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Über 31.000 Deutsche Sprichwörter

Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Eis und Schnee und Regen

Eis ist die feste Phase von Wasser. Unter dem Gefrierpunkt von 0 °C erstarrt flüssiges reines Wasser (H2O) bei Normaldruck in Anwesenheit von Kristallisationskeimen zu Eis. Im festen Aggregatzustand des Wassers kristallisieren die Wasserteile, die sich sonst in einer beweglichen Mischung von Ordnung und Chaos befinden (flüssiges Wasser), zu einem festen hexagonalen Kristallsystem, das Eis genannt wird. Sechs Wassermoleküle schließen sich dabei über Wasserstoffbrücken jeweils zu einem Ring zusammen, wobei jedes Molekül ebenfalls Teil von zwei benachbarten Ringen ist. Als natürlich vorkommender kristalliner Festkörper mit einer definierten chemischen Zusammensetzung zählt Eis zu den Mineralen der Stoffgruppe der Oxide.

  Es kann natürlich in verschiedenen Erscheinungsformen von Schneeflocken, Graupel- und Hagelkörnern, Reif, Raureif, Raueis und Klareis, Eiszapfen und Eisblumen, Kammeis, Firn und Eisdecken stehender und fließender Gewässer, Grundeis, Treibeis, Packeis, Meereis, Schelfeis bis zu Gletschern, Eiskappen und Eisschilden auftreten. Die Dichte von gewöhnlichem Eis ist mit 0,918 g/cm³ geringer als die von flüssigem Wasser, wodurch Eis auf der Wasseroberfläche als Eisschollen oder Eisberg schwimmt. Ein Zehntel des Eises ragt über der Wasseroberfläche, die übrigen rund 90 Prozent tauchen unter. Zu diesem Phänomen kommt es, weil die Wassermoleküle im hexagonalen Gitter des Eises einen größeren Abstand zueinander haben als im flüssigen, ungeordneten Zustand.

  Polare Eiskappen und Vergletscherungen von Polarregionen mit Ausbildung von Eisschilden haben entscheidenden Einfluss auf das Klima des Planeten Erde. Dauerhafte Eisbedeckungen in der Polarregion kennzeichnen ein Eiszeitalter. Die im Eis gebundene Wassermenge ist der größte Speicher von Süßwasser im globalen Wasserkreislauf und beeinflusst die Zugänglichkeit von Wasser in verschiedenen Regionen.

  Nach der Mohsschen Härteskala hat Eis bei wenigen Grad unter Null die geringe Härte von 1,5 und lässt sich mit dem Fingernagel ritzen. Bei tieferen Temperaturen von −30 °C übertrifft es mit einer Härte von 3,5 die von Kalkstein (Härte 3) und bei −80 °C die Härte von Vergütungsstahl (Mohshärte ca. 6) (Diamant hat die Härte 10).


Quellen und Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Eis

                                          https://de.wikipedia.org/wiki/Schnee

                                          https://de.wikipedia.org/wiki/Regen


In flüssiger Form ist auch Wasser in deutschen Sprichwörtern weit verbreitet und befindet sich auf dieser Website auf einer eigenen Seite. Wegen der verschiedenen Formen und Zustände, in der das Wasser auf der Erde in der Natur vorkommt, ist auch Eis in deutschen Sprichwörtern, ebenso Schnee in Sprichwörtern, zusammen mit allen Formen des Regens, hier vertreten.


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Eis in deutschen Sprichwörtern:

Angenommene Weis zergeht wie Eis (zerschmelzt wie ein Eis).

(Das bedeutet, wenn man sich in einer Weise verhält, die nicht dem eigenen Charakter entspricht, wird man es anderen nicht lange vormachen können. Früher oder später verrät man sich doch und im entscheidenden Moment tritt die wirkliche Wesensart zum Vorschein.)


Auf dem Eise ist nicht gut gehen.

Auf dem Eis ist nicht gut gehen, es hat keine Balken unter ihm.


Auf des Teufels Eis ist nicht gut gehen.


Das ist Esels Weisheit, der kommt auf kein Eis, darauf er einmal gefallen.

Der Esel kommt nicht leichtlich wieder aufs Eis, da er einmal gefallen ist.

Es ist Eselsweisheit, wieder auf das Eis zu gehen, auf dem man gefallen ist.


Den Esel führt man nur einmal aufs Eis.


Der das Eis zuerst bricht, hat auch seinen Ruhm und wohl die meiste Arbeit.


Der Hunger treibt den Wolf über Schnee und Eis.


Der Wind weht wohl Schneeberge zusammen, aber kein dickes Eis.


Eis hat keine Balken.

(Ebenso das Wasser, aus dem das Eis besteht. Allzu oft wird es von denen bemerkt, die sich auf zu dünnes Eis wagen, aber wenn es aus Ermangelung der Balken bricht, ist es zu spät. Mancher hat seinen Leichtsinn mit Gesundheit und Leben bezahlt, besser sind Umwege und Vorsicht vorher.)


Er wartet des Eis und lässt die Henne fliegen (laufen).


Es ist zu spät, sagt der Wolf, da war er mit dem Sterz im Eis angefroren.


Fleiß bricht (alles) Eis.


Fleiß fällt nicht auf dem Eis.


Fleiß geht sicher auf dem Eis.


Fleiß wird weis' und bricht alles Eis.


Ja, liebe Frau Bas, wenn es regnet, wird man (machts) nass, wenn es schneit, so wird man weiß, und wenn's gefriert, so gibt es Eis.


Mit bösen Gäulen bricht man das Eis.

Mit bösen Pferden bricht man das (man's) Eis.


Müh und Fleiß bricht alles Eis.


Nach Lichtmess traut der Fuchs dem Eis nicht.


Pfingsten, wenn die Gans auf dem Eise geht!

Zu Pfingsten auf dem Eise!

(Da es zu Pfingsten in Deutschland wahrscheinlich nie Eis auf dem Wasser gibt, ist dies ein Hinweis auf den Nimmerleinstag. Es wird nie getan oder bezahlt.)


Wenn dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis tanzen.

Wenn dem Esel zu wohl ist, so geht er aufs Eis (tanzen) und bricht ein Bein.

Wenn dem Esel (der Geis) zu wohl ist, so geht er (sie) auf's Eis tanzen, und bricht ein Bein.

Wenn dem Esel zu wohl tut sein, tanzt er aufs Eis und bricht ein Bein.

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.

Als dem Esel zu wohl ward, ging er aufs Eis und brach ein Bein.


Wenn der warme Wind kommt, so schmilzt das Eis.


Wenn die Bauern Eis sch–, dann muss es kalt sein.


Wenn man das Wasser unterm Eis hervor langt, so gerät das Bier am besten.


Wenn's dem Esel übel geht, so will er durch die Erde fallen, ist ihm wohl, so geht er aufs Eis tanzen.


Wer auf das Glück vertraut, aufs Eis derselbe baut.


Wer auf Hoffnung traut, hat auf Eis gebaut.


Wer einem gemeinen Weib vertraut, desgleichen auf das kalte Eis baut und einem Schottenpfaffen glaubt, der ist seiner Vernunft beraubt.

Wer/Der einem gemeinen Weib vertraut und auf einem kalten Eis baut und einem Schottenpfaffen glaubt, der ist seiner fünf Sinne beraubt.


Wer ist eselweis, geht nur einmal aufs Eis.


Wollust*36 vergeht wie Schnee und Eis, Tugend und Kunst behält ewig preis.


Zu viel Fleiß fällt auf dem Eis.


Zu Weihnachten Gras, zu Ostern Eis.


Schnee in Sprichwörtern aus Deutschland


Anschläge verschmelzen oft wie Schnee.


Auch wenn Schnee auf der Hütte liegt, bedeutet es nicht, dass der Kamin in der Hütte schon kalt ist.


Auf manche Menschen regnet es Unglücke und auf andere schneit es hingegen Dukaten in Rosenwasser geweicht.


Bald anders bestehen wie der Schnee im Sommer, wie eine getünchte Wand im Regen.


Beschwernis und Unglück leckt alle Freud hinweg, wie die Sonne den Schnee.


Der Geiz treibt manchen über See, durch Ungewitter, Regen und Schnee.


Der Hunger treibt den Wolf über Schnee und Eis.


Der Schnee ist der Erden Pelz, dass die Früchte nicht erfrieren.


Der Schnee ist der weiße Leithund, der viel Tierlein aufspürt und verrät.

(Ein Sprichwort 1605 in der Sammlung von Friedrich Peters (Petri). Ebenso wird es in einigen Wörterbüchern erklärt, so 1832 im „Volksthümliches Wörterbuch der deutschen Sprache“ Band 4,Ausgabe 2, in dem wörtlich auf Seite 1576 steht: „weiß wie Schnee . . . ein weißes Tuch, Kleid; der weiße Leithund, bei den Jägern der Schnee, besonders wenn er neu ist, weil man die Fährte gut darin sieht“)


Der Schnee lässt sich nicht im Offen backen.

Der Schnee lässt sich nicht im Ofen trocknen.


Der Schnee verrät manchem Hasen den Hals.


Der will das Wasser aus dem Schnee drücken und den Schnee behalten.


Der Wind weht wohl Schneeberge zusammen, aber kein dickes Eis.


Die Lüge ist wie ein Schneeball; je länger man ihn wälzt, je größer er wird und je heftiger die Sonne scheint, je ehe er zerschmelzt.

Lüge ist ein Schneeball, wird desto größer, je länger man sie fortwälzt.

Eine Lüge ist wie ein Schneeball, je mehr man den wälzt, je größer er wird.


Du musst keinen Kummer haben, dass der Schnee brennt.


Einer fragt, wie man aus Wasser könnt Essig machen, der andern Antwort, wie man aus Salz Schnee macht.

Aus Wasser macht man Essig, wie Salz aus Schnee.


Er dörrt Schnee im Ofen.

Er will den Schnee im Ofen dörren.

Er hat den Schnee im Ofen getrocknet und für Salz verkauft.


Es kommt alles an den Tag, was man unterm Schnee verbirgt.

Es kommt alles an den Tag, was man unter dem Schnee verbirgt.

Es kommt alles an den Tag, was unterm Schnee verborgen lag.

Kommt der Tau, so kommt an Tag, was unterm Schnee verborgen lag.


Es kommt nur hohen Bergen zu, Schnee und Gras auf eine Zeit zu haben.

(In diesem Sprichwort werden die hohen Berge mit älteren Menschen verglichen,die durch ihr Alter Verstand entwickeln konnten. Seltener sieht man Jugend und Verstand beisammen.)


Es rührt kein Schneeflöcklein das andre an, bis es auf die Erden kommt.


Fällt der erste Schnee in (den) Dreck, (so) ist der Winter ein (arger) Geck.

(Georg Schambach meint 1863 in seiner Sammlung dazu: „Löst sich der erste Schnee gleich beim Niederfallen in Wasser auf, so wird der nachfolgende Winter kein rechter Winter, sondern äfft (täuscht) gleichsam nur die Menschen.“)


Geschrei wächst wie ein gewälzter Schneeball.

(Geschrei = Gerücht)


Großer Schnee, großes Wasser.


Grüne Weihnachten bringen gern schneeweise Ostern.


Gute Vorsätze und Aprilschnee währen nicht lange. 

(Aus dem Aprilschnee in seiner Quelle im Buch „Altes Gold“ von Lohrengel aus dem Jahr 1860 hat Wander 1876 im Deutschen Sprichwörter Lexikon „Gute Vorsätze und Aprilsonne währen nicht lange.“ gemacht. Seitdem wird es nur falsch wiedergegeben.)


Ist der April auch noch so gut, schneit`s dem Bauern auf den Hut.


Ja, liebe Frau Bas, wenn es regnet, wird man (machts) nass, wenn es schneit, so wird man weiß, und wenn's gefriert, so gibt es Eis.


Kinder leckt man nicht aus (dem) Schnee.


Kleiner Schnee, große Wasser; großer Schnee, kleine Wasser.


Lügen zerschmelzen wie Schnee.


Man muss nicht unter dem Schnee mähen (wollen).

Schneide nicht unter dem Schnee.

(Das bedeutet,von einer fernen Zukunft kann man nicht als etwas wirklich Sicheres ausgehen. Sie kann noch so wahrscheinlich sein, oft kommt es doch ganz anders. Wer 1980 etwas von der deutschen Wiedervereinigung, Computern oder Internet erzählt hätte, den hätte man für einen weltfremden Fantasten und Träumer gehalten. Die heutige Wirklichkeit nach 2026 war selbst vor wenigen Jahrzehnten für keinen absehbar, wie soll man dann die Dinge in 20 oder 30 Jahren vorhersagen wollen?? Zum Beispiel für 2050, was allenthalben immer gern getan wird?)


Nach Schnee und Regen kommt wenig Segen.


Regen und Schnee fällt vom Himmel und kommt nicht ledig wider dahin.


Schneit es in den Dreck, so geht man drüber weg.


Unter dem Wasser ist Hunger, unter dem Schnee Brot.


Viel Schnee, viel Heu, aber wenig Korn und Hafer.


Was kümmern uns Wolken und Schnee vom vorigen Jahr?


Was mag das Schaf denken, wenn die Heide beschneit ist?


Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee.


Wenn das Glück aufgeht, so schneit es Freunde, wen es aber untergeht, hagelt es Feinde.


Wenn der Schneekönig wiederkommt!


Wenn der Schnee vergeht, wird sich's finden.


Wenn die Disteln hoch wachsen, gibts viel Schnee.


Wenn die Forellen früh laichen, so gibt es viel Schnee.


Wenn die Sonne den Schnee wegleckt, so blickt hervor, was er bedeckt.


Wenn es auf den Bergen schneit, so ist es kalt im Tal.


Wenn es Glück regnet, sitzen fromme Leute im Schnee.


Wenn es regnet, so ist der Schnee verdorben.

Wenn Regen kommt, ist Schnee verdorben.

Wenn's regnet, ist Hagel und Schnee verdorben.


Wenn es schneit in den Dreck, so friert es, dass es bäckt.


Wenn es taut, so kommt an Tag, was unterm Schnee verborgen lag.


Wer im eignen Haus beregnet und beschneit wird, des erbarmt sich auch Gott nicht.

Wer in seinem eigenen Hause beschneit oder beregnet, des will sich Gott nicht erbarmen.

Wer in seinem Haus beschneit wird, des erbarmt sich auch Gott nicht.

Wer leid, dass ihm in sein eigen Haus regnet oder schneit, des erbarmt sich Gott nicht.


Wo ist der Schnee, der vorm Jahr lag?


Wollust*36 vergeht wie Schnee und Eis, Tugend und Kunst behält ewig preis.


Worte vom Schnee, der vor'm Jahre fiel.


Regen in deutschen Sprichwörtern


Abendröte bringt klare Zeit, Morgenröte Regen bedeut.


Alles ist möglich, aber es regnet kein Geld.


Alte Leute sind wunderlich: Wenn es regnet, wollen sie Heu machen.


Auf Donner folgt gern Regen.


Auf manche Menschen regnet es Unglücke und auf andere schneit es hingegen Dukaten in Rosenwasser geweicht.


Auf Nasses regnet es gern ein gleiches.


Auf Regen folgt Sonnenschein.

Nach Regen kommt Sonnenschein.

Nach Regen folgt Sonnenschein.

Nach dem Regen scheint die Sonne.

(Vermeintlich sind Sprichwörter fest gefügte Sätze oder Wendungen, die volksläufig verbreitet sind. So fest gefügt, wie allgemein angenommen sind viel aber nicht, sie sind teilweise in vielen Variationen in Umlauf. Die 1. ist von Braun (1840), die 2. von Simrock (1846) und Körte (1837) und die 3. ist von Binder (1873) und die 4. stammt von Petri aus dem Jahr 1605)


Aus dem Regen in die Traufe kommen.

Er ist vom Regen in die Traufe gekommen.

Er kommt vom Regen in die Traufe.

(Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu.)


Bald anders bestehen wie der Schnee im Sommer, wie eine getünchte Wand im Regen.


Bei schönem Wetter nimm den Mantel mit; regnet es, so halt es, wie du willst.


Da regnet's lauter Glück, dass man im Dreck sitzt bis über die Ohren.

(Dieses Sprichwort sagt man 1630 laut Christoph Lehmann, wenns übel geht.)


Der Engländer sagt, dass eine Frau weise genug sei, wenn sie so viel Verstand hat, unterzutreten, wenn es regnet.

(Früher meinte man, Frauen bräuchten nicht viel lernen (außerdem könnten sie es auch nicht), da sie sowieso heiraten und Kinder bekämen. Dabei ist zu viel Wissen oder Klugheit hinderlich, denn sie würden dann weniger den Anordnungen der Männer folgen und ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen, es bring also nur Probleme. Die meisten Probleme treten wahrscheinlich deswegen auf, weil viele Männer das heute noch glauben.)


Der Geiz treibt manchen über See, durch Ungewitter, Regen und Schnee.


Der glücklichen Braut fällt der Regen in den Schoß.

Der glücklichen Braut regnet es in den Schoß.

Einer glückseligen Braut fällt der Regen in Schoß.


Der Himmel sieht noch gar zu klar aus, dass es morgen sollte Reichstaler*34 regnen.


Der Regen ist unfruchtbar, der ins Wasser fällt, und macht nur Wasserblasen.


Die Einfalt meint, wenn es vor ihrer Türe nass ist, so regnet`s allenthalben.

Einfalt meint, wenn es vor seiner Tür nass ist, so regnet`s allenthalben.


Die Erde will Regen.


Die heiße Sonne sticht nach einem Regen.


Duck dich, Seele, es kommt ein Platzregen!

(Im Buch „Teutsch-juristischer Sprichwörterschatz“ von Georgius Tobias Pistorius aus dem Jahr 1716 steht auf Seite 635 unter Nr. LXII als Erklärung dazu: „Ich rufe darum so laut, damit ich meine Seele warnen, und sie vor dem starken Trunk sich vorsehen und in einen heimlichen Ort in dem Leib sich verbergen, einfolglich sie durch den starken Suff nicht ersäuft werden möge.“)


Einem unfruchtbaren Sand und Stein kein Regen hilft noch Sonnenschein.


Ein frommer Regent ist ein lieblicher Tau und Regen.


Ein gnädiger Regen, ein reicher Segen.


Ein gutes Pferd achtet auf keinen Platzregen.


Ein kleiner Regen macht nicht alles nass.

(Ein) kleiner Regen macht nicht nass.

Kein kleiner Regen macht alles nass.


Ein kleiner Regen stillt einen großen Wind.

Kleiner Regen stillt oft großen Wind.

Kleiner Regen legt großen Wind.

Es kann auch ein kleiner Regen einen großen Wind stillen.

Ein kleiner Regen mag einen großen Wind legen.

Ein kleiner Regen legt großen Wind.

Ein kleiner Regen tut auch ein grossen Wind legen.

Kleiner Regen macht großen Wind legen.


Ein Rauch, ein bös Weib und ein Regen sind einem Haus überlegen.

(Sprichwort in Anlehnung an die Bibel, Die Sprüche Salomos 27, 15. Sieh dazu das Sprichwort: „Drei Dinge treiben den Mann aus dem Hause, ein Rauch, ein übel Dach und ein böses Weib.“)


Ein Regen kommt wohl, wenn es dürre ist.


Er ist von dem Rost in die Glut gefallen, von dem Regen in die Traufe gekommen, dem Regen entlaufen, und in das Wasser gefallen.

(Eine Zusammenfassung von mehreren Teilen, in denen das Unglück schlimmer wird. Das bedeutet, es hat einer immer mehr, und größere Unglücke und Pech, bei allem, was er tut. Es gelingt einfach nichts. Er ist ein echter Pechvogel und Unglücksrabe.)


Er schüttelt es ab wie der Hund den Regen.

Er schüttelt's ab, wie der Hund den Regen.


Es kommt nicht allezeit Regen, ob man gleich sieht ein Wölkchen wegen.


Es meint mancher, er wolle aus der Traufe laufen und kommt gar in den Schlagregen.


Es sind nicht alle gute und selige Morgenregen, die vom Himmel tröpfeln.


Frühregen und Frühgäste bleiben selten über Nacht.


Gott gibt die Kleider nach dem Regen.


Gott spricht zum Platzregen, so ist er da mit Macht.


Großer Wind bringt oft nur kleinen Regen.

Ein großer Wind bringt zuletzt einen großen Regen.


Großer Wind ist selten ohne Regen.


Ist' kein Regen, so ist's doch Wind.


Kleiner Regen macht auch nass.

Kleine Reglein machen auch nass.


Kleine Regen machen auch nass.


Kleiner Regen schlägt großen Staub nieder.


Man kann bei einem alten Zaun einen Regen aussitzen.


Man macht keine Kappe wegen eines Regens.

(In diesem Sprichwort ist ein Regenmantel mit Kappe gemeint.)


Morgenregen und Alteweibertänze dauern nicht lange.


Morgenregen und Weiberweh sind um Zehne nimmermeh.


Morgenröte kann nicht lügen,

Mägdebauch kann nicht betrügen.

Ist's nicht Regen, ist es Wind,

ist's nicht Schmer, so ist's ein Kind.

(Schmer = aus dem  mittelhochdeutschem, Fett, Bauchfett.)


Morgenrot mit Regen droht.


Nach dem Regen wächst Kraut und Grass, nach dem Wein mag man schwätzen bass.

Nach Regen wächst Kraut und Gras, der Wein macht schwätzen bass.

Nach Regen wächst Kraut und Gras, nach Wein man schwätzet bass.

(ḅass = aus dem Alt.- und Mittelhochdeutschem, besser als etwas, wohl, gut, auch bass erstaunt (verwundert) sein.)


Nach dem Sonnenschein kommt Regen.


Nach großer Dürre (kommt) großer Regen.

Nach großer Trocknis kommt großer Regen.

(Nach Wilhelm Körte kein Sprichwort über das Wetter, sondern eine Ausrede für Säufer: „damit rechtfertigt sich auch wohl der, der sich's Saufen abgewöhnen will und sich unversehens mal wieder vollsäuft.“)


Nach großer Hitze und trockenem Wetter kommt gern ein Platzregen.


Nach Schnee und Regen kommt wenig Segen.


Nicht alle Wolken regnen (bringen Regen).

Alle Wolken regnen nicht.

(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 25, 14: „Wer Geschenke verspricht und hält’s nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne Regen.“)


Nur nicht ängstlich, sagte der Hahn zum Regenwurm, da fraß er ihn auf.


Pfingstenregen, Weinsegen.


Pfingstregen tun selten gut.


Regenbogen am Morgen

macht dem Schäfer Sorgen;

Regenbogen am Abend

ist dem Schäfer labend.


Regen und Schnee fällt vom Himmel und kommt nicht ledig wider dahin.


Regen und Segen kommen vom Herrn.


Reif und Regen begegnen sich auf den Stegen.


Selten ist gelegen, großer Wind ohne Regen.


Trübe Wolken sind selten ohne Regen.


Unkraut verdirbt nicht, es käm' eher ein Platzregen drauf.


Viel kleine Regen machen einen Platzregen.


Weiberschönheit, das Echo im Wald und Regenbogen, vergehen bald.


Wenn der Regen vorüber ist, so nimmst du den Regenmantel um.


Wenn der Ruß an der Pfanne brennt, so gibt's Regen.

(In einigen neueren Quellen wird dieses alte Sprichwort etwas verändert zitiert und als Kalenderspruch bezeichnet: „Wenn der Ruß an der Pfanne brennt, dann schlägt das Wetter um.“ Aber auch heute kann genauso wenig wie Wander im Sprichwörter Lexikon im 19. Jahrhundert erklären, welcher Zusammenhang zwischen brennenden Ruß und dem Wetter besteht. Vielleicht ein erster Warnhinweis auf den Klimawandel?)


Wann die Enten im Haufen baden und quietschen, so folgt gern ein Regen.


Wenn die Laubfrösche knarren, so mag man wohl auf Regen harren.


Wenn die Mönche bald reisen, so kommt Regen.


Wenn die Schwalben nieder fliegen und die Tauben baden, so bedeutet's Regen.


Wenn die Wolken voll sind, so geben sie Regen auf Erden.


Wenn ein Platzregen fällt, so eilt der Wandersmann nach der Herberge.


Wenn es regnet, so ist der Schnee verdorben.

Wenn Regen kommt, ist Schnee verdorben.

Wenn's regnet, ist Hagel und Schnee verdorben.


Wenn die Kohlen bleiben am Hafer hangen, wird ein Regen bald anfangen.

Wenn Kohlen bleiben am Hafen hangen, so muss ein Regen bald anfangen.


Wenn Rauch nicht aus dem Hause will, so ist vorhanden Regens viel.


Wer dem Regen entlaufen will, fällt oft ins Wasser.

Wer dem Regen entlaufen will, der fällt ins Wasser oder gar ins tiefe Meer.


Wer im Trockenen sitzt, lacht über den Regen.


Wer reisen will, der vergesse des Regenmantels nicht.