
Der Wolf ist das größte Raubtier aus der Familie der Hunde. Wölfe sind seit dem späten Pleistozän in mehreren Unterarten in ganz Europa, weiten Teilen Asiens und Nordamerikas verbreitet. Er war vor der Ausbreitung des Menschen das am weitesten verbreitete Landsäugetier der Erde.
Ab dem 15. Jahrhundert wurden Wölfe als gefährliche Raubtiere systematisch verfolgt und im 19. Jahrhundert durch menschliche Bejagung stark dezimiert und in West- und Mitteleuropa fast vollständig ausgerottet. Die letzten im Gebiet des heutigen Deutschland lebenden Wölfe wurden bis spätestens 1850 ausgerottet. Bis Ende des 20. Jahrhunderts wurden nur noch einzelne Zuwanderer angetroffen. Erst 2000 wurde im sächsischen Teil der Lausitz erstmals wieder eine Welpenaufzucht des Wolfes in Deutschland nachgewiesen. Heute stehen sie unter Schutz und dürfen nur in Ausnahmefällen bei Gefahr für Menschen mit behördlicher Genehmigung geschossen werden.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolf
Wölfe in deutschen Sprichwörtern ist ebenfalls ein böses Raubtier oder meint das Böse. Meist ist der Wolf aber nicht als Tier gemeint, sondern ist eine böse Eigenschaft von Menschen. Wölfe dagegen sind Fleischfresser, das Töten von Wildtieren oder Nutztieren sind keine Bosheit, sondern Nahrungserwerb. Sie ernähren sich meist von Rehen, Rot- und Schwarzwild, die in Deutschland in zu großen Waldschädigenden Zahl vorkommen.
Wegen der Angst der Menschen wurde der Wolf gejagt und und getötet und so um 1850 in Deutschland ausgerottet. Seit Frühjahr 2000 wurden im Bundesland Sachsen erstmals wieder wild lebende Wölfe gesichtet. Durch weitere Einwanderung und Vermehrung leben 2021/2022 wieder 161 Wolfsrudel, 43 Paare und 21 Einzeltiere in Deutschland. Gleichzeitig wurden 148 tote gemeldet, davon 102 Verkehrsunfälle. Durch- und Zugewanderte Wölfe gibt es heute fast überall in Deutschland, von denen keiner absichtlich angesiedelt wurde. Ein
Wölfe in Sprichwörtern aus aller Welt →
Als der Wolf gefangen war, da wollte er fromm werden.
(Die obere Version findet sich schon 1605 bei Petri. Die untere Version findet man in einigen Büchern ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.)
Kommt der Dieb zum Eide und der Wolf zur Heide, gewonnen Spiel für beide.
Kommt es bei dem Wolfe zur Heide und bei dem Diebe zum Eide, so haben sie gewonnen Spiel.
Kommt es dem Wolf zur Heide und dem Diebe zum Eide, so haben sie gewonnen Spiel.
Wenn es dem Wolf zur Heide und dem Dieb zum Eide kommt, so haben sie gewonnen Spiel.
Wenn's dem Diebe kommt zum Eid, und dem Wolf zur Heid, so kommen sie beide davon.
(Das bedeutet, wenn der Wolf den Wald erreicht, in dem er sich verstecken kann, ist er vor den Jägern sicher; ebenso wird ein Dieb ohne einen Beweis seiner Schuld jeden Eid schwören, auch einen falschen, um nicht am Galgen sein Leben zu verlieren.)
Lamm, Lamm! ist des Wolfes Vesperglocke.
Lamm, Lamm! ist des Wolfes Gesang.
Lass keinen Wolf ein Hüter sein, über die Schaf' und Lämmer dein.
Ließe der Wolf sein Laufen, das Volk ließe sein Rufen.
Ließe der Wolf sein Laufen, so ließen die Leute ihr Rufen.
Mancher bessert sich wie ein junger Wolf, wie der Pelz vom Waschen, wie der Fisch an der Sonn.
Mancher hat ein ganzes Maul voll Wolfszähn.
Mancher Mensch ist des andern Wolf und sein eigener Teufel.
Mancher trägt einen frommen Mantel, ist dir vorne freundlich und setzt dir einen Wolf auf den Rücken.
Man kennt den Wolf am Gang,
die Glock am Klang,
den Franziskaner am Strang,
den Bauer an der Gabel,
den Advokaten am Schnabel.
Man macht den Wolf allzeit größer, als er ist.
Man muss dem Wolf eine Grube zurichten, soll er gefangen werden.
Man muss zuvor eine Grube machen, wenn man den Wolf fangen will.
Man sagt, der Wolf hab jedermanns Esel vorm Jahr gefressen.
Mit den Wölfen muss man heulen.
Nicht um meinetwillen, sagt der Wolf, aber ein Schaf schmeckt doch gut.
Oft find einer beim Freund so viel Liebe und Freundschaft wie ein Schaf beim Wolf.
Oft ist eines Wolfes Herz bedeckt mit Schaffellen.
Ruft der Wolf wohl aus dem Holz, so ruft man ihn wohl wieder hinein.
Schäfer legen die Schuld auf die Wölfe, wenn sie die Schafe gestohlen.
Ungeschickt hat Glück, obschon einer inwendig ein Schaf, Has, Ochs, Esel, Wolf oder Bär ist, hat er Glück.
Verdorbenen Leuten frisst der Wolf keine Kuh.
Von Wölfen wird das Schaf zerrissen, von Schaben wird das Kleid zerbissen, von Sorgen wird das Herz gefällt, den Geizhals frisst sein eigen Geld.
Während der Hund bellt, frisst der Wolf die Schafe.
Weil der Hund bellt, so frisst der Wolf das Schaf.
Was dem Wolf in die Kehle kommt, ist alles verloren.
Was der Wolf tut, gefällt der Wölfin.
Was ein Schaf, Wolf oder Marder getragen, darin prangt und stolziert der Mensch, wäre das Tier nicht gestorben und ihm das Fell abgestreift, so hätte er nichts zu prangen.
Was ein Wolf oder ein Pfaff anwendet, das lässt nicht nach und tut selten gut.
Was ein Wolf gebissen oder ein Pfaffe, das heilt hart.
Was Pfaffen und Wölfe beißen, ist schwer zu heilen.
Wehe der Statt und Land, da Wölfe kriegen Oberhand.
(Statt = aus dem Mittelhoch- und Althochdeutschem - stat, = von Stehen; Stätte, Stelle, Platz, ein bestimmter Ort.)
Wen der Wolf rächt, ist wohl gerochen.
Wenn das Schaf außer'm Stall umschweift, so ists den Wölfen preis.
Wenn das Schaf gestohlen ist, so sagt der Schäfer: Der Wolf hat's getan.
Wenn der Schäfer den Wolf lobt, so liebt er gewiss nicht seine Schafe.
Wenn die Schäfer die Wölfe rühmen, so lieben sie selten ihre Schafe.
Wenn der Wolf altert, reiten ihn die Krähen.
Wenn ein (der) Wolf alt wird, reiten ihn die Krähen.
(Das Sprichwort bedeutet, ein hartherziger Reicher oder wenn jemand in seinem Leben böse gehandelt und anderen Schaden und Kummer bereitet hat, darf nicht alt werden. Sobald er alt und schwächer geworden ist, werden seine früheren Opfer alles daran setzen, sich zu rächen, ihm zu schaden und alles Heimzahlen, was er ihnen vorher angetan hat.)
Wenn der Wolf das Schaf heiratet!
Wenn der Wolf die Geißen beten lehrt, frisst er sie fürs Lehrgeld.
Wenn der Wolf die Gans beten lehrt, so gilt's ihren Kragen.
(Fast gleichlautend sagt man von den Füchsen.)
Wenn der Wolf eine Kapp angezogen und predigt, so muss man Hunde zum Zuhören schicken.
Wenn der Wolf ein Schaf frisst, so segnet's ihm der Rabe.
Wenn der Wolf gefangen ist, stellt er sich wie ein Schaf.
Wenn der Wolf psalmodiert, gelüstet ihn der Schafe.
Wenn der Wolf will, so hat das Lamm unrecht, es stehe oben oder unten an dem Bach.
Wenn der Wolf zum Hirten wird, so sind die Schafe bald verzehrt.
Wenn die Hirten sich zanken, hat der Wolf gewonnen Spiel.
Wenn die Hunde schlafen, hat der Wolf gut Schafe stehlen.
Wenn einem ein Wolf über den Weg läuft, das ist ein Glück, denn es ist besser, als wenn er ihm zulief, und würgt ihn.
Wenn einen die Wölfe wollen anfallen und fressen, der muss Hunde zu Hilfe nehmen.
Wenn einmal Lämmer neben Wölfen grasen, scheint eine andre Sonne.
Wenn ein Wolf den andern frisst, ist Hungersnot im Walde.
Wenn ein Wolf unter eine Herde Schafe kommt, so würgt er zuvor alles Tod, ehe er anhebt zu fressen.
(Gleiches versucht Putin in der Ukraine. Nach über einem Jahr seines Krieg gegen die Ukraine ist er dabei, nicht nur unschuldige Menschen zu töten, er versucht auch die gesamte Infrastruktur und Lebensgrundlage zu zerstören. Wenn er die Ukraine nicht erobern kann, will er wenigstens nur noch verbrannte Erde hinterlassen. Das erinnert stark an den großen Krieg der Nazis, die ebefalls nur verbrannte Erde zurücklassen wollten.)
Wenn Gott zum Kriege lässt aufgebieten, so tun Mücken, Läuse und Mäuse so großen Schaden, als Wölfe, Löwen und Bären.
Wenn hält der Wolf das Schaf an Ohren, so hat das Recht den Hals verloren.
Wenn hat der Wolf die Schaf gebissen, dann will man erst den Stall verschließen.
Wenn man den Wolf nennt, so kommt er gerennt.
Wenn man den Wolf schon sieht, so darf man nicht auf seine Fährte Achtung geben.
Wenn man unter den Wölfen ist, muss man mit ihnen heulen.
Wer unter den Wölfen ist, muss mit den Wölfen heulen.
Wer unter Wölfen ist, muss mit ihnen heulen.
Wer unter Wölfen ist, muss mitheulen.
Wenn man vom Wolfe redet, guckt er über die Hecke.
Wenn man vom Wolfe redet, so ist er nicht weit.
Wenn man vom Wolf redet, so sieht man ihm (seinen) den Schwanz.
Wenn man vom Wolfe spricht, ist er nicht weit.
Wer beim Wolf zu Gevatter stehen will, muss einen Hund unterm Mantel haben.
Wer bei dem Wolf zu Gevatter steht, muss einen Hund unter dem Mantel haben.
Wer einen Wolf zum Gevatter hat, der schenk' ihm unterm Mantel einen Hund ins Kindbett.
Wer dem Fuchs entläuft, der kommt dem Wolf in Rachen.
Wer den Wolf schont, der gefährdet die Schafe.
Wer des Wolfes schont, der gefährdet die Schafe.
Wer des Wolfes schont, der gefährdet die Schafe, und wer Mönchen hofiert, verrät das Land.
Wer den Wolf zu Hause ladet, der merk, dass es ihm schadet.
Wer einen Wolf hinterm Busch verdenkt (vermutet), dann ist er dahinter.
Wer fürchtet, das hinter allen Stauden Wölfe liegen, der bleibt gern daheim.
Wer kein Wolf ist, soll keinen Wolfspelz tragen.
Wer meint, einem Wolf aus dem Weg zu entgehen, dem begegnet ein Löwe oder Bär.
(Das bedeutet, wenn jemand meint, seine Meinung nicht sagen zu dürfen, weil ein Wolf in Form von amerikanischen oder russischen Präsidenten oder eines möglichen Shitstorms im Internet einen kritisieren würde, kann sicher sein, das schon irgendwo jemand anderes als Löwe oder Bär gerade das ausnutzen wird, noch größeren Schaden anzurichten.)
Wer mit den Wölfen essen will, muss mit den Wölfen heulen.
Wer mit Wölfen pflügt, der wirds bald müd.
Wer nicht fürchtet die Wölfe (den Wolf) um Lichtmess, die Bauern um Fastnacht und die Pfaffen in um Fastnacht (der Fasten), der ist ein verwegener Kriegsmann.
Wer zu Lichtmessen nicht einen Wolf fürchtet, zu Fastnacht einen Bauern und in der Fasten einen Pfaffen, bei dem er beichten soll, der ist ein beherzter Mann.
Wer selten reitet, hat bald einen Wolf.
Wer sich nicht will zum Wolfe machen, der ziehe nicht sein Fell an.
Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.
Wer sich zum Schaf(e) macht, den fressen die Wölfe.
Wer sich zum Schaf macht, wird vom Wolf gefressen.
Machst du dich selbst zum Schaf, so frisst dich der Wolf.
Wer traut einem Wolf auf wilder Heid und einem Bauern auf seinen Eid. Einem Mönch und Krämer auf sein Gewissen, der wird von allen Vieren beschissen.
(beschissen = betrogen, übervorteilt, beschmiert, verdreckt)
Wer zu Lichtmessen nicht einen Wolf fürchtet, zu Fastnacht einen Bauern und in der Fasten einen Pfaffen, bei dem er beichten soll, der ist ein beherzter Mann.
Wer nicht fürchtet die Wölfe (den Wolf) um Lichtmess, die Bauern um Fastnacht und die Pfaffen in um Fastnacht (der Fasten), der ist ein verwegener Kriegsmann.
Wie der Wolf behäutet ist, wird er wohl behaaren.
Wie selten küsst der Wolf den Hund, in rechter treu auf seinen Mund.
Wie sich die Wölfe gesellen zu den Schafen, so gesellen sich die Gottlosen zu den Frommen.
Willst du mit Wölfen kurzweilen, so musst du auch mit ihnen heulen.
Wo der Wolf des Gerichts will pflegen, da müssen andere Tiere gehen aus dem Weg.
Wo der Wolf ein Schaf findet, da sucht er auch das andere.
Wo der Wolf liegt, da würgt er nicht.
Wo der Wolf Richter ist, da ist den Schafen am besten, weit davon.
Wo der Wolf Schafhirt ist, da geht es nicht bloß an die Wolle, sondern auch ans Fell.
Wo der Wolf weidet die Herd, sind die Schäflein bald verzehrt.
Wo der Wolf wird der Hirt, da sind die Schafe verirrt.
Wo die Wölfe einander gute Nacht sagen.
Wölfe raten den Schafen nicht, was ihnen (diesen) zuträglich ist.
Wolfes Mut ward nimmer gut: Jahre nehmen ihm (hin) die Haar, aber nicht die Bosheit gar.
Wölfe tragen auch die weisen Hündlein ins Holz.
Wolf und Fuchs haben ungleiche Stimmen, aber gleichen Sinn.
(Ein 500 Jahre altes Sprichwort, in dem Wolf und Fuchs Synonyme für andere Akteure stehen. Im Jahr 2022 kann man Putins Russland als den Wolf ansehen, der die Ukraine fressen will und dabei schon auf die nächste Beute (andere weitere ehemalige Sowjetrepubliken und Nachbarn) schielt, die als nächstes angegriffen werden könnten. China ist der Fuchs, der im Windschatten von Ukrainekrieg und Energiekrise seine Hände mit Drohungen und Militärmanövern nach Taiwan ausstreckt und nebenbei mit der neuen Seidenstraße und Zukäufen von Häfen und Industriefirmen die Vormachtstellung im Rest der Welt anstrebt. Beide betonen, unabhängig voneinander zu sein, sind aber für die freie Welt gleich schädlich und gefährlich.)
Zuckend, wie der Wolf das Lamm fraß.
Zu Wolfsfleisch gehört ein Hundszahn.