
Der Winter auf der Nordhalbkugel dauert vom 21. Dezember 2026 bis zum 20. März 2027. Der Winter ist die kälteste der vier Jahreszeiten. Je nachdem, ob gerade auf der Nord- oder der Südhalbkugel Winter ist, herrscht auf der anderen Halbkugel der Sommer. Die Übergangszeiten zwischen Winter und Sommer sind Frühling und Herbst.
Die Jahreszeiten entstehen durch die um 23,4° geneigte Erdachse. Auf der zur Sonne geneigten Erdhälfte herrscht Sommer, während die andere Hälfte Winter hat. Astronomisch beginnt der Winter mit der Wintersonnenwende, dem Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis der anderen Erdhälfte steht und die Tage am kürzesten sind. In der Meteorologie beginnt der Nordwinter am 1. Dezember und endet im Februar.
Durch den menschengemachten Klimawandel wurde der Winter in den letzten Jahrzehnten immer wärmer, in Europa gab es den wärmsten Winter 2019/20 mit 3,4 °C über dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Paradoxerweise könnte die Eisschmelze am Nordpol durch die Erderwärmung die Bildung von Hochdruckgebieten über Eurasien fördern, das zukünftig vermehrt strenge Winter möglich wären.
Auch eine Edelrebe trägt einen Wintertroll.
Auf den Winter folgt ein Sommer, aber alte Leute werden nie wieder jung.
Auf den Winter folgt wieder ein Sommer, aber ein Alter wird nicht wieder jung.
Auf einen heißen Sommer kommt ein kalter Winter.
(Dies Sprichwort mag wohl früher gestimmt haben, heut aber nicht mehr. Im Winter 2019/2020 war es nach dem heißesten Sommer seit 100 Jahren ebenfalls so warm wie noch nie. In Sibirien, wo sonst bis zu 40 Minusgrade zu messen waren, ist es 20 Grad wärmer als der Durchschnitt der letzten 100 Jahre gewesen.)
Baut die Ameise hoch ihr Haus, fällt der Winter trocken aus.
Bricht vor Allerheiligen (1.11.) der Winter ein, herrscht um Martini (11.11.) Sonnenschein.
Bringt Allerheiligen Winter, so bringt Martini Sommer.
Das Alter ist des Lebens Winter.
Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nicht.
Dem Zimmermann ist im Sommer keine Kanne zu teuer und im Winter keine Rinde zu hart.
Denk auf den Winter, weil es noch Sommer ist.
Der Nachwinter kommt einem am sauersten an.
Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt Wein, der Winter verzehrt, was beide beschert.
Der Sommer gibt Korn,
Der Herbst leert sein Horn:
Der Winter verzehrt,
Was die beiden beschert.
Der Sommer ist ein Nährer, der Winter ein Verzehrer.
Der Sommer ist ein Werber, der Winter ein Zehrer.
Der Sommer wächst dem Arbeiter zu, der Winter dem Schläfer.
Der Winter ist aller Welt Unglück.
Der Winter ist ein unwerter Gast für alte Leute.
Der Winter kommt des Jahrs einmal, kommt er nicht zur rechten Zeit, so kommt er zur Unzeit.
Der Winter kommt zu seiner Zeit und fragt, was man den Sommer über verdient habe.
Der Winter pflegt allweg kalt zu sein.
Der Winter ward noch nie so kalt, der Pfaff ward noch nie so alt, dass er des Feuers begehrte, dieweil das Opfer währte.
(Laut Agricola (1530) habe die Pfaffen immer mehr Opferfeste eingeführt und von den Opfergaben der Gemeinde gut gelebt. Solange die Opfer dauerten, braucht die Gemeinde nicht weiter für die Pfaffen sorgen, beispielsweise für Heizung im Winter, da sie von den Opfergaben gut versorgt waren.)
Die Wölfe fressen keinen Winter.
Die Eisschollen des Winters machen den Frühling desto angenehmer, und die Sonne kommt uns nie schöner vor, als wenn sie nach einer Finsternis hervor tritt.
Die Kinder kriegen oft stumpfe Zähne, wenn die Eltern haben Wintertrollen gegessen.
Die Pferde, die man den Winter über füttert, will man den Sommer gern treiben.
Die Sonne scheint im Winter so schön als im Sommer aber sie hitzt und wärmt nicht.
Donner im Winterquartal bringt Eiszapfen ohne Zahl.
Eine Krähe macht keinen Winter.
Eine undankbare Hoffnung zergeht wie Reif im Winter und verfliegt wie ein unnützes Wasser.
Q: petriII,383
Ein schöner Wintertag macht keinen lustigen Vogel.
Ein zänkisch Weib ist wie ein rinnend Dach im Winter.
(Dieses Sprichwort findet sich in der Sammlung „Der Teutschen Weissheit“ vom evangelischer Theologen und Sprichwörtersammler Friedrich Peters (Petri ) (1549-1617) aus dem Jahr 1605. (Im Original geschrieben: „Ein zenckisch Weib ist wie ein rinnend Dach im Winder.“ Bei Georg Henisch 1616 (631,26) die richtige Schreibung „Winter“) Entstanden ist es wahrscheinlich aus dem „Narrenschiff“, das Sebastian Brant (1457–1521) im Jahr 1494 veröffentlichte. Dort steht in Kapitel 64 „Von bösen Weibern“ in den Zeilen 79 und 80 „Ein rinnend Dach zu Winters frist, dem gleicht ein Weib, das zänkisch ist:“ (Ausgabe 1872 von Karl Simrock). Sebastian Brant hat das Motiv den Sprüchen Salomos in der Bibel entlehnt: Die Sprüche Salomos 27, 15: Luther-Bibel 1912: „Ein zänkisches Weib und stetiges Triefen, wenn's sehr regnet, werden wohl miteinander verglichen.“ Luther-Bibel 2017: „Ein zänkisches Weib und ein stetig tropfendes Dach, wenn's sehr regnet, lassen sich miteinander vergleichen.“)
Er sieht zugleich ins Winter- und ins Sommerfeld.
(Das bedeutet, er schielt.)
Es hat noch kein Wolf einen Winter gefressen.
Es muss ein harter Winter sein, wenn ein Wolf den andern frisst.
Es muss ein kalter Winter sein, wo (wenn) ein Wolf den andern frisst.
Es muss ein jeglicher über Winter sehen.
Fällt der erste Schnee in (den) Dreck, (so) ist der Winter ein (arger) Geck.
(Georg Schambach meint 1863 in seiner Sammlung dazu: „Löst sich der erste Schnee gleich beim Niederfallen in Wasser auf, so wird der nachfolgende Winter kein rechter Winter, sondern äfft (täuscht) gleichsam nur die Menschen.“)
Faule Winter geben mürbe Schafe.
Feuer im Winter ist des Menschen halbe Leben.
Geld ist die beste Ware, sie gilt Sommer und Winter.
Glück ist der Freunde Sommer und Ernte, Unglück aller Freunde Winter.
Gute Worte und nichts dahinter geben sie im Sommer und Winter.
Heiße Sommer und kalte Winter bringen keine böse Zeit.
(Im Prinzip ja, aber durch den Klimawandel sind die heißen und trocknen Sommer schon die böse Zeit.)
Im Winter geht die Sonne bald unter, also alter Herrn Gunst und Gnad.
Im Winter werden die Bäum auch grau, der Stamm bleibt doch gesund.
Im Winter fallen die Blätter vom Baum, und sind weiß vom Reif, der Stamm aber bleibt doch gesund.
(Das Sprichwort meint die alten Männer, die weiße Haare bekommen. Man sollte sie nicht unterschätzen und sie wegen ihres Alters abtun und gering schätzen. Die meisten haben mehr wissen und Erfahrung gesammelt als die Jungen für möglich halten.)
Ists in der ersten Woche heiß, so bleibt der Winter lange weiß.
Kommen die Kraniche geflogen, so kommt der Winter gezogen.
Leinen Hosen und ein Strohhut ist im Winter ein armer Hochmut.
Mancher hat mit einem Mitleid, wie mit der Gans, dass sie im Winter Barfuß geht.
Man merkt's von Weitem, dass der Winter kalt ist.
Marsch in dein Winterquartier, sprach der Wachtmeister zu der Laus, als er sie vom Bart unter die Hemdkrause setzte.
Nach dem Winter kalt, so kommt der Sommer bald.
(Sprichwort enthalten in der Sammlung von Petri aus dem Jahr 1605. Wahrscheinlich entstanden aus einem Teil des alten Lieds „Fröhlich muß ich singen“ eines unbekannten Autors. Der ganze Liedtext im Lüneburger Gesangbuch aus dem Jahr 1686, Seite 924, Nr. 1554.)
Nach dem Winter kommt der Sommer, nach dem Regen scheint die Sonn.
(Das Sprichwort bedeutet, das nach negativen Zeiten oder Ereignissen wahrscheinlich wieder bessere Zeiten kommen. Die 2. Hälfte wird bei einigen Autoren in verschiedenen Versionen auch als eigenständiges Sprichwort aufgeführt.)
Nach Winters Leid kommt Sommer Freud.
Obschon im Winter ein schöner Tag ist, so singen doch die Vögel nicht.
Wenn schon im Winter ein schöner Tag ist, so singen doch drum die Vögel nicht.
Später Winter, spätes Frühjahr. (später Frühling.)
Tugend ohne Gut ist ein schöner Wintertag, Gut ohne Tugend ist ein Tag ohne Sonne.
Was man erspart, das gilt Winter und Sommer.
Wenn bis zum L. Januar kein Winter ist, kommt keiner.
Wenn der Jungmann wüste, was der alte bedürfte, so würde er oft den Säckel nicht so weit auftun, oder würde im Sommer also säen, dass er im Winter zu leben hätte.
Wann die Tage anfangen zu längen, dann fängt der Winter erst an zu strengen.
Wenn die Tage beginnen zu langen, dann kommt erst der Winter gegangen.
Wenn die Tage langen, kommt der Winter gegangen.
Wenn sich die Tage beginnen zu längen, so beginnt sich der Winter zu strengen.
Wenn sich die Tage längen, so tut sich der Winter strengen.
Wenn du im Sommer die Kleider zerreißt, so geh im Winter nackend.
Wenn es friert in den Dreck, ist der Winter ein Geck.
Wenn es nicht vorwintert, so nachwintert es gern.
Wenn sich das Geflügel früh maust, so gibt's einen frühen Winter.
Wenn sich die Schnecken früh deckeln, so gibt's einen frühen Winter.
Wenn's im Sommer warm ist, so ist's im Winter kalt.
Wenn wüchs das Laub und auch das Gras, so viel als Untreu, Neid und Hass, so hätten Ochsen wohl bereit zu essen genug in Winterzeit.
Wer des Sommers seine Kleider verschleißt, den friert des Winters.
Wer im Sommer die Kleider verreißt (vertut), muss im Winter frieren.
Wer des Sommers tut singen, der mag des Winters springen.
Wer einem bösen Herzen Lieder singt, das ist wie ein zerrissen Kleid im Winter und Essig auf der Kreiden.
Wer im Sommer nicht arbeitet, muss im Winter Hunger leiden.
Wer im Sommer nicht mag schneiden, muss im Winter Hunger leiden.
Wer im Sommer nicht will arbeiten, der muss im Winter Hunger leiden.
Wer im Sommer nicht erntet, der muss im Winter darben.
Wer im Winter nicht sein will ein Pöpel, der kann im Sommer sein ein Kröpel.
Besser im Winter ein Pöpel, als im Sommer ein Kröpel.
(Pöpel = wohlverwahrte Puppe; sich einpöpeln, jemand, der sich gegen Wind und Wetter dicht eingehüllt hat. Kröpel = Krüppel. Das bedeutet, wer im Sommer nicht krank sein will, der sollte sich im Winter warm anziehen, sich wohl verhüllen.)
Wer nicht gabelt, wenn die Heuschreck zabelt, der nimmt im Winter ein Seil und fragt, wo Heu feil.
Wer nicht recht und gabelt, wenn die Bremse sticht und krabbelt, der läuft den Winter mit einem Strohseil und fragt, hat niemand Heu feil?
(recht und gabelt = Heu zusammenharken, zusammenrechen und mit Heugabeln auf den Heuwagen laden. Bremse = Stechfliege, ähnlich einer Mücke.)
Wer die Rose nicht im Sommer bricht, der bricht sie auch im Winter nicht.
Wer Rosen nicht im Sommer bricht, der bricht sie auch im Winter nicht.
(Das Sprichwort bedeutet, das man eine Gelegenheit nicht verpassen sollte, die wahrscheinlich nicht mehr wiederkommt.)
Wer sammelt nicht in Sommerzeit, groß Mangel er im Winter leid't.
Wie die Schwalbe ist des Frühlings Bote, also die Krähe des Winters.