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Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Jäger, jagen und die Jagd


Jäger oder Jägerin ist eine Person, die auf die Jagd geht. Sie stellt dem Wild nach, um es zu jagen. Zum Jagen ist heute in zahlreichen Ländern eine offizielle Erlaubnis notwendig, in Deutschland der sogenannte Jagdschein. Ohne diese Erlaubnis ist das Jagen Wilderei.

 In der Steinzeit waren alle Menschen Jäger und Sammler, um sich zu ernähren und am Leben zu halten. In späteren geschichtlichen Zeiten war das Jagen nur noch den Berufsjäger oder Förster erlaubt, die dem Adel und Grundherren dienten. Heute können auch Freizeitjäger einen Jagdschein nach bestandener staatliche Jägerprüfung erhalten. Nach der im Jahr 2023 vom Deutschen Jagdverband veröffentlichten Statistik, gab es in Deutschland 435.930 Menschen mit Jagdschein. Neben der Jagd sind Natur- und Artenschutz, Seuchenprävention und Vermeidung von Wildschäden die Aufgaben von Jägerinnen oder eines Jägern.

 Ursprünglich diente die Jagd der Gewinnung von Wildbret als Lebensmittel. Anderer Teile des Tieres, wie Felle, Hörner, Geweihe, Sehnen und Ähnliches werden zur Herstellung von Werkzeug, Kleidung, Gebrauchsgegenständen und anderen verwendet. In der Freizeitjagd vermehrt für Andenken und Trophäen. Außerdem dient die Jagd der Bestandsregulierung, zur Minderung von Wildschäden im Wald und in der Landwirtschaft, zur Eindämmung von Tierseuchen oder anderem. Das objektive Jagdrecht beinhaltet alle Rechtsnormen und Gesetze, die vor Ort gelten. Das subjektive Jagdrecht ist das einem einzelnen Menschen zustehende Recht zur Jagd, das ebenfalls, je nach Land unterschiedlich, mit Gesetzen geregelt wird.


Quellen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Jäger

               https://de.wikipedia.org/wiki/Jagd

               https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdrecht


Wegen der langen Tätigkeit der Menschen als Jäger, sind die Jäger in deutschen Sprichwörtern vertreten, ebenfalls sind die Jagd und jagen in Sprichwörtern oft zu finden. Sie spiegeln die alten Traditionen von früher wieder, die nicht unbedingt den heutigen Gegebenheiten entsprechen müssen. Deutsche Sprichwörter über Jäger und Jagd sind eng verbunden mit denen vom jagbarem Wild. Oft stehen sie auch stellvertretend für anderes im menschlichen Zusammenleben.


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Jäger in deutschen Sprichwörtern:

Auf! sprach der Fuchs zum Hasen, hörst du nicht den Jäger blasen?


Da die Treue ward geboren, da kroch sie in ein Jägerhorn; der Jäger blies sie in den Wind, daher man keine Treu' mehr find't.


Das ist Jägerlatein.


Das Wild frisst armer Leute Brot und der Teufel den Jäger.


Der Adler sieht das Luder wohl, aber nicht den Jäger.


Der Hetzer ist wie der Jäger.


Der Hirsch gar oft und bald entrinnt des Jägers Gewalt.


Der Jäger macht dem Teufel Freud, den Armen schafft er Herzeleid.


Der Jäger macht den Hund, nicht der Hund den Jäger.


Der Teufel hat Jägers Art an sich.


Der teuflische Jäger wird die reißende Tiere Wölfe, Bären, Füchse und dergleichen in der Hölle braten.


Die Jugend ist so gesinnt, je frömmer Eltern, je ärger Kind, je weicher Arzt, je fauler Wund, je schlechter Jäger, je schlimmer Hund.


Dürr und gesund läuft hindurch wie ein Jägerhund.


Ein guter Jäger lässt sich nicht aufs Rohr sehen.


Ein Jäger, der alle Tag jagt, der fängt etwas.


Ein Jäger, der nach Wildbret ist ausgegangen, der schießt nicht nach einem Spatzen.


Ein Jäger hält mehr auf einen Hund als auf einen Menschen.


Ein Jäger ist eine Bestie, sitzt auf einer Bestie, trägt auf der Hand ein Bestie, führt am Seil eine Bestie und jagt die Bestien.


Ein Jäger und ein Schütz tun manchen Gang unnütz.


Ein Jäger und sein Hund essen zu jeder Stund.


Ein Jäger und ein Vogler geben keine gute Haushalter.


Ein Jäger unverdrossen hat es oft genossen.

Ein Jäger unverdrossen hat's oft und dick genossen.


Ein Jäher gibt keinen guten Jäger.


Es muss einer oft das Jägerglück versuchen.


Es sind nicht alle Jäger, die das Horn gut blasen.


Es sind nicht alle Jäger, die Hörner (Hörnlein) führen.

Es sind nicht alle Jäger, die Hörnlein tragen.


Gute Jäger spüren genau.

Guter Jäger spurt genau.


Jagen und nicht fangen macht verdrossene (unlustige) Jäger.


Jäger, Fischer und Hahnreie*16 müssen viel Geduld haben.


Jäger haben weder in der Schrift noch in Historien einen guten Namen.


Jäger und Hunde tun manchen vergeblichen Sprung.


Je schlechter der Jäger, je schlimmer der Hund.

(Das bedeutet, wenn man ein schlechter Jäger ist, wird man auch bei den dazugehörigen Dingen nicht sonderlich gut sein, zum Beispiel bei der Dressur der Jagdhunde. Das Gleiche gilt auch für andre zusammenhängenden Arbeiten.)


Kein Heger, kein Jäger.


Mancher Herr will lieber ein tapferer geschickter Jäger als ein löblicher Regent sein.


Man kann weder Jägerhorn noch Pfeil von einem Ziegenschwanz machen.


Nasse Jäger, trockne Fischer, (schlecht Geschäft).


Sei Priester beim Buche, Bauer beim Pfluge, Jäger im Walde und Krüger im Kruge.


Streithafter Jäger macht feiges Wild.


Vogler und Jäger sind üble Landpfleger.


Wenn der Jäger sagt: „Wenn das nicht gewesen wär“, so bringt er keinen Hasen heim.


Wenn die Füchse gleich noch so verschlagen und abgefeimt wären, so streift sie doch der Jäger und der Kürschner kauft sie.

(verschlagen = durch Schläge klug geworden und auf hinterhältig schlau. abgefeimt = vom veralteten abfeimen - vom Schaum befreien und dadurch reinigen. Das bedeutet, in allen Schlichen und Schlechtigkeiten erfahren, in unmoralischer Weise schlau und raffiniert.)


Wenn man den Sperbern und Hunden ihr Jägerrecht gibt, so macht man sie lustig zu jagen.


Wer mit Jägern gehen will, der muss hetzen.



jagen in Sprichwörtern aus Deutschland


An Zornigen und Rachgierigen ist keine Ehre zu erjagen.


Dem Armen hilf, den Bettler verjag.


Dem Feind jagt man nach, wo man ihn sieht.


Den Teufel jagt man aus, der Satan kommt ins Haus.

Den Teufel jagt man hinaus (heraus), der Satan kommt wieder herein.


Der alle Hecken fürchtet, soll nicht in den Wald fahren jagen.


Der Esel kann nicht Hasen jagen, der Hund kann nicht Säcke tragen.


Der Gottlose flieht, ehe man ihn jagt.


Der Gottlose flieht und ist verzagt, fürcht sich, ob ihn schon niemand jagt.


Der Hunde bellen jagt das Schwein aus dem Walde.

Des Hundes bellen jagt die Sau aus dem Walde.


Der Rote gäb' einen übeln Kaminfeger, er jagte den roten Hahn zum Dach heraus.


Der Schuldige läuft, ehe man ihn jagt.


Der Teufel behält den der ihm bleibt und jagt den, der da flieht, dass ihm niemand entläuft. 


Die Edelleute in Bayern mögen jagen, so weit sich das Blaue am Himmel erstreckt.


Die Hunde, die die Wölfe verjagen sind so gut als die sie fangen.


Dieser jagt das Wild, jener isst den Braten.


Drei Dinge sind nicht eins im Haus: Zwei Hahnen, und die Katz und Maus; die Schwieger jagt die Schnur hinaus.

Drei Dinge sind nimmer eins im Haus: Zwei Hahnen und die Katz und Maus; die Schwieger jagt die Schnur hinaus.

(Schwieger = Schwiegermutter. Schnur = Schwiegertochter. In anderem Zusammenhang kann Schnur auch ein Seil oder Strick bezeichnen.)


Ehre folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der sie jagt.


Eine Jungfrau, die nach Männern jagt, die wird zuletzt eine alte Magd. Das niemand ist, der ihr begehrt und ist ihr auch kein Glück beschert.


Einen Schwätzer oder Kläffer jag aus deiner Hütte.


Einer jagt und fängt den Hasen, ein andrer isst ihn. 

(Christoph Lehmann fügt 1630 in seiner Sprichwörtersammlung an: „der den Hasen fängt geniest nichts davon.“)


Ein Jäger, der alle Tag jagt, der fängt etwas. 


Ein Jäger ist eine Bestie, sitzt auf einer Bestie, trägt auf der Hand ein Bestie, führt am Seil eine Bestie und jagt die Bestien.


Ein junger Hund jagt besser als ein alter Löwe.


Ein Mut verzagt, ist bald ins Garn gejagt.

(Garn = Falle. Das bedeutet, wer verzagt und den Mut verliert, geht anderen leicht in die Falle und verliert. Mit unverzagtem Mut findet man oft einen Ausweg, entkommt der Gefahr und trägt den Sieg davon.)


Ein rauschend Blatt soll sie jagen.


Ein Tag jagt den andern.


Ein weiser Mann soll heimlich jagen nicht jedermann seine Armut klagen, sonst fliegen von ihm seine Freund zur Hand, wenn ihnen seine Armut wird bekannt.


Ein zornig Ross muss man nicht jagen, sondern fangen.


Er hat das Seine durch die Gurgel gejagt.


Er jagt dem Wolf das gefressene Schaf ab.


Es ist bös dem Hund das Bein abjagen.


Es reimt sich, wie'n alt Weib zur Hasenjagd.


Es sind (eben) so gute Katzen, die die Mäuse verjagen, als die sie fangen.


Falsche Freunde laufen mit den Hasen und jagen mit den Hunden.


Fischen, Saufen, Buhlen und Jagen macht ledige Beutel.


Fischen und Jagen macht (einen) hungrigen Magen.


Fischen und jagen sind Weiberplagen.


Friede ist gut Wildbret, man muss aber lang danach jagen.


Geld jagt die Welt.


Gerechtigkeit fördert zum Leben, dem Übel nachjagen, fördert zum Tod.

(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel; Die Sprüchen Salomos 11, 19: Luther-Bibel 1545 „Denn Gerechtigkeit fordert zum leben / Aber dem vbel nachiagen fordert zum tod.“ Luther-Bibel 1912 „Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod.“ Schlachter-Bibel 1951: „So gewiss die Gerechtigkeit zum Leben führt, so sicher die Jagd nach dem Bösen zum Tod.“ Lutherbibel 2017: „Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.“)


Guter Hund, so nur einem Wilde nachjagt.


Hängen hat (ist) kein Jagen.


Höret, sehet, schweiget und vertragt, so weiß niemand, was ihr jagt.


Hunde, die nicht mehr jagen können, hängt man auf.


Ich habe gejagt, das mir behagt.


Jagen hat sein Lob und Laster, wie die Ursachen sind, darum einer dem Jagen nachhängt.


Jagen ist ein blutdürstige Lust.


Jagen ist gut und nutz, wenn der gut und nutz ist, der es tut.


Jagen soll man die Frucht auf dem Feld zur beschirmen nicht die Leute zu beschweren.


Jagen und nicht fangen macht verdrossene (unlustige) Jäger.


Jage, so fahest.

Jagest du, so fahest du.

Jagst du, so fähest, wer nicht jagt, der fähet nichts.

(= Jagst du, so fängst, wer nicht jagt, der fängt nichts.)


Lächerlich ists, wenn ein Schaf ein Hund sein will, eine Kuh ein Pferd. Lächerlich ists noch mehr, wenn man aus Kälbern Hunde zum Jagen will machen.


Laufe nicht eher, als man dich jagt.


Man jagt die Katze zu spät vom (von dem) Speck, wenn er (schon) gefressen ist.


Man soll jagen ohne armer Leute Schaden.


Mit Schrecken jagt man die Leute auch.


Mit unwilligen Hunden ist nicht gut jagen.


Mit Wachen und mit Wagen muss man das Glück erjagen.


Nicht jeder, der jagt, hat Weidmannsglück.


Obgleich der Löwe grimmig ist, lässt er sich doch mit Hahnengeschrei erschrecken und jagen.


Schellig Ross soll man nicht jagen, sondern aufhalten.

(schellig = bei Tieren: wild, toll, aus dem Altdeutschen: ein wildes, tolles Tier, das gefährlich ist und schaden verursacht.)


Schrecken jagt den Hasen aus dem Busch.


Viel Demütige fliehen scheinbar die Ehre, wünschen aber nichts mehr, als dass man sie damit jage.


Viele jagen den Bären, es mag ihn aber niemand stechen.

Viele jagen den Bären, keiner aber will ihn stechen.

Viele jagen den Bären, niemand aber will ihn stechen.


Was haben wir zu eilen? es jagt uns doch niemand.


Was man nicht kann erjagen, muss (das soll) man erschleichen.


Was man selber erjagt und schreckt, dasselb am allerbesten schmeckt.


Wen man nicht jagt, der soll nicht laufen.


Wenn Bürger und Bauern Freiheit haben zu jagen, münzen und fischen, so gehen sie den Herren zur Seite.

(Wenn alle die gleichen Regeln befolgen und auch Mehrheiten anderer akzeptieren, wird das heute Demokratie genannt.)


Wenn das Glück zum Tanz bläst, so will es jagen.


Wenn der Hund nicht Lust hat zu jagen, reitet er auf dem Hintern (Arsch).

Wenn man die Hunde zum Jagen nötigt, so reiten sie auf'm Arsch.


Wenn der Storch die Erbsenstoppel sieht, jagt er die Jungen vom Neste.


Wenn die Henne kräht vor dem Hahn und die Frau red't vor dem Mann, soll man das Weib auf das Maul schlagen und die Henne in Spieß jagen.

(Etliche Männer glauben auch heute noch, so handeln zu müssen. Die übersehen dabei, dass das Sprichwort schon mehrere Hundert Jahre alt ist und somit deren Einstellungen und Meinungen ebenfalls von vorgestern sind.)


Wenn die Magd Frau wird, jagt sie den Herrn aus dem Hause.


Wenn die Magd Frau wird, jagt sie den Herrn aus dem Hause.


Wenn ein Starker kommt, der verjagt den Kleinen.


Wenn man das Böse will jagen aus, und muss ein Arges folgen draus, so acht man's für das aller best, dass man das Böse lass in dem Nest.


Wenn man den Sperbern und Hunden ihr Jägerrecht gibt, so macht man sie lustig zu jagen.


Wer einen andern jagt, der ruht selbst nicht

Wer einen andern jagt, der wird so müd, als der den Mann jagt.


Wer andere jagt, muss selber laufen.


Wer andere jagt, wird selber müde.


Wer Angst hat, ist leicht zu jagen.


Wer auf Hoffnung jagt, der fängt Nebel.


Wer bald läuft, ist bald gejagt.


Wer dem Unglück unter die Augen geht, den fürchtet es; wer es fürchtet, den jagt es.


Wer den andern jagt, der kann nicht gemach gehen noch ruhen, sondern muss selbst mit laufen.


Wer den andern jagt, wird (selbst) auch müde.


Wer die Nahrung nicht in sein Haus treibt, der jagt sie aus dem Hause.


Wer einen andern schrecken oder jagen will, der muss sich hässlich stellen.


Wer flieht, den jagt man.

Wer flieht, wird gejagt.


Wer flieht, der wird verjagt.


Wer flieht, eh man ihn verjagt, ist allzu verzagt.

Wer läuft, eh man ihn jagt, ist allzu verzagt.


Wer gern jagt, mag leicht ergreifen, damit er seinen Fürwitz stillt.


Wer Grillen jagt, wird Grillen fangen.


Wer läuft, den jagt man.


Wer mag jagen, darf auch hagen.


Wer mit Katzen jagt, (der) fängt gern Mäuse.

Wer mit Katzen jagt, der fängt viel Mäuse.

Wer mit Katzen jagt, der fängt Mäuse.

Der mit Katzen jagt, der fängt Mäuse.


Wer mit Soldaten will Ehr erjagen, muss sie wohl zahlen und tüchtig plagen.


Wer nicht jagt, der fahet nicht.

Wer nicht jagt, fängt nicht.

(Wer nicht auf die Jagd geht, wird nichts erjagen. Das bedeutet, wer nichts tut, arbeitet oder sich anstrengt, der wird auch keinen Erfolg oder Gewinn haben. Das sollten sich viele Jugendliche vor Augen führen, die feiern und Spaß haben wollen und vergessen, dass sie vorher lernen, arbeiten und sich etwas verdienen müssen, bevor etwas ausgegeben oder verbraucht werden kann.)


Wer oft jagt, der fängt ja zuweilen etwas.


Wer oft jagt und nichts fängt, was hilft dem das Jagen?


Wer Ruhm und Ehre will recht erjagen, der muss viel Gefahr und Unfall wagen.


Wer sein Weib schlägt, jagt einen Teufel hinaus und zehn hinein.

Wer sein Weib schlägt, jagt einen Teufel heraus, und zehn dafür hinein.


Wer selber fleucht, den jagt man leicht.

Wer selber fleucht, ist leicht zu jagen.

(fleucht = flieht.)


Wer sich dem Jagen ganz ergeht, wird gleich den Tieren mit der Zeit.


Wer viel liest und nichts behält, ist wie wer jagt und niemals fängt.

Wer viel liest und nichts behält, wer viel jagt, und nichts fängt, die haben beide Müh' zum Lohn.


Wer will die Wahrheit sagen, muss schnell von dannen jagen.


Wer will eine schöne buhlen erjagen, der muss eine schwere Tasche tragen.

(buhlen = um etwas werben, sich um etwas/jemanden bemühen, um die Gunst einer Liebschaft buhlen.)


Wer zu viel predigt, verjagt die Zuhörer.


Wer zwei Hasen jagt, fängt keinen der beiden.

(Ursprünglich entstand dies Sprichwort mit der Bedeutung, wenn ein Mann zwei Frauen gleichzeitig den Hof macht, wird er keine bekommen. Heute wird darunter auch verstanden, wer zwei Arbeiten gleichzeitig ausführen will, dem gelingt keine von beiden. Wer zu viel will, wird am Ende leer ausgehen. In deutscher Sprache sind verschiedene Variationen mit zwei Hasen in Umlauf. Gleiche und ähnliche Sprichwörter ebenso weltweit in etlichen Ländern.)


Wie jagen, so fahen (fangen).


Willst du ein ehrlich alter erjagen, so lerne was in jungen Tagen.


Willst du Weisheit dir erjagen, lerne Wahrheit erst ertragen.

(Die notwendige Eigenschaft, Wahrheit ertragen können ist eine, die gerade die Präsidenten der beiden größten Atommächte der Erde nicht haben. Mit ihren „alternativen Fakten“ könnten sie die reale Welt zerstören. Wie das aussehen wird, kann man gerade in Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine sehen.)


Wo man den Hasen jagt, da wollen sie sein.


Zorn ist wie ein wackerer Haushund, der mit bellen und beißen schädliche Leute und Tiere verjagt und ausbeißt.



Die Jagd in deutschen Sprichwörtern


Auf einer Jagd fängt man nicht alles Wild.


Der Hof, die Liebe und die Jagd sind drei betrügliche Dinge.


Der Mönch ist Fuchs und Hase, je nachdem die Jagd ist.


Eigne Hühner, teure Eier, eigne Glocken, teu`r Gebeier, eigne Pferde, teure Fracht, eigne Hunde, teure Jagd.


Ein alter Jagdhund macht eine gute Jagd.


Ein Bauernhund hält keine Gemeinschaft mit einem Jagdhund.


Ein Haushund erschrickt vorm Wolf, der Jagdhund fällt ihn an.


Es ist alle Tag Jagetag, aber nicht alle Tag Fahetag.

Es ist allweg Jagetag, aber nicht allweg Fahetag.

Es ist alle Tag Jagdtag, aber nicht alle Tag Fangtag.

(Das bedeutet, man kann alle Tage zur Jagd gehen, aber man wird nicht alle Tage Erfolg haben und etwas erjagen können. Wenn eine Sache einmal nicht gelingt, sollte man es weiter versuchen und man hat ein anderes Mal Erfolg.)


Es ist ein schlechter Hund, den man zur (auf die) Jagd tragen muss.

Üble Hunde, so man auf die Jagd muss tragen.


Jagd mir doch die Käfer weg, sie sind von eurem Scheitel.


Küchenhunde, schlechte Jagdhunde.


Mancher Herr schreit sich auf der Jagd heiser, wenn er einem Untertanen soll Bescheid geben, so ist er stumm.


Man muss oft die Jagd abblasen, ob man gleich (obgleich) nichts gefangen hat.

Man muss oft der Jagd abblasen, ob man schon nichts hat gefangen.

Man muss oft von der jagt abblasen, obschon nichts gefangen worden.


Mit altem Hunde sicherste Jagd.

Mit alten Hunden ist am besten jagen (ist die sicherste Jagd).


Viele Jagden werden angefangen, dass Huren und Buben zusammenkommen.


Wenn die Hunde gähnen, ist die beste Jagd vorbei.


Wenn man die Hunde auf die Jagd tragen muss, fängt man wenig.

Wenn man die Hunde muss tragen, kann man nicht viel Hasen jagen.