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Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Schönheit und Schönes

Schönheit ist ein individuelles menschliches Wohlgefallen von Dingen, anderen Menschen oder Tieren. Da es ein persönliche und subjektive Empfindung ist, gibt es keine verbindliche und Objektive Festlegung von Schönheit. Neben der subjektiven persönlichen Schönheit ist sie auch den Moden der verschiedenen Zeiten unterworfen. Was heute als Schönheit gilt, war es gestern noch nicht und kann morgen als altmodisch oder gar hässlich gelten. In allen Jahrhunderten gab es andere sich von heute unterschiedene Schönheitsideale. Wenn Schönheit im Sinne eines bewusst getroffenen Werturteils gemeint wird, handelt es sich um etwas anderes als einfaches Wohlfühlen oder Lustempfinden.  Manche Modeerscheinungen erscheinen mir von Anfang an nicht als schön. Alle machen nur mit, weil irgendjemand etwas Neues als schön propagiert, Werbung dafür macht oder Geld damit verdient.

 In der Philosophie, in der Psychologie, in der Kunst, in der Antike, wo Schönheit zusammen mit dem Wahren und dem Guten zu den obersten Werten gehörte und in anderer Wissenschaftszweigen ist die Schönheit zentral Aspekt für die Ästhetik. Schönheit hat sowohl objektbezogene als auch subjektive Aspekte, das wahrscheinlich fast jeder eine andere Meinung darüber hat. Deshalb sagt auch ein Sprichwort: „Schönheit liegt im Auge des Betrachters.“ Eine absolute Schönheit oder absolut Schönes gibt es nicht. Trotzdem versuchen viele, diesem imaginären Schönheitsideal so nahe wie möglich zu kommen und geben dafür Unsummen Geld aus und können es trotzdem nie erreichen. Kleine Fehler oder manche kleine Unschönheit bringen dabei viel mehr und prägen Aussehen und Charakter um vieles mehr.


Quelle und weitere Informationen dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönheit


Ebenso verhält es sich mit der Schönheit in deutschen Sprichwörtern. Schönheit gibt es wörtlich in etlichen deutschen Sprichwörtern, etwas Schönes in zahlenmäßig weit mehr und in vielen anderen ist Schönheit und Schönes versteckt enthalten.


 Zum Schluss: Neben der Schönheit in deutschen Sprichwörtern gibt es wie im Leben vieles andere Schöne und wichtigere Dinge, die es auch in deutschen Sprichwörtern zur genüge gibt und auf vielen anderen Seiten hier zu finden sind.


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Schönheit in deutschen Sprichwörtern:

Der Huren Schönheit ist gleich den Früchten, so auf hohen Felsen wachsen und nur von Raben und anderen Raubvögeln genossen werden.


Der Schönheit ist nicht zu trauen.


Die Schönheit fliegt hinweg, als wer sie nie gewesen; wer sie mit Tugend schmückt, ist selig und genesen.


Die Schönheit ist ein guter Empfehlungsbrief.


Die Schönheit, so keine Annehmlichkeiten mit sich führet, ist wie das Luder, so auf dem Wasser schwebt, nicht das es etwas fange, sondern, dass es gefangen werde.


Die Teufel haben den Himmel verloren, drum werfen sie den Menschen Gold, Geld, Ehr, Gewalt, Ansehen, Schönheit, Lust, Freud, Kreuz, Unglück, Verachtung und allerhand mehr in den Weg, nur dass sie nicht in ihre Stellen in Himmel kommen.


Gezwungene Liebe und gefärbte Schönheit halten nicht Farbe.

Gezwungene Liebe und gemachte Schönheit haben keine Beständigkeit.


Isst man nicht von Schönheit, so reibt man sich gern daran.


Jeder Tag bricht eine Blume von der Schönheit, darum hat sie kein Bestand.


Keuschheit und Schönheit liegen schon längst im Streit.


Schönheit brockt man nicht in die Schüssel.

 

Schönheit der Keuschheit Schaden tut, von Schönheit wird man nicht wohl behüt.


Schönheit? ein Kindbett!


Schönheit-Freud ist ein Maien-Blumen-Freud.


Schönheit im Gemüt macht bei Mann und Weib eine beständige Liebe, sie nimmt mit dem alter zu. Schönheit des Leibes nimmt ab.


Schönheit ist eine schöne Gab, nimmt aber mit der Zeit ab.


Schönheit ist ein Feuerspiegel.


Schönheit ist kein Erbgut.


Schönheit ist so gut als bar Geld.


Schönheit kann man nicht essen.


Schönheit liegt im Auge des Betrachters.


Schönheit macht Herzeleid.


Schönheit macht Hochmut, der tut nie gut.


Schönheit ohne Geld brockt nichts in die Schüssel.


Schönheit ohne Tugend ist verdorbener Wein.


Schönheit, Stolz und Übermut deckt gewöhnlich nur Ein Hut.


Schönheit und Keuschheit sind selten beieinander.


Schönheit und Torheit sind insgemein Geschwister.


Schönheit und Verstand gehen selten Hand in Hand.


Schönheit vergeht behänd, nimmt von Krankheit bald ein End.


Schönheit vergeht, Tugend besteht.


Schönheit verlöscht die Keuschheit.


Schönheit wird mit dem Beutel um den Hals geboren.


So lange als Augen und Schönheit in der Welt sein, so lange wird auch Liebe bleiben.


Trutzende Schönheit raubt kein Herz.

(Trutzig = veraltete Form von trotzig; bedeutet Gegenwehr und Widerstand.)


Verstand und Schönheit sind selten beisammen.


Von der Schönheit kann man nicht leben.


Von Schönheit hat man nicht gegessen, doch ist man gern bei ihr gesessen.


Wahre Schönheit kennt kein Alter.


Wahre Schönheit kommt von innen.


Weiberschönheit, das Echo im Wald und Regenbogen, vergehen bald.


Weiberschönheit hat manchen verderbt und betrogen.

  

Weiberschönheit ist ein verdeckter Unflat.

Der Weiber Schönheit ist verdeckter Unflat, der Weiber Unflat ist versilbert. Ergo Lediger Stand hat allein ruh im Land.

(Unflat = Unsauberkeit, widerlicher, ekelhafter Schmutz, Dreck, zu mittelhochdeutsch vlāt, althochdeutsch flāt = Sauberkeit, Schönheit, althochdeutsch flāwen = spülen, waschen, säubern.)


Wenn man den Frauen von ihrer Schönheit nur einmal sagt, so glauben sie ewig daran.


Wenn zur Tugend kommt Schönheit, so bringt es Lieb und Freundlichkeit.


Wer nach Geld und Schönheit tracht, in seinem Ehestand Unglück macht, Geld und Gestalt sich bald verliert, oft in die größte Armut führt.


Wer Schönheit liebt und Ehr' nicht acht, der hat sein Glück nicht wohl betracht.


Schönes in deutschen Sprichwörtern


Abgötterei und Gleisnerei*11 will allweg schön sein.


All Ding ist nur eine Weile schön.


Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.


Am schönen weißen Zeug sieht man bald einen Flecken (als erstes).


Auf das schönste Fleisch sitzen gern Scheißfliegen.


Aus dem stinkenden Kraute wächst die schöne Lilie.

Die schöne wohlriechende Lilie wächst aus'm stinkenden Kraut.


Aus den klaterigen Füllen werden die schönsten Hengste.

Aus klattrigen Fohlen werden die schönsten Hengste.

(Aus dem Plattdeutschen: klattrig = zerlumpt, abgerissen, zerfetzt. klaterigen =  heruntergekommen, zerlumpt; schmutzig; jämmerlich, verwahrlost, schäbig)


Aus hurtigen und schönen Mägden werden faule und hässliche Weiber.


Aus schönen Kleidern werden Alltagshosen, aus schönen Weibern verbabelte Ware.


Beim Licht ist eine Bauernmagd schön genug.


Bei schönem Wetter muss man den Mantel mitnehmen.

Bei schönem Wetter nimm den Mantel mit; regnet es, so halt es, wie du willst.


Bern hat schöne Gassen und ein wüstes und wildes Land.


Bescheidenheit, das schönste Kleid.


Besser albern und fest als schön und kraus.


Er ist ein schöner Bildstock an der Straße, weist andern den Weg, und geht ihn selbst nicht.


Bist du schön und säuberlich, so sieh dich desto mehr vor.


Blödes Herz buhlt keine schöne Frau.


Das ganze schöne Gewölb Gottes steht fest, und hat doch keine Pfeiler.


Das ist schön, was den Leuten gefällt.

(Ergänzung 1630 bei Lehmann: „nicht, was sonst schön ist.“)


Das Kraut und die schönen Blumen stehen schön und wohl beisammen.


Das Leben ist schön, aber kostspielig.


Das Recht ist eine schöne Braut, wenn sie in ihrem Bette bleibt.


Das schönste Grün wird auch Heu.


Es ist kein Baum so schön, dass man dran hängen möchte.

Manchem ist's wie Marculfo: der fand keinen Baum schön genug, um sich daran zu hängen.


Demut, diese schöne Tugend, ziert das Alter wie die Jugend.


Demut ist eine schöne Zier.


Der Bösen Missfallen ist ein schönes Lob.


Der Abend rot, der Morgen grau, bringt das schönste Tagesblau.


Der Kuckuck ist auch schön.


Der Schönen dück ist armer Leute Unglück.


Der schönen Jugend, geziert mit Tugend, gebührt der Preis vor dem alten Unweis.


Der schönste Affe ist ein hässlich Ding.


Der schönste Aff ist ein Unflat.


Der Schönste putzt das Licht.


Der Teufel war schön – in seiner Jugend.


Des Morgens sieht man, ob der Tag schön will werden.


Deutschland ist wie ein schöner waidlicher Hengst, der Futter und alles genug hat, und fehlt ihm nur an einem guten Reiter.

(Wenn man sich die Regierungen aus dem Mittelalter bis heute ansieht, denkt man wahrscheinlich, dieser gute Reiter wird sich wohl nie finden.)


Die Eisschollen des Winters machen den Frühling desto angenehmer, und die Sonne kommt uns nie schöner vor, als wenn sie nach einer Finsternis hervor tritt.


Die Federn des Pfaus sind schöner, denn die Federn des Storches.


Die Fische haben ein schön Ansehen, denen der Kopf weit vom Schwanz steht.


Ein schönes Weib ist eine unrichtige Uhr.


Die Furcht des Herrn ist ein gesegneter Garten: Die schönsten Blumen und Früchte wachsen darin.


Die geistliche Kappe ist oftmals ein schöner Teppich, der garstige Mauern deckt.


Die Immen küssen gern die schöne Blumen und sie bleiben doch schön.


Die Jungfrau sieht schön aus, hat aber bösen Sinn.

(Mancher (nicht nur die Jungfrauen im Sprichwort) mit schönem Aussehen hat einen schlechten Charakter und hat Böses im Sinn.)


Die Kerze, die vorgeht, leuchtet schön.


Die Neuigkeit blüht wohl schön, sie trägt aber böse Früchte.


Die schönen Falken und Papageien haben krumme Schnäbel, wenn sie reden, so kann man sie doch nicht deutlich vernehmen.


Die Sonne scheint im Winter so schön als im Sommer aber sie hitzt und wärmt nicht.


Die Wahrheit hat ein schönes Angesicht, aber zerrissene Kleider.


Die Wahrheit vergleicht man zu dieser Zeit mit den schönen Kleidern, die man nur an den Feiertagen anlegt.


Die Welt ist ein schöner Baum, im Lenzen wachsen die Blätter, im Herbst fallen sie ab; einen trägt man zur Taufe, den andern zum Grabe.


Eine hübsche Frau und ein hübscher Ofen in einer Stube sind eine schöne Hauszier.


Eine Jungfrau schön gerad und lang, vertreibt Herzen sorg und leid, wenn man's gebraucht zu rechter Zeit.


Einem schönen Haus ein schöner Wirt.

Ein schönes Haus, ein schöner Wirt.


Einen schönen Tag soll man Abends loben.

Einen schönen Tag soll man auf den Abend loben.

Lobe den Tag nicht vor abends.


Eine schöne Blume im Garten auf'm Stängel ist anmutig, ist sie abgebrochen und verwelkt, so ist die Schönheit dahin.


Eine schöne Blume verliert auch ihren Geruch.


Eine schöne Braut ist leicht gepaart.


Eine schöne Frau in Armut, die ihre Ehr behalten tut und liebt dazu ihren Mann, die trägt der Ehren wohl eine Krone.


Eine schöne Frau und schöner Gang im Bergwerk kann einen auch wohl betrügen.


Eine schöne Jungfrau ohne Geld kriegt mehr Buhler als Freier.


Eine schöne Laterne hat oft kein Licht.


Eine schöne Monstranz, wenn nur Heiligtum drinnen wäre!

Er ist eine schöne Monstranz, wenn nur ein Heiligtum drin wäre.


Eines großen Herrn Pracht und Herrlichkeit erkennt man an seinem großem weiten und schönem Hause, wie Gottes Herrlichkeit am Himmel.


Einfalt hat schöne Gestalt.


Ein Feuerzeug, Kompass und schlagender Zeiger sind die schönsten Instrumente auf Erden.


Ein fromm und schönes Weib ist ihres Mannes Zier.


Ein gesunder starker Leib, ein schön gottselig Weib, gut Geschrei und bar Geld, ist das Beste in dieser Welt.


Ein guter Name, die schönste Mitgift.

Guter Name ist ein schönes Heiratsgut.


Ein Heuchler scheint schön von außen.


Ein Jahrmarkt ohne Diebe, schön Mädchen ohne Liebe, eine Scheuer*32 ohne Mäuse, ein Bettler ohne Läuse, eine Vettel ohne Schelten: Die fünfe find't man selten.


Ein kleiner Nebel verdirbt einen schönen Tag.


Ein kluger beredter Mann weiß seine Reden den Zuhörern so eben und gerecht zu machen wie ein geschickter Schneider ein schönes Kleid dem Leib.


Ein Maler kann eine schöne Blume malen, kann ihr doch keinen Geruch geben.


Ein schöner Leib voll untreu ziert übel.


Ein schöner Rock ziert den Stock.


Ein Schöner soll einen Hässlichen nicht verachten.


Ein schöner Tag hat auch ein Abend, eine schöne Blume wird welk und verliert ihren Geruch.


Ein schöner Tag macht keinen Sommer.


Ein schöner Wintertag macht keinen lustigen Vogel.


Ein schönes Angesicht verkauft oft einen faulen Hintern.

Ein schön Angesicht verkauft wohl einen grindigen Leib.

Schönes Angesicht verkauft einen grindigen A. . . ..

Ein schön Angesicht, schornsteinen Gefäß.

(Das Sprichwort bedeutet, man sollte immer etwas genauer hinsehen und nicht die Katze im Sack kaufen. Oft stecken auch heute wie früher hinter den verlockenden Schnäppchen und günstigen Angeboten nur wertlose Dinge.)


Ein schönes Feuer ziert ein Haus.


Ein schönes Gesicht ist ein heimlicher Verräter.


Ein schönes Gesicht ist statt (wie) ein Trommelschläger.


Ein schönes Gesicht und eigensinniger Kopf gehen gemeiniglich miteinander.


Ein schönes Kleid deckt auch wohl einen Schalck.


Ein schönes Weib ist die Hölle für die Seele und das Fegefeuer für den Beutel.


Ein schönes Weib ist ein stummer Betrug.


Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem gülden Haarbande.


Ein schön und unzüchtig Weib ist wie ein Wein mit tödlichem Gift vermischt.


Ein schön Weib ist ein Bubenspiegel.

Ein schön Weib ist nur ein Bubenspiegel.


Ein schön Weib ist wie ein schönes Kleid, wenn man's zu viel trägt, so wirds verbabelt.


Ein schwacher Grund wirft den schönsten Turm über den Haufen.


Ein Schwan ist auch schön und hat doch ungeschmack Fleisch.

Ein Schwan ist so weiß und schön und hat ein ungeschmack Fleisch, ist schwarz und grob.


Ein Stück Kuhfleisch ist auch beim Lichte schön.


Ein törichter Kopf und schön Gesicht gehen gemeiniglich miteinander.


Ein Weib ist schön geziert, die nach ihrem Stand nicht viel geziert ist.


Ein wenig Schande wärmt und macht schöne Farbe.


Er hasst den Schulsack, wie schön er auch gemalt ist.


Er hat mit schönen Zähnen schlecht zu essen.


Er ist ein schönes Schild am Wirtshaus, mahnt andere einzukehren und bleibt selbst draußen.


Er putzt gern das Licht, er wird wollen ein schön Weib haben.


Es dünkt dem Affen, er hab die schönsten Kinder.


Es gehört viel dazu, ein schönes Pferd und Weib zu erhalten.


Es geht mehr Liebes zur Kirche denn Schönes.

Es geht mehr Liebes als Schönes zur Kirche.

Es geht mehr Liebes zur (in die) Kirche als Schönes.


Es gibt keinen schönen Kerker und keine hässliche Geliebte.


Es ist armer Jungfern Schade, dass sie schön sind.

(Druckfehler in der Sammlung von Karl Simrock. Unter Nr. 5338 steht bei ihm falsch „Schande“ und nicht das richtige „Schade“. Genauso wie Armut keine Schande ist, ist es auch nicht Schönheit, nur dadurch wird Aufmerksamkeit erregt, in dessen Folge Schaden entstehen kann.)


Es ist auch schöner Leute Herbst schön.


Es ist eine schöne Harmonie, wenn Herz und Mund zusammen stimmen.


Es ist ein schöner Taler*34, mit dem man zehn ersparen kann.


Es ist keine Eule, die nicht schwöre, sie habe die schönsten Kinder.

Es ist keine Eule, die nicht schwüre, sie hätte die schönsten Jungen.

Es ist keine Eule, sie schwört, sie habe die schönsten Jungen.


Es ist kein Granatapfel so schön, er hat ein böses Kernlein.


Es ist kein Hafen*15 so schön, man findet einen so schönen Deckel.

Man find kein so schönen Hafen*15, man find noch ein schönern Deckel.

Zum schönen Hafen*15 gehört ein schöner Deckel.

​Es ist kein so schönes Schiff, es hat seine Pumpe.

​Es ist kein Tier dem Menschen so ähnlich, als ein Aff, aber wenn er schon das schönste Kleid an trägt, so kennt man ihn doch.

​Es ist leicht, eine schöne Frau zu bekommen, aber schwer, schön zu behalten.

Es ist leichter, wider den Satan streiten, als wider ein schön Weib.

Es ist leichter, wider den Satan zu streiten, als wider ein schönes Weib.

Leichter streiten wider Satan, als wider ein schön Weib.

Es ist nicht schön, einen Fuß im Grabe haben und den andern im Hochzeithause.

(Dieses und andere Sprichwörter sind der früher oft erheblich geringeren Lebenserwartung der Menschen als heute geschuldet. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern lag bei Gründung des Deutschen Reichs 1871 bei 35,6 Jahren (Frauen 38,4), Hundert Jahre Später bei 67,4 (73,8) und heute über 80 Jahre. Das ist aber immer noch erheblich weniger als bei manchem anderen, beispielsweise haben einige Sprichwörter ein Alter von mehreren Tausend, die meisten wenigstens einige Hundert Jahre. Dieses Sprichwort ist nachweislich über 200 Jahre alt.)

​Es ist nichts Neues, dass in einem schönen Wirtshause der Wirt ein Schalk ist.

Es kam keine so schöne Sonne, das den Dieb gelüstet an den Galgen zu gehn.

Es kam noch kein' so schöne Sonn', das den Dieb gelüstet zum Galgen zu gehn.

​Es kann auch ein schlechter Stock das schönste Glas zerbrechen.

​Es kann ein schönes Weib bald alle Zucht entwenden, dem, der nicht bald entweicht und flieht aus ihren Händen.

​Es lautet übel, wenn das Bauer schön ist, und der Vogel darin singt nicht wohl.

​Es leuchtet kein Morgenstern so schön als Gerechtigkeit und Gehorsam.

​Es leuchtet oft ein Stern gar schön und vergeht wieder.

Es muss ein schöner Baum sein, daran man sich henken will.

Es müsste ein schöner Baum sein, daran einen gelüstet zu hängen.


Jedem dünkt seine Braut die Schönste.

Jeden deucht seine Braut die Schönste.


Jede Mutter meint, ihr Kind sei das schönste.


Jeder Mutter Kind ist schön.


Jedes Weib will lieber schön als fromm sein.

Viel Weiber wollen lieber schön, denn fromm sein.


Je dunkler die Nacht, je schöner der Tag.


Je gesunder und schöner, je rotziger.


Je höher der Kirchturm, je schöner das Geläute.


Je mehr man den Stock begießt, je schöner er aufschießt.


Je schöner das Kleid, je größeren Schaden tun die Motten.


Je schöner der Kopf, je weniger Gehirn.


Je schöner der Vogel von Federn, je ungeschmackter vom Fleisch ist er.


Je schöner die Wirtin, je schwerer die Zeche.

(Bei Simrock (1846, Nr. 11680) und Binder (1873, Nr. 4087) steht jeweils wortgleich obiges Sprichwort. Wander schreibt es ab und gibt mit der Quelle Binder das richtige Sprichwort an (Wirthin Nr. 7). Unter Wirthin Nr. 8 verändert er es in: „Je schöner die Wirthin, je theurer der Wein.“ und gibt für seine eigene Neuschöpfung fälschlich Simrock als Quelle an. So sind viele Tausend vermeintliche deutsche Sprichwörter im Deutschen Sprichwörter Lexikon tatsächlich entweder keine deutschen oder überhaupt keine Sprichwörter.)


Je schöner Frau, je kürzer Leben.


Je schöner, je. unkeuscher.


Je schöner Weib, je schlechtere Schüssel.

(Der Grund dafür ist laut Körte (Nr. 6596): „weil es mehr vor dem Spiegel, als vor dem Herde zu stehen pflegt.“)


Je schwärzer die Nacht, je schöner (angenehmer) der Tag.


Je später der Abend, je schöner die Leute (Gäste).


Jungfrauenschöne ist Sommer Obst.


Jung genug, schön genug.

Jung ist schön genug.

Jung, schön genug.


Jung und schön sein ist gut, keusch und häuslich besser.


Kein Aff', er schwört, er habe die schönsten Kinder.

​Kein besser Kleid, denn Ehr und Frömmigkeit, je länger man's trägt, je besser es wird und je schöner es steht.

​Keine Rose so schön, dass sie nicht auch endlich welkte.

​Keine schönere Konkordanz*21, denn so Herz und Mund zusammenstimmen.

​Kein Gefängnis ist schön und keine Braut hässlich.

​Kein Gewand kleidet schöner als Demut.

​Kerze, die vorgeht, leuchtet schön.

​Kinder mögen auch gern schön sein.

​Krieg blüht schön und bringt böse Frucht.

​Kürschner und Bettler sind Betrüger; jene wenden das Schöne heraus, diese hinein und das Hässliche vor.

​Küss' mich, wo ich schön bin.

Liebe gehet für schöne.

(Das bedeutet: Liebe geht vor Schönheit.)

​Liebes geht über Schönes.

Mancher Baum blüht schön, aber es fällt viel ab, oder trägt doch keine Frucht.

(Christoph Lehmann erklärt es 1630 mit: „das ist, mancher lässt sich wohl an, aber fährt nicht fort.“)


Mancher ist eine schöne Monstranz und ist kein Heiligtum drin.

Man findet keinen so schönen Topf, (man findet) als einen schönen Deckel.

Man find kein so schönen Hafen*15, man find noch ein schöneren Deckel.

Man lässt das Schöne nicht fromm sein.

Das Schöne lässt man nicht fromm sein.


Man muss die Wäsche aufhängen, wenn es schön ist.

(Mit dem schön ist das Wetter gemeint. Es sollte nicht regnen, wenn man die Wäsche zum trocknen auf die Wäscheleine hängt.)


Man sieht eines schönen Weibs Konterfei gern, viel lieber den Leib.

(Christoph Lehmann fügt 1630 hinzu: „Man hat lieber das Original als die Kopie.“)


Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.

(Wenn es am schönsten ist, kann es nur noch schlechter werden. Aus Spaß wird möglicherweise Ernst, beim Spiel folgt eine Pechsträhne und die besten Dinge zum Essen werden abstoßend, wenn sie zu viel genossen werden. Wenn man im schönsten Moment aufhört, wird man sich sehr lange freudig daran erinnern und den größten Nutzen haben.)


Man soll sich an einen schönen Galgen henken, wenn man sich henken will.

Wer sich je hängen will, der soll sich an einen schönen Galgen hängen.

(Johann Michael Sailer meint in seiner Sammlung „Die Weisheit auf der Gasse“ 1810 (Seite 371) dazu: „Gibt es denn einen schönen Galgen? Ist doch kein Tod schön, als den du für Religion, Tugend, Vaterland stirbst, . . Dies Sprichwort straft übrigens die Wollüstigen, die sich an hässliche Dirnen hängen, und in der kurzen Lust den frühen Tod finden. – Dieser Tod ist eine Art Selbstmord, und aller Selbstmord, im Auge der Vernunft, Wahn- oder Unsinn.“)


Mein Buhl die Schönste.


Mit schönen gelehrten Worten überredet man die Bauern.


Mit Gott fang an, mit Gott hör auf, das ist der schönste Lebenslauf.


Mit schönen Schein will die Welt betrogen sein.


Nach trübem Wetter folgen gemeiniglich schöne Tag.


Nichts ist schöner als das Wahre.


O Äffin, was sind eure Jungen schön!


Ob der Tag schon morgens schön ist, kann es doch wohl abends donnern und regnen.


Obschon der Tag schön ist, so soll man ihn doch nicht loben, denn am Abend.

Obschon im Winter ein schöner Tag ist, so singen doch die Vögel nicht.

Wenn schon im Winter ein schöner Tag ist, so singen doch drum die Vögel nicht.

​Ochsen muss man schön aus dem Wege gehn.

​Oft werden aus faulen Schweineborsten schöne Kehrbürsten gemacht.

​Paros hat kalt Wasser, aber schöne Weiber.

​Raupen haben oft eine schöne Gestalt, beschmeißen und verderben doch Bäume, Laub und Gras.

​Reichtum ehret wohl seinen Herrn, es ist aber auch bisweilen ein schöner Teppich, der faule Wände bedeckt.

Rotzige Leute stecken in gesunder, schöner Haut.

(Rotzig = laut dem Grammatisch-kritisches Wörterbuch von Adelung: „Mit Rotz beschmutzt, besudelt; in den niedrigen Sprecharten.“)

​Sachen und Geschäfte, die ein schön Angesicht haben, sind oft dahinter voll Wust und Gestank, der durch eine Stadt oder Land geht.

Schadenfreude ist die schönste Freude.


Schöne Blumen stehen nicht lang am Wege.


Schöne Federn machen einen schönen Vogel.

Schöne Federn, schöne Vögel.


Schöne Gesichter haben viel Richter.


Schöne Gestalt des Leibs und schön Licht im Hirn machen ein Ansehen.


Schöne Gestalt hat große Gewalt.

Schön Gestalt hat groß Gewalt.


Schöne Gestalt verliert sich bald.


Schöne Glieder, schöne Gemüter.


Schöne Hände sind leicht zu waschen.


Schöne Höfliche Scherzreden bei Geschäften haben auch Huld und Gunst.


Schöne Hur ist ein lebendiger Sarg.


Schöne Hütten, schlechte Sitten.


Schöne Jungfer (Jungfrau) trägt ihr Heiratsgut im Angesicht.

Schöne Jungfrau hat ihr Heiratsgut im Angesicht.

Eine schöne Jungfrau trägt ihr Heiratsgut im Angesicht.


Schöne Kleider bedecken viel Angst und Trübsal.


Schöne Küh geben gemeinlich nicht viel Milch.


Schöne Leute haben schöne Sachen.


Schöne Leute sind gern Freundlich.


Schöne Leute sind selten keusch.


Schönem Wetter und Fürstenlächeln ist nicht zu trauen.

Schönem Wetter und Fürstenlachen traue nicht.


Schönen Weibern muss man den Rücken kehren.


Schöner Apfel ist auch wohl sauer.

Schöne Äpfel sind auch wohl sauer.

(Bei Körte war es 1837 noch ein schöner Apfel, Simrock schrieb 1864 ab und machte mehrere schöne Äpfel daraus. Das Sprichwort bedeutet, dass auch ein schöner Apfel seine Makel hat oder einen Wurm enthalten kann. Früher wurde damit auch ausgedrückt, dass die schönste Frau einen bösen Sinn haben kann.)


Schöner Engel, vorn mit einem B!


Schöner Jungfer ohne Geld sind der Freier viel bestellt.


Schöner Kopf, wilder oder fauler Arsch.


Schöner Weiber und Männer wird man auch satt.


Schöne Seelen finden sich.


Schöne Seele will reine Höhle.


Schönes Gesicht hat großes Gewicht.


Schönes Kleid, hungriger Bauch.


Schöne Tage lob abends und schöne Weiber früh.

Schöne Tage soll man abends loben und schöne Frauen morgens.


Schöne Weiber binden (gemeiniglich) die Hausssorge an die Knie(scheibe), damit sie das Angesicht nicht runzelig machen.

Schöne Weiber binden das Hauskreuz unters Knie, damit ihr Angesicht nicht runzele.


Schöne Weiber machen schöne Sitten.


Schöne Weiber muss man nicht beim Licht nehmen.


Schöne Weiber sind der Buhler Spiegel.


Schöne Weiber sind in Verdacht oder im Geschrei.

(Das bedeutet, schöne Frauen sind oft in Verdacht, auf Abwege zu geraten, oder es sind Gerüchte über sie in Umlauf.)


Schöne Weiber sind Irrwische, (sie) verführen bei hellem Tag.

Schöne Weiber sind Irrwische, verführen die Leute am Tag.


Schöne Weiber und zerschnittene Kleider bleiben gern hangen.


Schöne Worte, böser Kauf.


Schöne Worte gemacht ist halb verkauft.


Schöne Worte helfen nicht, wo das Wort nicht kommt ans Licht.


Schöne Worte machen den Gecken fröhlich.


Schöne Worte machen den Kohl nicht fett.


Schöne Worte müssen schlechte Ware verkaufen.


Schöne Worte ohne Werke sind wie 'ne zerbrochene Harke.


Schöne Worte und nichts dahinter.


Schön Fleisch ist schwer vor den Fliegen zu bewahren.

Schön Fleisch ist schwerlich vor den Schmeiß Mücken zu behalten.


Schön ist ihr Krag' um den Hintern, wie sie mag.


Schön ist, was schön tut.


Schön und fromm stehen selten beisammen.

Schön und fromm stehen selten in einem Stall.


Schön und züchtig sein trifft selten ein.


Schön Weib ist ein zartes Kleid, wenn man's viel antut, verdirbt es.


Schön Weib, viel Stolz.


Schwarze Seele in schönem Körper ist doppelte Gefahr.


Sie ist die Schönste, wenn sie allein ist.


Tugend geht vor Ehr, Gut und Schön.

​Tugend ohne Gut ist ein schöner Wintertag, Gut ohne Tugend ist ein Tag ohne Sonne.

​Tugendreich ist Edel und schön genug.

​Tugend und ein schöner Leib stehen wohl beieinander.

​Tugend und Weisheit aus Büchern studieren ist, als wenn einer aus Büchern lernt fechten, oder als wenn einer vom schönen gemalten Bild wollt reden und gehen lernen.

​Um eine schöne Braut ist noch wohl ein Tanz zu tun.

​Ungeziert ist der Mann am schönsten.

Unter schönen Blumen und grünem Gras verschleichen sich oft die Schlangen.


Unter schönen Mauern nisten giftige Schlangen.


Unter schöner weißer Asche liegen glühende Kohlen.


Verschmäh den nicht, der hässlich ist, ob du gleich etwa schöner bist.

Verschmäh nicht den, der hässlich ist, ob du gleich schön und hübsch bist.

​Verschwiegenheit gibt dem Reden so schöne Anmut, wie Pausen der Musik und das Schattieren der Malerei.

Verzagt Herz freit nimmer (um) ein schönes Weib.

Verzagt Herz freit keine schöne Frau.


Vier Dinge wollen alle Weiber haben, viel Kinder, großes Gut und schönen Mann, herrschen im Haus und müßiggehen.

​Von schönen Pferden fallen schöne Fohlen.

​Vorher schön zum Küssen, nachher zum Anpissen.

​Vor schönen Kleidern zieht man den Hut ab.

Was beschissen ist, das will sich mit andrer Leute Unglimpf schön machen.

(beschissen = beschmiert, verdreckt, unrein, Betrug. Glimpf = angemessenes Benehmen, etwas angemessen tun, rücksichtsvoll sein; Unglimpf ist das Gegenteil. Das Sprichwort bedeutet, jemand tut Böses oder Schlechtes und versucht, sich reinzuwaschen oder von sich abzulenken, indem man auf andere und deren bösen Verhalten verweist.)

Wasch du mich, so wasch ich dich, so sind wir beide schöne Buben.


Was hässlich ist, das macht die Liebe schön.

Was hilft eine schöne Schüssel, wenn nichts darin ist.

(Das bedeutet wahrscheinlich, es ist eine schöne Braut, die aber leider keine Mitgift mitbringt.)

Was lieb ist, das ist schön.


Was man begehrt und bittet, das ist leicht schön und gut genug.


Was schändlich ist zu tun, ist auch nicht schön zu sagen.


Was schön ist, das grünet durch Kunst.


Was schön ist, das ist lieb.

(Das Sprichwort steht 1630 bei Christoph Lehmann im Kapitel über den Ehestand unter der Überschrift „Ob in Heiraten auf Schönheit zu sehen“. Wie aus den weiter folgenden Sprichwörtern bei Lehmann ersichtlich, konnte das auch damals ein Trugschluss sein. Bis heute ist die Wahrheit von diesem Sprichwort nicht bewiesen, oft ist es Wunschdenken. Warum gibt es sonst bis zu 50% Scheidungen?)


Was schön ist, das soll man loben, aber was recht und gut ist, soll man mehr loben.

Was schön ist, soll man loben, was recht ist, noch mehr loben.


Was schön ist, ist schwer zu behalten.