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Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Köpfe

Der Kopf oder das Haupt ist der oberste bzw. vordere Bereich des Körpers bei Menschen und bei vielen Tieren. In der Kopfregion liegt die Mundöffnung (Bei etlichen Tierarten umgeben von Mundwerkzeugen und verschiedenen der Nahrungsaufnahme dienenden Organen), Nase, Augen, Ohren und dem im Inneren des Kopfes liegen wesentliche Teile des Zentralnervensystems, das Gehirn besonders geschützt durch die Schädelknochen. Der eigentliche Kopf ist, im Unterschied zum bloßen Kopfende, deutlich vom restlichen Körper, dem Rumpf, abgesetzt. Als Hals wird ein eingeschnürter Abschnitt zwischen Kopf und Rumpf bezeichnet.

 Alle Wirbeltiere sind in Kopf, Rumpf und Schwanz gegliedert, wobei sich der Kopf durch den knorpeligen oder verknöcherten Schädel auszeichnet. Der Kopf der Wirbeltiere ist eine evolutionäre Neuerung gegenüber den schädellosen Chordatieren. Der überwiegend aus Zellen der Neuralleiste hervorgehende Schädel kann unterteilt werden in den das Gehirn schützenden Hirnschädel, den der Nahrungsaufnahme und der Atmung dienenden Gesichtsschädel mit dem Kiefer bei Kiefermäulern, sowie aus dem Bindegewebe gebildeten Deckknochen.

 Der Kopf des Menschen entspricht grundsätzlich dem Säugetierkopf, ist aber aufgrund des aufrechten Gangs das obere Ende des Körpers. Die Augen sind wie bei allen Primaten nach vorn ausgerichtet, und der das große Gehirn schützende Gehirnschädel ist gegenüber dem Gesichtsschädel stark vergrößert und überragt alles.


Quellen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Kopf

               https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Kopf


Wie im täglichen Leben meint Köpfe in deutschen Sprichwörtern nicht nur den eigentlichen Kopf des Menschen, sie stehen auch für vielfältige andere Dinge. Obwohl sich das Gehirn als Zentrum von Verstand, Intelligenz und Gefühlen im Kopf befindet, bemerkt man das nicht immer bei allen Menschen. Diesen Zustand behandeln etliche deutsche Sprichwörter.


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Köpfe in deutschen Sprichwörtern:

Alles wissen macht Kopfweh.

Allzu viel wissen macht Kopfwehe.

Viel Wissen macht Kopfweh.


Alter Leute Rat macht selten Kopfweh.


Argwohn soll man in der Geburt ersticken, man soll im in der Jugend den Kopf abhauen.


Auf einem vollen Bauch steht ein tölpischer und unbesonnener Kopf.


Auf einem vollen Kropf steht ein toller Kopf.


Auf einen Eselskopf sind Laugen umsonst.


Auf einen grindigen Kopf gehört eine scharfe Lauge.

Auf grindigen Kopf gehört scharfe Lauge.

Grindigem Kopf gehört scharfe Lauge.


Auf (einen) solchen Kopf gehört eine solche Lauge.


Aus einem finstern Kopf kommt Finsternis.


Aus einem vollen Kopf kommen lauter Tannhäuser bedenken.


Aus geschickten und geschwinden Köpfen werden gern Schwärmer und Ketzer.


Aus vielen Köpfen ist gut Rat holen.


Besser einen leeren Beutel als leeren Kopf haben.


Besser ein hastiger Kopf, denn ein fauler Topf.

Besser ein toller hastiger Kopf den ein Faulenzer.


Blauer Montag, volle Kröpfe, leere Beutel, tolle Köpfe.

​Der gute Montag macht volle Kröpfe, leere Beutel und tolle Köpfe.


Claus meint, es sei geritten, wenn er den Sattel auf'm Kopf getragen.

(Beschreibung eines einfältigen Menschen.)


Darnach der Kopf ist, darnach (so) macht man die Lauge.


Das Alter hat den Kalender im Kopf.


Das Beste am Schweinskopf ist – die Sau.


Das Denken soll man den Pferden überlassen, sie haben die größeren Köpfe (den größeren Kopf).


Das Gebet ist ein Rauchwerk, das dem Teufel Kopfweh macht.


Das war getroffen, sagte der Jung, da schmiss er seiner Mutter ein Aug aus dem Kopf.


Den Narren am Kopf, am Klange den Topf.

Am Klang erkennt man den Topf und aus der Red des Narren Kopf.

Am Klang erkennt man den Topf wie den Narren am Kopf.


Dem weisen Kopf tut man selten Ehre.


Den Kopf halt kühl, die Füß(e) warm, das macht den besten Doktor arm.


Der betrogen ist, der hat die Narrenkappe angestreift, hat Eselsohren davongetragen, hat das Seil an den Hörnern, hat die Reus über'n Kopf, der Hase ist im Garn, er hängt in der Schlinge und versteht die Münz nicht.

(Christoph Lehmann macht 1630 diese Aufzählung in einem Satz (Seite 92, Nr. 47). Möglicherweise wurden einzelne Begriffe auch ohne die andern gebraucht. Auch heute noch werden viele betrogen, besonders durch Telefonanrufe, im Internet oder anderswo, die dann noch ganz andere Ausdrücke verwenden.)


Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

Der Fisch stinkt vom Kopf her.


Der Fuchs sagt zum Hahn: Mein Herr, ich wollt eures Kopfs gern schonen und euch das Leben gönnen, aber ich kann eures Kopfs nicht entraten um meines hungrigen Magens willen.


Der Furchtsame fürchtet sich wie ein grindiger Kopf vor der Lauge.


Der Hase ist gut zu streifen bis an den Kopf.


Der hat einen gelenken Kopf, der sich vorn und hinten flöhen kann.


Der hat ein Wurm im Kopf, der ein vergoldet Rapier in ein alte verrissene Scheide steckt.

(Rapier = seit dem frühen 16. Jahrhundert verbreitete Stich- und Hiebwaffe. Das Sprichwort bezieht sich auf Ehepartner mit sehr großem Altersunterschied.)


Der Henker schlägt dem, so vor ihm ist, den Kopf ab und dräut denen, die hinter ihm sind.


Der Hut gehört nicht auf einen solchen Kopf.


Der Kopf ist bös zu streifen.


Der Kopf ist hin, den Hut hat er noch in Händen.


Der Kopf ist stärker als die Hände.

Der Kopf ist stärker denn die Hand (Hände).


Der Kopf muss oben, die Füße unten sein.


Der Kopf muss oft den Arsch verkaufen.


Der Kopf regiert und nicht die Füße.


Der lernt nichts, der nach seinem Kopf will gelehrt werden, wie der Patient nicht zur Gesundheit gelangt, der nach seinem gefallen will kuriert sein.


Der Mann macht Nägel mit Köpfen.


Der muss einen freundlichen Kopf aufsetzen, der Regieren will.


Der muss geschickt sein, der einen unsinnigen Kopf könnt verwirren, er kanns selbst tun.


Der Teufel hilft bösen Sachen durch geschwinde Köpfe auf.


Der Ungeschickte hat einen Kopf wie ein ausgehöhlter Kürbis.


Der Ungeschickte hat Hobelspäne im Kopf. 


Der Ungeschickte verrenkt sich im Schlaf die Hüfte und stößt sich am Spinngewebe ein Loch in den Kopf.


Der Weise hat seine Augen im Kopf, der Narr in den Füssen.

Gescheite Leute haben die Augen im Kopfe, die Narren in den Füssen.

(Das obere Sprichwort steht schon 1685 in der Sammlung von Paul Winckler (Nr. 1900/24). Wander übernahm es einmal wörtlich unter Weise (der) Nr. 30 in sein Deutsches Sprichwörter Lexikon, allerdings mit der falschen Quellenangabe Winckler, Nr.1400/24. Ein zweites Mal verfälscht Wander das Sprichwort unter Weise (der) Nr. 29 in „Der Weise hat seine Augen im Kopfe, der Narr auf dem Rücken.“ und nennt dabei als Quelle die richtige Nr. bei Winckler. Das untere Sprichwort steht ebenfalls bei Winckler unter Nr. 1100/20.  Ein dem Sprichwort entsprechender Text steht in der Bibel: Der Prediger Salomo 2,14: Luther-Bibel 1912 „13 Da ich aber sah, dass die Weisheit die Torheit übertraf wie das Licht die Finsternis; 14 dass dem Weisen seine Augen im Haupt stehen, aber die Narren in der Finsternis gehen; und merkte doch, dass es einem geht wie dem andern.“. In der Einheitsübersetzung von 1980: „Der Gebildete hat Augen im Kopf, der Ungebildete tappt im Dunkeln. Aber ich erkannte auch: Beide trifft ein und dasselbe Geschick.“)


Die Disputierer wetzen einander die Köpf und vernesteln einander das Hirn mit Syllogismus.

(Christoph Lehmann fügte 1630 an: „der eine will das Grade krumm, der andere das Krumme grade, das Weiße schwarz und das Schwarze weiß machen.)


Die Fische haben ein schön Ansehen, denen der Kopf weit vom Schwanz steht.


Die geschwindesten Köpfe richten die größten Ketzereien an.


Die Gestalt ist oft gut, der Kopf ein Narr.


Die Kanzlei im Menschen ist im Kopf, das Zeughaus in der Brust, die Kuchen oder Keller im Bauch.


Die Leute leben eines Gottes, aber nicht eines Kopfes.


Die Ochsen tragen Hörner auf'm Kopf, die Menschen tragen sie im Hirn und tun damit viel mehr schaden als die Ochsen.


Die Raben fressen den Leuten die Augen aus dem Kopf, die Heuchler den Herren die Augen des Verstands.


Die Welt hat einen Verstand wie ein Kalbskopf.


Die Welt ist ein Distelkopf, wo man den selbigen hinkehrt, so recket (kehrt) er die Stacheln über sich.


Die zu hart proben werden die Köpfe zerkloben.


Die Zunge soll nicht klüger sein als der Kopf.


Drei Dinge tragen, was man ihnen auflädt: eines Weibsbild Kopf, eines Esels Rücken, eines Mönchs Gewissen.


Drei Dinge zieren die Jugend: Witz im Kopfe, Verschwiegenheit auf der Zunge, Schamröte im Gesicht.


Ehrliche Herzen können einem eher ein hart Wort zugute halten als grobe Sauköpf.


Eignen Kopf muss man haben, weil man keinen zu leihen bekommt.


Ein abgehauener Kopf hat keine Sturmhaube mehr vonnöten.


Einem, der viel Haar hat, tuts ebenso wehe, wenn ihm eines ausgerupft wird, als einem Kahlkopf.


Einem jeden ist sein Kopf der beste.


Ein Gänsekopf hat nicht viel Hirn.


Ein gelehrter Kopf redet auch nach dem Tode.


Ein guter Kopf, großer Fleiß und harte Arbeit erhebt mit Ehren in Himmel.


Ein jeder hat seinen eignen Kopf wie die Gans auch.

Ein jeder Mensch hat seine weise, wie eine jede Gans ihren Kopf.


Ein jeder kommt mit seinem Kopf zum Markt.


Ein jeder Kopf hat seinen Sinn.


Ein Kahler schilt den andern Glatzkopf.


Ein kleiner Kopf, ein unnützer Tropf.


Ein Kopf ohne Zunge ist nichts wert.


Ein leerer Topf am meisten klappert, ein leerer Kopf am meisten plappert.


Ein listig Kopf mit dichten tut oft mal ausrichten, was Gewalt und große Macht nicht hat zuwege bracht.


Ein melancholischer Kopf ist des Teufels zugerichtetes Bad.


Ein Mensch hat viel Winkel und Krummes im Kopf und einer mehr als der andre.


Ein schönes Gesicht und eigensinniger Kopf gehen gemeiniglich miteinander.


Ein standhafter Mann soll sich nicht eher fürchten, bis ihm der Kopf vor den Füssen liegt.


Ein stolzer Kopf richtet viel Hader*14 und Unlust an.


Ein törichter Kopf und schön Gesicht gehen gemeiniglich miteinander.


Ein voller Bauch und grober Kopf richten wenig aus.


Ein voller Kropf, ein fauler Tropf und toller Kopf.


Ein Weib mit vielfältigem Rock hat einfältigen Kopf.


Ein zorniger Kopf ist leicht blutend zu machen.


Er hat der Scham und Schande den Kopf abgebissen.

Er hat aller Scham den Kopf abgebissen.


Er hat die Sporen im Kopf.

(Das bedeutet, er rastet.)


Er hat einen anschlägigen Kopf, wenn er die Treppe herunterfällt.


Er hat einen Nagel im Kopf.

(Damit wird ein Hochmütiger verspottet. Das Sprichwort stammt vom gepfählten Verbrecherkopf, der zur Abschreckung auf hohe Pfähle genagelt wurde und damit höher kam, als er wohl ursprünglich wollte.)


Er hat Grütze im Kopfe.


Er hat Mäusenester im Kopf.


Er hat mehr Schulden, als Haare auf dem Kopfe.


Er rennt mit dem Kopf gegen die Wand.

(Man versucht etwas Unmögliches und stößt sich den Kopf an unüberwindlichen Hindernissen.)


Er schüttelt mit dem Kopfe, als hätte er Wasser in den Ohren.


Es hat nicht ein jeder gern, dass man ihm den Kopf kratzt.


Es ist allezeit leichter den Schwanz als den Kopf zu schinden.


Es ist besser der Kopf am Hecht, als der Schwanz am Stier zu sein.

(Dies Sprichwort steht 1685 unter Nr. 600/66 bei Paul Winckler. Im Deutschen Sprichwörter Lexikon (Besser Nr. 91) von Wander mutiert der Stier zu einem Stör. Bei Wander: „Besser der Kopf am Hechte, als der Schwanz am Störe.“ Etliche Sprichwörter bei Wander machen mehr oder weniger große Wandlungen durch, manche bis zur Unkenntlichkeit. Dass Wander es selber besser wusste, zeigt der weitere Eintrag unter Kopf Nr. 152: „Es ist besser, man ist der Kopf am Hechte als der Schwanz am Stier.“, mit derselben Quellenangabe Winckler. Besser ein Sprichwort im Original auf dieser Website als ein mutierter Spruch in Wanders 5 Bändigen Werk.)


Es ist besser der Kopf an einer Maus, als der Schwanz am Löwen zu sein.


Es ist besser, man hab einer Schlangen Kopf, als eines Löwen Schwanz.


Es ist ein elendes Ding um die Fürsten, die ihre Augen nur in andern Köpfen haben müssen.


Es ist keine tödlichere Wunde, als wenn man den Kopf verliert.


Es ist kein Kopf so listig als der Schlangenkopf.


Es ist kein Vorteil, sich mit einem Kahlkopfe zu raufen.


Es ist nicht alles Gehirn in einem Kopfe.


Es ist viel verrichtet, wenn zwei Köpfe sich mit einem Hut behelfen.


Es ist zu lang geharrt, wenn einem das Dach über dem Kopf zusammenbrennt.


Es meint mancher, er habe zwei Salomon im Kopf; wenns zum Treffen kommt, so lässt die Katz das Licht fallen und läuft der Maus nach.


Es steht kein fröhlicher Kopf auf einem traurigen Herzen.


Es steht nicht wohl im Oberhaus.

(Oberhaus = Kopf)


Fechter zielen zum Kopf und schlagen die Füße.


Feine Köpfe machen leichtes Werk und ersparen viel Unkosten.


Fetter Kopf, mageres Gehirn.


Feuer im Herzen gibt (bringt) Rauch in den Kopf.

Wer Feuer im Herzen hat, bekommt Rauch in den Kopf.


Finstere Gedanken sind die Kinder eines melancholischen Kopfes.


Für den Galgen hilft kein Koller, für Kopfweh kein Kranz.

(Koller = Jacke, Wams, Mantel oder auch in andere Bedeutung wie Wahnsinn, Jähzorn.)


Gedanken kann man so wenig wehren, als den Vögeln, dass sie dir nicht übern Kopf auf der Straße fliegen.


Gegen den Feind soll man viel Hände und wenig Köpfe brauchen.

Wider den Feind soll man viele Hände brauchen, aber wenig Köpfe.


Geh ins Beinhaus und lies eines Edelmanns Kopf heraus.


Geistlich um den Kopf, weltlich um den Bauch, war von alters her junger Nonnen Brauch.

Geistlich um den Kopf, weltlich um den Bauch war vor alters junger Nonnen Brauch.


Gescheite Leute haben die Augen im Kopfe, die Narren in den Füssen.


Gescheit vom Maul, ein Narr im Kopfe.


Graue Haare stehen gut auf einem jungen Kopf.


Graues Haar wächst auch auf (einem) jungen Kopf.


Grindiger Kopf zählt viele Läuse, die darin zu der Glieder Verderben Nester machen.

(Das bedeutet, das viele schlechte Ratgeber (Läuse) der Obrigkeit (dem Kopf) schlechte Ratschläge zum eigenen Vorteil (Nester) geben, die der Allgemeinheit zum Nachteil (der Glieder Verderben) dienen.)


Grobe Köpfe behalten lang.


Große Köpfe gehen groß an und klein aus.


Große Köpfe, wunderliche Köpfe.


Großer Kopf, kleines Gehirn.


Guter Wein macht böse Köpfe.


Halbe Tat ist Torenrat, ganze That mit Kopf (Ruhm) bestaht.


Hastige Köpfe dienen nicht bei verworrenen Garn.

(Hastige Köpfe sind hastige, ungeduldige Menschen, verworrenes Garn sind Fallen oder Netze, die in Unordnung geraten sind.)


Hat das Pferd einen krummen Fuß, so acht man seines schönen Kopfes nicht.


Hirschhorn schabt man nicht gern, wie man auch den Hasenkopf nicht gern streift.


Hohle Köpfe klappern am meisten.


Hörner wachsen den Jungen Tieren am Kopf und den Menschen im Hirn.


Hunger macht scharfe Köpfe.


Ich will dadurch, und sollt ich auch mit dem Kopf darin hängen bleiben.


Im Kopf nur Spreu, da macht Dummheit arbeitsscheu.


In einem vollen Kopf ist wenig Verstandes.


Ist die Decke über dem Kopf, so sind die Eheleute gleich reich.

(Dieses Rechtssprichwort bedeutet, wenn früher eine Frau einen Mann heiratet und beide zum ersten Mal ins Bett gehen, gab sie damit auch alle Rechte an ihrem Eigentum auf. Es gab nur noch ein gemeinsames Vermögen, über das der Mann ganzheitlich entscheiden und verfügen konnte. Die Frau brauchte in der Ehe die Erlaubnis des Mannes, um über ihr früheres eigenes Gut zu verfügen.)


Ist Nebel im Herzen, steigen Dünste in den Kopf.


Jede Gans hat ihren Kopf.


Jeder hat seinen Kopf für sich.

Ein jeder hat seinen Kopf für sich.


Jeder Schreiner hot'n Hobel im Kopf.


Je schöner der Kopf, je weniger Gehirn.


Junge Witzbolde werden Kalbsköpfe, oder leben nicht lang.


Keine Krone hilft vor Kopfweh.


Kein Haar, sagt der Kahlkopf.


Kein kluger Kopf ist je gewesen, den nicht der Narr hätt überlesen.


Kein Kranz schützt vor Kopfweh.


Kleine Kinder machen Kopf-, große Kinder Herzens-Weh.


Knoblauch hat auch einen weißen Kopf und doch einen grünen Stiel.

Knoblauch hat einen weißen Kopf und grünen Stiel.

(Vergleichbar mit alten weißhaarigen Männern, die innerlich noch jung sind.)


Kopf ab ist eine tödliche Wunde.


Kopfarbeit ist die mühseligste Arbeit.

Kopfarbeit ist schwere Arbeit.


Köpfe wollen wir, Köpfe.


Langsame Köpfe behalten lange.


Lässt du dir auf den Achseln sitzen, so sitzt man dir bald (gar) auf dem Kopfe.

Wer sich auf der Achsel sitzen lässt, dem sitzt man nachher gar auf dem Kopf.


Lügen guckt allezeit oben mit dem Kopf hinaus.


Mancher alter grauer Mann trägt noch seinen Kindskopf.


Mancher, der kein Haar auf dem Kopf, bekommt doch einen tüchtigen Zopf.

Mancher hat kein Haar am Kopf und kriegt doch einen tüchtigen Zopf.


Mancher Graukopf steckt noch in der Bubenhaut und geht sein Lebtag in Kinderschuhen.


Mancher hat den Kopf voll Mücken und kann keine im Gemach leiden.


Mancher hat einen Kopf wie ein Mörsel, man muss alles drin stoßen.

(Christoph Lehmann fügt 1630 in seiner Sammlung hinzu „Ein andrer hat ein riss im Hirn, das alles raus rinnt und nichts behält.“)


Mancher ist willkommen wie der Rauch in Augen, wie ein Floh im Ohr, wie der Katzenkopf im Hafen*15, wie der Hund in der Küche.


Mancher Kopf hat zehn Splitter und elf Zwickel zu viel, und neun zu wenig.


Mancher maßt sich an, er könne jedem die Uhr im Kopf richten.


Mancher vermeint, dass der Verstand in seinem Kopf ebenso wie die Reichstaler*34 in seinem Kasten,eingehämmert sind.


Mancher will mit dem Kopf hindurch und könnt wohl näher zukommen.


Man findet so finstere Köpfe, wenn man ihnen Fackeln und brennende Pechpfannen drein steckt, so löschten sie von der grausamen Finsternis aus.


Man kann auch aus einer Narrenkappe einen klugen Kopf stecken.


Man kann nicht alle Köpfe über einen Kam scheren, noch alle Schuhe über einen Leisten machen.


Man kann nicht alle Köpfe unter einen Hut bringen.

Man kann nicht wohl viel Köpfe unter einen Hut bringen, noch zwei Köpfe zu gleich mit einem Hut decken.


Man schlägt den Hut und meint den Kopf.


Man soll Hund um Eberköpfe geben.


Man soll nicht begehren, alle Köpfe in ein Bockshorn zu zwingen.

Man soll nicht alle Köpfe in ein Bockshorn begehren zu zwingen.


Melancholischer Kopf ist des Teufels Topf (darin er übel (viel Mucken) kocht).

Ein melancholischer Kopf ist des Teufels Hafen*15 und Topf.

Ein melancholischer Kopf ist des Teufels Kopf, darin er viel Böses kocht.


Mit großen (den) Herrn ist nicht gut Kirschen essen; sie schießen gern mit Steinen zu, und werfen die Stiel' einem an den Kopf.


Nehm von Füssen und deck den Kopf, von Untertanen, dass die Obrigkeit zu Leben hat.

(Gleiches wird auch heute noch gemacht. Warum sonst wird der Abstand von Reichen und Armen immer größer und die Mittelschicht immer weniger?)


Nicht alle, die dreschen, haben Stroh im Kopf.


Nicht alle, die einen Bart haben, haben Köpfe.


Niemand lässt sich gern den Kopf anders setzen.


Nimmt der Wein den Kopf dir ein, sind auch die Füße nicht mehr dein.


Oft ist zum unsinnigen Kopf kein besser Rezept als eine rote Lauge.


Regieren freundlich und mit Willen, tut viel(en) Hass und Hader*14 stillen. Wer mit dem Kopf will obenaus, der tut viel schaden und richt nichts aus.


Reisen wechselt das Gestirn, aber weder Kopf noch Hirn.


Rotkopf zündet eine Lunte an.

(Bei den ersten Schusswaffen oder bei Sprengungen mussten die Ladungen mit einer Zündschnur, der Lunte, gezündet werden. Rote Haare werden bei diesem Sprichwort mit dem Glimmen der Zündschnur, der Lunte, verglichen. Es bedeutet, wenn Gefahr droht oder etwas schief geht, hatte früher der Rothaarige Schuld. Manchmal werden auch heute noch unbegründete und falsche Verdächtigungen gegen andere geäußert, die anders aussehen oder sich anders verhalten als die meisten, nur um für etwas einen Sündenbock zu haben. In großen Boulevardzeitungen ist das beispielsweise ein beliebtes Mittel, mit Schlagzeilen die Auflage zu erhöhen, oder in der Politik können populistische Parteien so Gegner mit erfundenen Behauptungen verunglimpfen.)


Schick dich in die Welt hinein, denn dein Kopf ist viel zu klein, dass die Welt sich schicke drein.

Schicke dich in die Welt hinein, denn dein Kopf ist viel zu klein, (als) dass sich schicke die Welt hinein!

Schick' dich in die Welt hinein, denn dein Kopf ist viel zu klein, dass sich schickt die Welt darein.

(Es gibt mehrere einige Jahrhunderte alte Quellen für dieses Sprichwort, nur die Worte sind minimal anders angeordnet.)


Schöner Kopf, wilder oder fauler Arsch.


Schwarzer Kopf, roter Bart, böse Art.

(Gegen rote Bärte gab es schon immer unbegründete Vorurteile. Im Zweifel oder bei unbekannter Ursache waren immer andere Schuld, oder anders aussehende. Da rote Haare und Bärte im Vergleich zu anderen Haarfarben eine Minderheit sind (nur ca. 2 %), war und ist es einfach, ihnen für alles Unglück oder Schlechte die Schuld zu geben. Gegen Vorurteile helfen die besten Beweise nichts, sieh heute in der Politik und den Parteien! Wenn beispielsweise Lügen oft und laut genug in den sogenannten sozialen Netzwerken verbreitet werden, wird für viele daraus eine Wahrheit. Meist schreien diejenigen „Lügenpresse“, die selbst die größten Unwahrheiten verbreiten. Viele Menschen versuchen auch heute noch, andere für eigenes Versagen oder Unvermögen haftbar zu machen.)


Setzt man einen auf die Schultern, so will er gar auf den Kopf steigen.


Sie halten beieinander, wie die Zähne im Kalbskopfe.


So viel Köpfe, so viel Hälse.


So viel Köpfe, so viel Sinne.

Viel Köpfe, viel Sinne.

So viel Köpfe, so viel Meinungen.


Starkes Bier und schwache Köpfe dienen nicht zusammen.


Stolze Leute halten den Kopf wie eine Katze, die eine Maus trägt.


Streift man den Hasen an Schenkeln, so gehts ziemlich fort, kommt man an den Leib und Hals, so ist Hinderung da; gehts aber an den Kopf, so streift ihn der Teufel.


Trägt einer gar zu hoch den Kopf, so ist er wohl ein eitler Tropf.


Um Lobes willen tun alle hohen Köpfe ihre Werke und alle starken Helden ihre Mannheit.


Unter einem schlechten Hut steckt oft ein gescheiter Kopf


Viel alte Susannisten sind dem Knoblauch gleich, der zwar einen weißen Kopf, doch grünen Stiel hat.

(Susanniste, Susannenbruder = alter Lüstling, Frauenjäger, geiler Bock, unkeusche alte Männer, die nach jungen und schönen Mädchen und Frauen trachten. Das Sprichwort ist nach der Bibel, den Apokryphen des Alten Testaments, Daniel 13, entstanden: Susanna war die zurückhaltende, ehrbare Frau von Jojakim, einem reichen und angesehenem Bürger Babylons. Zwei alte Richter lauerten Susanna auf, als diese alleine ein Bad nahm. Da sie von ihr abgewiesen wurden, wurde Susanna von ihnen als Ehebrecherin bezichtigt und zum Tode verurteilt. Daniel rettete sie, indem er beide Richter getrennt voneinander aussagen lies, wobei diese sich in Widersprüche verwickelten und damit deren Lügen bewiesen wurden. Anstelle von Susanna wurden beide alten Richter wegen Meineid und Falscher Beschuldigungen mit dem Tod bestraft. Die Ehre Susannas war wieder hergestellt. Das Sprichwort vergleicht den Knoblauch mit den weißen Haaren auf dem Kopf alter Männer und den grünen Stiel mit ihrem tiefer liegendem Teil. Das Sprichwort soll auch in der Rechtsprechung zur Ermittlung genauer Aussagen, für unabhängige Zeugenbefragung und gegen Fehlurteile mahnen.)


Viele Köpfe gehen schwer unter einen Hut.


Viel Köpfe, viel Hüte.


Viel Köpfe, viel Sinne.

(Christoph Lehmann meint dazu 1630 in seinem Buch „Florilegium Politicum, politischer Blumengarten“ Seite 429, Nr. 11: „Wo viel Köpfe sind, da ist keiner.“)


Viel Köpfe, viel Sinne, sagte der Teufel: da hatt' er ein Fuder Frösche geladen.


Viel Predigen macht Kopfweh.


Voller Kropf, toller Kopf.

(Ein Sprichwort, das häufig in alten Sammlungen steht. Manchmal wird der tolle Kopf als doller Kopf bezeichnet, was aber auf dasselbe hinausläuft. Nur bei Paul Winckler hat sich 1685 hier ein Druckfehler eingeschlichen und aus dem Kopf einen Topf gemacht. Wander übernimmt gleich beides in sein Deutsches Sprichwörter Lexikon, das richtige unter Kropf Nr. 11 und unverständlicherweise auch das falsche gleich davor unter Kropf Nr. 10 mit dafür unrichtigen Quellenangaben.)


Volle Töpfe - leere Köpfe.


Vom Alter wird grünes Laub fahl und ein krauser Kopf kahl.


Vom Hecht den Schwanz, vom Karpfen den Kopf.


Was der Kopf tut, das müssen die Füße entgelten und was die Füße tun, muss der Kopf nicht entgelten.


Was der Pfau am Kopf zu wenig hat, hat er am Schwanz zu viel.

Was die Natur dem Pfauen am Kopfe versagt, das ersetzt sie ihm am Schwanze.


Was hilft das Streicheln? Wenn man einem den Kopf abgebissen hat, kann man ihn ihm nicht wieder aufsetzen.


Was hilft's, dass man den Hut hält, wenn der Kopf ab ist.

Was hilft's, dass man den Hut in Händen hält, wenn der Kopf ab ist.


Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.


Was nutzt's, wenn sich der Kahlkopf kämmt?

Was schadt's, wenn sich der Kahlkopf kämmt?


Weidenkopf und stolzen Bauer soll man alle drei Jahre behauen.

Weiden Köpfe und stolze Bauern muss man in dreien Jahren einmal behauen.


Weise Kinder kriegen wohl graue Röcke, aber nicht graue Köpfe.


Weisen Leuten stehen die Augen am Kopf, Narren gehen im finstern.


Weisheit kommt von Gott, Witz aus listigem Kopf.


Wenig Kopf, viel Schwindel.


Wenn der Kopf krank ist, legen alle Glieder ihr Beileid ab.

Wenn der Kopf schmerzt, leiden alle Glieder.


Wenn der Kopf ein Narr ist, muss es der ganze Leib entgelten.


Wenn der Kopf grindig ist, haben die Hände Freiheit zu kratzen und zu säubern, aber die Füße sollen sich's nicht anmaßen.


Wenn der Kopf lausig und grindig ist, soll man ihn darum nicht abhauen.


Wem der Kopf nicht am rechten Ort steht, dem muss man ihn zurecht setzen.

(Christoph Lehmann setzt diesem Sprichwort 1630 hinzu „aber doch ists verdrießlich, wenn einem selbst der Kopf letz (halb verrückt, verdreht) steht, so er will einem andern seinen zurecht setzen.“)


Wenn der Kopf schläft und faulenzt, so wird der Hinterste Meister und davon der Wind wüst und unleidlich.


Wenn der Kopf wund ist, verbindet man umsonst die Füße.

Wenn der Kopf wund ist, verbindet man vergeblich die Füße.

Wenn der Kopf wund ist, muss man nicht die Füße verbinden.


Wenn die Füße den Kopf regierten, (so) ging's drüber und drunter.


Wenn die Schlange den Kopf ins Loch gebrach hat, so wischt sie bald mit dem Schwanz hintennach.


Wenn wir alle einen Kopf hätten, so könnten wir alle einen Hut aufsetzen.


Wer alles nach seinem Kopf will regieren, der setzt sich neben Gottes Stuhl.


Wer allzeit seinem Kopf folgt, dem ist das Hirn durchgraben.


Wer antwortet, ehe er hört, der hat einen Wurm im Kopf.


Wer auf ein Knie kommt, den stößt man gar darnieder. Wer auf beide kommt, dem schlägt man den Kopf gar ab.

Wer auf ein Knie kommt, den stößt man gern um, kommt er dann auf beide, so haut man ihm den Kopf ab.

Wer schon auf einem Knie kommt, den stößt man gerne ganz um; wer auf beiden, dem haut man den Kopf gar ab.


Wer beim Holzhauer steht, der hat einen Span am Kopf zum Lohn.


Wer dem Esel den Kopf wäscht, verdirbt (verliert man) Seife und Lauge.

Wer dem Esel den Kopf zwagt, der verlieret Wasser, Seife und Arbeit.

(zwagt, zwagen = wäscht, waschen)


Wer den Kopf bekommt, der scher den Bart.

Wer den Kopf hat, (der) schiert den Bart.


Wer den Kopf verschmäht, dem wird das Huhn nicht.


Wer den Vögeln den Flug untern Himmel kann wehren, der kann auch die Gedanken arrestieren, dass sie nicht in Kopf steigen.

(Beides ist heute möglich und wird getan. Die Zahl der Vögel hat sich laut einigen Meldungen von 1980 bis 2020 erheblich verringert, das heißt, sie wurden vom Himmel geholt, mehrere Arten sind  sogar ganz ausgestorben. Dank den vielen (un)sozialen Netzwerken im Internet und sonstigen künstlichen Intelligenzen im Internet liegen die Gedanken vieler offen. Google und Facbooc wissen dank ihrer KI oft mehr vom einzelnen Menschen, als diese es jemals für möglich hielten. Eine unüberlegte Äußerung oder ein Klick verraten alles oder verursachen einen Shitstorm. Laut Gesetz darf jeder seine Meinung äußern, aber kleine radikale Gruppen verurteilen und arrestieren Gedanken anderer und kommentieren alles ihnen nicht Genehme mit Kritik, Hetze, Beleidigungen, Verleumdungen und Drohungen bis zu Morddrohungen. Diese radikalen Gruppen gefährden die Meinungsfreiheit, nicht Regierung oder Gesetze.)


Wer der Kröte den Kopf abbeißen will, der muss nicht sauer sehen, sondern getrost hineinbeißen.


Wer der Padde den Kopf abbeißt, getröstet sich des Giftes.

(Padde = älterer Name für die Erdkröte, an deren Hinterseite sich paarige Drüsen befinden, die Hautgifte zur Abwehr von Fressfeinden enthalten.)


Wer die Hörner im Schoß hat, muss sie nicht auf den Kopf setzen.


Wer die Wahrheit geigt, dem schlägt man den Fiedelbogen um den Kopf (die Fiedel an den Kopf).

Wer die Wahrheit geigt, dem schlägt man die Geige an den Kopf.


Wer einen Kopf hat, bekommt leicht einen Hut.

Wer einen Kopf hat, dem fehlt kein Hut.


Wer einen Rauch von Affekten im Kopf hat, dem ist die Vernunft vernebelt.

Wer einen Stein in die Höhe wirft, dem fällt er auf den Kopf.

Wer einen Stein über sich wirft, dem fällt er leicht auf den Kopf.

Wer über sich wirft, dem springt der Stein auf den Kopf.

(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Lutherbibel von 2017: Jesus Sirach 27, 25: „Wer einen Stein in die Höhe wirft, dem fällt er auf den Kopf; und mit einem tückischen Hieb verwundet man sich selbst.“ Lutherbibel von 1912: Jesus Sirach 27, 28: „Wer den Stein in die Höhe wirft, dem fällt er auf den Kopf; wer heimlich sticht, der verwundet sich selbst.“)


Wer ein schartig Beil (ein ungeschliffenen Kopf) hat, der verdirbt alles, was er damit hauet.


Wer für sich schwülstig ist, dem soll man den Kopf nicht größer machen.


Wer Glück und eine Nussschale voll Hirn im Kopf hat, der kann eine halbe Welt regieren.


Wer jetzt nicht will betrogen werden, der muss so viel Augen haben, als Haar auf'm Kopf.


Wer keinen Kopf hat, braucht keinen Hut.


Wer kein Licht im Kopf hat, der kann niemand leuchten.


Wer Kopf hat, der hat ein Ehrenamt.


Wer Mäuse im Kopf hat, dem muss man eine Katze hineinsetzen (darein setzen.).


Wer mit dem Kopf eine Mauer umlaufen will, der muss sorgen, zu stoßen das Gehirn.


Wer mit dem Kopf nur oben aus und nirgend an will, der stößt mit nichts mehr an als mit dem Kopf.

Wer obenaus will, der stößt sich an den Kopf.


Wer mit dem Kopf versetzt, den schlägt man auf den Gipfel.


Wer mit dem Kopf will oben aus, der tut viel Schaden und richt't nichts aus.


Wer nicht da ist, dem wird der Kopf nicht gewaschen.

(Das bedeutet soviel, als der Abwesende hat unrecht. Genauso konnte man keinen Abwesenden vor Gericht verurteilen, ausgenommen, er war geladen worden und unentschuldigt nicht vor Ort.)


Wer seinen Kopf verwahrt, verwahrt keine taube Nuss.


Wer selbst einen Kopf hat, braucht keinen zu borgen.


Wer sich abends den Magen nicht überlädt, dem tut morgens der Kopf nicht weh.

Wer sich des Abends den Magen nicht überladet, dem tut des Morgens der Kopf nicht weh.


Wer sich in fremden Hader*14 mischt, eine Beule davon am Kopf erwischt.


Wer spielen will, muss die Augen im Kopf und nicht in Füssen haben.


Wer wird auf den Kalbskopf laden, eh die Kuh gekalbt hat?

Er ladet, ehe die Kuh kalbt, die Gäste auf den Kalbskopf.

Mancher lädt Gäste zum Kalbskopf und die Kuh hat noch nicht gekalbt.


Wie der Kopf, so ist der Rat.


Wie einem der Hut steht, so steht ihm auch der Kopf.


Wie er leibt und lebt, von Kopf bis zu Fuß.


Wie viel Köpfe, so viel Kröpfe.


Wilde Köpfe können gleich und gemein nicht vertragen.


Wir haben nicht alle einen Kopf, sonst müssten wir alle einen Hut haben (wir müssten sonst alle einen Hut haben).


Wo der Teufel mit dem Kopf hinein kommt, da kriecht er mit dem ganzen Leib hernach.


Wo ein Ort auf der Hölle steht, tritt man dem Teufel leicht auf den Kopf.


Wo man zu viel die Füße regiert, da verlieren die Köpfe.


Worte schlagen kein Loch in den Kopf.

Worte schlagen einem kein Loch in Kopf.

(Die beiden oberen Sprichwörter stehen seit Jahrhunderten in verschiedenen Sprichwörtersammlungen. Trotzdem sind sie falsch und verharmlosen Worte, Sprache und manche ihrer Sprecher! Worte können den Menschen mehr Wunden und mehr Löcher in den Kopf schlagen, als man es mit Waffen tun könnte. Wörter treffen innerlich und manche ihrer Wunden heilen ein Leben lang nicht. Im Internet und den sogenannten sozialen Netzen wird ohne Rücksicht auf die Folgen ohne Hemmungen, weil vermeintlich anonym und selbst vor den Folgen sicher, feige gegen andere gehetzt und gedroht. Manche Löcher in Köpfen verleiten ihrerseits zu bösen Taten. Volksverhetzung, Lügen und Fremdenhass zeigen es unübersehbar, das aus Hassworten wirkliche Morde werden wie 2019 in Halle oder vorher an anderen Orten. Wenige Menschen können so wie 2020 in Thüringen die Mehrheit und die Demokratie erschüttern, oder wie von 1933 bis 1945 die Welt ins Chaos und Verderben stürzen. Die Rede eines sogenannten Komödianten auf dem AFD-Parteitag im Juli 2026, der im Bezug auf Bundeskanzler Merz nach einem Attentäter wie Graf von Stauffenberg 1944 rief und kein anwesender AFD-Vorsitzender etwas dagegen sagte, zeigt den Weg. Wenn da keiner gegen einen quasi Mordaufruf am demokratisch gewählten Bundeskanzler aufsteht, sieht man den wahrscheinlichen zukünftigen Weg der AFD.)


Wo viel Köpfe sind, da ist keiner.


Zank macht einen schelbigen Kopf nur zorniger.


Zwei Streitköpfe werden nimmer eins.



Und zum Schluss:  Weltweit fehlt es an klugen Köpfen, welche die Lösung der dringendsten Probleme der Welt finden. Seit 2022 hoffen alle Menschen auf das Ende von Putins völkerrechtswidrigem russischen Angriffs- und Eroberungskrieg auf die Ukraine und das Ende von russischer Gewalt, Terror und Morden an den Ukrainern. Leider ist nach über 4 Jahren Gewalt und Terror und nach über 1.000.000 (eine Million!!) toten und verwundeten russischen Soldaten und unzähligen ukrainischer Zivilisten und Soldaten in Putins Kopf noch nicht der Wille zum Frieden gekommen.

 Hinzu kommt, dass von den Milliarden Menschen auf der Erde Putin den einzigen Kopf weltweit hat, der diesen unsäglichen Krieg beenden kann. Auf Putins Befehl hin wurde der Krieg begonnen und weil er ihn nicht beenden will, nützen seit Jahren keine Verhandlungen und auf seinen Befehl hin geht das Sterben weiter.