
Wilde Tiere oder Wildtiere sind in der Wildnis lebende Tiere, die von Menschen nicht domestiziert sind und nicht als Haus- oder Nutztier dienen. Sie müssen nicht wie der Name andeutet unbedingt wild und gefährlich, sie können auch klein und harmlos sein. Sie leben nur in der sogenannten Wildnis, die von Menschen weitestgehend noch nicht völlig umgestaltet, kultiviert oder bebaut wurden. Laut dem WWF sind die weltweiten Wildtier-Populationen von 1970 bis 2024 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft. Unter Wild versteht man die Wildtiere, die dem Jagdrecht unterliegen.
Quellen und Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wildtier
https://de.wikipedia.org/wiki/Wild
Affen auf'm hohen Baum machen sich so werklich, das die Zuseher lachen müssen.
Affen bleiben Affen, wenn man sie auch in Sammet kleidet.
(Ein geschmücktes Äußere macht noch keinen Unwürdigen Achtungswert.)
Affen fängt man mit großen Bundschuhen.
Affen, Frauen, Kinder und trunken Mann, kein Ding lang heimlich halten kann.
Affen können wohl Menschengebärden nachtun, aber nicht den Verstand.
Affen und Pfaffen lassen sich nicht strafen.
Alte Affen fängt man schwerlich.
Alte Affen, junge Pfaffen, wilde Bären soll niemand in sein Haus begehren.
Alt Aff, junger Pfaff, wilde Bären, soll niemand in sein Haus begehren.
Junge Pfaffen, alte Affen, wilde Bären, so niemand ins Haus begehren.
Armut hindert der Ehren viel, Kunst ohne Geld ist Affenspiel.
Dem Gewissen kann man keinen Affen drehen.
Der Affe bedient sich der Pfoten der Katze, um die Kastanien aus dem Feuer zu ziehen.
Der Affe bleibt ein Aff, und würd’ er König oder Pfaff.
Der Affe liebt seine Jungen zu Tod.
Der Bauer unter den Doktoren, der Esel unter den Affen.
Der Esel ist unter die Affen gekommen.
Der Fuchs zieht eher vergeblich den großen Schwanz, ehe denn er dem Affen ein Härlein davon gebe, dass er sein Gesäß damit möcht bedecken.
Der schönste Affe ist ein hässlich Ding.
Der schönste Aff ist ein Unflat.
Der Teufel ist unsres Herrgotts Affe.
Ei, lieber Aff', dich erst besieh, darnach lob' oder schelte mich.
Ein Aff bleibt ein Aff, ob er schon Gold trägt.
Ein Aff bleibt ein Aff, werd er König oder Pfaff.
Ein Aff ist ein Aff, ob er schon goldene Stücke anhätte.
Ein Affe ist ein Affe, hätte er gleich ein goldenes Halsband.
Wenn man dem Affen gleich Königs Kleider anzieht, so wäre er doch ein Affe.
Ein Aff, eine Frau, ein Kind, ein trunkener Mann, kein Ding lang heimlich halten kann.
Ein Affe lässt sich nicht mit einem Strick fangen.
Ein Affe macht viel Affen.
Ein Aff kann den Fuchs nicht betrügen.
Ein Aff schafft kein Nutz im Haus.
Ein stolzer Pfaff, ein junger Aff, ein unverschämtes Weib und Kind, die sind des Teufels Hofgesind.
Elternliebe ist oft Affenliebe.
Eltern sind oft wie Affen, die ihre Kinder vor Liebe zu Tode drücken.
(Kommentar 1630 bei Christoph Lehmann, Seite 168, Nr. 4: „das ist, ins Verderben stecken.“ Dieses Sprichwort mit dem Kommentar ist heute genau so aktuell wie vor über 500 Jahren, wenn man sich die Eltern der Schulkinder ansieht, die ihre Kinder täglich mit dem Auto zur Schule bringen und wieder abholen.)
Es dünkt dem Affen, er hab die schönsten Kinder.
Es ist kein Tier dem Menschen so ähnlich, als ein Aff, aber wenn er schon das schönste Kleid an trägt, so kennt man ihn doch.
Hoffart ist des Teufels Aff.
Ich dachte, mich hätte der Affe gelaust (der Affe sollte mich lausen).
Je höher der Affe steigt, je mehr er den Hintern zeigt.
Je höher die Affen steigen, je lächerlicher sie scheinen.
Jung ein Affe, alt ein Wolf, Bär und Löwe.
Kein Aff', er schwört, er habe die schönsten Kinder.
Lieber Aff, sieh erst auf dich, dann lobe oder schelte mich.
Man muss der Ziege keinen Schleier ummachen, noch den Affen in Purpur kleiden.
Narren und Affen alles begaffen.
Narren und Affen weinen und lachen leicht.
Not lehrt den Affen geigen.
Ohne Geld ist Kunst nur Affenspiel.
Pfaffen machen Affen, Gott gebe, wie es ist beschaffen.
Solange der Affe auf dem Hintern sitzt, merkt man nicht, dass ihm der Schwanz fehlt.
Was macht man nicht alles fürs Geld! sprach der Narr, da sah er einen Affen.
Wenn der Melancholie eine Freud in die Achseln schießt, so macht sie sich so merklich wie ein Aff an der Stange oder wie ein Floh im Ohr, dass man wollt, er wer raus.
Wer alle Welt gar täuschen will, der wird gar leicht ein Affenspiel.
Wer allzeit hinterm Ofen sitzt und Grillen und Hölzlein spitzt und fremde Land nicht beschaut, der ist ein Aff in seiner Haut.
Wer unter den Affen ist, muss auch ein Affe sein.
Aus einer Laus einen Elefanten machen.
Aus einer Mücke einen Elefanten machen.
Er macht aus jeder Mücke einen Elefanten.
Der Elefant achtet keine Flohstiche.
Der Elefant fängt keine Mäuse.
Der Elefant macht keine Mücke tot.
Elefanten fangen nicht Mäuse.
Ein Elefant duldet keine Mücken, fängt auch keine Maus.
Fliegen können keine Elefanten wegtragen.
Adler kriegen nicht mit Fröschen.
Der Frosch den Frosch liebt als sein Kind also die Leute gesinnt sind.
Der Frösche Lied ist himmlisch, der Lerchen Gesang höllisch.
Der Frosch lässt das Quaken nicht.
Die Frösche gehn dem Bache zu, legt man sie schon an Ketten.
Die Frösche haben einen englischen Gesang, die Lerchen einen teuflischen.
(Erklärung dazu 1616 bei Henisch: „Denn die Lerche singt auch wohl, wenn es kalt ist, da die Frösche nur singen, wenn es warm ist.)
Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.
Die Frösche tun sich selber Schaden, wenn sie den Storch zu Hause laden.
Drei Frauen (Weiber), drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.
Ein Frosch kann nicht singen wie eine Nachtigall.
Er bläht sich auf, wie der Frosch im Mondschein.
Er kann nichts dazu, dass die Frösche keine Schwänze haben.
Es geht kahl und schal aus, wenn sich der Frosch rauft mit der Maus.
Es ist so wahr, als der Frosch Haare hat.
Es meint einer oft, er wolle Fische fangen, so fängt er Frösche.
Frösche beißen darum nicht, weil sie nicht können.
Frösche gehen dem Bach zu, wenn man sie gleich auf ein Kissen setzte.
Frösche müssen Störche haben.
Frösche wollen mit Löwen kriegen.
Hier stehn wir Helden, sprach der Frosch zum Schwaben.
Ich will ihm das Gelbe vom Schnabel wischen, wie der Storch dem Frosche.
(Laut Wilhelm Körte ist ein Gelbschnabel ein „junger Mensch, der schon mitreden will.“)
Ihm ist das Maul verstopft, wie dem Frosch nach St. Jacobs Tag.
Lass schreien Raben, Frösch und Narren, bleib du in deinem Beruf beharren.
Man tritt auch wohl 'nen Frosch so lange, dass er quakt.
Man tritt den Frosch so lange, dass er pfeift.
Setz einen Frosch auf goldnen Stuhl, er hüpft doch (dir) wieder in den Pfuhl.
Setzt man den Frosch gleich auf ein Stuhl, sprüng er doch wieder in den Pfuhl.
Der Frosch hüpfet wieder in den Pfuhl, wenn er auch säße auf einem güldnen Stuhl.
Der Frosch hüpft wieder in Pfuhl, und wenn er säß auf güldenem Stuhl.
Viel Köpfe, viel Sinne, sagte der Teufel: da hatt' er ein Fuder Frösche geladen.
Was ein Frosch werden will, muss erst ein Kühleskopp gewesen sein.
Was will ein Frosch gegen einen Löwen und ein Käfer gegen einen Adler.
Wenn das Loch unter der Nase zu wäre, wie dem Frosch nach St. Jacobs Tag, so bliebe viel unterwegen.
Wenn die Frösche den Storch, die Tauben den Habicht, die Schafe den Wolf, die Hühner den Fuchs, die Pferde die Menschen zu Schutzherrn erwählen, so müssen sie ihre Haut in acht nehmen.
Wenn die Laubfrösche knarren, so mag man wohl auf Regen harren.
Wenn sich der Frosch aufbläst, dass er berstet, so wird er doch nicht so groß als ein Ochs.
Wider ein böses Maul und wider der Frösche Quaken ist nichts Besseres denn ein gut paar Ohren.
Wo Frösche sind, da sind auch Störche.
Die Störche fliegen hoch und tragen im Schnabel Kröten und Schlangen.
Wer der Kröte den Kopf abbeißen will, der muss nicht sauer sehen, sondern getrost hineinbeißen.
Wer der Padde den Kopf abbeißt, getröstet sich des Giftes.
(Padde = älterer Name für die Erdkröte, an deren Hinterseite sich paarige Drüsen befinden, die Hautgifte zur Abwehr von Fressfeinden enthalten.)
Wer eine Kröte fressen will, muss sie nicht lange besehen.
Wer gern Kröten spießet, der kriegt ihr genug zu spießen.
Besser viele Hirsche unter einem Löwen, denn viele Löwen, da ein Hirsch Obrist ist.
Furchtbarer ist ein Haufe Hirschen, die ein Löwe anführt, als ein Haufe Löwen, die ein Hirsch anführt.
Der Hirsch gar oft und bald entrinnt des Jägers Gewalt.
Der Ochs kann auch auf vier Füßen laufen wie der Hirsch, aber nicht so schnell.
Ein alter Löwe ist stärker denn ein junger Hirsch.
Ein Fürst ist (wohl) so selten im Himmel, als ein Hirsch in eines armen Mannes Küche.
Ein Hirsch wird nimmermehr zum Löwen.
Er traf den Hirsch - mit einer Kugel in die hintere Klau und durch beide Ohren hinaus.
Es meint mancher, er habe einen Hirsch gefangen, so ists kaum ein Rehbock.
Hirsche haben große Geweihe und Hörner und doch feige Herzen.
Hirschhorn schabt man nicht gern, wie man auch den Hasenkopf nicht gern streift.
Hund, so nicht auf einer Spur bleibt, fängt weder Hirsch noch Hasen.
Wenn man einen Hasen lobt wie den Hirsch, so würd doch der Hase kein Hirsch.
Wer ein Esel ist und bildet sich ein, er sei ein Hirsch, der sehe sich wohl vor, wenn es Grabensprünge geben wird.
Wie der Hirsch auf die Brunst tritt, so geht er wieder davon.
Wie der Hirsch in die Brunst tritt, so tritt er auch wieder heraus.
Wohin der Dieb mit dem Strang, dahin gehört der Hirsch mit dem Fang.
Aus einer Igelhaut macht man kein Brusttuch.
Der Geduldige krümmt sich zusammen wie ein Igel und lässt andere das Maul und Hörner über sich zerstoßen.
Der Igel ist ein witzig Tier, ist für und für wider seinem Feind gerüstet.
Er ist so rau wie ein Igel.
Er ist wie ein Igel, er sticht, wo man ihn anrührt.
Es muss gehen, und wäre es so rauch wie ein Igel.
(rauch = mit Wolle, Federn oder Haaren bewachsen; rauh; beim Igel wahrscheinlich stachelig.)
Es reimt sich wie die Igelshaut zum Kissen.
Hans Widerborst ist Igels Art, hält jedermann das Widerpart.
Mancher Handel ist wie ein Igel, wo man ihn angreift, so sticht er.
(Als Alternative gibt Christoph Lehmann noch „steckt voll Nadeln, wo man's angreift, da sticht man sich.“ Da gleiches für Alternative zu demokratischen Parteien in Deutschland gilt, sollte man sich davon fernhalten, geschweige denn wählen, um sich nicht an den Folgen zu stechen.)
Sein Geld fährt um, wie ein Igel.
Über den Igelbalg gehört eine Fuchshaut.
Über einen Igelbalg gehört eine Fuchshaut.
Viel sanfter wär' eine Igelhaut im Bett, denn eine leid'ge Braut.
Wenn man den Igel anrührt, so börstelt er sich.
Aus Kräutern und Gras kann man ein Seil machen, das ein Kamel kann binden.
Ein Kamel, ob es schon ein großes Tier ist, so lässt es sich doch nicht mehr aufladen, als es kann tragen.
Ein Pferd belädt man anders, als einen Esel oder Kamel.
Ein räudiges Kamel trägt vieler Esel Bürde.
Auch ein räudig Kamel trägt vieler Esel Bürde.
Den Krebs straft man nicht mit Ersäufen.
Der Fischer hat Handschuh an, da ihn der Krebs hatte gekniffen.
Der Krebs ist kein guter Botenläufer.
Der Kuckuck behält seinen Gesang,
Die Glock ihren Klang,
Der Krebs seinen Gang,
Narr bleibt Narr sein Leben lang.
Der Tor bessert sein Leben wie der Krebs seinen Gang.
(Der Krebs wird immer so laufen, also wird ein richtiger Tor sein Leben lang der gleiche Narr bleiben.)
Die kleinen Krebse und Fische am besten sind, so man die großen nicht haben kann.
Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.
Kleine Krebse und Fische sind die besten, wenn man die großen nicht haben kann.
Einem Tauben Messe lesen, Wasser im Sieb holen, ohne Federn fliegen, den Krebs lernen vor sich gehen, ist alles verloren Arbeit.
(Dieses und anderes einzeln oder mehrere zusammen wird in etlichen Sprichwörtern als verlorene Arbeit bezeichnet. Dieses ist 1605 bei Petri verzeichnet.)
Ein Furchtsamer ist wie ein Hering, er stirbt vom Blitz, wie ein Krebs stirbt vom Donnerknall.
Ein närrischer Anfang gewinnt gemeiniglich den Krebsgang.
Er klagt über den Nagelwurm und leidet am Krebs.
Es will oft einer fischen, so krebset er.
Mancher denkt zu fischen und krebst (nur).
Freundeshilfe reitet auf der Ochsen oder Krebs Post.
Freundes Hülfe reitet nicht auf der Ochsenpost (Krebspost).
Ist der Mann unvorsichtig und die Frau eine Törin, so geht alles den Krebsgang.
Krebse machen sich nicht an Walfische.
Krebse man isst, wenn kein R im Monat ist.
Krebse man nicht wohl isst, wenn ein R im Monat ist.
Mancher ist mit Ehren beladen, wie ein Krebs mit Baumwoll.
Mancher ist mit Tugend beladen, wie ein Krebs mit Baumwolle.
Mit Gott den Anfang, sonst geht's den Krebsgang.
Mütter lehren die Kinder den Gang wie der Krebs seine Jungen.
Oft geschieht's, wer auf großer Herrn Zusage traut, der reitet auf'm Krebs nach Glück.
Ohne Gott gehen alle den Krebsgang.
Schlechter Anfang gewinnt Krebsgang.
Ungerechter Anfang gewinnt den Krebsgang.
Schulden und der Krebs sind unheilbare Übel.
Unglück macht den Leuten gute Gestalt, wie siedend Wasser dem Krebs.
Vorwärts wie ich, sagt der Krebs.
Wenn Weisheit und Rat den Krebsgang gehen, so muss Geduld das best tun.
Wer ohne Verdienst will haben Lohn, des Anschlag wird auf Krebsen gohn.
Wider Gott und das Unglück hilft kein Panzer noch Krebs.
(Dieses Sprichwort schrieb schon 1616 Georg Henisch von Petri falsch ab. Im 1605 erschienenen Buch „Der Teutschen Weissheit“ vom evangelischer Theologen und Sprichwörtersammler Friedrich Peters (Petri) (1549-1617) steht „Wider Gott und das Unglück . . “. Elf Jahre später machte Georg Henisch aus „Unglück“ „fälschlicherweise „Glück“ wo es wiederum 1870 Wander von ihm abschrieb (Gott Nr. 2288): „Wider Gott und das Glück hilft kein Panzer noch Krebs.“)
Wucher frisst um sich, wie Krebsschaden.
Wucher greift um sich wie Krebsschaden.
Zins ist ein Holzwurm, ein nagender Krebs.
(Obiges Sprichwort ist 1630 in der Sammlung „Florilegium Politicum“ von Christoph Lehmann auf Seite 913 unter Nr. 6 verzeichnet. Wander hat es einmal mit Holzwurm und einmal mit Krebs als zwei Sprichwörter unter Zins Nr. 19 und Nr. 20 in sein Sprichwörter Lexikon übernommen. Der nagende Krebs ist seitdem in etlichen Zeitungen und Büchern im Zusammenhang mit zu starkem Kapitalverbrauch und hohen Zinsen zitiert worden. Ebenfalls wurde er im 19. Jahrhundert auch für eine, die Wirtschaftskraft übersteigende Bevölkerungszunahme oder mangelnden Ressourcen in Österreich gebraucht.)
Das Krokodil Tränen weint, wenn er einen zu fressen meint.
Ein Richter, dem mit Geiz ist eil, ist ärger als ein Krokodeil.
Der Blinde sieht so viel als ein Maulwurf.
Draußen ein Luchs, daheim ein Maulwurf.
Draußen hat er hundert Augen, daheim ist er ein Maulwurf.
Draußen hundert Augen, daheim ein Maulwurf.
Er ist so blind wie ein Maulwurf.
Es meint mancher, er könne große Bäume ausreißen, einen Berg umwerfen, er könne einen Berg ersteigen, da er kaum über ein Maulwurfs Haufen schreiten kann.
Maulwürfe und Mönche suchen ihre Käfer nicht in Bäumen, sondern in finstern Gängen.
Maulwurf wühlt viel, verdirbt viel, meint's aber nicht böse.
Er ist ein gehetztes Reh.
Es meint mancher, er habe einen Hirsch gefangen, so ists kaum ein Rehbock.
Die Schildkröte trägt ihr Haus zu Wasser und zu Land mit sich, weil sie niemand traut.
Wenn die Mücke die Schildkröte sticht, so verdirbt sie ihren Stachel.
Das Schneckenleben ist das Beste.
Der Schneck ist sieben Jahr den Baum aufkrochen und doch wieder aba keit.
(Das bedeutet, Eilen tut nicht gut. Damit ist nicht die absolute Geschwindigkeit gemeint, sondern die relative. Für eine Schnecke sind alle anderen zu schnell. Wenn die sich beeilt, fällt sie den Baum wieder herab. Genauso sind die Menschen nicht für die schnelle Kommunikation mit Smartphone und Internet gemacht. Viele sind abhängig und versagen, wenn sie allen Neuigkeiten und Nachrichten hinterherjagen wollen, das normale Leben ist nicht mehr möglich. Einfach abschalten, die Zeit vergeht trotzdem genauso schnell wie früher, nur man fällt nicht wie die Schnecke wieder herunter.)
Die Krankheiten kommen zu Pferd und mit Extrapost, und gehen zu Fuß mit Schneckenschritten wieder weg.
Krankheit kommt mit Extrapost und schleicht hinweg wie die Schnecken.
Krankheit kommt mit Extrapost und schleicht weg wie die Schnecken.
Die Schnecke trägt ihr Haus bei sich, weil sie den Nachbarn nicht traut.
Ehefrau, Schneckenhaus, denkt nimmer draus.
Eine Schnecke kommt mit der Zeit, wo sie hin will.
Es geht wie auf der Schneckenpost.
Hier stehn wir Fische, sagte der Stichling zur Schnecke.
Lass mich mit dir laufen, sagt die Schneck zum Boten.
Sei ein(e) Schneck im Raten, ein Vogel in Taten.
Sei im Raten wie eine Schnecke, in Taten ein Vogel.
Biss in Räten ein Schneck, in Taten ein Vogel.
(In den alten Büchern steht anstelle „Sei“ das Wort „Biss“.)
Wenn eine Mücke eine Schnecke sticht, so bricht der Stachel.
Wenn sich die Schnecken früh deckeln, so gibt's einen frühen Winter.
Wer Schnecken fängt, hat Hörner.
Zur Rach eine Schnecke, zur Wohltat ein Vogel.
Der Teufel hat die erste Maskerade im Paradis die Leute zu betrügen angefangen, da er sich in eine Schlange verwandelt.
Die Lüge krümmt sich, wie eine Schlange, sie gehe oder stehe, so ist sie nimmer gerad.
Die Notschlang ist über alles Geschütz.
(Die Notschlange gehört als Geschütz zu den Feldschlangen-Typen. Die Namen richteten sich nach Kaliber- und Geschossmaßen. Die Ganze Feldschlange hatte ein Geschossgewicht von ca. 18 Pfund, die Notschlange war ein16-Pfünder. Weiter Typen gingen herunter bis unter 1 Pfund.)
Die Störche fliegen hoch und tragen im Schnabel Kröten und Schlangen.
Ein bös Weib, ein Schlangengift.
Einem Undankbaren gutes tun, und eine Schlange im Busen tragen, ist eins so gut als das andre.
Eine Schlange soll man nicht mit Milch, sondern mit Erde etzen und speisen.
Ein Verleumder ist ärger denn einer Schlange und schädlicher denn ein Dieb.
Er ist gewiss einmal von einer Schlange gebissen worden, weil er s vor jedem Wurme fürchtet.
Wer von einer Schlangen ist gestochen, der fürchtet jeden Wurm.
Er zieht eine Schlange im Busen auf.
Eine Schlange im Busen nähren.
(Das Sprichwort geht auf die Fabel „Der Wanderer und die Schlange“ des griechischen Fabeldichters Äsop zurück: Ein Wanderer fand im Winter eine vor Kälte erstarrte Schlange. Er nahm sie aus Mitleid unter seinen Mantel und wärmte sie. Als die Schlange aufgewärmt war, regte sie sich und bis den Wanderer in die Brust. Bevor der Wanderer am Gift der Schlange stirbt, denkt er, er hätte es wissen können, dass die aufgewärmte Giftschlange ihn beißen würde. Durch den Aberglauben von Milch trinkenden Schlangen entstand später der Mythos, vom am Busen nähren.
Das bedeutet, man fördert jemanden und tut ihm Gutes, der sich später als undankbar herausstellt und sich gegen seinen Wohltäter wendet und ihm Schaden zufügt. Meist hat man es vorher schon gewusst aber etwas anderes gehofft und die Augen vor den Tatsachen verschlossen. Die Moral, von Bösen, zu denen die Giftschlangen gezählt wurden, ist auch nur Böses zu erwarten.)
Es sieht nicht jeder die Schlange, die unter dem Kraut liegt.
(Das bedeutet, es sieht nicht jeder den Hacken hinter dem Köder, den Betrug beim scheinbar guten Geschäft oder der Gelegenheit. Entsprechen steht dieses Sprichwort schon 1630 bei Lehman auf Seite 89 im Kapitel über den Betrug.)
Grübchen im Kinn, Schelmchen im Sinn; Grübchen in den Wangen, falsch wie die Schlangen.
Mancher zieht eine Schlange auf im Busen die ihn selbst hernach sticht.
Schlangenherz soll Taubenaugen haben.
Wer ein Schlangenherz hat, muss Taubenaugen haben.
Zu einem Schlangenherz gehören Taubenaugen.
Schlangen schleichen, Tauben fliegen.
Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
Klug wie die Schlangen und sanft wie die Tauben.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 10, 16: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“)
Unter schönen Mauern nisten giftige Schlangen.
Wenn die Schlange anfängt zu zischen, der Hund zu knurren und die Hure zu weinen, so will die Erste stechen, der andere beißen und die dritte beschmeißen.
Wenn die Schlange den Kopf ins Loch gebrach hat, so wischt sie bald mit dem Schwanz hintennach.
Wenn eine Schlange die andre nicht fräße, würde kein Drache draus.
Wer argen Bauern Gutes tut, nährt Schlangen im Busen.
Wer brennend Kohle in Kleider legt und Schlangen in dem Busen trägt und in den Taschen zeugt eine Maus, solch Gesten tun wenig nutz im Haus.
Wer den Zaun zerreißt, den beißt eine Schlange.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Altes Testament, Der Prediger Salomo 10, 8.)
Wer eine halb tote Schlange im Busen trägt, der hat einen tödlichen Stich zu erwarten.
Wer einen alten Zaun umreißt, der kann von einer Schlange, die drunter liegt, gestochen werden.
Wer eine Schlange aufzieht, dem wird mit Gift gelohnt.
Wer eine Schlange im Busen ernährt, der wird mit Gift belohnt.
Wer ein großer Drache will werden, muss zuvor viel kleine Schlangen fressen
Wer einmal von einer Schlange gebissen worden ist, der fürchtet auch die Eidechsen.
Den die Schlange gebissen, fürchtet sich auch vor den Eidechsen.
Wer von Schlangen das Krichen lernt, dem wachsen bis in Ewigkeit keine Flügel.
Willst du Gift meiden, so setze dich zu keiner Schlange.
Auf einer Jagd fängt man nicht alles Wild.
Das Wild frisst armer Leute Brot und der Teufel den Jäger.
Das Wild schirmen und Leuten schaden, ist des Teufels Werk.
Dieser jagt das Wild, jener isst den Braten.
Streithafter Jäger macht feiges Wild.
Wer Wild zu sehr liebt, der wird wild.
Zu solchem Wild gehört solcher Waidmann.