
Der Bauch des Menschen befindet sich in der Mitte des Körpers. Die Obergrenze des Bauches ist auf Höhe der Brustbeinspitze, die Untergrenze am Leistenband. Der von Rippen eingefasste Bereich oberhalb des Bauchnabels ist der Oberbauch. Der Bereich ohne knöcherne Elemente ist der Mittelbauch. Der Unterbauch ist vom Becken eingefasst. Im Bauchraum befinden sich etliche Organe. Zu den Oberbauchorganen gehören Leber, Gallenblase, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse und Milz. Zu den Unterbauchorganen gehören der Dünndarm und der Dickdarm. Wenn der Mensch gesund ist, sollte man von den Organen und deren Funktionen nichts bemerken. Erst bei Erkrankungen oder falschen, verdorbenen Lebensmitteln oder übermäßigem Essen treten Unwohlsein oder Schmerzen auf.
Der Magen ist ein Verdauungsorgan fast aller Tiere. Der Magen ist ein Hohlorgan aus Muskelgewebe, das innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Alle Nahrung und Getränke gelangen beim Menschen durch die Speiseröhre als Erstes in den Magen. Im Magen wird der Nahrungsbrei mit dem Magensaft aus Salzsäure und und Enzymen vermengt, der im Wesentlichen aus dem Proteine spaltenden Enzym Pepsin und Salzsäure besteht. Durch Muskelkontraktionen wird der Nahrungsbrei weiter zum Magenausgang transportiert, von wo aus der vorverdaute Speisebrei zum Darm gelangt, der für die eigentliche Verdauung sorgt.
Die Quelle im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Bauch
https://de.wikipedia.org/wiki/Abdomen
https://de.wikipedia.org/wiki/Magen
Auf dieser Seite findet man Bauch und Magen in deutschen Sprichwörtern, beides wird oft gleichwertig genannt. Manches steht vergleichbar unter Bauch oder unter Magen, je nachdem es in der alten deutschen Sprichwörterliteratur zu finden ist. Nicht alle deutschen Sprichwörter meinen nicht wörtlich den Bauch oder Magen, die Ausdrücke stehen oft auch stellvertretend für anderes. Nur auf den Magen schlagen die Sprichwörter garantiert nicht.
Alle Mädchen sind Jungfern, solange der Bauch schweigt.
Auf einem vollen Bauch ist gut liegen.
Auf einem vollen Bauch steht ein fröhliches Haupt (fröhlicher Kopf).
Auf vollem Bauch steht ein fröhlich Haupt.
Auf einem vollen Bauch steht ein tölpischer und unbesonnener Kopf.
Aus einem vollen Haupt und satten Bauch kommt selten ein subtiler Gedanken.
Besser in der weiten Welt als im engen Bauch.
Besser in die weite Welt, wie in den engen Bauch.
Bittet man den Bauern, so schwillt ihm der Bauch.
Dem hungrigen Bauch schmeckt alles wohl.
Dem Sänger protzt der Bauch, so man ihn zu singen bittet.
Der Bauch fragt, wie viel es geschlagen.
Der Bauch ist dem einen so weich als dem andern.
Der Bauch ist der sichere Trost.
Der Bauch ist ein beinloser Gott.
Der Unmäßigen Gott ist der Bauch.
(Sprichwort mit Ursprung in der Bibel, aus dem Brief des Paulus an die Philipper 3, 19 „welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und deren Ehre zu Schanden wird, die irdisch gesinnt sind.“ Luther-Bibel 1912)
Der Bauch ist ein böser Rat.
Der Bauch ist ein böser Ratgeber.
Der Bauch ist ein schlechter Ratgeber.
Der Bauch ist ein großer Schalk, er macht viel Schälke (er macht uns alle zu Schelmen).
Der Bauch ist ein großer Schalk, macht uns all zu Schelmen.
Der Bauch ist ein (großer) Schalk.
Der Bauch macht uns alle zu Schelmen.
Der Bauch ist ein Meister von allen Künsten.
Der Bauch ist ein Wirtshaus, da einer geht ein, der andre aus.
Der Bauch ist ein Wirtshaus, die Gäste gehen ein und aus.
Der Bauch ist ein Wirtshaus, wo es gehet ein und aus.
Der Bauch ist ihm so weich wie mir.
Der Bauch ist leicht gefüllt.
Der Bauch kann der Glieder und die Glieder des Bauches nicht entbehren.
Der Bauch lässt sein(er) nicht vergessen.
Der Bauch lässt sich bald sättigen, die Augen nicht (nimmer).
Der Bauch lässt sich mit guten Worten nicht aufhalten.
Der Bauch lässt sich mit (leeren) Worten nicht abspeisen.
Der Bauch lässt sich nichts vorlügen.
Der Bauch lehrt alle Künste.
Der Bauch macht Diebe und Mörder.
Der Bauch macht Huren und Buben.
Der Bauch und seine Glieder hören keine Prediger.
Der Bauch will nicht borgen.
Der Junge hat eben so 'nen linden Bauch, zu sterben, als der Alte.
Der Mund ist des Bauches Henker und Arzt.
Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am weichsten sind.
Der Teufel greift gemeiniglich die Leute am Bauch an, da sie am weichsten sind.
Der Vollbauch lobt das Fasten.
Die Affekten wohnen im Bauch, die Vernunft im Hirn, jedoch regiert das unterst das oberste.
Die Augen müssen vorm Bauch voll sein.
Die Augen sind manchmal größer (weiter) als der Bauch.
Die Augen sind immer größer denn der Bauch.
Die Kanzlei im Menschen ist im Kopf, das Zeughaus in der Brust, die Kuchen oder Keller im Bauch.
Die Speis dem Bauch und der Bauch der Speis, aber der Leib dem Herrn und der Herr dem Leib.
Er trägt die Windeln noch am Bauch und will predigen.
Er hat noch die Windel um den Bauch.
Einem hungrigen Bauch kann niemand lügen.
Ein fetter Bauch, ein grober Schlauch.
Ein hungriger Bauch hat keine Ohren.
Der Bauch hat keine Ohren.
Der Bauch hat nicht Ohren.
Ein Löwe hat keinen Fuchs im Bauch.
Ein schändlicher Schelm der Bauch ist, der um Tellerleckens willen Buben macht.
Ein voller Bauch macht, dass man betet ohne Andacht.
Ein voller Bauch und grober Kopf richten wenig aus.
Es geschieht alles um des Bauchs willen, was man tut und red't.
Es geschieht alles ums Bauchs willen, was man treibt und tut.
(Christoph Lehmann bemerkt 1630 dazu: „Jedermann folgt Judas' Regel: Was wollt ihr mir geben?“) (bei Wander verändert: Jedermann folgt Judas' Regel: Was wollt ihr mehr geben?)
Es sind ihm die Augen weiter als der Bauch.
Fische und Weiber sind im Bauch besser.
Geistlich um den Kopf, weltlich um den Bauch, war von alters her junger Nonnen Brauch.
Geistlich um den Kopf, weltlich um den Bauch war vor alters junger Nonnen Brauch.
Gott füllt den Gottlosen den Bauch, den Gläubigen gibt er das Himmelreich.
Hunger und ein lediger Bauch tun wehe, ein überfüllter Magen noch mehr.
Hungrigem Bauch schmeckt alles wohl.
Hungriger Bauch gibt kein Gehör.
Ein hungriger Bauch hat keine Ohren.
Hungriger Bauch singt einen bösen Alt.
Ihm ist ein steinernes Haus durch den Bauch gefahren.
(Das bedeutet, der Verschwender hat durch Schlemmen und Trinken das Vermögen im Wert eines Hauses aufgefressen.)
Ist das Kleid verrissen, so hält doch der Bauch den Wein.
(verrissen = zerrissen)
Ist der Bauch satt, wird (ist) das Herze froh.
Ist der Magen satt, wird das Herze fröhlich.
Ist der Rock zerrissen, der Bauch hält gleichwohl Bier.
Katzen haben einen glatten Bauch und scharfe Klauen.
Kinder wollen das Auge immer eher füllen, denn den Bauch.
Lass dir die Augen nicht weiter sein denn den Bauch.
Man füllt einem jeden eher seinen Bauch als seine Augen.
Man füllt leichter den Bauch als die Augen.
Man soll den Bauch gemach füllen.
Man sorgt mehr für den Bauch als für die Seele.
Mit vollem Bauch ist gut Fastenpredigt halten.
Morgenröte kann nicht lügen,
Mägdebauch kann nicht betrügen.
Ist's nicht Regen, ist es Wind,
ist's nicht Schmer, so ist's ein Kind.
(Schmer = aus dem mittelhochdeutschem, Fett, Bauchfett.)
Nichts ist zu Augen gut, aber bös im Bauch und Beutel.
Scham ist des Bauches Henker, armer Leute Schaden.
Schönes Kleid, hungriger Bauch.
(Ein) Voller Bauch, ein fauler Gauch.
Voller Bauch, fröhlich Haupt.
(Ein) Voller Bauch lobt das Fasten.
Voller Bauch studiert nicht gern.
Ein voller Bauch studiert nicht gern.
Voller Bauch zum Studieren nicht taugt.
Voller Bauch toller Rat.
Voller Bauch tut wohlgesetzte Streiche.
Von Worten wird der Bauch nicht voll.
Viel Reden macht den Bauch nicht voll.
Was dem Maul wohltut, das muss oft der Bauch oder Fuß entgelten.
Wenn der Bauch schwillt, sieht man, wo es gilt.
Wenn der Bauch voll ist, ist das Haupt blöde.
Wenn man den Bauer bittet, schwillt ihm der Bauch.
Wir fehlen alle, sprach die Äbtissin, als ihr Bauch schwoll.
Wir fehlen alle mannigfalt, sprach die Äbtissin, als ihr Bauch anschwoll.
(Sprichwort nach der Bibel, Der Brief des Jakobus 3, 2)
Worte füllen den Bauchl (Beutel) nicht.
Zu einem guten Mönch gehören drei Dinge: Ein allmächtiger Bauch, ein Eselsrücken und ein Rabenmaul.
Auf einem vollen Magen steht ein fröhlicher Kragen.
Auf vollem Magen steht ein fröhlicher Kragen.
Besser den Magen gekränkt als dem Wirt was geschenkt.
Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt.
Das Jahr hat ein großes Maul und 'nen weiten Magen.
Das Jahr hat ein weites Maul und einen großen Magen.
Das Jahr hat ein weites (großes) Maul und großen ('nen weiten) Magen.
Das Versprechen füllt den Magen nicht.
Der Fuchs sagt zum Hahn: Mein Herr, ich wollt eures Kopfs gern schonen und euch das Leben gönnen, aber ich kann eures Kopfs nicht entraten um meines hungrigen Magens willen.
Der Magen ist ein offener Schaden.
Des Abends fressen und saufen, dem Magen tut groß Ungemach Haufen. So du willst dieser Strafe entlaufen, tu dich des Abends nicht vollsaufen.
Die Jungen sollen zum Tische einen hungrigen Magen, und einen müden Leib zu Bette tragen.
Junge Leute sollen einen hungrigen Magen zu Tisch und müden Leib zu Bett tragen.
Ehre in einem Mann, der ihrer nicht wert, bringt einen unverdaulichen Magen.
Einem hungrigen Magen ist nicht gut predigen.
Ein guter Koch und ein hungriger Magen kommen wohl zusammen.
Ein hungriger Magen hat keine Ohren.
Ein hungriger Magen gibt ein schwaches Haupt.
Ein hungriger Magen studiert nicht gern.
(Gleiches wird auch von einem vollen Bauch gesagt. Egal was, eine Ausrede für jeden, der nicht lernen will.)
Er hat einen heißen Magen, hat Haus und Hof verdaut.
Er hat einen heißen Magen, wie ein Hahn oder Strauß, er verdaut Eisen.
Er hat einen Straußenmagen, er verdaut Kieselsteine.
Er hat eines Straußen Magen, er verdaut Eisen, Häuser, Stein und Holz.
Er hat einen pommerischen Magen, er kann Kieselsteine vertragen.
Er hat 'nen pommerschen Magen, der verdaut Eisen und Kieselsteine.
Er hat einen Straußenmagen, er kann alle harten Reden verdauen.
Er hat 'nen Schwamm im Magen.
(Das bedeutet, er ist ein Säufer.)
Er kann viel vertragen, er hat einen ausgepichten Magen.
Er mag das Wasser nicht in den Schuhen haben, geschweige im Magen.
Erst der Magen, dann der Kragen.
(Das bedeutet, man muss erst für ausreichend und gesunde Nahrung sorgen, bevor man sich ausgefallene und möglicherweise unnötige Kleidungsstücke kaufen kann.)
Es gehört ein guter Magen dazu!
Es ist nicht alles dem Magen gut, was dem Maul wohltut.
Es ist nicht allweg gesund, was geht in den Magen durch den Mund.
Es kommt alles in einen Magen.
Es können nicht alle Magen großes Glück verdauen.
Nicht alle Mägen also beschaffen seien, dass sie ein großes Glück verdauen können.
Fischen und Jagen macht einen hungrigen Magen.
Gestohlen(es) Gut liegt hart im Magen.
Guter Wein verdirbt den Beutel und schlechter den Magen.
Hat sich der Magen geschlossen, so kann noch etwas zum Schlüsselloch hinein.
Ist der Magen voll, so geht noch etwas zum Schlüsselloch hinein.
Hunger und ein lediger Bauch tun wehe, ein überfüllter Magen noch mehr.
Im Monat zweimal voll, bekommt dem Magen wohl.
Ist der Magen satt, wird das Herze fröhlich.
Klagen füllt nicht den Magen.
Leichter Magen, schwerer Sinn.
Liebe geht durch den Magen.
Man sieht (mir) nicht in den Magen, wohl aber auf den Kragen.
Man sieht einem nicht in den Magen, aber wohl auf den Kragen.
(Das bedeutet, man sieht die Kleidung der Leute, aber nicht, dass sie aus Geldmangel lieber auf ausreichende Nahrung verzichten und hungern, um mehr für Garderobe und äußeres Erscheinungsbild ausgeben zu können.)
Meerrettich ist dem Magen ein Pflaster, den Augen ein Laster.
Nicht alles dient dem Magen, was angenehm dem Kragen.
Nichts ist gut für die Augen, (taugt) aber nicht für den Magen.
Pfaffenmagen kann alles vertragen.
Samt am Kragen, Hunger im Magen.
Samt am Kragen, Kleien im Magen.
Sammet am Kragen, Kleien im Magen.
Sand reinigt den Magen.
(Das Sprichwort ist schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisbar, die Variante „Dreck reinigt den Magen.“ seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Beides ist nachweislich nicht richtig. Vielmehr sind im Sand und Dreck unzählige möglicherweise krank machende Keime enthalten. Die meisten Keime werden durch die Magensäure unschädlich gemacht und das Immunsystem kann sich durch den Kontakt auf kommende Infektionen einstellen. Darum schadet etwas Dreck oder Sand meist nichts, kann aber trotzdem Verstimmungen, Unwohlsein oder Krankheiten verursachen.)
Sein Magen kocht gut, (er) hat Haus und Hof verdaut.
(Das bedeutet, ein Verschwender hat so lange geprasst und verschwendet, bis er nichts mehr hat.)
Versprechen füllt den Magen nicht.
Was der Mund annimmt zu kauen, das muss der Magen verdauen.
Was kommt durch den Kragen, das geht wohl durch den Magen.
Wenn der Magen aufgeht, so geht das Maul auch auf.
Wenn der Mensch schläft, so hat er das Haupt im Magen.
Wenn die Augen mit dem Geldbeutel auf den Markt gehen, muss der Magen sich auf Fasttage richten.
Wenn zwei Trunkenbolde des überschütten Magens Wust zusammenkotzen, wer hat Lust davon als die Säue?
Wer sich abends den Magen nicht überlädt, dem tut morgens der Kopf nicht weh.
Wer sich des Abends den Magen nicht überladet, dem tut des Morgens der Kopf nicht weh.
Wiederkäuen verdrießt, wenn man keinen Magen dazu hat.
Wie der Magen, also die Speise.