
Der Sommer ist die wärmste der vier Jahreszeiten. Die Jahreszeiten entstehen durch die um 23,4° geneigte Erdachse gegenüber ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Der astronomische Sommer beginnt mit der Sommersonnenwende, dem Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis der eigenen Erdhälfte steht und die Tage am längsten sind. Der Sommerbeginn ist auf der Nordhalbkugel am 20., 21. oder 22. Juni (Südhalbkugel am 21. oder 22. Dezember). Danach werden die Tage wieder kürzer, bis der Nordsommer mit der herbstlichen Tagundnachtgleiche am 22. oder 23. September wieder endet (Südsommer am 20. oder 21. März).
Der tatsächliche Sommer kann regional durch die Land-Meer-Verteilung, Großwetterlagen und anderer Klimatischer Faktoren erheblich vom astronomische Sommer abweichen. In Mitteleuropa liegt der potenzielle Höhepunkt des Sommers mit den höchsten Temperaturen meist im Juli. Durch die vom Menschen verursachte zunehmende Klimaveränderung werden die Sommer zunehmend heißer und trockner mit zunehmenden Extremwetterereignissen. Diese besonders heißen Sommer werden als Jahrhundertsommer bezeichnet. Die Jahre 1834, 1947, 1983 und 2003 waren mit über 3 Grad höheren Temperaturen als der Durchschnitt solche Jahrhundertsommer. Wegen des globalen Klimawandels und Erwärmung scheinen diese Jahrhundertsommer die neue Normalität des 21. Jahrhunderts zu werden.
Wegen der veränderten Zeiten der Helligkeit durch die Sonne im Sommer kam schon 1784 Benjamin Franklin auf die Idee, durch früheres Aufstehen und Zubettgehen Energie und Geld für künstliches Licht einzusparen. in einem Leserbrief meinte er, die Stadt Paris könnte jedes Jahr eine immense Summe einsparen, indem sie Sonnenlicht anstelle von Kerzen nutzt. Was damals nur eine Idee, wurde im 20. Jahrhundert in Europa mehrfach umgesetzt. Im Frühling wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt, im Herbst wieder eine Stunde zurück. Diese Regelung wird fast nur in Ländern der gemäßigten Zonen angewandt. Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr und endet am letzten Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Sommer
Auf den Winter folgt ein Sommer, aber alte Leute werden nie wieder jung.
Auf den Winter folgt wieder ein Sommer, aber ein Alter wird nicht wieder jung.
Auf einen heißen Sommer kommt ein kalter Winter.
(Dies Sprichwort mag wohl früher gestimmt haben, heut aber nicht mehr. Im Winter 2019/2020 war es nach dem heißesten Sommer seit 100 Jahren ebenfalls so warm wie noch nie. Selbst in Sibirien, wo sonst bis zu 40 Minusgrade zu messen waren, ist es 20 Grad wärmer als der Durchschnitt der letzten 100 Jahre gewesen.)
Bald anders bestehen wie der Schnee im Sommer, wie eine getünchte Wand im Regen.
Besser eine Warze auf dem Rücken als eine Sommersprosse im Gesicht.
Bettelleute sind Sommer Vögel und nicht ein Storch, der ein Federpelz anhat.
Dem Zimmermann ist im Sommer keine Kanne zu teuer und im Winter keine Rinde zu hart.
Denk auf den Winter, weil es noch Sommer ist.
Den Sommer schändet kein Donnerwetter.
Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt Wein, der Winter verzehrt, was beide beschert.
Der Sommer gibt Korn,
Der Herbst leert sein Horn:
Der Winter verzehrt,
Was die beiden beschert.
Der Sommer ist ein Nährer, der Winter ein Verzehrer.
Der Sommer ist ein Werber, der Winter ein Zehrer.
Der Sommer wächst dem Arbeiter zu, der Winter dem Schläfer.
Der Winter kommt zu seiner Zeit und fragt, was man den Sommer über verdient habe.
Die gefährlichsten Sommer sind die fruchtbarsten.
Die Pferde, die man den Winter über füttert, will man den Sommer gern treiben.
Die Schwalben fliegen nur dem Sommer, die Tauben insgemein den weißen Dächern und die Freunde dem Glücke nach.
Die Sommermast ist die beste.
Die Sonne scheint im Winter so schön als im Sommer aber sie hitzt und wärmt nicht.
Eine Jungfrau ohn' Scham, ein Mensch ohne tun, der März in der Blum' und ein Sommer ohne Tau, des wird man am Ende nicht froh.
Eine Schwalbe bringt keinen Sommer.
Eine Schwalbe macht (noch) keinen Sommer.
(Das bedeutet, man soll nicht von einem einzigen Indiz auf eine Veränderung schließen. Wegen eines Ereignisses sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen, sonder erst abwarten, ob es noch weitere Hinweise gibt.
Der Ursprung des Sprichworts ist die Fabel „Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe“ des griechischen Fabeldichters Äsop. Äsop lebte um 600 v. Chr. Er war wahrscheinlich Sklave mehrerer Herren, von denen einer ihn freiließ. Danach wurde er Gesandter von Krösus, dem letzten König Lydiens, der ihn auf mehrere Reisen schickte. Auf einer Reise zum Orakel nach Delphi wurde Äsop dort wegen angeblichen Diebstahls zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Fabeln des Äsop wurden durch die Römer in Europa bekannt, aus denen sich in vielen Ländern ähnliche Sprichworte bildeten, teilweise mit Frühling, teilweise mit Sommer. Die Behauptung, das Sprichwort gehe auf zwei schwäbische Schneider zurück, ist frei erfunden.
In Äsops Fabel verkauft ein Jüngling seinen Mantel als letzten Besitz, nachdem er eine Schwalbe gesehen hatte. Weil die Schwalbe zu früh kam, wurde es wieder kalt, die Schwalbe erfror und der Jüngling fror ebenfalls.
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_verschwenderische_Jüngling_und_die_Schwalbe.)
Ein Finger macht keine Hand, ein Balken noch keine Wand, ein Schwälbchen keinen Sommer.
Ein schöner Tag macht keinen Sommer.
Er sieht zugleich ins Winter- und ins Sommerfeld.
(Das bedeutet, er schielt.)
Fliegen und Freunde kommen im Sommer.
Geld ist die beste Ware, sie gilt Sommer und Winter.
Gesucht wie der Pelz im Sommer.
Gleisner*11 sind wie die Milchmücken, die im Sommer umherfliegen und schöne Gestalt haben, aus ihrem Geschmeiß wachsen nur Raupen, die Laub, Gras, Bäume und ganze Gärten verderben.
Glück ist der Freunde Sommer.
Glück ist der Freunde Sommer und Ernte, Unglück aller Freunde Winter.
Große Hitze im Sommer ist Menschen und Vieh beschwerlich und bringt doch ein reichen Herbst.
Gute Worte und nichts dahinter geben sie im Sommer und Winter.
Heißer Sommer, guter Wein.
Heiße Sommer und kalte Winter bringen keine böse Zeit.
(Im Prinzip stimmt das Sprichwort, aber durch den Klimawandel sind die heißen und trocknen Sommer schon die böse Zeit.)
In heißen Sommertagen geht man einmal für die Küche und zwei für den Keller.
Jungfrauenschöne ist Sommer Obst.
Landsknecht Ehe werden im Maien gemacht, die währen nicht länger, denn den Sommer.
Nach dem Winter kalt, so kommt der Sommer bald.
(Sprichwort enthalten in der Sammlung von Petri aus dem Jahr 1605. Wahrscheinlich entstanden aus einem Teil des alten Lieds „Fröhlich muß ich singen“ eines unbekannten Autors. Der ganze Liedtext im Lüneburger gesangbuch aus dem Jahr 1686, Seite 924, Nr. 1554.)
Nach Winters Leid kommt Sommer Freud.
Niemand kann sich der Mückenstiche im Sommer genügsam erwehren,
(Christoph Lehmann bemerkt 1630 dazu: „also auch nicht der Beschwernis im Leben.“)
Soldaten im Frieden sind Öfen im Sommer.
Sommerroggen und Ziegenmist lassen den Bauern, wie er ist.
(Das bedeutet, das der Ziegenmist ein schlechter Dünger auf den Feldern sein soll und der Sommerroggen nicht sehr ertragreich ist. Der Bauer hat gerade so viel Gewinn davon, als er Arbeit und Geld dafür aufwendet, er bleibt und hat so viel als vorher. Das Sprichwort ist in etlichen alten Sammlungen enthalten, nur der Bauer wird mal Wirt, Ackerwirt, Ackersmann, Landwirt oder Bauer genannt.)
Sommersaat und Weiberrat gerät alle sieben Jahre einmal.
Was man erspart, das gilt Winter und Sommer.
Wenn der Jungmann wüste, was der alte bedürfte, so würde er oft den Säckel nicht so weit auftun, oder würde im Sommer also säen, dass er im Winter zu leben hätte.
Wenn die wilden Enten und Kraniche kommen, wirds bald Sommer.
Wenn du im Sommer die Kleider zerreißt, so geh im Winter nackend.
Wenn's im Sommer warm ist, so ist's im Winter kalt.
Wenn's Zeit ist, so wirds Sommer.
Wer des Sommers seine Kleider verschleißt, den friert des Winters.
Wer im Sommer die Kleider verreißt (vertut), muss im Winter frieren.
Wer des Sommers tut singen, der mag des Winters springen.
Wer im Sommer nicht arbeitet, muss im Winter Hunger leiden.
Wer im Sommer nicht erntet, der muss im Winter darben.
Wer im Sommer nicht mag schneiden, muss im Winter Hunger leiden.
Wer im Winter nicht sein will ein Pöpel, der kann im Sommer sein ein Kröpel.
Besser im Winter ein Pöpel, als im Sommer ein Kröpel.
(Pöpel = wohlverwahrte Puppe; sich einpöpeln, jemand, der sich gegen Wind und Wetter dicht eingehüllt hat. Kröpel = Krüppel. Das bedeutet, wer im Sommer nicht krank sein will, der sollte sich im Winter warm anziehen, sich wohl verhüllen.)
Wer die Rose nicht im Sommer bricht, der bricht sie auch im Winter nicht.
Wer Rosen nicht im Sommer bricht, der bricht sie auch im Winter nicht.
(Das Sprichwort bedeutet, das man eine Gelegenheit nicht verpassen sollte, die wahrscheinlich nicht mehr wiederkommt.)
Wer sammelt nicht in Sommerzeit, groß Mangel er im Winter leid't.
Wessen Ofen geheizt ist, der meint, es sei allenthalben Sommer.
Wie man sich im Sommer nicht kann der Mücken erwehren, also auch im Leben kann sich ein Mensch böser Nachrede und Verleumder schwerlich entheben.
Wünschen, verlangen und warme Sommertage gehen viel in einen Hopfensack.