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Deutsche Sprichwörter
Kategorie  Gold und golden

Gold in deutschen Sprichwörtern
Gold ist ein gelbglänzendes Metall. Es ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 79 und dem Symbol Au vom lateinischen Aurum (das Leuchtende). Gold gehört mit Kupfer und Silber zur Kupfergruppe, auch Münzmetalle genannt.

Gold ist eins der Ersten von Menschen verarbeiteten Metalle. Seit ca. 6000 Jahren für religiöse Gegenstände und Schmuck verarbeitet. Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. wird es in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel. Es wir als edler als andere Metalle angesehen, da es nicht rostet oder oxidiert und von keiner Füßigkeit oder Säure, außer dem Königswasser (Gemisch aus Salzsäure und Salpetersäure), aufgelöst werden kann. Es ist wertvoll, da es nur in geringen Mengen vorhanden und nicht für jeden verfügbar ist. In der gesamten Menschheitsgeschichte wurden schätzungsweise nur ca. 200.000 Tonnen gefördert.

Die hälfte des geförderten Goldes dient zur Geldanlage, ca. 40 % werde zu Schmuckstücken verarbeitet. Die verschiedenen goldfarben Weißgold, Rotgold oder Gelbgold werden durch verschiedene andere Metalle in Legierungen mit Feingold erzeugt. Rotgold entsteht durch Beimengung von Kupfer und etwas Silber, Gelbgold durch Silber mit etwas Kupfer und Weißgold mit Palladium, Nickel oder Silber. Je nach den einzelnen Mengen entstehen auch Mischfarben.

Wegen der physikalischen Eigenschaften wird der Rest in der Industrieproduktion verwendet. Wegen seiner Leitfähigkeit und Haltbarkeit wird es viel in der Elektronik verwendet.

Wegen des Werts wird manches für wertvoll gehaltene Teil mit dem Beinamen Gold hervorgehoben: Der Goldene Schnitt wird von etlichen Künstlern angestrebt, Öl und Kohle wird schwarzes Gold genannt, weißes Gold war früher Porzellan und Elfenbein, heute auch Marmor und Speisesalz. Trinkwasser entwickelt sich durch die Klimaveränderung selbst in Deutschland immer mehr zum blauen Gold. Bernstein ist das Gold des Nordens, Ackergold die Kartoffeln, Katzengold das Mineral Pyrit. Anstelle vom gediegenen Gold wird heutiger Reichtum auch in Betongold, das heißt Immobilien, angelegt und wer zu viel kalorienreiches Essen zu sich nimmt, sammelt das Hüftgold in seinen Fettpolstern. Bei vielen ist heute der goldener Mittelweg, das heißt Kompromisslösungen für Probleme, nicht mehr erstrebenswert, ebenso wie die Goldene Hochzeit immer weniger gefeiert wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gold 

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Gold in Sprichwörtern aus aller Welt  
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Gold in deutschen Sprichwörtern:
Advokatenzungen müssen mit Gold geschmiert werden.

Alles Gold ist gegen die Weisheit wie geringer Sand, und Silber ist wie Kot gegen sie zu rechnen.

Alle Wappen müssen Gold oder Silber haben.

Arme Leute vernähen das Gold in einen Wetzstein.

Beim Reichen ist alles Gold, was glänzt.

Besser ein guter Freund, als Silber und Gold.
Ein guter Freund ist besser denn Silber und Gold.
Ein guter Freund ist über Silber und Gold. – Egenolff, 364b; Körte, 1550.
Ein guter Freund ist über Silber und Gold und ein edles Kleinod.
Freunde sind über Silber und Gold.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 6, 14 + 15: „14. Ein treuer Freund ist ein starker Schutz; wer den hat, der hat einen großen Schatz. 15. Ein treuer Freund ist mit keinem Geld noch Gut zu bezahlen.)

Bewährter Freund, versuchtes Schwert, die sind in Nöten Goldes wert.

Branntwein ist morgens Blei, mittags Silber, abends Gold.
(Das Sprichwort gilt nur, wenn der Branntwein schluckweise als Medizin genommen wird und nicht in Mengen als Trunk.)

Butter ist morgens Gold, mittags Silber, abends Blei.

Das Feuer prüft das Gold, das Gold die Weiber.

Das Gold der neuen Welt hat die alte Welt zum Narren gemacht.
(Die neue Welt ist das 1492 von Kolumbus neu wiederentdeckte Amerika.)

Das Gold führt den Menschen zur Hölle und bleibt selber hier.

Das Gold hat keine Flecken.

Das Gold wird probiert durchs Feuer, die Frau durchs Gold, der Mann durch die Frau.
Wie Gold bewährt im Feuer.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 2, 5: „Denn wie das Gold durchs Feuer, so werden auch, die Gott gefallen, durchs Feuer der Trübsal erprobt.“)

Der Arzt hat Geld, der Jurist hat Gold, den armen Priestern ist niemand hold.

Der Bauer den Bauern in Nacken schlägt, wenn er gleich Gold und Sammet trägt.

Der erste Mann ist Gold, der andre Kupfer und Blei.

Der Esel hat lieber Stroh denn Gold.
Der Esel will lieber Stroh als Gold.

Der ist nicht Ehren wert, der Gold von seinem Buhlen begehrt.
(buhlen = um etwas werben, sich um etwas/jemanden bemühen. Buhle = Liebschaft, Geliebte, ein Liebesverhältnis)

Der ist schlecht und recht, der in Hosen und Hemden badet, der meint, eine vergüldet Nussschal sei lauter Gold.

Der Schlaf ist ein Betrüger: im Traum bringt er Gold, beim Erwachen holt er's wieder.

Der Stein prüft das Gold, das Gold die Leute.

Der Teufel will immer den Leuten Kupfer und Messing für Gold und Silber einreden.

Des Reichen Wort gilt, denn es ist mit Gold gefüttert.

Die Begierde zum Golde macht die eiserne Zeit.

Die Brillen, durch die man in die Welt sehen will, müssen von Golde sein.

Die Deutschen kriegen mit Eisen, nicht mit Gold.

Die Natur bringt gut gerecht Gold, die Kunst das falsche.
Natur bringt gutes Gold, die Kunst macht falsches.

Die Reichen sind insgemein von außen von Golde, von innen von Eisen.

Die Sau findet eher einen Dreck als ein Goldstück.


Die studierte Tugend kann der natürlichen nicht das Wasser reichen; die Natur gibt Gold, die Kunst Betrug.

Die Waage macht zwischen Blei und Gold kein Unterschied.
Die Waage weiß zwischen Blei und Gold kein Unterschied.

Die Waage zeigt, ob schwer, ob leicht, aber nicht, ob Gold, ob Silber.

Ehr geht über alles Gold und Edelsteine.

Eigener Herd ist Goldes wert.
Eigner Herd ist Goldes wert.
Eigen Herd ist Goldes wert; ist er gleich arm, hält er doch warm.

Ein Aff bleibt ein Aff, ob er schon Gold trägt.

Eine Handvoll Gold ist schwerer, denn ein Sack voll Recht und Wahrheit.

Ein fromm Weib kann man mit Gold nicht überwägen.

Ein Geizhals ist gleich dem Quecksilber, so keine Ruhe, als nur am Golde findet.

Ein guter Freund hält in der Not wie Gold im Feuer.

Ein guter Mann in dieser Welt ist mehr denn alles Gold und Geld.

Ein guter Name in dieser Welt ist besser dann alles Gut (Gold) und Geld.
Ein guter Name ist besser als (denn) Silber und Gold.
Ein guter Namen ist besser als bares Geld.
Ein guter Name ist besser als ein goldner Gürtel.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 22, 1: „Ein guter Ruf ist köstlicher als großer Reichtum und anziehendes Wesen besser als Silber und Gold.“)

Eine Unze Gunst und ein Quäntlein Gold wiegt mehr als ganze Schiffe und Wagen voll Recht.

Ein Quäntlein Goldes wohl bereit überwiegt ein Zentner Gerechtigkeit.
Ein Quäntlein Gold wiegt mehr als ein Zentner Recht.

Ein reines Herz, wahrer Mund und heilig Sinn gefällt Gott besser, denn Gold und Opfer.

Ein treuer Freund, der dir ist hold, ist besser denn viel rotes Gold.

Ein treuer Rat frommt viel und ist besser denn Gold.

Er denkt wie Goldschmidt's Junge.

Er verkauft Blei für Gold.

Er weiß, wo das Gold im Rheine liegt.

Es frist auch ein Esel mit Gold beladen nur Disteln.

Es ist besser, eine Unze Ehre, als tausend Pfund Gold.

Es ist kein besserer Freund im Unglück als das Gold (Geld).

Es ist keiner so fein Gold, er hat einen Zusatz.

Es ist kein Sack seiden worden, ob er schon voll Goldes ist.
Es ist nie ein Sack seiden worden, wenn er gleich voll Goldes war.

Es ist nicht alles Gold, was da gleißt.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
(Die gleiche Bedeutung hat auch ein anderes Sprichwort: Der Schein trügt. Da auch anderes außer Gold glänzt, kann der äußere Anschein trügen. Es ist nicht immer das, was der Anschein verspricht, nicht immer das enthalten, was die Verpackung annehmen lässt und mehr versprochen als gehalten. Ein Sprichwort in vielen Ländern und Kulturen. Überall wird Gold als wertvoll angesehen, egal wo es ist oder herkommt, in Palästen oder im Dreck. Wo nichts Wertvolles ist, wird versucht, dessen Anschein zu erwecken oder vorzutäuschen, Negatives wird hinter einem positiven Schein versteckt.)

Es ist nichts Gemeineres, als dass man die Leute bereden will, Blei sei Silber und Messing Gold.

Es müsste ein hartes Herz sein, dass sich durch rotes Gold nicht erweichen ließe.

Fein Silber und klar Gold bestehen im Feuer und dauern am längsten.

Fleißige Handwerker können leichtlich aus Kupfer und Eisen Gold und Silber machen.

Freiheit geht für Gold, oder ist über Silber und Geld, oder ist mit Geld nicht zu bezahlen.

Freiheit geht über Silber und Gold.

Freiheit geht vor Gold, sprach (sagte) die Wachtel und flog ins Holz.

Friss Dreck und sch– Gold, so werden dir die Mädchen hold.

Geliehenes Gold wird Blei, wenn man's wiederfordert.
Geliehen Gold wird zu Blei, wenn man's wieder fordert.
Geborgt Gold und Silber wird zu Blei, so man's wider fordert.

Gold auf den Hosen und keins darin, ist Hof-Art.

Gold bleibt Gold, wenns schon eine Hure trägt.
Gold ist Gold, wenns gleich eine Hure trägt.
Gold bleibt Gold, wenns gleich ein Schinder und Schelm trägt.

Gold geht durch alle Türen, ausgenommen durch die Himmelstüre.

Gold ist die Brust, daran jeder saugt und davon sich niemand gern will abgewöhnen lassen.

Gold ist Sold, dem ist man hold.

Gold ist und bleibt Gold, wenns auch im Kot liegt.

Gold ist weder bös noch gut, an dem ists, der es brauchen tut.

Gold liegt in Bergen, Kot liegt im Wege.
Gold liegt tief im Berge, (aber) der Kot am Wege.
Gold liegt tief in Bergen, aber Kot am Wege.
(Genauso verhält es sich mit der tief verborgenen Tugend und der offen zutage tretenden Gemeinheit überall.)

Gold macht Menschen hold.

Gold macht nicht reich, es sei denn reich das Herz zugleich.
Gold und Eisen wiegt auf einer Waag gleich.
Gold macht taub, Glück macht blind.
Gold und Eisen wiegt auf einer Waage gleich.
Gold oder Goldwurz ist klein, gilt aber viel.
(Goldwurz = alter Name vom Gelbe Affodill aus der Gattung der Junkerlilien)

Goldschmier' macht schmeidige Hände.

Gold, Silber und Edelgestein werden drum nicht ärger,
ob sie schon besudelt und kotig werden.


Gold, Silber und Edelstein vergehen,
Zucht, Tugend, Kunst allzeit bestehen.

Gold stärkt das Gesicht oder das Herz.

Gold und Eisen wiegt auf einer Waage gleich.

Gold und Silber kann einen lassen, aber ein guter Freund lässt einen nicht.

Gold und Silber sind der Welt Brüste, darein ein jeder gern trinkt und niemand davon sich will abgewöhnen lassen.

Gold und Silber sind liebe Gäst, Äcker und Wiesen liegen fest.
Gold und Silber sind liebe Gäst, hast du Grund, so halt den fest.

Gold weicht der Tugend wie Silber dem Gold.

Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold (Geld).

Gunst ist besser denn Silber und Gold.

Guter Rat ist Goldes wert.
(Ein Sprichwort, das entgegen mancher anderen 100% richtig ist. Manchmal kann guter Rat teuer oder unbezahlbar sein, oft ist er umsonst und kostenlos. Manchmal kommt er über Nacht, oft aber zu spät. Am Schlimmsten ist es, wenn guter Rat vorhanden ist und man will ihn nicht annehmen, egal aus welchen Gründen. Ob aus Stolz oder Geldmangel, man hat immer das Nachsehen und ist der Dumme. Manchmal ist ein guter Rat erst im Nachhinein vom schlechten zu unterscheiden.)

Guter Ruf ist Goldes wert.

Heim und Herd sind Goldes Wert.

Ich achte weder Geld noch Gold, der Ehr und Treu bin ich hold; Hoffnung mich erhält, bis mein Glück fällt.

Im Feuer wird Gold, das Herz wird in Leiden geprüft.

In Rom ist alles um Gold feil.

Jeder hält sein Kupfer für Gold.

Käs ist morgens Gold, mittags Silber, abends Blei.

Kleine Diebe liegen im Stock*32 gefangen, die großen gehen in Gold und Seiden prangen.

Krieg frisst Gold und scheißt Kieselsteine.
(Das Jahr 2022 zeigt die Wahrheit von diesem Sprichwort, selbst wenn der Krieg woanders tobt.)

Kunst und gelehrt sein ist bei Armen Silber, bei Reichen Gold, bei Fürsten und Herrn Edelgestein.

Kupfernes Gold, hölzerne Messe.
(Dies Sprichwort stammt aus der Zeit, in der man seinen Sünden durch Zahlungen loskaufen konnte. Je nach dem Wert der Spende an die Kirche oder Ablassverkäufer wurden große oder kleine Sünden mit sogenannten Ablassbriefen vergeben.)

Lebendiger Leib ist Goldes wert.

Lediger Leib ist Goldes wert.
Ein lediger Leib ist Goldens wert; wer 's nicht glaubt, ist Henkers wert.
(Mit lediger Leib ist der unverheiratete Junggeselle gemeint. Laut Anton Birlinger stammt die längere Form aus Deißlingen in Schwaben in Südwestdeutschland, heute zu Baden-Württemberg gehörend.)

Liebe vermag viel, Gold noch mehr.

Mancher behängt einen Klotz mit Gold und Ehr, so er Glück hat.

Mancher nehm ein Lot Gold und Gunst und lies einem einen Wollsack Recht, Tugend und Kunst.

Mancher wiegt alles auf der Goldwaage und so das Gewicht gleich steht, so weiß er doch nicht, was er wählen soll.

Man gibt mehr um einen Heller*17 Kunst in Gold gefast, als um einen Zentner im Zwillichsack.

Man gibt nicht viel Goldes um ein Ei.

Man kann nicht alle Worte auf die Goldwaage legen.
Man muss die Worte nicht auf die Goldwaage legen.

Mit den Zähnen kann man das meiste Gold gewinnen.
(Auch heute glauben etliche diesem Sprichwort aus dem 17. Jahrhundert wie früher und denken dabei wahrscheinlich an ihren Zahnarzt.)

Mit Gold ist jede Festung zu erobern.

Morgenstund bringt Brot und Gold im Mund.

Morgenstund hat Gold im Mund.
Morgenstunde hat Gold im Munde, (aber Blei im –).

Morgenstunde ist aller Laster Anfang, Müßiggang hat Gold im Mund.
(Weit verbreitete und allgemein bekannte Sprichwörter werden oft verändert, auseinandergenommen und anders wieder zusammengesetzt. Solche veränderten Sprichwörter werden bemerkt und bringen extra Aufmerksamkeit und finden sich praktisch überall, nur hier nicht. Die Sprichwörter auf diesen Seiten sind oder waren so original als Sprichwörter verbreitet und sind in einer oder mehreren Quellen so zu finden. Bei Fehlern, fehlenden Sprichwörtern oder anderem bitte eine Nachricht schicken.)

Oftmals wiegt eine Unze Gold mehr als ein Pfund Wahrheit.
Eine Unze Gold gilt oft mehr als ein Zentner Wahrheit.

Polen ist der Bauern Hölle, der Juden Paradies, der Bürger Fegefeuer, der Edelleute Himmel und der Fremden Goldgrube.
(Verschieden Sprichwörter mit negativen Vorurteilen über Polen, gegen Juden und andere Völker wurden erst durch die Sprichwörterbücher von Wilhelm Körte (1837), Eiselein (1840), Braun (1840), Simrock (1846) und andere verbreitet und bekannt gemacht und von Wander mit weiteren ins Sprichwörterlexikon übernommen. Selbst im ausgehenden 20. Jahrhundert nähren sie unterschwellig Vorurteile gegen Polen und Fremdes allgemein. Ebenso sind Begriffe wie „Polnische Wirtschaft“ weithin bekannt und bestätigen damit die eigenen Vorurteile zum Schaden aller, auch dem eigenen.
Ausführlich nachzulesen in: "Polnische Wirtschaft": zum deutschen Polendiskurs der Neuzeit von Hubert Orłowski, Band 21 von Studien der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund, Forschungsstelle Ostmitteleuropa, Otto Harrassowitz Verlag, 1996, ISBN 9783447038775)

Pracht, Gold und Ehr ist morgen oft nicht mehr.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
(Ein altes und vielfach zitiertes Sprichwort in Deutschland und vielen andern Teilen der Welt. Aber stimmt es immer? Viele Leute schweigen, wo lautes Reden, und Widersprechen oberstes Gebot wäre, wo öffentlich Hasse und Verleumdung (wie im Internet an vielen Stellen) verbreitet wird. Wo scheinbar andersartige Menschen diffamiert oder angegriffen werden und deren lautstarke Verteidigung oberstes christliches Gebot wäre, schweigt die Mehrheit und schaut weg. Wo Hilfe ein christliches Gebot wäre, auch für andersgläubige, wird sie lautstark von vielen mit Hinweis auf die christliche Tradition verweigert. Eine Straftat, die einem Ausländer oder Flüchtling, der in Deutschland Asyl und Hilfe gegen Verfolgung suchte, und oft nur Anfeindung erfuhr, wird pauschal tausendfach überall vermeldet. Über sechs ausländerfeindliche Straftaten aus dem rechten Lager zur gleichen Zeit, sogar im steigenden Maße täglich wiederholt immer wieder ereignen, schweigt die Presse und der größte Teil im Internet. Warum? Weil Straftaten von Ausländern und Asyl suchenden mehr Auflage, Öffentlichkeit, Einnahmen, Umsatz und mehr Profit bringen?)

Reich an Gold, reich an Sorgen.

Ruhm ist verführerischer als Gold.

Sie schicken sich schlecht zusammen, die Zunge von Gold, das Herz von Eisen.

Silber und Gold findet man in Bergen, Kot in allen Gassen.

Silber und Gold schicken sich zu allen Dingen.

Treu ist edler denn Gold.

Tugend ohne Gold gibt keinen Speck in die Wurst, keinen Zucker auf den Reis, kein Mehl in den Sack.

Was dem Vater Ehr gewinnt und Gold, dem sind die Weiber selten hold.

Was hilft mir Gold bei Schand und Unehr.

Weiber, Glück und Gold sind allen Narren hold.

Wenn für ein Kreuzer Kunst in Gold gefast ist, so gilt sie mehr als wenn 1o. Pfund Gold in einem Sack gefüllt wären.

Wenn Gold redet, schweigt alle Welt.
Wenn das Gold redet, so schweigt alle Welt.

Wenn man das Gold abschabt oder die schönen Farben, so findet man nur ein Holz.

Wenn man eine Sau auch in Gold kleidete, so legt sich doch in den Kot.

Wenn Nachbarn sind einander hold, viel besser ist denn Silber und Gold.

Wer d’Hände versilbert und d’Finger vergoldet, hat was, wenn, wie er will des Richters Huld.

Wer etwas um Golds und Nutzen willen tut, der tuts nicht aus freiem Willen, er tät es nicht, so ers umsonst tun sollt.

Wer glücklich reisen will, muss vier Säckel mittragen, den ersten gefüllt mit Gesundheit, den zweiten mit Gold, den dritten mit einem guten Gefährten, den vierten mit Geduld.

Wer Gold und Geld in Ehren hat, den bringen sie wieder zu Ehren.

Wer nur Gold und Silber im Herzen hat, bei dem wächst kein Glaub', keine Lieb' und keine Hoffnung.

Wer über See und Sand freiet, dem wird Kupfer für Gold.

Wie Silber dem Gold nicht mag gleichen, also muss Gold der Tugend weichen.

Wo Gold redet, da gilt all andre Rede nicht.

Wo Gold vorregnet, da regnet es Laster nach.

Worte schließen den Kauf, Gold bezahlt.

Zwang ist ein starkes Pflaster, es zeucht Gold aus'm Säckel.
(zeucht = zieht)
   
goldenes in deutschen Sprichwörtern


Arbeitsschweiß an den Händen hat mehr Ehre als ein goldener Ring am Finger.

Besser stolz am irdnen Topfe als demütig am goldnen Tisch.

Bittere Pillen vergoldet man.

Das Brauen bringt den Bürgern eine goldene Nahrung.

Das Schaf hat einen goldenen Fuß.
Priester und Schafe haben goldnen Fuß.

Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken.
Fliehendem Feinde baue goldene Brücken.

Der Bettler treibt das goldene faule Handwerk, davon (dabei) er sechs Tage feiert und den siebenten vor der Kirche sitzt.

Der böseste Hund schweigt, wenn er mit Fleisch geworfen und auch der ärgste Feind wird versöhnt, wenn man ihn mit goldenen Pfeilen schießt.

Des Herren Ritt über die Saat lässt goldenen Huf.
Des Herrn Ritt über die Saat lässt goldnen Huf.
Des Herrn Auge düngt den Acker.

Die Tränen im Kindbett vergossen sind gülden vor den andern.

Ein Affe ist ein Affe, hätte er gleich ein goldenes Halsband.

Eine goldene Wiege ist nicht immer eine gute Kinderstube.

Ein grindiger Bock ist einer goldenen Ziege wert.

Ein Politicus (Politiker) ist ein Mann, der eine Lüge in Folio kann in 24 einbinden, an dem Schnitt vergolden und mit seidenen Bändern zieren.

Ein reicher Geizhals ist ein goldener Brunnen ohne Wasser.

Ein Reicher ohne Verstand ist ein Schaf mit goldener Wolle.

Ein Schaf hat einen gülden Fuß, es düngt wohl, wo es hergeht.

Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem gülden Haarbande.

Er schlägt sich an einen goldenen Galgen.

Er verspricht goldene Berge und ist keinen Heller*17 wert.

Es ist niemand gar gülden.

Es kann auch ein Hase einen Löwen mit goldenen Netzen fangen.

Finstre Kirchen, lichte Herzen; hölzerne Kelche, goldene (goldne) Pfaffen.

Golden die Praxis, hölzern die Theorie.

Goldene Kirchen, hölzerne Herzen.

Goldener Hammer bricht eisernes Tor.

Golden Gebiss macht`s Pferd nicht besser.

Goldner Zaum macht schlechtes Pferd nicht besser.
Goldner Zaum macht's Pferd nicht besser.
Ein güldener Zaum verbessert kein Pferd.
Ein güldener Zaum macht das Pferd nicht besser.

Handwerk hat goldenen Boden.

Hat einer Geld, so ist er ein Held, und der mit goldnen Äpfeln werfen kann, behält das Feld.

Hoffnung zu Hofe ist ein vergoldeter Blasebalg.

Höflichkeit und Wahrheit schicken sich, wie Pillen und Vergoldung.

In goldnen Häusern hölzern Leben.

Jedes Schloss kann man öffnen, mit einem goldenen Schlüssel.

Kleine Diebe hängt man an den Galgen, die großen an goldene Ketten.

Krieg ist ein golden Netz, wer damit fängt, hat mehr Schaden als Nutzen.
Krieg ist ein goldner Hamen: wer damit fischt, fängt nicht viel.

Kuhfleisch in gelber Brüh, ein Ritter ohne Müh, an diesen beiden ist verloren der Safran und die goldnen Sporen.

Man findet nicht selten ein bleiern Messer in einer goldenen Scheide.

Man hat ihn mit der goldenen Kugel getroffen.

Man hat seine Zunge an eine goldene Kette gelegt.
(Das bedeutet, der Betreffende ist bestochen worden und redet, was der andere will.)

Mit einem goldenen Hammer kann man wohl eiserne Tore aufmachen.

Mit einer goldenen Lanze kann man auch den Stärksten aus dem Sattel heben.

Niemand ist gar gülden.

Reiche Diebe hängt man in goldne Ketten, arme in Eisen.

Schieße mit goldnen Kugeln, so triffst du gewiss.

Schwielen an den Händen hat mehr Ehre als ein goldener Ring am Finger.
Schwiele an der Hand hat mehr Ehre denn (ein) goldener Ring am Finger.

Seine Zunge ist an ein golden Seil gelegt.

Setz einen Frosch auf goldnen Stuhl, er hüpft doch (dir) wieder in den Pfuhl.
Setzt man den Frosch gleich auf ein Stuhl, sprüng er doch wieder in den Pfuhl.
Der Frosch hüpfet wieder in den Pfuhl, wenn er auch säße auf einem güldnen Stuhl.
Der Frosch hüpft wieder in Pfuhl, und wenn er säß auf güldenem Stuhl.

Stark bei mild, ein goldner Schild.

Tugend ist gülden.

Vor Geld fallen Baals Brüder wie vor dem goldenen Kalbe nieder.

Wahrheit ziert den Menschen besser, denn eine güldene Kette.

Was hilft ein goldener Galgen, so man dran hängen muss?
Was hilft ein goldener Galgen, wenn man daran hängen muss?

Was hilft ein goldner Ring – in der Nase?
(Eine Frage, die wohl mancher beantworten könnte. Früher wurden Nasenringe dazu benutzt, die Rinder zum Schlachthof zu führen.)

Wenig Gewissen und grosser Fleiß machen goldenen Beutel.

Wenn man der Sau gleich ein gülden Stück anzöge, legt sie sich doch damit in den Dreck.

Wer mit einer gülden Angel fischt, der wagt mehr, denn er fangen kann.

Wer mit goldenen Spießen ficht (kämpft), hat den Sieg in Händen.

Wer nach einem goldenen Wagen trachtet, bekommt doch wohl eine Speiche (ein Rad) davon.
Wessen Sinn nach einem goldnen Wagen steht, dem wird leicht ein Nagel davon.

Wo man mit goldenen Büchsen schießt, da hat das Recht sein Schloss verloren.
(Das bedeutet, es wird mit Gold und Geld bestochen und das Recht gilt nicht mehr.)

Zucht, Demut und Höflichkeit zieren mehr denn ein golden Kleid.