
Ein Nagel ist ein schlecht Ding, dennoch bedarf man seiner.
(schlecht = schlicht, einfach. Das bedeutet, der größte, reichste oder klügste Mensch braucht auch die einfachen Dinge und die Hilfe einfacher, dummer, armer oder anderer Menschen, ohne die er nicht auskommen und leben könnte. Leider vergessen das allzu viele allzu oft.)
Einsamkeit macht Eigensinnigkeit.
(Kommentar dazu 1630 von Christoph Lehmann: „Wer bei sich allein ist, der sehe zu, dass er nicht beim bösen Menschen sei. Ein verständiger Mensch ist alsdenn allein, wenn er unter unverständigen Menschen ist.“)
Ein Schalk macht (heckt) den andern.
Ein Schalk muss oft ein ganzes Land entgelten.
Ein Schalk redet wie ein frommer Mann, aber er denkt wie ein Schalk.
Ein Schwert wetzt das andere.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 27, 17: „Ein Messer wetzt das andre und ein Mann den andern..“)
Ein Schwert hält das andre in der Scheide.
(Wie dieses Sprichwort aus dem Mittelalter zeigt, war das Prinzip der Abschreckung durch genügend eigene Waffen schon damals bekannt, was eine zweistellige Anzahl von Sprichwörtersammlungen beweist. Nach dem 2. Weltkrieg hat es sich auch unter den Atommächten über 70 Jahre bewährt. Putins Russland hat in letzter Zeit aber wieder so stark konventionell aufgerüstet, das Putin glaubt, andere Völker und Staaten angreifen und erobern zu können. Beweis ist sein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen die Ukraine. Informationen aus 2025 beweisen zudem, das Russland weitere Kriege auch gegen andere, auch NATO-Mitglieder, plant und am Beistand der NATO zweifelt. Freiheit und Frieden kann aus diesem Grund nur mit genügend eigener Aufrüstung zur Verteidigung gesichert werden, die Putin die Aussichtslosigkeit weiterer Kriege zeigt. Eine Kapitulation der Ukraine oder Gebietsabtretungen ermutigen Putin nur zu weiteren Angriffen.)
Ein sehendes Aug und hörendes Ohr kommt beides von Gott dem Herrn.
Ein Sehen ist besser denn zehn Hören.
Ein sehr überladenes Pferd kann nicht aufstehen, wenn's fällt.
Ein seidenes Kleid speist übel.
Ein selbst gewachsener Lehrer ist wie ein selbst gewachsener Baum.
Eins folgt aus dem andern wie das Kalb aus der Kuh.
Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.
Einsiedler sind nicht alle so fromm, als sie sich stellen.
Eins ist besser denn uneins.
Ein Skorpion ist gut für Skorpionsstiche.
Eins macht keins.
(Genau wie das Sprichwort: „Einmal ist keinmal.“ ist es falsch und bleibt es auch. Eins und Einmal sind eben Eins und bei mehreren Einzelnen kommt immer etwas zusammen. Und auch wenn es nur Eins ist, etwas ist besser, als nichts zu haben.)
Eins macht keins, was sich aber paart, das dreit sich gern.
Eins nach dem andern, so isst der Bauer seine Wurst.
Eins nach dem andern, so wird man kahl.
Ein solcher Löffel gehört in solch Futteral.
Ein solcher Topf kann keinen anderen Deck leiden.
Ein Soldat ist, der tapfer drauf greift und nimmt, wo ers find.
Ein Soldat ohne Geld hat weder Lust noch Mut zum Streit.
Ein sorgfältiger Hauswirt hat alt Heu, Korn und Holz.
Ein später Sohn, eine frühe Waise.
Ein Spiegel (Muster) aller Ritterschaft.
Ein Spiel bringt das andere.
Ein Spieler ist entweder reich, arbeitsam oder ein Dieb.
Ein Sprichwort, ein Wahrwort.
Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornenzweig, der in eines Trunkenen Hand sticht.
Ein Stahl bricht den andern.
Ein standhafter Mann soll sich nicht eher fürchten, bis ihm der Kopf vor den Füssen liegt.
Ein starker Bart und ein keckes Herz ziert den Mann wohl.
Ein Starker find wider einen Starken.
Ein starker geschäftiger Bauer ist edler, denn ein fauler feiger Edelmann.
Ein Starker oft nicht kann, was vermag ein schwacher Mann.
Ein stattlich Amt macht ein reichen großen Amtmann.
Ein Stein ist auch fromm, doch stößt man sich übel daran.
Ein Stein ist auch fromm, man stößt sich aber übel daran.
Ein Stich ist bald geschehen in einen nackenden Menschen.
Ein Stich, so nicht blutet, wird mit drei Hellern vergutet.
Ein stinkend Fellchen gibt klinkend Geldchen.
Ein Stock bleibt ein Stock, wenn der Anhang abfällt, so gibt er endlich Feuerholz und wird ausgerottet.
Ein Stock hat keine Seele.
Ein Stock weicht nicht, aber ein Rosensträuchlein weicht oder muss weichen.
Ein stolzer Kopf richtet viel Hader*14 und Unlust an.
Ein stolzer Pfaff, ein junger Aff, ein unverschämtes Weib und Kind, die sind des Teufels Hofgesind.
Ein Stolzer wäre gern alleine Herr.
Ein Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit.
Ein Stoß ans Schienbein macht lautre Augen.
Ein Stottrer versteht einen Stammler.
Ein Statzler versteht einen Stammler.
(Statzler = Stotterer, Stammler; gatzen = gackern, schnattern, schwätzen, stottern, stockend sprechen.)
Ein Streich macht den Stockfisch nicht weich.
(Anders sieht es mit vielen Streichen aus. Siehe das Sprichwort: „Von viel Streichen wird der Stockfisch gelind.“ Streiche = Schläge; gelind = weich)
Ein Streit oder Krieg ist bald angefangen, aber es ist nicht in unserer Macht, aufhören.
Ein Stück Brot in der Tasche ist besser als eine Feder auf dem Hut.
Ein Stück Kuhfleisch ist auch beim Lichte schön.
Ein stumpf Messer ist keiner samtnen Scheide wert.
Ein Sturm ist verloren, greif zum andern.
Eins ums andre, nichts umsonst.
Ein sündiges Herz macht den Leib krank.