O Äffin, was sind eure Jungen schön!
Ob der Narr selbst närrisch ist in seinem tun, noch hält er jedermann für Narren.
Ob der Tag schon morgens schön ist, kann es doch wohl abends donnern und regnen.
Ob dich gleich der Pfennig sticht, ändert sich dein Stamm doch nicht.
Ob dich jemand verletzen tut, unwissentlich, halt's ihm zugut.
Ob du der Erben mangelst dein, so wird dein Tod desto leichter sein. Die Kinder geben etwa Freud, sie machen auch groß Herzeleid.
Obenaus und nirgend an, hat noch nie Gut's getan.
Obenaus und nirgend an, hat wohl selten gut getan.
Obenaus und nirgend an stürzt gern einen stolzen Mann.
Oben aus, nirgend an.
(Das bedeutet, man prahlt vor aller Welt, obwohl man zu Hause darben muss, oder man erweckt bei anderen zu hohen Erwartungen, leistet aber nichts und bringt nichts zuwege. Es kann auch einen Jähzornigen meinen, der nur schwer zu besänftigen ist.)
Oben fix, Unten nix.
Oben hui, unten pfui.
(Vergleichbare Bedeutung wie „Außen hui, innen pfui.“)
Obenhin, wie der Hahn über glühende Kohlen.
Obenhin – wie man den Grindigen laust.
Obgleich der Löwe grimmig ist, lässt er sich doch mit Hahnengeschrei erschrecken und jagen.
Obgleich mancher auf Stelzen stünde, so wäre er doch zu Sachen und Geschäften zu kurz.
Ob man schon einem Vogel Zucker zur Speise gibt, so ist er doch lieber in Freiheit als im Käfig.
Ob mich ein Hund oder eine Hündin beißt, der Wundarzt fordert nicht weniger.
Obrigkeit, bedenk dich recht, Gott ist dein Herr und du sein Knecht.
Obrigkeit soll oft gern der neuen Misshandlungen vergessen und der alten getreuen Dienste gedenken.
Obschon der Fuchs ein Schafspelz anzieht, so traut und glaubt ihm doch niemand.
Obschon der Hund in die Ketten beißt, so wird er doch nicht ledig.
Obschon der Tag schön ist, so soll man ihn doch nicht loben, denn am Abend.
Obschon ein Fürst wohl tüchtig ist, so braucht er doch seine Macht und List.
Obschon ein Mensch alt ist, so bleibt doch das Herz allzeit frisch, Böses zu gedenken.
Obschon ein Stein stets im Wasser liegt, wird er doch nicht weich.
Obschon im Winter ein schöner Tag ist, so singen doch die Vögel nicht.
Wenn schon im Winter ein schöner Tag ist, so singen doch drum die Vögel nicht.
Obschon oftmals Haus und Hof verbrennen, so baut man doch wieder neue Häuser.
Obschon viel trübe Tage sind im Jahr, so ist der Mehrteil doch klar.
Obwohl zuweilen lügt der Mund, so lügt doch nicht des Herzens Grund.
Ochsen gehen langsam, ziehen aber gut.
Ochsen muss man schön aus dem Wege gehn.
Ochsen sind schwere Stücke, sie treten hart das fühlen die wohl die damit handeln.
Ochse, wart des Grases.
Ochs, schau aufs Buch!
(Wenn einer eine Frau nehmen will.)
Ofen, Bett und Kanne sind gut dem alten Manne.
Ofen und Frau sollen daheim bleiben.
Offenbar dein Herz nicht jedermann, er möchte dir übel danken.
Offenbare Nester scheuen alle Vögel.
(Ein Sprichwort, wie es erstmals bei Körte 1837 und Simrock 1864 steht. Ein Schreibfehler des Sprichwortes unten, das seinen Ursprung in der Bibel hat und schon 1605 bei Petri verzeichnet ist?)
Offenbare Netze scheuen alle Vögel.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 1, 17: „Denn es ist vergeblich, das Netz auszuspannen vor den Augen der Vögel.“)
Offenbar sind die Werke des Fleisches und die sie tun haben kein Teil am Reich Gottes.
Offene Hand macht offene Hand.
Offne Hand macht offne Hand.
Offene Türe verführt einen Heiligen.
Offene Ware haben viele Kaufleute.
Öffentliche Strafe ist besser denn heimliche Liebe.
Oft auch ein gar verzagter Mann den Feinden hat großes Leid getan.
Oft braucht man Arznei, die schädlicher ist als die Krankheit.
Oft das Gefällige sehen, tut den Augen wohl.
Oft der adlig und verständig ist, den Bauern und Unflätigen dient zu Tisch.
Oft der sich der Mücken erwehrt, bekommt mit Hornissen zu tun.
Oft durch einen wohlgemeinten Rat alles Unglück seinen Anfang hat.
Oft einer Blau für Weiß ansieht, dadurch ihm großer Schaden geschieht.
Öftere Mahlzeiten machen kahle Zeiten.
Oft essen die Eltern Holzäpfel, davon den Kindern die Zähne stumpf werden.
Wenn die Väter saure Weinbeeren essen, so werden den Kindern die Zähne stumpf davon.
Die Kinder kriegen oft stumpfe Zähne, wenn die Eltern haben Wintertrollen gegessen.
Oft fängt man Fische von ungefähr, da man nicht meinte, dass einer wär.
Oft find einer beim Freund so viel Liebe und Freundschaft wie ein Schaf beim Wolf.
Oft fröhlich, selten reich.
Oft fühlt sich leicht auf dem Rücken an, was das Gewissen leicht trägt.
Oft geht man mit einem um, wie Kinder mit Puppen, bald schmücken sie dieselben, küssen sie, bald schlagen sie die, oder werfen sie zu Boden, heben sie wieder auf und haben sie wieder lieb wie zuvor.
Oft gehts einem wie jenem, der kam nie recht, als einmal, da warf man ihn die Stiege herab.
Oft geschieht's, wenn man eine Krankheit mit purgieren will für kommen, so erregt man sie desto mehr.
Oft geschieht's, wenn man einem nicht blaue Brillen aufsetzt, so kann er die Sache nicht ansehen, wie ein andrer will.
Oft geschieht's, wer auf großer Herrn Zusage traut, der reitet auf'm Krebs nach Glück.
Oft geschieht, was einer einem zur Lebenszeit abgeschlagen, das muss er ihm lassen widerfahren, wenn er tot ist.
Oft im Schlaf einem widerfährt, was hat sein Herz am Tag begehrt.
Oft ist auch eine rostige Büchse geladen.
Oft ist Disputieren ein Hunds und Katzen Gebiss.
Oft ist einem etwas gemeint und einem andern beschert.
Oft ist eines Verstand nicht daheim, wenn es Zeit ist, muss man die Gedanken heißen heimgehen.
Oft ist eines Wolfes Herz bedeckt mit Schaffellen.
Oft ist ein Stand groß und mächtig und wird von inwendigen Regiments Schaben zernagt und verderbt.
(Bei diesem 500 Jahre altem Sprichwort (mit Staat anstelle von Stand) fällt mir spontan der amerikanische Präsident 2025 ein.)
Oft ists besser, ein Ding überhin gemalt als klärlich geredet.
Oft ists besser, man tu ein Ding, als das man viel fragt, ob man's tun soll.
Oft ist Scham eine Schande, oft eine Ehre.
Oft ist zum unsinnigen Kopf kein besser Rezept als eine rote Lauge.
Oft lacht der Mund und das Herz weiß nichts davon.
Oft lacht der Mund, wenn das Herze weint.
Oftmals hat ein kleines Wölklein ein großes Feld behagelt.
Oftmals kostet ein einziger guter Tag etliche Monate böser Nächte.
(Im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander unter Tag Nr. 162 verändert in: „Ein guter Tag kostet oft hundert böse Nächte.“ Oftmals sind die original Sprichwörter seiner Quellen von Wander ohne Grund bis zur Unkenntlichkeit verändert oder Sinnentstellt worden.)
Oftmals wiegt eine Unze Gold mehr als ein Pfund Wahrheit.
Eine Unze Gold gilt oft mehr als ein Zentner Wahrheit.
Oftmals wird der Mann unwert, der mit fragen nicht aufhört.
Oftmals wird ein Mann unwert, der mit fragen nie aufhört.
Oft mit zeitlichem Rat verhütet wird Schimpf und Schad.
Oft muss man bei Geschäften und Leuten tun, als hätt man den Schnupfen oder ein hölzern Nas.
Oft muss man in Geschäften so sorgsam gehen wie die auf'm Seil gehen.
Oft muss man spielen, wie die Geige will.
Öftre Hochzeit hat nicht Ehre.
Oft schießen trifft das Ziel.
Oft schießen trifft einmal.
Oft sich zutrug, das der Kleine den Großen schlug.
Oft sitzt zu Hof und in einer Stadt einer im hohen vornehmen Amt, den 20 Baueren auf'm Dorf nicht zum Schultheißen würdig hielten.
(Heute sind es manche Politiker in Parlamenten oder Präsidenten großer Weltmächte.)
Oft spielt einer mit den Leuten, als wären sie alte Kartenblätter.
Oft steckt eine Furcht die andere an, dass sie gar zum großen Feuer wird.
Oft streiten die Leute um den Himmel und verlieren auf der Erden Hab und Nahrung, Land und Leute.
Oft tut der Knecht nicht, was der Herr heißt, er tut doch, was der Herr will.
(Christoph Lehmann fügt 1630 als Erklärung noch „Herren wollen oft ein anderes und befehlen ein anderes.“ an.)
Oft unser Begier muss machen blind, zu wünschen Ding, die wider uns sind.
Oft wärmt sich einer, aber wird daneben wie ein Köhler beräuchert.
Oft wärmt sich einer lieber beim Feuer, als dass er sollt löschen helfen.
Oft was Neues, selten was Gutes.
Oft wenn die Hunde meinen, sie haben den Fuchs beim Fell, so haben sie ein Maul voll Haar.
(Christoph Lehmann fügt 1630 in seinem Buch hinzu: „denn er lässt die Haar im Fell und Schwanz in der Not fahren.“)
Oft werden alte Haderlumpen aufs neue zum Markt gebracht.
Oft werden aus faulen Schweineborsten schöne Kehrbürsten gemacht.
Oft wird ein kleiner Feind dem großen schädlich sein.
Oft wird mancher Narr mit Schaden klug, das er alles glaubt, was man sagt.
Oft wird mit dem Mund etwas abgeschlagen, dass das Herz willig ist zu tun.
Oft wohnt ein kluger Mann in einem schlechten Hause.
O Fuchsschwanz, wie bist du so rot, wer dich verkauft, der hat keine Not.
Ohne Adams Rippe und guten Wein kann niemand recht fröhlich sein.
Ohne Arbeit sollst du nimmer sein, Arbeit gewinnt Feuer aus dem Stein.
Ohne Arbeit wird keinem Glück zuteil.
Ohne Arbeit wird selten einer reich mit Gott und Ehren.
Ohne Brot ist schlimm Gastieren.
Ohne Bruder kann man leben, nicht ohne Freund.
Ohne Bücher ist bös studieren.
Ohne Demut sind alle Tugend Laster.
Ohne der Grazien Gefährtschaft kann man niemand gefallen.
Ohne die Nacht wüssten wir nichts von der Sternenwelt.
Ohne die rechte Ladung ist der Schuss gefährlich.
Ohne Eifersucht keine Liebe. (Keine Liebe ohne Eifersucht)
Ohne Erfahrung ist niemand gelehrt.
Ohne Fehl kein Weib noch Mann auf Erden leben kann.
Ohne Fleiß kein Preis.
Ohne Frauen und Wein, kann niemand fröhlich sein.
Ohne Freundschaft ist die Welt ebenso übel dran als ohne Sonne.
Ohne Freundschaft kann keine Nahrung bestehen.
Ohne Füße ist bös tanzen.
Ohne Gefährt ist ohne Sünd.
Ohne Gefahr und Schaden ist der Mann, der Straf und Warnung leiden kann.
Ohne Geld gilt nichts.
Ohne Geld hat niemand Ehr.
Ohne Geld ist bös zum Markt gehen.
Ohne Geld ist Kunst nur Affenspiel.
Ohne Geld ist nichts getan.
Ohne Geld manch armer Knecht bei guter Sach bleibt unrecht.
Ohne Geld, ohne Furcht.
Ohne Geld wird einem selten geholfen.
Ohne Glück ist kein Gelingen.
Ohne Gottes Gunst ist Fleiß umsonst.
Ohne Gottes Segen kann sich wohl einer toll, aber nicht gelehrt studieren.
Ohne Gott gehen alle den Krebsgang.
Ohne Gott ist alle Hut umsonst, zu entfliehen der Liebe Brunst.
Ohne Gott lieben ist, ohne Federn fliegen.
Ohne Gott ward keine Kunst erfunden.
Ohne gute Freunde ist keine Wirtschaft.
Ohne Gut viel Ehr gilt nun nicht mehr.
Ohne Hilfe nimm keine große Arbeit an.
Ohne Hoffnung allen Wuchers frei ausleihen hin, da wohnt Gott bei.
Ohne Klöppel spricht die Glocke kein Wort.
Ohne Köder ist übel Fische fangen.
Ohne Macht eitler Zorn.
Ohne Macht ist der Zorn eitel.
Ohne Macht und starke Hand ist mit Zürnen nichts bewandt.
Ohne Mehl ist nicht gut Brot backen.
Ohne Mehl und Wasser ist übel backen.
Ohne Mühe bringt man es in keiner Sache weit.
Ohne Pfand kam man schwerlich etwas borgen.
Ohnerat frisst Sack und Saat.
Ohne Rat keine Tat.
Ohne Regenten verderben Land und Leut; durch böse Regenten verderben sie ebenso wohl, wo nicht eher und mehr.
Ohne Salz im Hause fehlt das beste Gewürz.
Ohne Schaden wird niemand witzig.
Ohne Schläge wird niemand weis.
Ohne Schmerz niemand geboren wird, ohne Kreuz niemand gen Himmel fährt.
Ohne schwere Arbeit lässt sich nicht wohl etwas gewinnen.
Ohne Speis ist bös Fische fangen.
Ohne Stab ist bös weit springen.
Ohne Strafen der Lügen kam die Wahrheit nicht gesagt werden.
Ohne Tat der bloße Namen steht bei schlechtem Lob beisammen.
Ohne trinken schmeckt kein Essen.
Ohne Umkehren ist kein Rechtlaufen.
Ohne Verdruss ist kein Genuss.
Ohne viel Unrecht kam man selten zum Recht kommen.
Ohne vorgehende Mühe ist selten Ruhe.
Ohne Wasser schleift sich's übel.
Ohne Weib ist keine Freude ganz.
Ohne Weib ist kein Tanz.
Ohne Wein und Brot leidet Liebe (Venus) Not.
Ohne Weisheit taugt niemand nichts.
Ohne Wissen, ohne Sünde.
Ohrenflüstern gilt nicht.
(Ohrenflüstern bedeutet Verleumden, ein Ohrenflüsterer ist ein Verleumder, der anderen Lügen über ihm missliebige Menschen ins Ohr flüstert, um den anderen zu Taten oder Aktionen gegen die Verleumdeten zu provozieren. Da diese Verleumdungen und Lügen meist nicht schnell widerlegt werden, da sie ja nur heimlich gemacht wurden, vergiften sie das Klima des menschlichen Miteinanders und erzeugen Streit und Unfrieden. Die moderne Form des Ohrenflüsterns sind Fake-News, die lautstark auch im Internet verbreitet werden. Da sie hundertfach ungeprüft wiederholt und weiter verbreitet werden, werden sie schließlich aufgrund ihrer Anzahl geglaubt und bestimmen die Meinung und Reaktionen der Menschen. Selbst das so allerseits beliebte und oft genutzte Facebook veröffentlichte Ende April 2017 ein „Whitepaper“, in dem sie feststellt, dass ihre Plattform für gezielte Desinformationskampagnen benutzt wurde. Das bedeutet eigentlich, Informationen über wichtige und entscheidende Dinge, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden, sind mit großer Wahrscheinlichkeit oft falsch, gelogen oder unwahr. Je wichtiger das Thema, umso wahrscheinlicher werden Fake-News zum Schaden der Gegner verbreitet oder Nachrichten gezielt manipuliert oder verfälscht. Selbst Länder, Parteien, Regierungen und Präsidenten sind keine Ausnahmen mehr.)
Quellen: https://www.zeit.de/thema/fake-news
https://de.wikipedia.org/wiki/Fake_News
Ohrenkrauer, Honiglehrer und die nur Osterpredigt tun, richten in der Kirche nichts gutes an.
(Ohrenkrauer sind laut Martin Luther Prediger, die ihren Zuhörern vorreden, was ihnen angenehm zu hören ist.)
Okuli, da kommen sie,
Lätare, das sind die wahre,
Judika sind sie auch noch da,
Palmarum, Tralarum.
(Ein Sprichwort aus der Jagd, der Schnepfenjagd. Die lateinischen Worte geben die Sonntage vor Ostern mit den entsprechenden Bibelworten wieder: Oculi - 3. Fastensonntag, „Meine Augen sehen stets auf den Herrn“, (Ps 25,15); Lätare - 4. Fastensonntag, „Freu dich, Jerusalem“, (Jes 66,10); Judika - 5. Fastensonntag - Passionssonntag, „Gott, schaffe mir Recht“, (Ps 43,1); Palmarum - Palmsonntag.
Mehr Infos zu diesem Spruch:
www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/news-fuer-jaeger/okuli-da-kommen-sie/
http://deutsches-jagd-lexikon.de/index.php?title=Schnepfensonntage
Öl und Wahrheit schwimmen allzeit oben.
O Menschenkind bedenk das recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt, tu dich davor bewahren.
O Mensch trotz nicht zu sehr, du bist Erd und nichts mehr.
Oportet ist ein Brettnagel.
(Oportet = Aus dem Latinischen: er/sie/es beauftragt es ist nötig, man soll, oder ähnliches.)
Oppenheim ging an den Funken an.
Oppenheim ging vom Funken an, dadurch sie tat zu Boden gahn.
(Das Sprichwort findet sich schon bei 1541 bei Sebastian Franck, trotzdem ist nicht bekannt, auf welches Ereigniss es beruht. Möglicherweise war es die Zerstörung Oppenheims 1118 durch Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken, da ein anderes Großereignis oder Feuersbrunst nicht bekannt sind.)
Optimismus kann kostbare Medizin sein.
Orden und Ratten fressen einander, wenn man sie zusammensperrt.
(Mit den Orden sind kirchliche Ordensgemeinschaften gemeint.)
Ordnung erhält die Welt.Ordnung hat Gott lieb.Ordnung hilft Haushalten.(Wahlspruch Friedrich Wilhelms I. von Preußen.)Ordnung im Essen, Trinken, Schlafen, Wachen erhält des Menschen Leben.Ordnung ist das halbe Leben. (...aber die andere Hälfte ist schöner)Ordnung ist der Haushaltung höchster Schmuck.Ordnung ist die Seele der Dinge.Ordnung ist in allen Dingen gut.Ordnung muss sein, sagte Hans, da brachten sie ihn ins Spinnhaus.Ordnung ziert alles. (Dazu bemerkt Christoph Lehmann 1630: „Was Gott und die Natur macht, das hält alles seine Ordnung. Es geht alles ordentlich, wie die Tag und Nacht in der Wochen.“)O schnöde Lieb, wie blind du bist, durch gute Worte und arge List.Ostern, wenn die Böcke lammen!(Egal, welche Jahreszeit, die Böcke werden niemals lammen! So wird nie etwas aus diesem Versprechen.)
Ostern wolle oder wolle nicht, so kommt sie nicht ohne Blätter und Gras.
Ost, Süd, West, daheim ist's am Best.
Osten und Westen, zu Haus ist's am besten.
Ost und West, daheim das Best.
Ost oder West, daheim ist das Best! Ottern und Bibern haben keine Hege.
Biber und Otter haben keine Hege.
(Der Fischfang in Flüssen und Seen war auch früher betrieben, ebenso die Zucht in Fischteichen. Hierbei kamen aber immer wieder Biber und Fischotter in Konflikte mit den Menschen. So waren sie ungeschützt und als Fischfeinde jederzeit zum Töten freigegeben, ausgenommen, es stand im Widerspruch zu Gesetzen und Rechten des Landesherrn.) O wären sie alle zerrissen, die mehr sagen als sie wissen.O wären sie all geschwollen, die mehr sagen, denn sie sollen.O wehe des Vogels Herzeleid, der in der Kinder Händ geriet.O wie selig der ist, der niemandem schuldig ist.O wie wohl ist ein Bauersmann, wenn er's nur recht erkennen kann.O wie wohl und weh wird manchem in der Ehe.O Wucher, der dich hat erdacht, der hat die Welt in Nachteil gebracht.O Wucher, wer hat dich erdacht, der Teufel hat dich aufgebracht, der als ein Vater aller Sünd, nichts Ärgers je hat stiften konnt.O Zürich, deine Almosen erhalten dich!