
Dohlen hecken keine Tauben.
Eine Dohle heckt keine Tauben.
Er stiehlt wie eine Dohle.
Sie kann schwatzen wie eine Dohle.
Was soll der Dohle die Harfe, dem Esel die Leier.
Die Hatzel hüpft so lange, bis ihr einen Dorn ins Gesäß geht.
(Ein Sprichwort, dass die Wollust*36 verurteilt. Das bedeutet, schlechte, schädliche oder gefährliche Angewohnheiten oder Vorlieben dauern so lange, bis man einen Schaden davonträgt.)
Man muss einmal der Hatzel die entlehnte Federn ausrupfen.
Er sieht einem Schelm ähnlicher, als einer Ente.
Er sieht einem Schelm gleicher als einem Entvogel.
Eine Eule heckt keinen Blaufuß.
Eine Eule heckt keinen Falken.
Eine Eule heckt keinen Sperber oder Blaufuß.
Eine Eule heckt keinen Zeisig aus.
Wenn der Uhu sich hören lässt, so stirbt jemand im Haus.
(Früherer Aberglaube, der durch die nächtliche Lebensweise von Uhu und anderer Eulen entstand. Eulen galten als Boten der Unterwelt, als Trauer- und Totenvogel deren erscheinen angeblich Krieg, Krankheit, Hungersnot und Tod bedeuteten. Eiersammeln und Abschussprämien für Uhus und Eulen machten sie zu seltenen Vögeln in Deutschland, was schon Anfang des 19. Jahrhunderts absehbar war.)
Buhler gehen auf den Finkenstrich.
(Finkenstrich = früher ging eine Frau auf den Finkenstrich, wenn sie nach Männern Ausschau hielt. Heute wird die erste Silbe weggelassen.)
Es ist ein rechter Grünfink.
Finkenlohn – Meisenarbeit.
(Ein vergleichsweise unbekannteres Sprichwort aus der Sprichwörtersammlung „Der Teutschen Weissheit“ aus dem Jahr 1605 vom Theologen und Sprichwörtersammler Friedrich Peters (Petri). Verbreiteter ist das Sprichwort aus der Sammlung von Karl Simrock (1864): „Spatzenarbeit, Finkenlohn.“ mit derselben Bedeutung: Für kleine und geringe Arbeiten werden entsprechend nur kleine Löhne bezahlt. Oft werden diese nur geringen Finkenlöhne unter dem Mindestlohn aber auch für lange und schwere Arbeiten bezahlt. Man braucht nur den Stundenlohn in Stücklohn umzuwandeln oder das Arbeitssoll zu erhöhen und schon ist wieder eine Arbeit unterbezahlt.)
Huren schmücken sich auf den Finkenstrich.
Schickt uns Gott Kreuze zu, so singen wir darüber, wie die Distelfinken zwischen den Dornen, so bald wir das Glück finden, so werden wir wiederum stumm.
Schütt, schütt macht der Fink.
Spatzenarbeit, Finkenlohn.
Wenn der Finck Samen hat, begehrt er, was dem Maul wohl und dem Säckel wehe tut.
Wenn ein Weib um einer Huren Strafe willen Mitleiden trägt, die hat eine heimliche Gemeinschaft mit ihrem Finckenstrich.
Wenn man Finken fangen will, so muss man ihnen erst eine Zeit lang körnen.
Ein jeder hat seinen eignen Kopf wie die Gans auch.
Ein jeder Mensch hat seine weise, wie eine jede Gans ihren Kopf.
Er bummelt wie eine fette Gans.
Er hält's mit den kurzen Gänsefedern.
Er hat mehr Witz wie 'ne Gans; wenn's regnet, geht er ins Trockene.
Er ist mit Verstand bewährt, wie eine Gans mit einem Kamm.
Er ist so dumm wie eine Gans.
Er kann einer Gans ein Hufeisen aufschlagen, jeder Laus eine Stelze machen.
Er möchte (kann) jeder Laus einen Stelzen machen und jeder Gans ein Hufeisen anlegen.
Er kauft den Haber von der Gans.
(Haber = Hafer. Das bedeutet, er kauft den Hafer, oder auch andere Dinge, sehr teuer, zu teuer.)
Er macht Augen, wie die Gänse, wenn's Wetter leuchtet.
Er sieht nach dem Hühnerei und lässt die Gänse fahren.
Er sorgt, dass die Gänse barfuß gehen.
Es entfällt oft auch einer gescheiten Gans ein Ei.
Es fliegt eine Gans übers Meer und kommt als Gans wieder her.
Es flog ein Gänslein über Meer und kam ein Gickgack wieder her.
Es flog eine Gans über Rhein und kam eine Gans wieder heim.
Es flog ein Gänslein wohl über den Rhein und kam als Gickgack wieder heim.
Es gibt manche Frau ihrem Mann ein Kind, wär es eine Gans, so wäre nicht eine Feder dran sein.
(Das bedeutet, der leibliche Vater des Kindes ist ein anderer.)
Es ist besser mit den Gänsen trinken, denn mit ihnen essen.
Wir können eher mit den Gänsen trinken, als mit den Gänsen essen.
Es ist nicht der Gänse willen da.
(Dieses Sprichwort soll auf den 87. Schimpf aus dem Buch „Schimpf und Ernst“ von Johannes Pauli, 1522 in Straßburg veröffentlicht, zurückgehen. Eiselein gibt 1838 in seinem Buch die Erklärung dazu: „So sprach der Teufel zu einem Dieb der ihn auf dem Wege zum Galgen beschuldigte, dass er nicht Wort gehalten; denn der Teufel hatte ihm sicheres Geleit verheißen in kleinen Mausereien, wie Obst, Hühner, Gänse; aber zuletzt hatte der Dieb Pferde gestohlen: Es ist nicht um der Gänse willen!“)
Es schwillt nicht alles, was die Gänse blasen.
Es sind gute Gänse, die bei Tag nach Hause gehen.
Es will ein jeder gern eine Feder von der Gans haben.
Man muss eine Gans des Jahres zwei oder drei Mal rupfen, die Federn wachsen allzeit wieder.
Man muss eine Gans nicht zu kahl rupfen, dass sie nicht erfriere und man um die Gans und Federn komme.
Mit den Gänsen sollen wir trinken, aber nicht essen.
Pfingsten, wenn die Gans auf dem Eise geht!
(Da es zu Pfingsten in Deutschland wahrscheinlich nie Eis auf dem Wasser gibt, ist dies ein Hinweis auf den Nimmerleinstag. Es wird nie getan oder bezahlt.)
Sanft wie die Tauben, dumm wie die Gänse.
Sauf Gänsewein, so fällst du davon ins Feuer nicht.
(Gänsewein = Wasser)
Schlafen die Bauern, so wachen die Gänse.
Siebenundsiebzig Hänse, siebenundsiebzig Gänse. Beißen mich nicht die Gänse, was scheren mich die Hänse!
Trink wie die Gans, aber friss nicht wie die Gans.
Tu, was du tust. und lass der Bauern Gänse gehen.
Was dich die Gans nicht lehrt, das lerne vom Esel.
Wein den Hänsen, Wasser den Gänsen, Bier den Bauern, (und) Branntwein den Huren.
Wein für Männer, Wasser für Gänse.
Wenn der Fuchs die Gänse lehrt, ihren Kragen er als Lehrgeld begehrt.
Wenn der Fuchs die Gänse lehrt, so ist ihr Kragen sein Schulgeld (Lehrgeld).
(Fast gleichlautend sagt man von den Wölfen.)
Wenn der Fuchs Gänse fangen will, so wedelt er mit dem Schwanze.
Wenn der Fuchs predigt, so hüte der Gänse.
Wenn der Fuchs predigt, so nimm die Gänse in acht.
Predigt der Fuchs, dann gib auf deine Gänse acht.
Wenn der Wolf die Geißen (Gänse) beten lehrt, frisst er sie fürs Lehrgeld.
(Fast gleichlautend sagt man von den Füchsen.)
Wenn die Federn den Autor machten, wäre die Gans auch nicht zu verachten.
Wenn die Gans das Wasser sieht, so zappelt ihr der Steiß.
Wenn die Gans feist ist, kann sie sich mit eigenem Schmalz beträufeln.
Wenn die Kraniche und wilden Gänse zieh'n, bleibt der Winter nicht lange aus.
Wenn eine Gans gaggt, so gaggt die andre auch.
Wenn eine Gans trinkt, so trinken sie alle.
Wenn man der Gans heute und morgen eine Feder ausrupft, so wird sie auch kahl.
Wenn man die Gänse zu sehr berupft, so henken sie die Flügel und wachsen nicht wieder.
Wenn man die Gans zum Ganter setzt, so bleibt der Ganter der Mann, der es sein soll.
Wenn man eine Gans berupft, so wachsen die Federn wieder. Am Spieß gesteckt so verdirbt sie nicht.
Wer die Gans gar hinnach wirft, wenn ihr eine Feder ausgerupft ist, der ist ein närrischer Hausvater.
Wer eine Gans bei eines Herrn Amt isst, der muss die Federn wieder verzollen.
Wer einmal will gut leben, der nehme ein gebraten Huhn oder ein hübsches Maidlein; wer zweimal, der nehme eine Gans, am Abend hat er noch Kräglemägle; wer eine Woche, der stech' eine Sau, so hat er Schinken und Würste zu essen; wer einen Monat, der schlacht' einen Ochsen; wer ein Jahr, der nehm' ein Weib – wenn es so lange noch vorhält –; wer aber allzeit gut leben will, der werd' ein Pfaff.
Wer kann allen Gänsen Schuh machen?
Wer mit den Gänsen trinkt, fällt nicht ins Feuer.
Wer mit isst von der gestohlenen Gans, der muss mit hangen.
Wer sorgt, ob die Gänse barfuß gehen und will alle Gassen fegen und Berg und Tal eben machen, der hat weder Ruh noch Fried.
Wer spielen will, der muss nicht die Gänse hüten.
Wer oft begeht Sankt Martinstag, keine Gans noch Huhn aufbringen mag.
(Der Martinstag ist der 11. November, an dem es traditionell die sogenannte Martinsgans als Braten gibt.)
Wo Gänse sind, da ist Geschnatter, und wo Frauen, da sind viel Mären.
Wo Gänse sind, sind auch Bäche.
Wo Gänse sind, da sind Bäche, wo Weiber da Mären.
Bist du ein Geier, so warte aufs Aas.
Die Raben müssen einen Geier haben.
Die Raben wollen einen Geier haben.
Es passt wie der Geier ins Taubenhaus.
Nichts wert ist die Buße, die ein Rabe dem Geier predigt.
Wer einen Geier schindet, (der) hat einen magern Vogel.
Wer recht will kennen einen Mann,
der merkt, welches Webs er sich nimmt an.
Keine Taube sich zu der Krähe tut,
kein Ehrlicher nimmt eine Böse hut.
Besser ein Sperling in der Hand als ein Kranich auf dem Dach (der fliegt über Land).
Der Kranich und der Fuchs sind einer des andern Gasterei wenig gebessert.
(Zwei Betrüger sprechen sich ab und sind jeweils nur auf den eigenen Vorteil aus. Nach der Fabel „Der Kranich und der Fuchs“ von Äsop.)
Eine Turteltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wenn sie wiederkommen sollen.
Ich nehm den Sperling in der Hand, lass dir den Kranich an der Wand.
Kommen die Kraniche geflogen, so kommt der Winter gezogen.
Wenn die Kraniche miteinander streiten, kann man sie mit Händen fangen.
Wo die Lerche ist, da ist der Kuckuck.
Wo die Lerche ist, da ist der Kuckuck auch gern.
(In Luther's Tischreden (Ausgabe von 1577, Seite 327a) wird die untere Version unter der Überschrift „Der Papst ist ein Kuckuck“ damit erklärt: „denn er meinet, er könne tausent mal besser singen, denn die Lerche. Also setzt sich auch der Papst in der Kirche und da mus man seinen Gesang hören,“)
An Lichtmess muss die Lerche singen und sollt der Kopf ihr auf dem Stein zerspringen.
Auf Herrengunst nicht bau, noch gutem Wetter trau; Herrengunst und Lerchensang klinget wohl und währt nicht lang.
Der Frösche Lied ist himmlisch, der Lerchen Gesang höllisch.
Die Frösche haben einen englischen Gesang, die Lerchen einen teuflischen.
(Erklärung dazu 1616 bei Henisch: „Denn die Lerche singt auch wohl, wenn es kalt ist, da die Frösche nur singen, wenn es warm ist.)
Die Lerche singt am besten, wenn sie bei andern Lerchen ist.
Herrengunst und Lerchensang (Lautenklang) klinget wohl und währt nicht lang.
Hoffnung ist eine Pein: warten bis eine gebraten Lerche ins Maul fliegt.
Im Februar muss die Lerche auf die Heid, mag's ihr lieb sein oder leid.
Lerchen lassen sich nicht unterm Hütlein fangen.
Mancher meint, man könne die Lerchen unterm Hut fangen.
So lang die Lerche vor Lichtmess singt, so lang ihr nachher kein Lied gelingt.
So lange die Lerche vor Lichtmess singt, so lange muss sie nach Lichtmess schweigen.
So lange die Lerche vor Lichtmess singt, so lange nachher ihre Stimme verklingt.
So lange die Lerche vor Lichtmess singt, so lange schweigt sie nach Lichtmess still.
Wie lange die Lerche vor (alt) Lichtmes singt, so lange muss (soll) sie hernach schweigen.
So was lebt nicht! sagte Schnabel, da fand er eine tote Lerche.
Wenn die Lerche hoch fliegt und lange hoch oben singt, so verkündet sie schönes Wetter.
Wenn die Wolken fallen, so ist's gut Lerchen fangen.
Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert's noch vierzig Tage; wenn noch so schön die Lerche singt, die Nacht bringt neue Plage.
(Matthias = 24. Februar)
Wo die Lerche ist, da ist der Kuckuck.
Wo die Lerche ist, da ist der Kuckuck auch gern.
(In Luther's Tischreden (Ausgabe von 1577, Seite 327a) wird die untere Version unter der Überschrift „Der Papst ist ein Kuckuck“ damit erklärt: „denn er meinet, er könne tausent mal besser singen, denn die Lerche. Also setzt sich auch der Papst in der Kirche und da mus man seinen Gesang hören,“)
Der Bolz findet die Meise wohl.
Eine große Kuh bringt selten mehr denn ein Kalb, eine kleine Meise brütet auf einmal wohl zehn Jungen aus.
Finkenlohn – Meisenarbeit.
(Ein vergleichsweise unbekannteres Sprichwort aus der Sprichwörtersammlung „Der Teutschen Weissheit“ aus dem Jahr 1605 vom Theologen und Sprichwörtersammler Friedrich Peters (Petri). Verbreiteter ist das Sprichwort aus der Sammlung von Karl Simrock (1864): „Spatzenarbeit, Finkenlohn.“ mit derselben Bedeutung: Für kleine und geringe Arbeiten werden entsprechend nur kleine Löhne bezahlt. Oft werden diese nur geringen Finkenlöhne unter dem Mindestlohn aber auch für einfache, lange und schwere Arbeiten bezahlt. Man braucht nur den Stundenlohn in Stücklohn umzuwandeln oder das Arbeitssoll zu erhöhen und schon ist wieder eine Arbeit unterbezahlt.)
Im Herbst muss man nach Meisen richten, weil sie im Strich sind.
Man lockt anders die Meisen und anders die Krammetsvögel.
(Krammetsvogel = Wacholderdrossel (Turdus pilaris). Krammetsvogel wurde von der alten Bezeichnung Krammet für den Wacholder abgeleitet. Früher war der Krammetsvogel in einigen Gegenden eine begehrte Delikatesse.)
Wer Meisen fangen will, der muss ein Meisenbein pfeifen.
Der Wille geht für Gold, sprach der Papagei im Korb.
Wille geht für Gold, sprach der Papagei im Korb.
Die schönen Falken und Papageien haben krumme Schnäbel, wenn sie reden, so kann man sie doch nicht deutlich vernehmen.
Man muss der Papageienart lernen und nur reden, was man einem vorsagt.
(Christph Lehmann fügte 1630 hinzu: „denn der taugt jetzt gar nichts, der redlich im Herzen und frei im Mund ist.“)
Mit Wein macht man den Psittich (Papagei) schwatzen.
Viel Herren haben den Brauch, dass sie reden wie Papageien, die man nur halb kann verstehen.
Wer nichts gelernet hat und kommt zum Amt, der bringt ein leeren Kram zum Markt und red von Sachen wie ein Papagei die deutsche Sprache.
Wie es der Papagei hört, so lernt er's, gut und bös.
Der Pfau hat seine eignen Kleider an: Der Mensch muss von allen Tieren borgen, was er anzieht.
Der Pfau hat englisch Gewand, diebischen Gang und einen teuflischen Gesang.
Pfau hat adlig Gewand, gleisnerischen*11 Gang und teuflischen Gesang.
Der Pfau klagt, dass er nicht der Nachtigall Stimme hat.
Der Stolz breitet sich aus wie ein Pfau oder welscher*35 Hahn.
Die Federn des Pfaus sind schöner, denn die Federn des Storches.
Ein falscher Lehrer ist wie ein Pfau; der hat ein englisches Gewand, ein teuflischer Gesang und diebischen Gang.
Ein Herr ohne Reputation ist wie ein Pfau ohne Schwanz.
Er stellt sich wie ein Pfau.
Er stolziert einher, wie ein Pfau.
Es taug nicht, es hab denn ein Wiedehopf eine Pfauenfeder.
Jungfrau, Pfau und Pferd sind drei stolze Ding auf Erden.
Pfau, schau deine Beine.
Was der Pfau am Kopf zu wenig hat, hat er am Schwanz zu viel.
Was die Natur dem Pfauen am Kopfe versagt, das ersetzt sie ihm am Schwanze.
Wenn man den Pfau lobt, breitet er den Schwanz aus.
Wie gerne säh’ man jeden stolzieren, könnt er das Pfauenrad vollführen!
Alte Raben sind bös weiß zu machen.
Aus einem Raben wird kein Zeislein.
Hüte dich, wenn der Fuchs den Raben lobt.
(Ein Sprichwort, entstanden nach der Fabel vom Fuchs und dem Raben von Äsop. Der Rabe hatte ein Stück Käse gestohlen und wollte ihn fressen. Der Fuchs sah den Raben und lobte sein gutes Aussehen. Wenn der Rabe auch noch so schön singen könnte, wie er aussieht, müsste er der König der Vögel werden. Vom Lob des Fuchses verführt, wollte der Rabe seinen Gesang vorführen und verlor beim Öffnen des Schnabels den Käse. Der Fuchs fing ihn auf und fraß den Käse. Fabel und Sprichwort sollen eine Warnung vor Schmeichlern sein, auf die man nicht hereinfallen sollte. Die Fabel im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Vom_Fuchs_und_Raben)
Der Schwan ist desto weißer, wenn er bei den Raben steht.
Die Gans lehrt den Schwan singen.
Eine Gans schnattert übel unter den Schwänen.
Ein Schwan ist auch schön und hat doch ungeschmack Fleisch.
Ein Schwan ist so weiß und schön und hat ein ungeschmack Fleisch, ist schwarz und grob.
Im Reichtum soll man sich halten, wie ein Schwan der ist ein Wasservogel, hat sein Leben und Wesen im Wasser bleibt darin allzeit empor, frisst auch keinen Fisch, sondern nur was im Wasser wächst und hält dieselbe vom Unkraut sauber.
Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Besser ein Sperling in der Hand als ein Kranich auf dem Dach.
Ein Sperling in der Hand ist besser als zwei auf dem Dache.
Ein Sperling in der Hand ist besser, denn zehn auf dem Dach (ein Storch in der Luft).
Ein Sperling in der Hand ist besser, denn eine Taube auf dem Dache.
Ein Sperling in der Hand ist besser, denn zehn auf dem Zaun.
Es ist besser ein Spatz in der Hand, als ein Storch auf dem Dach.
Es ist besser ein Sperling in der Hand, als ein Rebhuhn in dem Strauch.
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Besser ein Spatz im Hafen*15 als gar kein Fleisch.
Den Sperling fängt man, so man ihm Salz auf die Flügel streut.
Den Sperling speist man mit einem Mücklein, der Löwe muss auf einmal ein ganzes Schaf haben.
Die Sperlinge singen's auf dem Dach.
Die Sperlinge singen's auf den Dächern.
Die Sperlinge singen's von den Dächern.
Ein Furchtsamer fürchtet sich vor allen Butzen ärger als die Spatzen vorm Strohmann.
(Butzen = Krümel, unregelmäßig geformter kleiner Stein. Strohmann = Vogelscheuche.)
Ein Jäger, der nach Wildbret ist ausgegangen, der schießt nicht nach einem Spatzen.
Ein verstorbenes Weib und ein entflogener Sperling sind gleichen Leides würdig.
Er hat Füße wie ein Spätzlein.
Er hat Sperlinge unter dem Hut.
Er schimpft wie ein Rohrsperling.
Es ist besser ein Spatz im Hafen als gar kein Fleisch.
Ich nehm den Sperling in der Hand, lass dir den Kranich an der Wand.
Man wirft kein Ei nach Spatzen.
Man wirft nicht mit Eiern nach Sperlingen (Spatzen).
Eier soll man nicht nach Spatzen werfen.
Spatzenarbeit, Finkenlohn.
Spatzen beißen wohl Störche aus'm Nest.
Sperlinge fängt man, wenn man ihnen Salz auf den Schwanz streut.
Sperlinge schießt man nicht mit Kanonen.
Wenn der Sperling nisten will, sucht er viel Löcher.
Wenn der Sperling unter dem Dach ist, muss die Schwalbe herumfliegen.
Wenn die Schwalbe den Sperling ins Nest lässt, so muss sie wandern.
Wenn die Schwalbe flieht, bleibt der Sperling sitzen.
Wenn die Schwalben fortfliegen, bleiben die Spatzen hier.
Wenn die Schwalbe wegfliegt, so bleibt der Sperling.
Wenn ein Spatz auffliegt, so flieht der Haufen.
Wer die Spatzen fürchtet, wird nie Hirse säen.
Willst du Wildbret bringen nach Haus, so schieß nicht nach Spatzen die Ladung aus.
Auf einen solchen Sperber gehört dergleichen Wachtel.
Die Tauben freuen sich nicht, wenn Sperber und Raubvögel ins Land kommen.
Ein alter Mann mauset gemeiniglich einem andern einen Sperber vor.
Eine Eule heckt keinen Sperber oder Blaufuß.
Ein Kuckuck könnt wohl für einen Sperber durchfliegen, wenn er sich nicht selbst mit seinem eignen Gesang verriete.
Keine Taube heckt (brütet) einen Sperber.
Tauben brüten keine Sperber.
(Das bedeutet, keine Taube wird einen Sperber oder anderen Raubvogel ausbrüten oder großziehen, denn die fressen Tauben. Das Gegenteil gilt aber auch. Menschen sind nicht immer genauso klug.)
Mancher entfleucht dem Falken und wird vom Sperber gehalten.
Man kann aus einer Taube keinen Sperber und aus einem Schweinsohr keinen sauberen Beutel machen.
Wenn man den Sperbern und Hunden ihr Jägerrecht gibt, so macht man sie lustig zu jagen.
Wer zu Hof und in großen Häusern will naschen, der darf ein freundlich aufsehen, dass er nicht ein Sperber für ein Rebhuhn, ein Habicht für Haselhuhn esse.
Ich will ihm das Gelbe vom Schnabel wischen, wie der Storch dem Frosche.
(Laut Wilhelm Körte ist ein Gelbschnabel ein „junger Mensch, der schon mitreden will.“)
Eine kleine Henne legt alle Tag, da ein Strauß nur alle Jahr ein Ei legt.
Eine kleine Henne legt alle Tag, der Strauß im Jahr nur ein Mal.
Er hat einen heißen Magen, wie ein Hahn oder Strauß, er verdaut Eisen.
Er hat einen Straußenmagen, er kann alle harten Reden verdauen.
Er hat einen Straußenmagen, er verdaut Kiselsteine.
Er hat eines Straußen Magen, er verdaut Eisen, Häuser, Stein und Holz.
Mancher tut wie ein Strauß, der meint, wenn er unterm Zweig steht, so sei er gar bedeckt.
Wenn der Strauß mit dem Hals unter einen Zweig kommt, so meint er, er sei gar bedeckt.
Er ist wie eine Taube in der Luft.
(Das bedeutet, er ist unbeständig wie der Flug einer Taube in der Luft.)
Wer recht will kennen einen Mann,
der merkt, welches Webs er sich nimmt an.
Keine Taube sich zu der Krähe tut,
kein Ehrlicher nimmt eine Böse hut.
Er macht's wie der Truthahn in Dresden; spricht er nicht, so denkt er desto mehr.
(Das bedeutet, er ist besonders schweigsam. Als Erklärung zu diesem Sprichwort schrieb Wilhelm Körte 1837: „Ein Bauer sah einst in Dresden, wie ein Papagei um 5 Taler verkauft ward. Halt, denkt er, dein Truthahn ist mehr wie noch einmal so groß und fordert für denselben 10 Taler. Als nun eine Köchin ob der übertriebenen Forderung die Hände überm Kopfe zusammenschlägt, und er sich auf den Papagei beruft, fragt sie ihn: „Kann denn der Truthahn eben so sprechen wie der Papagei?“ Der Bauer erwidert: „Ho, ho! wenn er auch nicht sprechen kann, so denkt er desto mehr!““)
Narren denken; der Truthahn auch.