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Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Verleumder, Verleumdung und verleumden


Verleumdung bedeutet, dass jemand über eine Person gegenüber einem Dritten ehrverletzende oder kreditgefährdende Behauptungen aufstellt, obwohl er weiß, dass die Behauptungen unwahr sind. Es ist erforderlich, dass eine Mitteilung zu einer Tatsache gemacht wird. Die behauptete Tatsache muss ehrenrührig sein. Zu einer konkreten Verächtlichmachung oder Herabwürdigung in der Öffentlichkeit braucht es aber nicht gekommen zu sein. 


Im Strafgesetzbuch (StGB) lautet der entsprechende § 187:

    

„Verleumdung Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Verleumdung_(Deutschland)


Verleumder in deutschen Sprichwörtern gibt es etliche. Dazu gehören auch die mit Verleumdung und verleumden. Vergessen darf man dabei auf keinen Fall alle die deutschen Sprichwörter, in denen Verleumder oder Verleumdung nicht wörtlich genannt werden, diese aber dem Sinn und der Bedeutung des Sprichworts meinen. Wie bei anderem, wird der Gegenstand des Sprichworts mit anderen Worten umschrieben und fällt erst beim zweiten Blick ins Auge.


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Verleumder in deutschen Sprichwörtern:

Alle Verleumder und Lügner werden endlich zuschanden.


Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, der Zuhörer in den Ohren.

Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, und wer (der) ihm zuhört, den Teufel in den Ohren.


Der Verleumder kann ihrer vier oder mehr wider ihren Willen auf'm Rücken tragen.


Der Verleumder schadet sich, dem Beleidigten und dem Zuhörer.


Der Verleumder will oft einem andern ein Kappe anschneiden und streift sie sich selbsten an.


Des Verleumders Wort sind Schläge, die einem durchs Herz gehen.


Die Verleumder stecken ihre Hände zum ersten in ihren eigenen Kot, wenn sie andere damit bewerfen wollen.


Eines Verleumders Zunge ist schärfer, denn ein Schermesser.


Ein giftiger Verleumder ist ein dreifacher Totschläger, er tötet, den er verleumdet, und den, der es hört und tötet sich selbst auch.


Ein verkehrter Mensch richtet Hader*14 an und ein Verleumder macht Fürsten uneins.

(Erklärung von Sebastian Agricola 1548 (Zusammenfassung): Die Liebe bedeckt die Menge der Sünde und sie lehrt uns, das wir anderen tun, wie wir gerne von anderen hätten. Wer das nicht tut, der ist ein verkehrter Mensch, der macht Hader, Zank und Uneinigkeit, daraus dann folgt Mord, Krieg und Verderben des Landes und der Leute.)


Ein Verleumder hat einen starken Rücken, er kann viele Leute zugleich eine Stiege hinan tragen.


Ein Verleumder ist ärger denn einer Schlange und schädlicher denn ein Dieb.


Ein Verleumder mit falschem Mund den Nächsten hart verwund.


Giftig Verleumder tut frommen Herzen wehe und geht durch Mark und Bein.


Hunde und Verleumder prüfen die Natur von hinten.


Verleumder halten`s Maul nicht, bis es ihnen mit Erde gestopft wird.


Verleumder sind wie die unreinen Fliegen, welche sich insgemein auf faule Geschwüre und Eiterbeulen setzen.


or Verleumdern muss man sich hüten.


Wenn der Verleumder seine Zunge nicht kann meistern, so hat der großes Lob, der seine Ohren meistern kann.


Wer dem Verleumder nicht in die Rede fällt, bestellt ihn.

(Dazu zitierte Körte Martin Luther, der gesagt hätte: „Es sind wahre Säue, welche der Rosen und Veilchen im Garten nicht achten, sondern ihren Rüssel nur in Mist stecken.“)


Wer Verleumder gern um sich hat und sie nicht drum strafet, der stärket sie nur und reizet sie desto mehr zu solcher Sünd.


Wer Verleumdern leicht glauben tut, der ist von Haut und Haar nicht gut.


Wie man sich im Sommer nicht kann der Mücken erwehren, also auch im Leben kann sich ein Mensch böser Nachrede und Verleumder schwerlich entheben.



Verleumdung in deutschen Sprichwörtern


Spott ist das Wetterleuchten der Verleumdung.


Verleumdung soll man weder sagen noch vertragen.



Verleumden in deutschen Sprichwörtern


Ein gut Gewissen lässt sich durch Verleumden nicht verwunden.


Sei nicht ein Ohrenbläser, und verleumde nicht mit deiner Zunge.

(Ohrenbläser = Verleumder, Schmeichler, redet schlecht über andere und schmeichelt dem Hörer. Ein altes, früher öfter gebrauchtes Sprichwort mit Ursprung aus der Bibel, Jesus Sirach 5, 16. Viele Sprichwörter haben ihren Ursprung in der Bibel, nur manchmal erkennt man sie nicht mehr in der heutigen Bibel wieder. Die Übersetzung der Lutherbibel wird von Zeit zu Zeit an die Umgangssprache angepasst, veraltete Wörter werden durch neue ersetzt und der Text geändert. Der Text entfernt sich damit immer weiter vom Urtext, nach dem die Sprichwörter entstanden.


Verleumde den Nächsten nur getrost, er wird des Schandflecks nicht bald los.


Verleumden ist ein Laster und aller Untugend Ziehpflaster.


Verleumden ist zu Hof ein gemeines Kraut.


Verleumd und lüg nur ohne Scheu, es haftet immer was dabei.

Verleumd und lüg ohn alle Scheu, allzeit ja etwas haft dabei.


Wer nicht sündigen will, verleumde niemanden und wer nicht betrogen sein will, traue niemand.



Verleumder in Verkleidung anderer Wörter in deutschen Sprichwörtern


Verleumder und Verleumdung kommen nicht nur wörtlich in deutschen Sprichwörtern vor. Oft wird die Verleumdung durch andere Wörter beschrieben und angedeutet. Die Verleumder verstecken sich wie im wirklichen Leben hinter Ausreden oder scheinbar wohlklingendem und falschem Lob. Verleumdungen verbergen sich in Gerüchten und bösem Geschrei, unerkannt in der Menge. Sie verbreiten Böses und Schmähungen hinter vorgehaltener Hand und hinterm Rücken der ahnungslosen Opfer. In neuester Zeit machen sie sich in Internet und sozialen Medien breit und treiben dort ihr Unwesen als Mobbing. Verleumder haben überall falsche Zungen und flüstern Gift in die Ohren der Zuhörer und sind doch selbst wie die willigen Zuhörer alle des Teufels. 


An Schmähungen kann man 60 - 7o weniger oder mehr abziehen, das übrig mag man glauben.

(An Schmähungen und Verleumdungen sollte man alles abziehen, sie sagen nur etwas vom Redner und seinen Eigenschaften selbst. Wenn einer keine Fakten oder begründete Kritik gegen andere mehr hat, werden niedere Charaktere persönlich und schimpfen, beleidigen und verleumden nur noch.)


Böses hören wir gern, Böses glauben wir gern, denn wir sind bös und der böse Teufel schürt immer zu in der bösen Welt.

(Ein Grund dafür, dass überall und besonders gern in den sogenannten (un)sozialen Medien und Netzwerken (Facebook, Twitter, Telegram und anderen) meist nur die negativen Meldungen verbreitet werden, mit denen man anderen schaden, verleumden oder diffamieren kann. Wer ungeprüft auf bösartige und negative Beiträge verlinkt, macht sich mitschuldig an der negativen Stimmung und Verunsicherung der Menschen. Teilweise werden damit auch Straftaten gefördert, die durch das Internet schon über 100 Milliarden Euro Schaden jährlich verursachen. Warum verbreiten sich sonst die bösen und schlechten Nachrichten 10 Mal schneller ungeprüft als eine mögliche gute oder positive? Selbst der CDU-Vorsitzende beteiligte sich schon an der Verbreitung von nachgewiesenen Falschmeldungen, Beispielsweise in „Bild-TV“ am 26. September (siehe Sozialtourismus), um seine Politik zu begründen. „Damit sei Friedrich Merz - gewollt oder nicht - letztendlich "im Dienste russischer Propaganda" unterwegs.“ (Quelle: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/merz-sozialtourismus-101.html vom 6.10.2022) Jeder macht sich schuldig, der Falsches und Negatives behauptet oder verbreitet.)

(Siehe auch: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/)


Böse Zungen und böse Ohren ist eines so gut als das andre.

(Mit bösen Zungen sind die Verleumder und Lügner gemeint. Wer ihnen zuhört und möglicherweise die Lügen und Verleumdungen weitererzählt ist noch viel schlimmer, was zum nächsten Sprichwort führt.)


Böse Zunge und böses Ohr sind beide des Teufels.


Bös`Gerücht nimmt immer zu, gut Gerücht kommt bald zur Ruh`.

Bös Gerücht nimmt immer zu, gut Gerücht kommt bald zur Ruh.

Ein Spruch, der in einigen Sprichwörtersammlungen aufgeführt wird. Er stammt ursprünglich aus Freidanks Bescheidenheit und steht dort je nach Herausgeber oder Übersetzer in Kapitel 42 „Von Unkunde“ oder unter Vers 136, 1. Je nach Zeit und Bearbeitung hat sich auch der Text verändert.)


Bös Geschrei läuft schnell.

(Geschrei = Gerücht. Das bedeutet, böse Gerüchte laufen und verbreiten sich schnell.)


Der Küster ist des Pfarrers (Selfkant) Ohrenbläser.

(Ein Ohrenbläser ist jemand, der etwas einflüstert oder andere heimlich verleumdet, ein Zuträger von Dingen, die besonders dem hörenden schmeicheln und für andere meist negativ sind oder verleumden, einer, der üble Nachrede betreibt.)


Ein böses Maul ist schärfer denn ein Schwert.

(Das bedeutet, ein böses Maul verbreitet üble Nachreden und Verleumdungen und kann dadurch Ehre und gute Namen abschneiden, was kein noch so scharfes Schwert kann.)


Eine Sau, wenn sie einen Dreck find't, so frisst sie ihn oder wühlt drin, oder wälzt darin.

(Christoph Lehmann erklärt die Sprichwort 1630 mit: „also der Verleumder.“)


Es sind Stiche, die nicht bluten.

(Gemeint sind die Stiche, die Verleumdung und üble Nachrede verursachen. Die Opfer leiden und es fliest sichtbar (vorerst) kein Blut.)


Falsche Zungen, falsche Zeitungen.

(Zeitungen waren früher einfach nur Neuigkeiten und Nachrichten, die von anderen Berichtet wurden. Falsche Zungen = Lügen, Verleumdungen; falsche Zeitungen = alternative Fakten, Fake News. Etwas, was bei sogenannten sozialen Medien, populistischen Parteien und auch bei einem ehemaligen US-Präsidenten sehr beliebt ist und war, aber auch schon in der Vergangenheit öfters praktiziert wurde. Ebenso werden Fake News von totalitären Regierungen und Diktaturen gerne eingesetzt, um die eigene Meinung durchzusetzen, bevor sie zu Gewalt und Mord gehen. Selbst im Ausland sind geflohene Regimekritiker und Oppositionelle ihres Lebens nicht sicher, wie die Morde in jüngster Vergangenheit im Bezug auf Russland, Belarus und Iran beweisen. Durch das Internet wird versucht, nicht nur für das eigene Land, sondern auch in anderen Lügen und Propaganda zu verbreiten. Die Lügen bleiben, nur die Bezeichnungen wechseln mit den Jahren.)


Falsche Zungen sind wollfeil.


Frösche sind ohne Zähne geschaffen, dass sie nicht beißen, sonst könnte niemand im Feld sicher gehen, aber für das weite Maul sind ein Paar dicke Ohren gut, die ihr Quaken nicht achten.

(Mit dem Quaken der Frösche ist das Gerede der Leute und Verleumder gemeint.)


Herren lassen sich die Mücken abwehren, aber nicht die Ohrenbläser.

(Ein Ohrenbläser ist jemand, der etwas einflüstert oder andere heimlich verleumdet, ein Zuträger von Dingen, die besonders dem hörenden schmeicheln und für andere meist negativ sind oder verleumden, einer, der üble Nachrede betreibt.)


Höre, sei nicht taub, doch langsam glaub.

(Das bedeutet, man sollte nicht jedes gehörte Gerücht glauben und für wahr halten. Erst muss man alles prüfen, ob es wirklich stimmt und keine falschen Gerüchte und Verleumdungen weitertragen und sich so zum Werkzeug anderer böser Menschen machen. Erst, wenn man etwas überprüft und als Tatsache aus anderen glaubwürdigen Quellen festgestellt hat, kann man etwas glauben. Das gilt besonders heute, wo man besonders durch das Internet im Sekundentakt mit Fake-News überschüttet wird.)


Kein Rauch ohne Feuer.

Keine Flamme ohne Rauch, keine Tugend ohne Neid.

Kein Feuer ohne Rauch, keine Tugend ohne Neid.

Kein Rauch ohne Feuer, ohne Mäuse keine Scheuer*32.

Ohne Rauch kein Feuer, ohne Mäuse keine Scheuer*32.

(Eine Ausrede dafür, dass bei Gerüchten, übler Nachrede oder Verleumdungen auch bei bewiesener Unwahrheit, von einigen Menschen trotz falscher Behauptungen geglaubt und weitererzählt werden. Das Sprichwort soll andeuten, alles hat seine Ursache, jedes Gerücht hat einen Grund, also ist etwas dran. Der Grund muss aber nicht Gegenstand des Gerüchtes sein, der Urheber kann selbst der Grund sein und will damit etwas bezwecken und erreichen! Verleumdungen und Falschmeldungen können absichtlich ausgedacht und verbreitet werden, um jemanden oder etwas Schaden zuzufügen. Manchen passt nur das Gesicht des Nachbars nicht oder man ärgert sich über dessen Erfolg, der einem selbst verwehrt blieb. In manchen Sprichwörtern sind neben Rauch (Gerüchten) auch böse Weiber, Wanzen und anderes als die Ursache aufgeführt, die aber keine Wärme, das heißt, keinen Nutzen bringen. Ein anderes Sprichwort sagt: Viel Rauch, wenig Feuer, das heißt: viel Gerede und nichts dahinter. Trotzdem fallen immer wieder viele Menschen auf Gerüchte und Falschmeldungen herein, besonders bei Großprojekten (A7-Ausbau in Hamburg und Schleswig-Holstein) oder in der Öffentlichkeit stehende Personen (Bundespräsidenten), die sich später als haltlos erweisen. Manchmal sind auch nur Missverständnisse schuld an der großen Aufregung. Im Deutschen Sprichwörter-Lexikon von 1867 bis 1880 herausgegeben von Karl Friedrich Wilhelm Wander, wird mangelnde Bildung der Menschen und unangemessene Gesetzgebung verantwortlich gemacht.)


Lass dir nicht zu Ohren laufen.

Wer ihm gern lässt zu Ohren laufen, der ist vom Teufel.

(Zu Ohren laufen bedeutet, auf Verleumdungen und Gerüchte oder üble Nachreden hören, auf böse Einflüsterungen hören. Wer verleumdet, ist vom Teufel und wer darauf hört, kommt auch zu ihm.)


Ohrenflüstern gilt nicht.

(Ohrenflüstern bedeutet Verleumden, ein Ohrenflüsterer ist ein Verleumder, der anderen Lügen über ihm missliebige Menschen ins Ohr flüstert, um den anderen zu Taten oder Aktionen gegen die Verleumdeten zu provozieren. Da diese Verleumdungen und Lügen meist nicht schnell widerlegt werden, da sie ja nur heimlich gemacht wurden, vergiften sie das Klima des menschlichen Miteinanders und erzeugen Streit und Unfrieden. Die moderne Form des Ohrenflüsterns sind Fake-News, die lautstark in den Medien und im Internet verbreitet werden. Da sie hundertfach ungeprüft wiederholt und weiter verbreitet werden, werden sie schließlich aufgrund ihrer Anzahl geglaubt und bestimmen die Meinung und Reaktionen der Menschen. Selbst das so allerseits beliebte und genutzte Facebook veröffentlichte Ende April 2017 ein „Whitepaper“, in dem sie feststellt, dass ihre Plattform für gezielte Desinformationskampagnen benutzt wurde. Das bedeutet eigentlich, Informationen über wichtige und entscheidende Dinge, die auf Facebook verbreitet werden, sind mit großer Wahrscheinlichkeit meist falsch, gelogen und unwahr. Je wichtiger das Thema, umso wahrscheinlicher werden geplante Fake-News zum Schaden der Gegner verbreitet und tatsächliche Nachrichten gezielt manipuliert und verfälscht. Oft sind es diejenigen, die andere als „Lügenpresse“ beschimpfen. Selbst Länder, Parteien, Regierungen und Präsidenten sind keine Ausnahmen mehr.)


Ohrenkrauer, Honiglehrer und die nur Osterpredigt tun, richten in der Kirche nichts gutes an.

(Ohrenkrauer sind laut Martin Luther Prediger, die ihren Zuhörern vorreden, was ihnen angenehm zu hören ist.)


Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

(Ein altes und vielfach zitiertes Sprichwort in Deutschland und vielen andern Teilen der Welt. Aber stimmt es immer? Viele Leute schweigen, wo lautes Reden, und Widersprechen oberstes Gebot wäre, wo öffentlich Hasse und Verleumdung (wie im Internet an vielen Stellen) verbreitet wird. Wo scheinbar andersartige Menschen diffamiert oder angegriffen werden und deren lautstarke Verteidigung oberstes christliches Gebot wäre, schweigt die Mehrheit und schaut weg. Wo Hilfe ein christliches Gebot wäre, auch für andersgläubige, wird sie lautstark von vielen mit Hinweis auf die christliche Tradition verweigert. Eine Straftat, die einem Ausländer oder Flüchtling, der in Deutschland Asyl und Hilfe gegen Verfolgung suchte, und oft nur Anfeindung erfuhr, wird pauschal tausendfach überall vermeldet. Über sechs ausländerfeindliche Straftaten aus dem rechten Lager zur gleichen Zeit, sogar im steigenden Maße täglich wiederholt immer wieder ereignen, schweigen die Presse und der größte Teil im Internet. Warum? Weil Straftaten von Ausländern und Asyl suchenden mehr Auflage, Öffentlichkeit, Einnahmen, Umsatz und mehr Profit bringen?)


Stiche, die nicht bluten, tun weher denn andre.

(Mit Stichen, die nicht bluten, sind Verleumdung und üble Nachreden gemeint. Die Opfer leiden und es fliest sichtbar (vorerst) kein Blut.)


Vor Augen gut, falsch Hinterrück, das nennt die Welt (das nennen sie) ein Meisterstück.

Vor Augen gut, falsch Hinterrück, das nennen sie ein Meisterstück.

Vor Augen gut, falsch Hinterrück, das ist jetzt ein Meisterstück, das muss einer wissen, oder er wird beschissen.

Vor den Augen gut, falsch hinterrücks, das ist jetzt das Meisterstück.

(Das galt schon vor 2000 Jahren und gilt auch heute noch für Verleumder und üble Nachreden. Besonders beliebt im Internet, da sich dort die meisten anonym und unerkannt glauben und für offene Diskussionen und Auseinandersetzungen zu feige sind.)


Was man andern in löblichen Sachen nicht kann nachtun, das schwärzt man.

(Wenn man bei andern etwas schwärzt, dann verleumdet man sie.)


Wer mit einem Dreck ringt, er gewinne oder verliere, so bekommt er doch beschissene Hände.

(beschissen  = beschmiert, verdreckt. Dreck = Verleumder, böser Nachbar oder anderes)


Wie man's ins Loch hinein schreit, so ruft's wieder heraus.