
Krankheit ist ein Zustand verminderter Leistungsfähigkeit, der auf Funktionsstörungen von einem oder mehreren Organen, der Psyche oder des gesamten Organismus beruht. Die Ursachen der Funktionsstörungen sind landläufig Bakterien oder Vieren, die sich im Körper vermehren und ausbreiten. Sie können aber auch durch Unfälle, Überlastung, Ernährung, Mangel lebenswichtiger Stoffe, Lärm, Umwelteinflüsse oder anderes ausgelöst werden. Im Einzelfall ist die Ursache teilweise schwer oder nicht eindeutig zu finden.
Das Wort „Krankheit“ ist abgeleitet vom mittelhochdeutsch krancheit oder krankeit mit der Bedeutung „Schwäche“ oder „Schwachheit“, abgeleitet von mittelhochdeutsch kranc mit Bedeutungen wie „schwach, kraftlos, hinfällig, geschwächt“. Im Mittelalter Krankheit auch als Ungesundheit bezeichnet, oft im Gegensatz zu Gesundheit. Gesundheit ist der Zustand optimalen Wohlbefindens mit einem fließenden Übergang zur Krankheit. Vieles ist eine Frage der Sichtweise, da der Ausdruck Krankheit keine biologische Konstante, sondern ein kulturelles wertbezogenes Konstrukt darstellt.
Die im antiken Griechenland entstandene hippokratische Medizin definierte Krankheit als Störung im Säftehaushalt des Körpers. Mit Beginn der Neuzeit wurde Krankheit zunehmend als Störung des Organismus begriffen.
Krankheiten können akut und plötzlicher beginnen oder sich langsam entwickeln. Sie können nach kurzer Zeit wieder vergehen oder einen längeren Verlauf nehmen und chronisch werden oder sporadisch auftreten.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Krankheit
Krankheit in Sprichwörtern aus aller Welt →
Krankheit ist nichts anders als eine Zerrüttung der natürlichen Ordnung des Leibs.
(Lehmann fügt 1630 an: „Die Harmonie der Seiten im Leib wird zerstört und hat man oft lang dran zu Stimmen, bis man sie wieder zur Konsonanz bringt.“)
Zu Krankheiten hat man keine Arznei, dass man die Finger darnach schleckt.
Ein wahrer Freund ist der beste Arzt in der Not.
(Die Entwicklung eines Sprichworts hin zur Kürze: Die untere Version steht 1616 bei Henisch. 1810 steht bei Michael Sailer nur noch die mittlere Version und bei Wilhelm Körte findet man 1837 die obere Version.)
Wer blöd und schwach geboren, den kann kein Medikus stark und lebhaft machen.
(Medikus = alte Bezeichnung für einen Arzt.)
Wider Unrecht hilft keine Arznei, als Vergesslichkeit, die heilt alle injurien.
(Injurie = Rechtsverletzung, ist im römischen Recht die umfassende Verletzung fremder Persönlichkeit, Unrecht und Personenverletzung, Beleidigung durch Worte, Schläge und anderes gleichermaßen.)
Zu Krankheiten hat man keine Arznei, dass man die Finger darnach schleckt.