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Über 31.000 Deutsche Sprichwörter

Deutsche Sprichwörter mit E

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Über 31.000 deutsche Sprichwörter


Rechtschreibung und Grammatik in deutschen Sprichwörtern


In etlichen Sprichwörtern stimmt die Rechtschreibung oder Grammatik mit der laut Duden aktuellen nicht überein. Dazu schrieb schon Johann Michael Sailer 1810 auf Seite 64 seiner deutschen Sprichwörter:
   
„Das alte deutsche Sprichwort liebt das Negligé, die bequeme Haustracht, und lässt es den Gottscheden und Kollegen über, sein Verfahren mit der Grammatik auszusöhnen. So sind ihm z. B. der Artikel der, die, das, die Endsilbe e gar oft zu lang, das h zu weich: deshalb bleibt dies alles weg. Wie der Mann im Schlafrocke sich kein Gewissen daraus macht, dass seine Strümpfe nicht streng angezogen sind, so weiß das altdeutsche Sprichwort nichts um die Hofetikette der gebildeten Sprache. Die Zeitwörter sind dem Sprichworte oft gar zu lange: darum beschneidet es die Vorsilbe. Z, B. Werkstatt darf keines Palasts, statt: bedarf.

Ein Grund, warum das altdeutsche Sprichwort so wenig Fleiß auf die Vollendung des Gepräges verwendet, und sich darin so viele Versäumnis zuschulden kommen lässt, ist wohl auch der, dass es den Ursprung hat – mehr im Herzen, das den Sinn gibt, als im Kopfe, der ihn nach der Regel der Sprachlehre herauskleidet.“

In den alten Sammlungen wurde die Rechtschreibung der damaligen Zeit verwendet, die sich teilweise erheblich von der heute gültigen unterscheidet. Ebenso waren Druckfehler häufiger anzutreffen. Sie wurden manchmal schon am Ende eines Buches aufgelistet und berichtigt, was einfacher und billiger war, als das ganze Buch neu zu setzen und zu drucken. Leider wird diese heute unrichtige Rechtschreibung oft für die alten Sprichwörter und andere Texte in neuen Veröffentlichungen übernommen. In Neudrucken alter Bücher und Ausgaben sind alle Fehler wie in der ersten Ausgabe enthalten.

Zur Rechtschreibung und Orthografie steht im Vorwort des Buches „Der Dreißigjährige Krieg. Eine Sammlung von historischen Gedichten und Prosadarstellungen.“ 1862 in Halle herausgegeben von J. Opel und A. Cohn ein Abschnitt, dem ich mich nur anschließen kann:
 
Aus dem Vorwort Seite V bis VI:
    
„Für die Orthografie mussten wir namentlich berücksichtigen, dass unserer Ansicht gemäß gerade eine solche Sammlung nicht in die Bücherschränke der Gelehrten verschlossen bleiben, sondern auch in die Hände der deutschen Bürger gelangen sollte. Schon dieser Umstand musste uns veranlassen die heutige Schreibung und Interpunktion anzuwenden, außer wo bei einem und dem andern Worte besonders zwingende Gründe dagegen waren. Außerdem aber stützten wir uns auch hierbei auf den Ausspruch des ehrwürdigen Meisters deutscher Sprachforschung, Jacob Grimm, der sich in Haupt und Hoffmanns altdeutschen Blättern II, 138 geradezu mit den Worten: „Was liegt uns daran die Fahrlässigkeit und Unkunde eines Schreibers und Setzers jener Zeit festzuhalten?“ gegen die Beibehaltung der schlechten Schreibung des 17. Jahrhunderts erklärt. Die daran anknüpfende Mahnung Hoffmanns: (Weim. Jahrbuch IV, 224) „diese Bemerkung . . . sollte billig an der Spitze aller Einleitungen zu Neudrucken von Liedern seit etwa 1525 und der folgenden Zeit stehen“, war daher auch für uns maßgebend.“


Ein Beispiel für die alte, auch im 19. Jahrhundert falsche Schreibweise ist das Deutsche Sprichwörter Lexikon von Karl Friedrich Wilhelm Wander und derer, die von ihm abschrieben. Trotz besseren Wissens behielt Wander oft die alten falschen Schreibweisen bei, verbesserte sie manchmal verschieden im selben Sprichwort oder gab verschiedene Schreibweisen als unterschiedliche Sprichwörter aus. Auch wenn es bei aus dem Gebrauch gekommenen Sprichwörtern nachvollziehbar wäre, werden Sprichwörter nicht in der alten geschriebenen Form, sondern immer in der zeitlich aktuellen Sprache zitiert und sollten zum allgemeinen Verständnis ebenso heute geschrieben werden.

Beispiele:
 
In den mehrere Hundert Jahre alten Sammlungen stand oft lüg für Lüge, darff für bedarf, Leut für Leute und warheyt für Wahrheit: 1873 im Deutsche Sprichwörter Lexikon Band 3, Spalte 253, Lüge Nr. 19: „Die lüg darff gelerter, die warheyt einfeltiger leut.“ richtig wäre: „Die Lüge bedarf gelehrter, die Wahrheit einfältiger Leute.“
 
Beispiele anderer Worte: babst für Papst, fahet für fängt und fangen, Lieb für Liebe, liebstu für liebst du, kompt für kommt, lest für lässt, jhm und jhn für ihm und ihn, ein v für die Buchstaben u oder ü. Ebenso bleibt bei Wander das angehängte u, wenn ein du folgen soll: bistu, hastu, kompstu, solltu, wiltu, wirstu für bist du, hast du, kommst du, sollst du, willst du, wirst du und andere. Das Wort Maus, alt oft Mauß geschrieben verbesserte Wander über 70 Mal zu Mauss, obwohl über 500 Mal auch das richtige Wort Maus im Sprichwörter Lexikon steht. Das alte Wort Fraw behielt Wander über 300 Mal, auch unter dem Stichwort Frau mit über 800 Einträgen. Über 800 Mal findet man das Wort Gelt im Deutschen Sprichwörter Lexikon, auch bei den 1580 Einträgen unter dem Stichwort Geld.
 
Ein paar Beispiele von vielen, die hier mit wenigen Ausnahmen, die dem jeweiligen Sprichwort geschuldet sind, in der heutigen Rechtschreibung stehen, was in den bisherigen Sammlungen nicht der Fall ist. Trotzdem ist auch diese Sammlung nicht perfekt. Ausnahmen sind die Fälle mit Reimen, alten Wörtern, Kunstwörtern oder für bestimmte Sprichwörter typischen Ausdrücken. Auch die Grammatik wurde nicht verändert, die in Sprichwörtern vielfach nicht ganz den Regeln entspricht.
 
Da hier alles nach dem Alphabet sortiert ist, (auch Ä, Ö, Ü, ß sind gleichwertig unter die Buchstaben A, O, U und S einsortiert) sind  Sprichwörter mit vergleichbaren Inhalten teilweise getrennt. So ist jedes nur einmal vorhanden, (Was auch Wander für sich forderte, aber nicht einhielt) manches müsste sonst unter verschiedenen Stichworten sortiert werden.


Auf dieser Seite befinden sich deutsche Sprichwörter mit E, von Ein J bis Ein Sch und auf weiteren 80 Seiten alle anderen, alte und neuere in heutiger Rechtschreibung. Wenn hier noch besondere, wichtige, neue oder häufige Sprichwörter aus Deutschland fehlen sollten, bitte eine Nachricht mit Quellenangabe/Fundort an die E-Mail Adresseauf der Seite Kontakt.

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Deutsche Sprichwörter von Ein Nachbar bis Ein sündiges

  

Ein Nachbar ist dem andern einen Brand schuldig.
Es muss ein Nachbar mit dem andern ein Brandfeuer für liebe nehmen.
Es muss ein Nachbar mit dem andern im Brand für gut nehmen.
(Agricola erklärt dieses Sprichwort 1530 etwas umständlich: „Die kaiserlichen Rechte strafen die, so Feuer einwerfen und brennen mit Feuer, denn es ist ein Mutwille, damit den Leuten geschadet wird. . . Denn darum sind Recht und Urteil auf Erden verordneten, einem jeden sein Recht widerfahren zu lassen und dem Bösen zu wehren. Ein Nachbar aber muss mit dem andern leiden ein Brandfeuer, sintennal (zumal) er das nicht gerne getan hat, und ist ihm selbst, was er hat, verbrennet. Er ist auch denen, welche mit ihm verbrannt sind nicht schuldig, Wiedererstattung zu tun, sondern er muss von seinem Nachbarn gleiche, Gefahr auch gewärtig sein.“)

Ein nachtalt Brot gibt neun Stärcke.

Ein Nackter ist schwer zu berupfen.

Ein Nagel bewahrt ein Eisen, ein Eisen ein Pferd, ein Pferd einen Mann, ein Mann eine Burg, eine Burg ein Land.
Ein Nagel erhält ein Eisen, das Eisen ein Ross, das Ross den Mann, der Mann eine Burg und die Burg das ganze Land.

Ein Nagel ist ein geringes Eisen, man kann doch damit einen großen Schatz bewahren.
(Das bedeutet, auch ein scheinbar kleines und wertloses Ding kann dafür gut sein, ein großes wertvolles Teil zu bewahren und zu erhalten.)


Ein Nagel ist ein schlecht Ding, dennoch bedarf man seiner.

(schlecht = schlicht, einfach. Das bedeutet, der größte, reichste oder klügste Mensch braucht auch die einfachen Dinge und die Hilfe einfacher, dummer, armer oder anderer Menschen, ohne die er nicht auskommen und leben könnte. Leider vergessen das allzu viele allzu oft.)


Ein Nagel so fest eingeschlagen fängt doch mit der Zeit an zu wanken.

Ein Nagel tief eingeschlagen kann man ohne Pickel und Axt nicht ausziehen.

Ein Narr bleibt ein Narr, wenn er gleich in gülden Stücken gekleidet würde.

Ein Narr denkt, dass andere nichts denken.
Der ist ein Narr, der da denkt, das andere nichts denken.

Ein Narr, der fragen darf, sieht gescheiter aus als ein Gescheiter, der antworten muss.

Ein Narr, der nicht folgt treuem Rat, der hab den Schaden wenns ihm übel gaht.

Ein Narr, der über Eiern sitzt, der bläst und zischt und wird nichts draus.

Ein Narr dünkt sich klüger sein, denn sieben Weise.


Ein Narr fragt in einer Stunde mehr, als zehn Gescheite in einem Jahr beantworten können.

Ein Narr fragt nicht groß danach, es gehe zu, wie es wolle.

Ein Narr gibt seinen Sinn zu waschen.

Ein närrischer Anfang gewinnt gemeiniglich den Krebsgang.

Ein närrischer Erzähler will einen gescheiten Aufmerker haben.

Ein Narr ist ein Narr und bleibt ein Narr, er komme, wohin er wolle.

Ein Narr ist genug im Haus, der Kluge müsste sonst hinaus.

Ein Narr ists, der dem Glück traut.

Ein Narr ists, der den Tod ladet.

Ein Narr ists, der seinen Feind verachtet.

Ein Narr kann in einer Stunde mehr fragen, als sieben Weise in einem Jahre beantworten können.
Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise sagen.
Ein Narr kann mehr fragen als zehn Gescheite beantworten.
Ein Narr kann mehr fragen, denn zehn alte Weise können berichten.

Ein Narr kann mehr verneinen, als zehn Gescheite behaupten können.

Ein Narr kehrt sich wenig an gute Lehr.

Ein Narr lässt sich nicht raten.

Ein Narr lobt den andern.

Ein Narr macht eine Tür auf, die er nicht wieder zumachen kann.

Ein Narr macht (ihrer) zehn/hundert (Narren).

Ein Narr macht zehn Narren, aber tausend Kluge noch keinen Klugen.

Ein Narr mag keinen Gelehrten kennen.
(Heute ebenso wie vor 500 Jahren. Anstelle von Narren nennt man sie heute Alternative, Verschwörungstheoretiker oder anders. Allen gemein ist, sie leben in ihrer eigenen Meinungsblase und glauben nur anderen mit derselben Meinung und lehnen alle Fakten, gegenteilige Beweise und Andersdenkende ab.)

Ein Narr meint, alle Menschen sind so witzig wie er.

Ein Narr redet alles, was ihm einfällt.

Ein Narr schaut auf das Geschenk, ein Weiser auf das Herz.
Ein Narr sieht auf die Geschenke, ein Gescheiter auf das Herz.

Ein Narr schüttet alles auf einmal aus.

Ein Narr weiß besser was ihm, als zehn Weise, was einem andern fehlt.

Ein Narr weiß mehr in seinem Hause, als ein Gescheiter in eines andern.

Ein nasses Land bedarf keines Wassers.

Ein Neidischer ist wie ein Hund, so muss man ihn auch also traktieren und etwas zuwerfen, dass er daran nagt, denn wer ohne Neid will leben, der muss mild sein und gern geben.

Ein neidischer Mensch hat mehr mitleiden mit einem Pferd, Hund und anderem Tier als mit einem frommen tugendhaften Menschen.

Ein neidisch Herz hat Qual und Schmerz.

Ein neuer Freund und ein unverjährter Wein sind zu loben, wenn sie wohl geraten.

Ein Niedriger und Armer soll mit Mächtigen und Reichen unverworren sein.


Ein niedriger Zaun ist bald übersprungen.

Ein niedriges Büschlein lässt der Wind unzerbrochen.

Ein nimm hin ist besser denn zehn Helfgott.
Besser ein: nimm hin, denn zehn: helf' Gott.
Ein nimm hin ist besser, denn zehn Gott helf dir.
Ein: „Nimm hin“ ist besser, denn zehn: „Helf Gott!“
Ein nimm hin ist besser denn zehn Gottberate dich.
Ein: nimm hin, ist besser, als zehn: Gott helf dir.

Ein Nussbaum gibt gute Früchte, hat aber dagegen Steine und Schläge zum Lohn.


Ein Ochse verlässt sich auf seine Hörner.

Ein Ochse wollte gern ein Pferd, ein Pferd gern ein Ochse sein.

Ein Ochs kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn.

Ein offnes Ohr kann jeder haben.

Ein paar gute Ohren ermüden hundert Zungen.

Ein Pfaff im Harnisch, ein Esel in Ehren und ein blinder Leiter sind drei lächerliche Dinge.
(Bei Wander steht dieses Sprichwort als zwei Sprichwörter: einmal wie oben in Band 3, Spalte 1228 unter Pfaffe Nr. 103 gleichlautend wie die  angegebenen Quellen und ein weiteres Mal in Band 1, Spalte 631 unter Ding Nr. 688 umgestellt mit „Drei lächerliche Ding“ am Anfang, mit demselben Quellenhinweis wie beim anderen. So werden aus einem schnell  zwei oder manchmal mehr Sprichwörter.)

Ein Pfefferkorn ist besser als hundert faule Nüsse.

Ein Pfeiffer lobt den andern Reigen nicht.

Ein Pfeiffer macht dem andern wohl einen Tanz umsonst.

Ein Pfeil dringt auch wohl durch einen Harnisch.

Ein Pfennig allein macht nicht reich.

Ein Pfennig, der einem treuen Arbeiter abgezwackt wird, schreit Zeter über den geizigen Herrn.

Ein Pfennig errettet oft hundert.

Ein Pfennig gespart ist auch gewonnen.
Ein Pfennig ist eben so bald erspart, denn gewonnen.

Ein Pfennig in der Büchse macht ein größeres Geräusch, als wenn sie voll ist.
Ein Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre.

Ein Pfennig ist zur Zeit so wert als ein Taler*34, ein Trunk Wasser ist so angenehm als ein Fass mit Wein.

Ein Pfennig klingt allein nicht viel.
Ein Pfennig klingt nicht.

Ein Pfennig lässt sich eher verzehren als (er)werben.

Ein Pfennig lockt oder (er)wirbt den andern.

Ein Pfennig mit Recht ist besser denn tausend mit Unrecht.

Ein Pfennig weist den andern nicht aus.

Ein Pferd belädt man anders, als einen Esel oder Kamel.

Ein Pferd, das zu viel Futter kriegt, schupft seinen Herrn.
(schupfen = stoßen, anstoßen: Jemanden von hinten stoßen.)

Ein Pferd ist nicht älter, denn sein Schwanz, ein Mensch nicht älter denn sein kleinster Finger.

Ein Pferd kennt seinen Mann.

Ein Pferd schont den Menschen gern und ist des Menschen Freund.
Ein Pferd verschont eines Menschen gerne und ist des Menschen Freund.

Ein Pferd setzt oft einen mutwilligen Reiter aus dem Sattel.


Ein Pferd versteht die Füße im Stall.

Ein Pflaster dient nicht zu allen Schäden.

Ein Pflugeisen arbeitet wohl in der Erde und wird endlich verzehrt, bleibt aber fein rein und blank: Arbeitet es nicht so verrostet es.

Ein Pfund Federn wiegt so viel (schwer) als ein Pfund Blei.

Ein Pfund Mutterverstand ist besser als ein Stein Buchweisheit.

Ein Pfund Sorgen zahlt kein Lot Borgen.
Ein Pfund Sorgen bezahlt nicht ein Lot Borgen.

Ein Pfund Sorgen bezahlt nicht ein Quäntchen*27 Borgen.
Hundert Pfund Sorgen bezahlen kein Lot Borgen.

Ein Politicus (Politiker) ist ein Mann, der eine Lüge in Folio kann in 24 einbinden, an dem Schnitt vergolden und mit seidenen Bändern zieren.

Ein Priester soll leben vom Opfer, der Amtmann vom Amt.

Ein Privilegium und Freiheitsbrief ist weder Mauer noch Schutz wider ausgerüstetem Feind.

(Privilegium = lateinisch für Privileg - einem Einzelnen, oder einer Gruppe vorbehaltenes Vorrecht oder Sonderrecht. Beweis dafür ist die Garantie von Russland, die Grenzen der Ukraine zu achten und zu schützen. Da Putins Russland diese Garantie mit einem Angriffskrieg, Kriegsverbrechen und Mord mit Füssen tritt und missachtet, was kann man Putin sonst noch glauben? Meiner Meinung nach nichts! Nur eine starke Armee mit vielen Soldaten und Waffen, die Russlands Angriffe und Soldaten abwehren kann, ist ein Schutz der eigenen Freiheit und Unabhängigkeit!)

Ein Punkt ist einem wohl verziehen, aber nicht vergessen.

Ein Quäntchen*27 Gunst gilt mehr als ein Scheffel*30 Recht.
Ein Quäntchen*27 Gunst tut mehr denn ein Pfund Gerechtigkeit.
Ein Quäntlein*27 Gunst wiegt mehr denn ein Zentner Recht.
Eine Unze Gunst und ein Quäntlein*27 Gold wiegt mehr als ganze Schiffe und Wagen voll Recht.

Ein Quäntchen*27 Mutterwitz ist besser als ein Zentner Schulwitz.

Ein Quäntlein*27 Glück ist besser denn ein Pfund Weisheit.
Ein Tröpflein Glück gilt mehr, denn ein Fass voll Weisheit.
Es ist besser eine Unze Glück als ein Pfund Weisheit.
Es ist besser ein Quäntlein*27 Glück, als ein Pfund Weisheit.

Ein Quäntlein*27 Goldes wohl bereit überwiegt ein Zentner Gerechtigkeit.
Ein Quäntlein*27 Gold wiegt mehr als ein Zentner Recht.

Ein Quäntlein*27 Kunst in einer guten Sach wiegt mehr denn ein Zentner in böser Sach.

Ein Quäntlein*27 Wein vertreibt im Leib viel Pein.​​​​
Ein Rabe heckt kein Zeislein aus.

Ein Rabe zeugt kein Zeislein.


Ein Rab heckt kein Taube aus.

Ein Rauch, ein bös Weib und ein Regen sind einem Haus überlegen.
(Sprichwort in Anlehnung an die Bibel, Die Sprüche Salomos 27, 15. Sieh dazu das Sprichwort: „Drei Dinge treiben den Mann aus dem Hause, ein Rauch, ein übel Dach und ein böses Weib.“)

Ein räudiges Kamel trägt vieler Esel Bürde.

Ein räudiges Schaf steckt die ganze Herde an.
Ein räudiges Schaf verdirbt die ganze Herde.
Ein räudig Schaf macht die ganze Herde räudig.
Ein räudig Schaf macht räudig den ganzen Stall.


Ein räudig Ross leidet nicht lang, dass man's hart striegelt.


Ein rauschend Blatt hat keine Hörner, hat auch keinen erschlagen, gleichwohl fürcht sich der Gottlose für ihm.

Ein rauschend Blatt soll sie jagen.

Ein Rausch ist besser als ein Fieber, er vergeht ja wieder.

Ein rechter Bergman fährt nicht ein ohne Licht, Feuerzeug und Kompass.

Ein rechter Held ein treuer Schatz.

Ein rechter Tappinsmus!
Er ist ein Hans Tapps ins Mus. (Es ist ein Hans Dapp ins Mus.) (Ein Tapp ins Mus.)
Ein Platz in Brei. (Es ist ein Platzinbrei.)
(Gemeint ist jemand, der ungeschickt und plump ist und in wichtigen Dingen unüberlegt handelt. Es ist aber nicht mehr das Mus, in das man hineintappt, heute stehen überall die Fettnäpfchen, in die man hineintappen kann.)

Ein rechtschaffener Heldenmut hat sein Vorteil an der Gerechtigkeit seiner Waffen, seine Waffen beruhen an der Gottesfurcht und sein Sieg auf der Ehre.

Ein redlicher Kriegsmann ist Ehren wert.

Ein redlicher Richter sieht weder Gabe noch Bitte an.

Ein Regen kommt wohl, wenn es dürre ist.

Ein Regent soll fromm und grade sein.

Ein Regent soll seine Macht, Stärke und Ernst wieder seine Feinde, aber gegen die Untertanen Freundlichkeit und Sanftmut brauchen.

Ein reicher Bauer kennt seine Verwandtschaft nicht.


Ein reicher Geizhals hat weder Freunde noch Verwandte.

Ein reicher Geizhals ist ein goldener Brunnen ohne Wasser.

Ein Reicher ist ein Schelm oder eines Schelmen Erbe.
Ein Reicher ist ungerecht, oder eines ungerechten Erben.

Ein reicher Kaufmann wird wohl arm, ein Armer wird wohl reich.

Ein Reicher muss klug sein, wenn er schon ein Narr ist.

Ein Reicher ohne Nutzen ist wie ein Baum ohne Frucht.

Ein Reicher ohne Verstand ist ein Schaf mit goldener Wolle.

Ein Reicher sieht, wie er seinem Schaden nachkomme, der Arme muss sich leiden.

Ein Reicher soll sich nicht vermessen.

Ein reiches Weib ist gut zu ernähren.

Ein Reifen macht kein Fass.

Ein reifer Unflat und weiter Leib sind wohl zu scheiden.

Ein reines Ferkel wird selten fett und eine saubere Hand fährt allezeit in mageren Beutel.

Ein reines Herz, wahrer Mund und heilig Sinn gefällt Gott besser, denn Gold und Opfer.

Ein reines Zeug dient nicht zu füttern unter groben Zeug.

Ein rein Gewissen ist an jeder Freude der beste Bissen.

Ein Reiter rühmt und redt von seinem Pferde.

Ein Richter, dem mit Geiz ist eil, ist ärger als ein Krokodeil.

Ein Richter nicht soll schließen bald, obgleich der Kläger fast anhalt. Die Sach sei denn erwogen wohl, des über die man sprechen soll.

Ein Richters Amt ist Gottes Amt, wers nicht recht führt, der wird verdammt.

Ein Richter soll sprechen nach dem, das vorgebracht und beweiset ist.

Ein Riss in die Ehr heilt nimmermehr.

Ein Ross bleibt selten gut, wenn man's übertreibt.

Ein Ross ist gut zum Zug, das andre zu reiten. Eins zum trabt das andre zum pass oder zelt.

Ein Ross ohn ein Zaum, ein Junger ohn ein Rut, täten nie kein gut.

Ein Ross ohn Zaum, ein Junger ohn Rut, die beiden täten nie kein gut.
Pferd ohne Zaum, jung ohne Rut taten nimmermehr gut.
Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut tun nimmer gut.

Ein rostig stumpfes Messer gehört nicht in eine sammet Scheid.
(Das bedeutet, ein alter Mann gehört nicht zu einer jungen Frau.)

Ein roter Bart und ehren Bogen, wenn sie geraten, sind sie zu loben.

Ein Roter traut dem andern nicht.
(Gegen rote Haare und Bärte gab es schon immer unbegründete Vorurteile. Im  Zweifel oder bei unbekannter Ursache waren immer andere Schuld, oder  anders aussehende. Da rote Haare und Bärte im Vergleich zu anderen  Haarfarben eine Minderheit sind (nur ca. 2 %), war und ist es einfach,  ihnen für alles Unglück oder Schlechte die Schuld zu geben. Gegen Vorurteile helfen die besten Beweise nichts, siehe heute in der Politik und den Parteien! Meist schreien diejenigen „Lügenpresse“, die selbst  die größten Unwahrheiten verbreiten. Viele Menschen versuchen auch heute noch, andere für eigenes Versagen oder Unvermögen haftbar zu machen, auch wenn es nur die Aufdeckung eigener Täuschungsversuche ist.)

Ein Sack voll Flöhe ist leichter zu hüten als ein Weib.
Es ist leichter einen ganzen Scheffel*29 voll Flöhe hüten als ein Weib.
Es ist leichter eine Herde Flöhe, denn eine Frau zu hüten.
Es ist leichter eine Wanne mit Flöhe hüten, denn ein Weib, das nicht will fromm sein.
Leichter einer Wanne Flöhe hüten als eines Weibes.

Ein salziger Brunnen kann nicht süße Wasser geben.

Einsamkeit bringt Traurigkeit.

Einsamkeit ist eine Schule der Weisheit.
Die Einsamkeit ist die Schule der Weisheit.

Einsamkeit ist eine schwere Last, wenn du Gott nicht bei dir hast.

Einsamkeit macht Eigensinnigkeit.

(Kommentar dazu 1630 von Christoph Lehmann: „Wer bei sich allein ist, der sehe zu, dass er nicht beim bösen Menschen sei. Ein verständiger Mensch ist alsdenn allein, wenn er unter unverständigen Menschen ist.“)


Ein Sammler will einen Verschwender haben.

Ein sanfter Mut gewinnt seinen Feind.

Ein Saukoch ist ein verdrießlich Ding im Haus.

Ein Saumross macht seine Gewohnheit groß.

Ein schäbig Pferd leidet keinen Striegel.

Ein Schaden bringt den andern und wächst aus dem andern.

Ein Schädlein klein lass frei betrachten, verbergt's, so tut man's größer achten.

Ein Schäferhund wollt keinen andern Hund beißen, sagte, er müsse seine Zähne für die Wölfe sparen.
Ich will keinen Hund beißen, denn ich muss meinen Zahn für den Wolf sparen, sagt der Schafhund.

Ein Schaf folgt dem andern.

Ein Schaf gedeiht auf dem trockenen, Schweine auf dem nassen.

Ein Schaf hat einen gülden Fuß, es düngt wohl, wo es hergeht.

Ein Schaf ist ein frommes Tier, aber doch streitig.

Ein Schaf ist wohl fromm, es graset aber genau.
Das Schaf ist gewiss fromm, aber es grast genau.
(Wo Schafe hingekommen sind, da findet das Rindvieh nichts mehr.)


Ein Schaf lässt sich schelten und gibt nicht desto weniger Wolle und Milch und lebt sein Leben mit Geduld.
Ein Schalk besagt oder verrät den andern nicht.

Ein Schalk betrügt oft den andern.

Ein Schalk denkt immer, andere sind auch Schälke.

Ein Schalk der weiß zu aller Frist, wies dem ander ums Herze ist.
Ein Schalk weiß, wie's dem andern ums Herz ist; oder wo es dem andern liegt.

Ein Schalk im Spiel ist ein Schalk überall.

Ein Schalk lässt seine Tücke nicht.


Ein Schalk macht (heckt) den andern.

Ein Schalk muss oft ein ganzes Land entgelten.

Ein Schalk redet wie ein frommer Mann, aber er denkt wie ein Schalk.

Ein Schalk tut allenthalben wie ein Schalk.

Ein Schalk verrät oft den andern.

Ein Schalk war gestern so fromm als jetzt.

Ein Schandbrocken ist bald gegessen.

Ein schändlicher Schelm der Bauch ist, der um Tellerleckens willen Buben macht.

Ein scharf Messer und ein Filzhut gehören zusammen.

Ein schartig Beil verdirbt alles, was man damit haut.

Ein Schelm darf seiner Schelmerei nicht allzeit gebrauchen.

Ein Schelm gibt mehr, als er hat (tut mehr, als er kann).

Ein Schelm lobt den andern.

Ein Schelm macht's besser, als er kann.

Ein Scherer schiert den andern.

Ein Schiff auf dem Rhein ist ein Nachen zur See.

Ein Schiff das streicht am Lande her, ist sicher denn auf hohem Meer.

Ein Schiff, ein Vogel und Mensch wandeln im Ungewissen.
(Bei Schiffen und Vögeln ist es nachweislich nicht mehr so, nur bei den Menschen wird es wohl immer so bleiben.)

Ein Schifflein, das in kleinem Wasser kann durchkommen, muss sich drum nicht gleich ins wilde Meer wagen.

Ein Schiffsmann kann nicht allzeit fahren, wo er hin will, sondern da der Wind hintreibt.

Ein Schiff steht an zwei Ankern fester, denn an einem.

Ein Schimmel trabt so weit als ein Hengst.
Ein Schimmel trabt so wohl als ein Rapp.

Ein Schläfer (Siebenschläfer) muss zerrissen Kleider tragen.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 23, 21: „20: Sei nicht unter den Säufern und Schlemmern; 21: denn die Säufer und Schlemmer verarmen, und ein Schläfer muss zerrissene Kleider tragen.“)

Einschlagen ist den Bergleuten zuträglicher denn umschlagen.
(Einschlagen bedeutete bei den Bergleuten das Anlegen neuer Stollen und Schächte.)

Ein schlechter Fuhrmann, der nicht auf allen Straßen umkehren kann.

Ein schlechter Handel, wo niemand gewinnt!

Ein schlechter Hering gibt einen guten Bückling.

Ein schlechter Korporal, der nicht denkt, General zu werden.

Ein schlechter Mann hat auch seinen Sinn.

Ein schlechter Mann ist auch ein Mann, der seinen Ort vertreten kann.

Ein schlechter Schmied, der den Rauch nicht vertragen kann.
Es ist ein schlechter Schmied, der keinen Rauch vertragen kann.

Ein schlechter Schütze, der keine Ausrede weiß.

Ein schlechter Stein im Wege wirft einen großen Wagen um.
Es kann auch ein kleiner Stein einen großen Wagen umschmeißen.

Ein schlechter Wirt, der nicht eine Zeche borgen kann.

Ein schlechtes Ei verdirbt den gesamten Pudding.

Ein schlechtes Handwerk, das seinen Meister nicht ernährt.

Es ist ein böses Handwerk, das nicht seinen Meister ernährt.

Ein schlechtes Schaf, das mit dem Wolf spazieren geht.

Ein schlechtes Spiel, da der eine lacht und der andere weint.
Es ist ein bös Spiel, da der eine lacht und der andere weint.

Ein schlecht Pferd, das sein Futter nicht verdient.


Ein schlimmes Pfand, das seinen Herrn bezwingt.

Ein schmeichelndes Kalb saugt zwei Mütter aus.

Ein Schmeichler - ein Heuchler.

Ein Schmeichler hat eine vergiftete Zunge.

Ein Schmerz stillt den andern.

Ein Schnarcher find allzeit seinen Meister.

Ein schneller Rat und jähe Tat oft manchen Mann verdorben hat.

Ein schöner Leib voll untreu ziert übel.

Ein schöner Rock ziert den Stock.

Ein Schöner soll einen Hässlichen nicht verachten.

Ein schöner Tag hat auch ein Abend, eine schöne Blume wird welk und verliert ihren Geruch.

Ein schöner Tag macht keinen Sommer.


Ein schöner Wintertag macht keinen lustigen Vogel.

Ein schönes Angesicht verkauft oft einen faulen Hintern.
(Sprichwort 1685 in der Sprichwörtersammlung von Paul Winkler. Schlimmer stand es schon 1605 bei Friedrich Peters (Petri), bei dem ein ganzer grindiger Leib verkauft wurde:
Ein schön Angesicht verkauft wohl einen grindigen Leib.
Bei Simrock war es 1846 ebenfalls nur das Hinterteil:
Schönes Angesicht verkauft einen grindigen A. . . ..
Bei Wander verkauft das schöne Gesicht, bzw. Angesicht ab 1867, vier Mal einen grindigen/räudigen Arsch/Gesäß (Angesicht Nr. 14 und Nr. 33, Gesicht Nr. 49 und Nr. 75), 3 Mal ohne eine Quellenangabe. Es bleibt aber nur ein Sprichwort, das von Zeit zu Zeit etwas angepasst wurde. Es bedeutet, man sollte immer etwas genauer hinsehen und nicht die Katze im Sack kaufen. Oft stecken auch heute wie früher hinter den verlockenden Schnäppchen und günstigen Angeboten nur wertlose Dinge.)

Ein schönes Feuer ziert ein Haus.

Ein schönes Gesicht ist ein heimlicher Verräter.

Ein schönes Gesicht ist statt (wie) ein Trommelschläger.

Ein schönes Gesicht und eigensinniger Kopf gehen gemeiniglich miteinander.

Ein schönes Kleid deckt auch wohl einen Schalck.

Ein schönes Weib ist die Hölle für die Seele und das Fegefeuer für den Beutel.

Ein schönes Weib ist ein stummer Betrug.

Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem gülden Haarbande.
Ohne Zucht ist eine Frau wie eine geschmückte Sau.

Ein schön und unzüchtig Weib ist wie ein Wein mit tödlichem Gift vermischt.

Ein schön Weib ist ein Bubenspiegel.
Ein schön Weib ist nur ein Bubenspiegel.

Ein schön Weib ist wie ein schönes Kleid, wenn man's zu viel trägt, so wirds verbabelt.

Ein Schreiber ohne Feder,
ein Schuster ohne Leder,
ein Landsknecht ohne Schwert
sind keinen Heller wert.

Ein Schuh ist nicht jedermann (jedem) gerecht.
Es ist nicht ein Schuh für alle Füße gerecht.

Ein Schüler ist in der Schule ein Marterer, in der Kirche ein Engel.

Ein Schüler muss nicht flugs wollen Junker sein, sondern ein wenig der Rute Strafe und Armut leiden.

Ein Schuster, der schlechte Stiefel macht, kommt in die Hölle.

Ein Schuster soll nicht weiter klügeln, denn von seinem Leisten.

Ein schwach blöd Gewissen ist eine große Krankheit.

Ein schwacher Grund wirft den schönsten Turm über den Haufen.

Ein Schwager ist oft ein Spieß.

Ein Schwager stellt dem andern oft ein Bein.

Ein Schwager und ein Erlenbogen, eine schnelle Tat nicht wohl bewogen. Eine alte Brücke, ein fahles Pferd, wenn sie bestehen, sind lobenswert.
Alte Brück', ein falbes Pferd, schnelle Tat, nicht wohl erwogen, ein Schwager und ein Erlenbogen, wenn die bestehen, sind lobenswert.

Ein Schwager und ein fahles Pferd, wenn sie bestehn, ist's lobenswert.

Ein Schwager und ein Hund beißen den andern gern ab, wo er kann.

Ein Schwan ist auch schön und hat doch ungeschmack Fleisch.

Ein schwarzes Kind find auch wohl einen weißen Groschen.

Ein Schwätzer hört sich selbst gern reden.

Ein schwatzhaftiger Mann, ein unleidlicher Mann.

Ein schwatzig Maul verwirrt alles und schafft keinen Frieden im Haus.

Ein schweigender Mund steht nicht zu strafen.

Ein Schwein gehört nicht in einen Vogelkäfig.

Ein Schweinkoben in einer Stadt ist fester, denn ein wohlgebautes Haus auf dem Dorf.

Ein schwer beladener Esel geht sicher.

Ein schwerer Stein ist einen nicht wohl zu heben.

Ein Schwert wetzt das andere.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 27, 17: „Ein Messer wetzt das andre und ein Mann den andern..“)


Ein Schwert hält das andre in der Scheide.

(Wie dieses Sprichwort aus dem Mittelalter zeigt, war das Prinzip der Abschreckung durch genügend eigene Waffen schon damals bekannt, was eine zweistellige Anzahl von Sprichwörtersammlungen beweist. Nach dem 2. Weltkrieg hat es sich auch unter den Atommächten über 70 Jahre bewährt. Putins Russland hat in letzter Zeit aber wieder so stark konventionell aufgerüstet, das Putin glaubt, andere Völker und Staaten angreifen und erobern zu können. Beweis ist sein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen die Ukraine. Informationen aus 2025 beweisen zudem, das Russland weitere Kriege auch gegen andere, auch NATO-Mitglieder, plant und am Beistand der NATO zweifelt. Freiheit und Frieden kann aus diesem Grund nur mit genügend eigener Aufrüstung zur Verteidigung gesichert werden, die Putin die Aussichtslosigkeit weiterer Kriege zeigt. Eine Kapitulation der Ukraine oder Gebietsabtretungen ermutigen Putin nur zu weiteren Angriffen.)


Ein sehendes Aug und hörendes Ohr kommt beides von Gott dem Herrn.

Ein Sehen ist besser denn zehn Hören.

Ein sehr überladenes Pferd kann nicht aufstehen, wenn's fällt.

Ein seidenes Kleid speist übel.

Ein selbst gewachsener Lehrer ist wie ein selbst gewachsener Baum.

Eins folgt aus dem andern wie das Kalb aus der Kuh.

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

Einsiedler sind nicht alle so fromm, als sie sich stellen.

Eins ist besser denn uneins.

Ein Skorpion ist gut für Skorpionsstiche.

Eins macht keins.
(Genau wie das Sprichwort: „Einmal ist keinmal.“ ist es falsch und bleibt es  auch. Eins und Einmal sind eben Eins und bei mehreren Einzelnen kommt  immer etwas zusammen. Und auch wenn es nur Eins ist, etwas ist besser,  als nichts zu haben.)

Eins macht keins, was sich aber paart, das dreit sich gern.

Eins nach dem andern, so isst der Bauer seine Wurst.

Eins nach dem andern, so wird man kahl.

Ein solcher Löffel gehört in solch Futteral.

Ein solcher Topf kann keinen anderen Deck leiden.

Ein Soldat ist, der tapfer drauf greift und nimmt, wo ers find.

Ein Soldat ohne Geld hat weder Lust noch Mut zum Streit.

Ein sorgfältiger Hauswirt hat alt Heu, Korn und Holz.

Ein später Sohn, eine frühe Waise.

Ein Spiegel (Muster) aller Ritterschaft.

Ein Spiel bringt das andere.


Ein Spieler ist entweder reich, arbeitsam oder ein Dieb.

Ein Sprichwort, ein Wahrwort.

Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornenzweig, der in eines Trunkenen Hand sticht.

Ein Stahl bricht den andern.

Ein standhafter Mann soll sich nicht eher fürchten, bis ihm der Kopf vor den Füssen liegt.

Ein starker Bart und ein keckes Herz ziert den Mann wohl.

Ein Starker find wider einen Starken.

Ein starker geschäftiger Bauer ist edler, denn ein fauler feiger Edelmann.

Ein Starker oft nicht kann, was vermag ein schwacher Mann.

Ein stattlich Amt macht ein reichen großen Amtmann.

Ein Stein ist auch fromm, doch stößt man sich übel daran.

Ein Stein ist auch fromm, man stößt sich aber übel daran.

Ein Stich ist bald geschehen in einen nackenden Menschen.

Ein Stich, so nicht blutet, wird mit drei Hellern vergutet.

Ein stinkend Fellchen gibt klinkend Geldchen.

Ein Stock bleibt ein Stock, wenn der Anhang abfällt, so gibt er endlich Feuerholz und wird ausgerottet.

Ein Stock hat keine Seele.

Ein Stock weicht nicht, aber ein Rosensträuchlein weicht oder muss weichen.


Ein stolzer Kopf richtet viel Hader*14 und Unlust an.

Ein stolzer Pfaff, ein junger Aff, ein unverschämtes Weib und Kind, die sind des Teufels Hofgesind.

Ein Stolzer wäre gern alleine Herr.

Ein Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit.

Ein Stoß ans Schienbein macht lautre Augen.

Ein Stottrer versteht einen Stammler.
Ein Statzler versteht einen Stammler.
(Statzler = Stotterer, Stammler; gatzen = gackern, schnattern, schwätzen, stottern, stockend sprechen.)

Ein Streich macht den Stockfisch nicht weich.
(Anders sieht es mit vielen Streichen aus. Siehe das Sprichwort: „Von viel  Streichen wird der Stockfisch gelind.“ Streiche = Schläge; gelind =  weich)

Ein Streit oder Krieg ist bald angefangen, aber es ist nicht in unserer Macht, aufhören.

Ein Stück Brot in der Tasche ist besser als eine Feder auf dem Hut.

Ein Stück Kuhfleisch ist auch beim Lichte schön.

Ein stumpf Messer ist keiner samtnen Scheide wert.

Ein Sturm ist verloren, greif zum andern.

Eins ums andre, nichts umsonst.


Ein sündiges Herz macht den Leib krank.


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