
Hunde gehören zur Ordnung der Raubtiere, Familie Hunde, Gattung Wolfs- und Schakalartige und der Art Wolf. Damit ist der Haushund nur eine Unterart des Wolfes, lateinisch „Canis lupus familiaris“. Der Haushund wurde vor 15000 bis 100000 Jahren aus der wilden Form des Wolfs domestiziert.
Früher wurden Hunde als Wachhunde, Jagdhunde oder zu anderen Aufgaben gehalten. Heute sind die Aufgaben auf Blindenhunde, Spürhunde oder als einfache Haushunde zur Gesellschaft ausgeweitet. Hunde leben vorwiegend in Abhängigkeit von Menschen als Haushunde. Daneben gibt es zusätzlich immer mehr wild lebende und verwilderte Hunde, die herrenlos herumstreunen.
In Deutschland leben ca 9 Millionen Hunde als Haustiere. Weltweit leben schätzungsweise 500 Millionen Haushunde, von denen etwa 75 Prozent frei lebend sind.
Im Gegensatz zu Menschen haben Hunde ein besseres Gehör. Menschen hören zwischen 20 Hz und 20 kHz, Hunde dagegen von 15 Hz bis 50 kHz. Durch bewegliche Ohrmuscheln können Hunde die Richtung einer Geräuschquelle auch besser orten. Ebenso ist ihr Geruchssinn wesentlich empfindlicher als die des Menschen. Menschen haben fünf Millionen Riechzellen, Hund zwischen 125 und 220 Millionen. Nur beim Sehen sind Menschen im Vorteil, da Hunde nur zwei unterschiedliche Zapfentypen für Grün und Blau haben, Menschen aber drei für die Farben Rot, Grün und Blau. Rot ist eine Farbe, die der Hund nicht erkennen kann.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Haushund
Hunde in Sprichwörtern aus aller Welt →
Alte Hunde sind schwer bändig zu machen.
Einem guten Hund wirft man aufs wenigste ein gutes Bein vor.
(Bein = Knochen.)
Ein Hund, der an einem Bein nagt, kennt keinen Freund.
(Bein = Knochen)
Ein Hund erläuft eher einen Hasen, denn ein Ochs.
(Das bedeutet, der Hund fängt den Hasen wahrscheinlicher, als das der Ochse ihn fängt. Auf den Menschen übertragen heißt das, kleine unbedeutende Menschen können und erreichen in manchen Situationen mehr als große, kraftvolle oder reiche Menschen.)
Es sind zwei Tiere dem Menschen hold, ein Pferd und ein Hund.
Es sind zwei Tiere, die dem Menschen hold sind, ein Hund und ein Pferd.
Heimlich, das ist der Hunde Art.
Hund bleibt Hund.
(Ältesten Beleg mit dem Zusatz „Der Mensch ist Mensch“ im Buch „Die jüngsten Kinder meiner Laune“, 1. Bändchen, von August von Kotzebue aus dem Jahr 1794, Seite 69 gefunden. Teilweise mit anderen Zusätzen in etlichen anderen Veröffentlichungen des 19. und 20. Jahrhunderts gefunden, manche auch aus Ungarn oder Serbien, oder als Erklärung für den Bibelvers Sprüche 26, 11 (Das neue Testament nach Luthers Übersetzung, herausgegeben von Otto von Gerlach, 3. Band, 1839, Seite 204, mit dem Zusatz „eine Sau Sau“.))
Hunde an Ketten sind bissiger als alle anderen (als andere).
Hunde, die an Ketten gebunden, sind bissiger als andere.
Hundebellen hindert niemand.
Hunde beschirmen die Schafe wider die Wölfe, drum muss man sie an den Pferch binden.
Hunde brunzen wenn sie wollen und Weiber weinen, so oft sie wollen.
Hunde pissen und Weiber weinen, wann sie wollen.
Zu aller Stund weint die (eine) Frau und pisst der (ein) Hund.
Hunde, die den (einen) Braten gerochen haben, wollen ihn auch gerne belecken.
Hunde, die ihren Herrn verlassen, soll niemand annehmen.
Hunde, die jedermanns Gesellen sind, hat man nicht gern.
Hunde, die nicht mehr jagen können, hängt man auf.
Hunde lausen einander die Flöhe ab.
Hunde sind der Bettler feind; der Neid deren, die nach Ehr und Wohlfahrt streben.
Hundes- und Bundesketten reißen.
Hunde und Verleumder prüfen die Natur von hinten.
Hündisch erspart, böslich verzehret.
Hundsbiss heilt Hundshaar.
Hund, so nicht auf einer Spur bleibt, fängt weder Hirsch noch Hasen.
Hungrige Hunde und durstige Pferde geben auf keine Streich acht.
Ich hab den Hund beim Schwanz.
(Gleiche Bedeutung wie: Die Sache hängt an einem seidenen Faden.)
Man muss den Hund mit den Flöhen haben.
Man muss den Hund mitsamt den Flöhen haben.
(Das bedeutet nicht, dass man Hunde mit flöhen haben muss. Da früher die meisten Hund aber Flöhe hatten, bedeutete es, wenn man einen Hund haben wollte, musste man die Flöhe notgedrungen mit in kauf nehmen. Übertragen bedeutet das Sprichwort, wenn man bestimmte Vorteile oder etwas vermeintlich Gutes haben will, muss man auch die damit verbundenen Nachteile und Unannehmlichkeiten mit in Kauf nehmen.)
Von tollen Hunden nimmt man keine Zucht.
Wegen einem Stück Fleisch geben die Hunde die Freundschaft auf.
Weil der Hund bellt, so frisst der Wolf das Schaf.
Weil der Hund bellt, verliert er den Knochen.
Weil der Hund brunst, so entlauft der Hass.
Weil der Hund pisst, entläuft ihm der Hase.
Wenn alte Hunde bellen, ist's Zeit, dass man ausschaut.
Wenn der alte Hund bellt, soll man aufsehen.
Wenn der Arme ein gut Öchslein hat, so greifen zehn Hände danach; hat er ein Stück Brotes, so kommt ein Hund, und nimmts ihm.
Wenn der Hund am Bein nagt, so kennt er keinen Freund.
Wenn der Hund den Prügel nicht achtet, achtet er der Worte nicht.
Wenn der Hund gar Lappen frisst, er auch das Leder nicht vergisst.
Wenn der Hund hofiert, so kann er nicht bellen.
Wenn der Hund nicht Lust hat zu jagen, reitet er auf dem Hintern (Arsch).
Wenn man die Hunde zum Jagen nötigt, so reiten sie auf'm Arsch.
Wenn der Hund schon das Bein zwischen den Zähnen hat, so hebt er seinen Schwanz auf und kennt keinen Freund.
Wenn der Hund schon zu Hof ist gewesen, so ist er doch kein Junker.
Wenn der Hund sieht, dass einer ein Bein in der Hand hat, so rührt er den Schwanz.
Wenn der Hund tot ist, so kräht keine Henne mehr danach.
Wenn der Hund unten liegt, beißen ihn alle Hunde.
Wenn der Hund wacht, mag der Hirt schlafen.
Wenn der Hund will sch– gehn, so sieht man ihn gekrumpen stehn.
Wenn der Wolf eine Kapp angezogen und predigt, so muss man Hunde zum Zuhören schicken.
Wenn der Zaun fällt, springen die Hunde darüber.
Wenn die alten Hunde bellen, so sollen die jungen aufmerken.
Wenn die Hunde gähnen, ist die beste Jagd vorbei.
Wenn die Hunde nicht zu Hause sind, so ist der Fuchs König.
Wenn die Hunde schlafen, hat der Wolf gut Schafe stehlen.
Wenn die Schlange anfängt zu zischen, der Hund zu knurren und die Hure zu weinen, so will die Erste stechen, der andere beißen und die dritte beschmeißen.
Wenn ein alter Hund bellt, soll man hinausschauen (hinaussehen).
Wenn einen die Wölfe wollen anfallen und fressen, der muss Hunde zu Hilfe nehmen.
Wenn ein Fuchs über die Hasenspur läuft, so verliert der Hund die Spur.
Wenn ein Hund bellt, so fangen sie alle an und wissen nicht warum.
(Als Kommentar fügt Christoph Lehmann 1630 in seiner Sprichwörtersammlung an: „Also tut der Pöbel; wenn der einen hört loben oder schelten, so folgen sie alle.“)
Wenn er tot ist, sch– ihm der Hund aufs Grab.
Wenn Hunde, Kinder und Fliegen Geldes genug hätten, so wären Würste, Pfefferkuchen und Honig so teuer, das es niemand anders kaufen könnt.
Wenn man dem Hunde an die Haut will, so sagt man, er sei wütig.
Wenn man dem Hund die Haut abstreifen will, so sagt man, er sei wütig.
Wenn man den Fuchs nicht beißen will, (so) kann man keinen Hund finden.
Wenn man den Fuchs nicht fangen will, kann man keine Hunde kriegen.
Wenn man den Hund lässt am Lappen kauen, so frisst er bald das Fleisch hernach.
Wenn man den Hund schlagen will, find't man bald einem Stecken.
Man findet leicht [bald] einen Tremmel (Prügel), wenn man den Hund schlagen will.
Wenn man den Hund schlagen will, so hat er (das) Leder gefressen.
Wenn man den Hund schlagen will, so muss er den Braten gefressen haben.
Wenn man den Hund will schlagen, so muss er das Fleisch gefressen haben.
Wenn man den Hund will hängen (henken), so hat er Braten oder Leder gefressen.
Wenn sich zwei Hunde beißen um ein Bein, so läuft der dritte damit davon.
Wenn sich zwei Hunde um ein Bein beißen, so trägt's der dritte davon.
Wirft man den Hunden ein Bein vor, so frisst's der Stärkste.
(Bein = Knochen.)