kommen nicht die besten Zeiten

Sind die Hundstage heiß, bringt das Jahr noch viel Schweiß.

Steigt der Hundsstern mit Gluthitze herauf, endet er auch mit Sonnenfeuer.

Was die Hundstage gießen, muss der Winzer büßen.

25.7.
Ist Jakobus am Ort, ziehn die Störche bald fort.

Jakobi klar und rein, wird das Christfest frostig sein.

Jakobi ohne Regen deutet auf strengen Winter.

Sind an Jakobi die tage warm, gibt`s im Winter viel Kält`und Harm.

Wenn Jakobi kommt heran, man Roggen schneiden kann.

26.7.
Anna warm und trocken, macht den Bauer frohlocken.

Ist St. Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei.

St. Anna klar und rein, wird bald das Korn geborgen sein.

Werfen die Ameisen an St. Anna höher auf, so folgt ein strenger Winter drauf.

29.7.
Ist Florentine trocken `blieben, schickt sie Raupen in Korn und Rüben.

Olaf, Beate, Lucilla, Ladislaus verbrennen dem bauern Scheun`und Haus.

31.7.
Wie das Wetter an Ignaz ist, so stellt sich auch der Januar ein.


*          *          *          *          *

     

August

Der August ist der achte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem römischen Kaiser Augustus benannt, weil er in diesem Monat sein erstes Konsulat angetreten hat.
Im römischen Kalender war er der sechste Monat, und hatte den Namen Sextilis (lat. sex = sechs). Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn auf den 1. Januar verlegt, damit war der alte Name irreführend.
Der Sextil hatte ursprünglich 29 Tage und bekam durch Julius Caesars Reform 30. Damit er nach der Umbenennung die gleiche Länge wie der nach Caesar benannte Juli erhielt, bekam er einen zusätzlichen Tag auf Kosten des Februar. Die Reihenfolge der Tageslängen der folgenden Monate September bis Dezember (31 und 30 Tage) wurde umgekehrt, damit nicht drei Monate (Juli bis September) mit 31 Tagen aufeinander folgten.
Andere Namen sind Erntemonat, Ährenmonat, Sichelmonat und Ernting,
Verworfene Tage:   1., 17., 21., 22., 29.


Bläst im August der Nord, dauert gutes Wetter fort.

Blühen Frühlingsblumen im August, ein gelinder Winter ist gewiss.

Der August muss Hitze haben, sonst wird der Obstbaumsegen begraben.

Der Tau ist dem August so not wie jedermann sei täglich Brot.

Fängt der August mit Hitze an, bleibt sehr lang die Schlittenbahn.

Im August beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen.

Im August viel Regen, ist dem Wein kein Segen.

Ist`s in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.

Macht der August uns heiß, bringt der Winter viel Eis.

Was der September nicht kocht, lässt der September ungebraten.

Was August nicht vermocht, kein September mehr kocht.

Wenn`s im August nicht regnet, ist der Winter mit Schnee gesegnet.

Wenn es im August ohne Regen abgeht, das Pferd vor leerer Krippe steht.

Wenn im August der Nordwind weht, das Wetter lange schön besteht.

1.8.
An Petri Kettenfeier von diesem Ort ziehen die Störche fort.

Ist`s von Petri bis Lorenzi (10.8.) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

4.8.
Hitze am Dominikus, ein harter Winter kommen muss.

Je mehr Dominikus schürt, umso mehr man im Winter friert.

5.8.
Oswaldtag muss trocken sein, sonst wird teuer Korn und Wein.

Regen an Maria Schnee, tut den Kornähren viel weh.

7.8.
An St. Afra Regen kommt für den Bauern ungelegen.

Regen an Mariä Schnee tut dem Korn empfindlich weh.

8.8.
Auf Hitze an St. Dominikus ein strenger Winter folgen muss.

Ist`s an Domini sehr heiß, wird der Winter lang und weiß.

Je mehr Dominikus schürt, je länger man im Winter friert.

10.8.
Regnet es am Laurenzitag, gibt es große Mäuseplag.

St. Lorenz kommt in finstrer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht.

Sollen Trauben und Obst sich mehren, müssen mit Lorenz die Gewitter aufhören.

Wenn`s an Laurenzi und Bartholomä  (24.8.)  schön, so wird`s auch im Herbst so.

Wie Lorenz und Barthel (24.8.) sind, wird der Winter, rau oder lind.

13.8.
Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht.

Wie das Wetter zu Kassian, hält es noch viele Tage an.

14.8.
Leuchten vor Mariä Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne.

15.8.
Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein.

Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt, wird es schönen Herbst bedeuten. Sag` das Sprüchlein allen Leuten.

Schön Wetter zu Mariä Himmelfahrt verkündet Wein von bester Art.

Wer Rüben will recht gut und zart, sä`sie an Mariä Himmelfahrt.

Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.

16.8.
Wenn St. Rochus trübe schaut, kommt die Raupe in das Kraut.

18.8.
Holz, an Agapitustag geschlagen, fault nicht bis zum jüngsten Tag.

19.8.
Regnet`s an St. Sebald, nahet teure Zeit sehr bald.

20.8.
Um Bernhard starker Morgentau hält den Himmel lange blau.

Wie St. Bernhard ist, der September misst.

24.8.
Bleibt St. Barthol im Regen stehn, ist ein guter Herbst vorauszusehn.

Liegt Reif um den Bartheltag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.

Wie Bartholomäus sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt.

25.8.
An Ludwig schon die Schwalben ziehn, wenn im März die Veilchen blühn.

28.8.
Um die Zeit von Augustin gehn die warmen Tage hin.

30.8.
Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag` für Wetter han.


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September

Der September ist der neunte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Im römischen Kalender war der September der siebte Monat (lat. septem = sieben). Durch die Änderung im Jahr 153 v. Chr. entfiel die Namens- und Zählbeziehung. Als der Senat vorschlug, den September ihm zu Ehren ebenfalls umzubenennen, lehnte Tiberius (42 v. Chr. - 37 n. Chr., ömischer Kaiser von 14 bis 37 n. Chr) mit der Frage ab, was denn dann mit dem dreizehnten Caesar sei.
Die Tagundnachtgleiche ist am 22. oder 23. September - die Sonne steht genau über dem Äquator und geht an diesem Tag genau im Osten auf und genau im Westen unter. An diesem Tag beginnt der astronomisch Herbst.
In der römischen Provinz Kleinasien galt dieser Monat als erster des Jahres, weil Kaiser Augustus im September Geburtstag hatte. Diese lokale Tradition übernahm man später im Byzantinischen Kaiserreich und galt bis 1700 auch in Russland, erst danach wurde der Januar als Jahresbeginn übernommen.
Andere Namen sind Scheiding, Herbstmond, Herbsting, Holzmonat und Engelmonat.
Verworfene Tage:   21., 22., 23., 24., 25., 26., 27., 28.


Am Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen und kommt der Saat entgegen.

Auf einen heiteren und warmen September folgt gern ein trüber und rauer Oktober.

Bleiben im September die Schwalben lange, sei vor dem Winter nicht bange.

Donnert es im September, gibt es viel Schnee im Dezember.

Ein warmer September ist des Jahres Spender.

Frische Septemberluft den Jäger zum Jagen ruft.

Geht der  Hirsch in die Brunft, so säe Korn und Vernunft.

Im September  die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.

Im September große Ameisenhügel, strafft der Winter schon die Zügel.

Im September viel Schleh` im Winter viel Schnee.

In September Wässerung ist der Wiesen Besserung.

In viel Septembernebel seh` ein Zeichen für viel Schnee.

Ist der September lind, wird der Winter ein Kind.

Nach Septembergewittern wird man im Hornung vor Schnee und Kälte zittern.

Schaffst du im September nichts in den Keller, schaust du im Winter auf leere Teller.

Scharren die Mäuse tief sich ein, wird ein harter Winter sein,
und viel härter noch, bauen jetzt die Ameisen hoch.

Septemberanfang mit leichtem Regen kommt dem Bauer sehr gelegen.

Septemberregen - dem Bauer Segen, dem Winzer Gift, wenn er ihn trifft.

September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen.

Septemberwetter warm und klar, verheißt ein gutes nächster Jahr.

Sind im September noch viel Fliegen an der Wand, so hält die Sonne dem Froste stand.

Sitzen die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.

Solange der Kiebitz nicht geht, milde Witterung besteht.

Späte Rosen im Garten, schöner Herbst und der Winter lässt warten.

Tritt im September viel Donner ein, wird Februar und März recht schneereich sein.

Tummelt sich die Haselmaus, bleibt der Winter noch lange aus.

Viele Eicheln im September, viel Schnee im Dezember.

Wenn der September noch donnern kann, setzen die Bäume viel Blüten an.

Wenn die Sonne scheint sehr bleich, ist die Luft an Regen reich.

Wenn im September viel Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.

Wenn`s im September blitzt und kracht, gibt`s eine späte Blütenpracht.

Wie im September tritt der Neumond ein, so wird das Wetter den Herbst durch sein.

Wird das Obst sehr langsam reif, gibt`s im Winter statt Eis nur Reif.

Ziehen die wilden Gänse weg, fällt der Altweibersommer in`n Dreck.


1.9.
Ägidius Regen kommt ungelegen.

Ist`s an St. Ägidi rein, wird`s so bis Michaeli (29.9.) sein.

Der Jagdherr Ägidius trägt das Wetter des ganzen Septembers in der Tasche.

Gib auf Ägidius wohl acht, er sagt dir, was der Monat macht.

Ist St. Ägidius ein heit`rer Tag, ein guter Herbst stets folgen mag.

Schönes  Wetter hat noch auf Wochen, des Ägidius Sonnenschein versprochen

Wenn St. Ägidi bläst ins Horn, heißt es Bauer sä` dein Korn.

Wie Ägidius sich verhält, ist der ganze Herbst bestellt.

Wie der Hirsch in die Brunst tritt (1.September), so tritt er auch wieder hinaus.
(Vier Wochen später ist das gleiche Wetter.)

Wie St. Ägidientag, so der ganze Monat mag.

Willst du Korn im Überfluss, säe an Ägidius

6.9.
St. Mang sät den ersten Strang.

Wie das Wetter am Magnustag, so es vier Wochen bleiben mag.

7.9.
Ist Regine warm und sonnig, bleibt das Wetter lange wonnig.

8.9.
Nach Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. Bleiben sie noch da, ist der Winter noch nicht nah.

Mariä Geburt jagt alle Schwalben fort.

Wie sich das Wetter an Maria Geburt verhält, so ist es noch vier Wochen bestellt.

9.9.
Bringt St. Gorgonius Regen, folgt ein Herbst auf bösen Wegen.

Ist es an St. Gorgon schön, wird man noch 40 schöne Tage sehn.

Regnet es am St. Gorgontag, geht die Ernte aus dem Sack.

Regnet`s an St. Gorgon, wird der Oktober ein Dämon.

St. Gorgonius treibt die Lerche davon.

Wenn an Georgonius die Sonne am Himmel lacht, es dem Bauern viel Freude macht.

11.9.
Wenn`s  an Portus nicht nässt, ein dürrer Herbst sich sehen lässt.

12.9.
An Maria Namen sagt der Sommer Amen.

14.9.
Ist`s hell am Kreuzerhöhungstag, folgt ein strenger Winter nach.

15.9.
St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt den Regen und den Wind.

16.9.
An St. Cyprian zieht man oft schon Handschuh` an.

17.9.
Auf Lambert hell und klar folgt ein trocken Jahr.

Lamberti nimm die Kartoffeln heraus, doch breite ihr Kraut auf dem Felde aus; der Boden will für seine Gaben doch ihr Gerippe wieder haben.

Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lambert klar und rein.

21.9.
Hat Matthäus schön` Wetter im Haus, so hält es noch vier Wochen aus.

Matthäus hell und klar, bringt guten Wein im nächsten Jahr.

Matthäus macht die Trauben und Birnen süß.

Tritt Matthäus ein, soll die Saat vollendet sein.

Tritt Matthäus stürmisch ein, wird`s ein kalter Winter sein.

Wenn Matthäus weint statt lacht, Essig aus dem Wein er macht.

Wie`s der Matthis treibt, es vier Wochen bleibt.

22.9.
Gewitter um Mauritius - bringt Schaden und Verdruß.

Klares Wetter an Mauritius - nächstes Jahr viel Wind kommen muss.

Zeigt sich klar Mauritius, viel Stürm` er bringen muss.

25.9.
Nebelt`s an St. Kleophas, wird der ganze Winter nass.

26.9.
An Kosmas und Damian fängt das Laub zu färben an.

27.9.
So oft es vor St. Wenzel friert, so oft die Kält` nach Philippi und Jakobi klirrt.

29.9.
Auf nassen Micheltag ein nasser Herbst folgen mag.

Bleibt`s an St. Michael trocken, dann braucht`s im Winter dicke Socken.

Bringt St. Michael Regen, kann man im Winter den Pelz ablegen.

Gefriert der Wein um St. Michei, so soll er auch frieren im nächsten Mai.

Gibt`s Michaeli Sonnenschein, wird`s in zwei Wochen Winter sein.

Kommt der Michel heiter und schön, wird`s vier Wochen weitergehen.

Regnet es an Michaeli ohne Witter, so folgt meist ein milder Winter; ist es aber an diesem und an Gallus (16,10.) trocken, so darf man auf ein gutes und trockenes Frühjahr hoffen.

Regnet`s leise am Michaelstag, sanft der Winter werden mag.

Sind Zugvögel nach Michaelis noch hier, haben bis Weihnachten lind` Wetter wir.

Soviel Reif und Schnee vor Michaelis fällt, so lange das Eis nach Georgi (24.4.) hält.

Stehn zu Michael die Fische hoch, kommt viel schönes Wetter noch.

Wenn der Erzengel Michael sich die Flügel badet, zu Weihnachten der Regen schadet.

Wenn die Vögel nicht ziehen vor Michaeli, wird`s nicht Winter vor Christi Geburt.

Wenn Michael der Wind von Nord und Osten weht, ein harter Winter zu erwarten steht.

Wenn Michael durch die Pfützen geht, ein milder Winter vor uns steht.

Wenn Michael viel`Eicheln bringt, Weihnachten die Felder mit Schnee dann düngt.

Ziehn die Vögel vor Michael, blickt von fern der Winter scheel.


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