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Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Hände und Handwerker

Die Hand ist das Greiforgan der Arme der Primaten. Beim Menschen und den meisten Primaten wird durch den opponierbaren Daumen die Greifhand mit dem Pinzettengriff ermöglicht. Die Anzahl der Handknochen beim Menschen beträgt 27. In den beiden Händen zusammen befindet sich damit ca. ein Viertel der menschlichen Knochen. Den frei beweglichen Teil der menschlichen Hand sind die fünf Finger mit ihren insgesamt 14 Fingerknochen. Ein Großteil der 33 Muskeln für die Hand liegt im Unterarm und entsendet lediglich ihre Sehnen in die Hand.


Quellen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Hand


Die Hände in deutschen Sprichwörtern sind wie im Leben unverzichtbar. Hände sind die wichtigsten Glieder und Werkzeuge, welche die Menschen neben der Sprache besitzen. Ebenso gehören die Handwerker, für die ihre Hände die Werkzeuge sind, dazu, da sie mit diesen Händen arbeiten. Im Gegensatz dazu stehen allen anderen, die nur geistig arbeiten oder die Hände nur für ihre Smartphones nutzen, um in den (un)sozialen Netzwerken von einer nutzlosen Nachricht zur nächsten zu scrollen. Die Bauern sind der dritte Stand, die mit dem Anbau der Nahrung für das Überleben aller sorgen.


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Hände in deutschen Sprichwörtern:

Alle Gedanken der Gottlosen sind in Gottes Hand.


Alles steht in Gottes Hand.


An schmierigen Händen bleibt viel hangen.

An schmutzigen Händen bleibt viel hängen.


Armut ist des Reichen Hand (, Zunge, Aug') und Fuß.

Armut ist des Reichtums Hand und Fuß.

(Das bedeutet, dass die Armen den Reichen dienen müssen als Handwerker, für sie reden und alle Wege zu Fuß erledigen müssen. Wenn die Reichen alles alleine machen sollten und dafür bezahlen müssten wären sie wahrscheinlich nicht so reich.)


Armut muss des Reichtums Hand, Zung, und Fuß sein.

(Das bedeutet laut Petri im Jahr 1605: „Was die Reichen zu tun haben, das müssen die armen Leute verrichten.“ Das bedeutet, die Reichen leben und haben ihren Reichtum von und durch die Arbeit der Armen, die Reichen ernten die Früchte der Armen. Daran hat sich bis heute fast nichts geändert.)


Aus der Hand in den Mund gibt schlechte Nahrung (Haushaltung) kund.


Aus der Hand in den Mund leben.


Aus flacher Hand kann man kein Haar rupfen.

Man kann niemand aus der Hand Haar rupfen.

Man kann niemand aus der Hand Haar rupfen.


Beim Menschen das unmöglich ist, dass man Fried hab zu aller Frist, drum muss man Kriegsordnung machen, in Fried bestellen kriegerische Sachen, Rüstung, Waffen und Proviant. Bevor aber Geld sei bei der Hand, das Regiment ist wohl gemacht, da man bei Fried hat Krieg gemacht.


Beiß nicht in die Hand, die dich füttert.

Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.


Bekommt der Arme ein Stück Brot, so reißt es ihm der Hund aus der Hand.


Bereite Hand lobt alles Land.

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Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Besser einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.
Besser ein Sperling in der Hand als ein Kranich auf dem Dach (der fliegt über Land).
Besser ein Vogel in der Hand, als zehn am Strand.
Besser ein Vogel in der Hand, als zehn über Land.
Ein Sperling in der Hand ist besser, denn eine Taube auf dem Dache.
Ein Sperling in der Hand ist besser, denn zehn auf dem Dach (ein Storch in der Luft).

Ein Sperling in der Hand ist besser, denn zehn auf dem Zaun.
Ein Vogel in der Schüssel ist besser, als hundert in der Luft.
Es ist besser ein Spatz in der Hand, als ein Storch auf dem Dach.
Es ist besser ein Sperling in der Hand, als ein Rebhuhn in dem Strauch.
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
(Siehe auch Sprichwort weiter unten. Ähnliche Sprichworte mit gleichem Sinn  gibt es in vielen anderen Ländern. Das Sprichwort bedeutet, man sollte  mit dem wenigen, das man sicher hat und dem man auskommt zufrieden sein  und sich nicht mehr und Besseres wünschen, was aber unerreichbar ist.
Usprung könnte der lateinische Spruch: „Capta avis est melior, quam mille in  gramine ruris.“ (Ein gefangener Vogel ist besser als tausend in der  Landschaft.) sein, laut Andreas Sutor, 1716 in "Latinum Chaos, Ein  Teutsches durcheinander, Seite 783".  Joh. Georg Seybold schreibt 1677  (in Viridarium Seite 453) das deutsche Sprichwort „Ein Spatz in der Hand ist besser, denn ein Storch auf dem Dach.“, fast Wortgleich wie Sutor, nur stellt er auf Lateinisch „Präsens est  certior hora“ ? davor.  Manche meinen im Evangelium nach Lukas 12, 7:  „Habt keine Angst: Ihr seid Gott mehr wert als ein ganzer Schwarm  Spatzen!“ eine Quelle gefunden zu haben.)

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Besser die Hand in einem Kuhfladen denn in fremdem Gelde.


(Es ist) Besser eine Handvoll mit Ruhe, als beide Fäuste voll mit Mühe und Jammer.

(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Der Prediger Salomo 4, 6: Luther-Bibel 1545: „Es ist besser eine Hand voll mit Ruhe, denn beide Fäuste voll mit Mühe und Jammer.“ Luther-Bibel 1912: „Es ist besser eine Handvoll mit Ruhe denn beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.“ Luther-Bibel 2017: „Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.“)


Besser ein Vogel in der Hand als zehn am Strand.


Betrug hat Jacobs Stimme und Esaus Hand.


Betteln ist keine Sünd noch Schand, den nicht ernähren kann, seine Hand.


Da kein Lehenmann, da ist auch kein Handlohn.


Das Beste ist, was man in der Hand hat.


Das Heil steht in Gottes Hand.


Das Kind fällt zur ärgern Hand.


Das Recht mit krummer Hand wird leichtlich umgewandt.


Dem Drescher gehört ein Flegel in die Hand.

Einem Drescher gehört ein Flegel in die Hand.


Dem Faulert geht d' Arbeit von der Hand, wie's Pech von der Wand.

Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand wie das Pech von der Wand.

Faulen Leuten geht die Arbeit von der Hand wie das Pech von der Wand.

(Faulenzer = Faulert - Faulhart  = Faulpelz)


Dem Gläubigen wird der Schuldner an Hand und Halfter gegeben.


Der Armen Hand ist Gottes Beutel.


Der Bauer ist nicht zu verderben, man hau` ihm denn Hand und Fuß ab.


Der bös ist wie ein Hundswadel, so lange man den in Händen hat, so ist er grade, lässt man ihn aus der Hand, so ist er krumm, wie seine Art ist.

(Hundswadel = Hundeschwanz)


Der Fischer hat Handschuh an, da ihn der Krebs hatte gekniffen.


Der gesamten Hand muss man Folge leisten.

(Eine Gesamthandsgemeinschaft ist eine Besitzergemeinschaft, der ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich gehört. Über das Vermögen kann nur gemeinschaftlich verfügt werden.)


Der ist ein Narr, der sich zwischen zwei Degen wirft oder seine Hand zwischen Tür und Angel steckt.


Der ist ein weiser Mann, der Schickelmann zur Hand gehen kann.

(Die Erklärung zu Schickelmann steht in der Sprichwörtersammlung von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 auf Seite 920 unter Nr. 23: „Also haben die Alten die Zeit genennt und haben gesagt: Schickelmann wohnet an der Straßen. Das ist soviel gesagt: Jedermann lebt in der Zeit und muss drin wandeln, und die Zeit lehrt jeden, was er tun und lassen soll; sie leiht, regiert, straft, bessert, bösert und macht mit den Menschen, was sie will.“)


Der Karge gibt mit Löffeln, nicht mit Scheffeln*30, gibts mit Fingern und nicht mit Handvoll.


Der Kopf ist stärker als die Hände.

Der Kopf ist stärker denn die Hand (Hände).


Der spielt auf Verlust, der die Karten schlägt, wie sie ihm in die Hand gegeben werden.


Der Teufel hat die Hand darauf.

(Wenn man etwas lange vergebens sucht und nicht finden kann, dann nur deswegen, weil der Teufel seine Hand darauf hat.)


Der Teufel ist verschlagen und zu beider Hand abgerichtet.


Der Teufel weiß wohl ein Holz zu finden daraus er ein Kreuz macht, man solls ihm nicht zur Hand schaffen.


Der Wille sündigt oder tut Gutes, nicht die Hand.


Der Zorn ist eitel Tand, darauf nicht folgt eine starke Hand.


Der zu Höfliche hat den Hut in der Hand und den Filz im Herzen.


Die blutige Hand nimmt kein Erbe.

(Altes Rechtssprichwort, das bedeutet, wenn jemand einen anderen umbringt oder anders zu Tode bringt, darf er nichts vom Erbe erhalten.)


Die fleißige Hand erwirbt, die faule Hand verdirbt.


Die Hände in den Schoß legen.


Die Hände können dem Kopf mehr helfen als die Füße.


Die Hand Gottes schlägt manchen stolzen Helden zu Tode.


Die Hand, die den Eid nimmt, kann ihn auch wieder erlassen .

Die Hand, so den Eid aufnimmt, kann ihn auch erlassen.


Die Hand von der Butten, es sind Weinbeeren drin.

Die Hand vom Butte, es sind Weinbeer drinn.


Die Hand vom Sacke! das Mehl ist verkauft!


Die Hand will allezeit bei der Wunde sein.


Die Henne trägt das Hauptrecht (Handlohn) auf dem Schwanze.


Die Katze fängt die Mäuse nicht in Handschuhen.


Die krumme Hand kennt man zu Hofe.


Die Lieb ist süß, bis ihr wachsen Hand und Füß.


Die linke Hand geht von Herzen.


Die linke Hand ist der rechten nicht so nötig als Einigkeit den Lehrern in reiner Lehr.


Die milde Hand verlässt Gott nicht.


Die unfreie Hand zieht die freie nach sich.


Die ungeraden Finger werden eben, sobald man die Hand schließt.


Die unreine Hand erwirbt fette Bissen.

Die unreine Hand erwirbt fette Bisslein.


Die Welt glaubt nicht, bis ihr der Glaube in die Hände kommt.

Die Welt glaubt nichts, bis ihr das Wasser ins Maul geht und der Glaube in die Hand kommt.

(Erst wenn das Wasser ins Maul rinnt, fangen die Menschen an zu glauben und versuchen etwas zu tun. Beim Klimawandel glaubt man, mit halbherzigen und kurzfristigen Maßnahmen die langfristigen Folgen wie steigender Meeresspiegel, Überschwemmungen und Dürren begrenzen zu können. Ebenso bei der Coronapandemie, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist (die Krankenhäuser überfüllt, das Pflegepersonal ausfällt und die Menschen sterben), wird nach Maßnahmen gesucht, welche den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern und Menschenleben retten könnten. Der Glaube der Menschen daran fehlt augenscheinlich. Die Situationen bei der Pest im Mittelalter oder der spanischen Grippe am Anfang des 20. Jahrhunderts scheinen sich zu wiederholen.)


Die Zeugen, denen man das Recht in die Hand legt, reden am besten.


Ehrliche Hand geht durch alle Land.


Eine Biene ist so gut als eine Hand voll Fliegen.


Eine fleißige Hand wird mit Ehren reich, wenn sie an einem gottseligen Herzen steht.


Eine gute Kunst und gelehrte Hand, passiert frei durch alle Land.

(Kunst = das Können eines Handwerkers.)


Eine Hand voll Gewalt (Macht) ist besser als ein Sack voll Recht.


Eine Handvoll Gold ist schwerer, denn ein Sack voll Recht und Wahrheit.


Eine Hand juckt die andere.

Eine Hand wäscht die andere.

(Ursprünglich aus „Apocolocyntosis“ (Verkürbissung) von Seneca im Sinne von Veräppelung. Original lat.: „Manus manum lavat“ Die Fortsetzung lautet: . . gib etwas und du bekommst etwas. Wurde zum Sprichwort in Deutschland, Armenien, Kuba und anderen Ländern.)


Eine Hand wäscht die andere, aber das Gesicht wäscht man mit beiden Händen.


Eine Hand zieht an, was der ganze Leib nicht wieder vertreiben kann.


Eine kluge Hand schreibt nicht alles, was eine närrische Zunge will.


Eine Lüge bietet der andern die Hand.

Eine Lüge reicht der andern die Hand.


Eine Lüge muss noch andere sieben haben, damit man sie füttern kann, sonst hat sie weder Hand noch Fuß.


Einem Bauern gehört ein Flegel in die Hand oder ein Karst und eine Mistgabel an die Seite.


Einem Horcher an der Wand gibt man einen Dreck in die Hand.


Einem Zornigen soll man kein Schwert in die Hand geben.


Einer gibt dem andern die Tür in die Hand.


Eines einzelnen Mannes Hand ist gar zu schwacher Widerstand.

(Das bedeutet, alle glauben, alleine nichts ausrichten zu können. Dieses Sprichwort ist eindeutig falsch! Wenn man im Recht ist und ehrlich seine Meinung und Rechte verteidigt, kann man sehr wohl etwas bewirken, wie ich selbst in den vergangenen Jahren feststellen konnte. Es dauert manchmal nur etwas länger.)


Ein Finger macht keine Hand, ein Balken noch keine Wand, ein Schwälbchen keinen Sommer.

Ein Finger macht keine Hand noch eine Blume den Frühling.


Ein Fuhrmann traut seinen Rossen und Wagen, er hält aber Zaum und Geißel in der Hand und schläft nicht.


Ein Gesetz ohne einen Handhaber ist wie eine Glocke ohne einen Schwengel.


Ein Glück bietet dem andern die Hand.


Ein Gulden*13 bleibt ein Gulden*13, auch in des Diebes Hand.


Ein irdener Topf und eisern Zepter in Gottes Hand führen einen ungleichen Streit.


Ein Jäger ist eine Bestie, sitzt auf einer Bestie, trägt auf der Hand ein Bestie, führt am Seil eine Bestie und jagt die Bestien.


Einmal die Hand an den Pflug und nicht wieder davon.

(Das Sprichwort soll gegen das Umsatteln stehen. Wer einmal ein Handwerk oder Beruf erwählt hat, sollte dabei bleiben. Je länger man etwas macht, desto besser wird man darin.)


Ein reines Ferkel wird selten fett und eine saubere Hand fährt allezeit in mageren Beutel.


Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornenzweig, der in eines Trunkenen Hand sticht.


Ein ungeschickter Mann hält nichts recht getan, als da er selbst Hand legt an.


Ein Vater soll seinen Stab nicht aus der Hand geben, so lang er ihn führen kann.


Ein weiser Mann soll heimlich jagen nicht jedermann seine Armut klagen, sonst fliegen von ihm seine Freund zur Hand, wenn ihnen seine Armut wird bekannt.


Eltern sollen den Daumen oder Zügel in der Hand behalten, solang sie können.

Die Eltern sollen den Daumen oder Zügel in der Hand behalten, solang sie können.

Eltern sollen den Zaum nicht aus den Händen geben, solang sie leben.

Eltern sollen den Zaum, solange sie leben, nicht aus den Händen geben.

(Welche Eltern diesem Sprichwort folgen, bekommen nachweislich unselbstständige Kinder, die weder schulreif noch nach der Schule ausbildungsreif sind und kein selbstständiges eigenverantwortliches Leben führen können.)


Endliche Hand macht reich.


Er gibt lieber einen Finger aus der Hand als einen Pfennig aus dem Beutel.


Er gibt mit dem Mund, aber die Hände halten fest.

Er gibts mit dem Mund und behält's mit den Händen.


Er hat den Tod an der Hand.

(Laut Wilhelm Körte, hat das Sprichwort einen „Bezug auf den Totentanz, ein im 18ten Jahrhundert häufig von Künstlern benutztes Symbol.“)


Er hat die Hand zu gehabt, wie er auf die Welt kam.


Er ist bei der Hand wie der Spieß hinter der Türe. 

Er ist zur Hand, wie ’n Spieß hinter der Tür.


Er ist bei der Hand, wie eine Schuhbürste.


Es bietet immer ein Unglück dem andern die Hand.


Es geht von Hand zu Hand.


Es hat nicht ein jeder Mann eine glückselige leichte Hand zu heilen.


Es hat nicht jeder Arzt die rechte Hand zum Heilen.


Es hat weder Hand noch Fuß.


Es ist besser, eine Feder in der Hand als ein Vogel in der Luft.


Es ist besser einen Finger, als die Hand verloren. (verlieren, als die Hand.)


Es ist besser eine Quese in der Hand, denn einen Knoten im Nacken.


Es ist besser, man schaff ein Baum ab, weil er mit einer Hand umzureißen, als wenn man Axt und Beil dazu muss brauchen.


Es ist der Götter gut müßig gehen, sie haben den Donnerschlag und Blitz in der Hand.


Es ist einem Christen besser eine Hand voll, denn einem Gottlosen ein Land voll.


Es liebt und lebet alles besser, was natürlich ist, denn was Menschen Hand zu wegen bringt.


Es liegt in Gottes Hand.


Faule Hände fangen nicht Spinnen.


Faule Hände müssen ein böses Jahr haben.

(Wer zu faul zum Arbeiten ist, hat immer eine Ausrede und Grund zur Entschuldigung, warum er keinen Erfolg hatte.)


Feuchte Hand bedeutet Liebe.


Find' ich ohne Wehr ein Land, das bezwing ich mit einer Hand.


Fleißige Hand bauen Leut und Land.


Fleißige Hand geht durch alle Land.


Fleißige Hand macht reich.

(Funktioniert leider oft nicht. Reich werden die, die das von fleißigen Händen produzierte gewinnbringend oder zu überteuerten Preisen an andere verkaufen. Die Dummen und Armen sind letztendlich diejenigen, die fleißigen Hände, die arbeiten und die Käufer, die überhöhte Preise bezahlen müssen.)


Fleißige Hand nähret ein dürftig Leben.


Fleißiger Hand wird wohl Rat.


Fünf Ellen geben ein Paar Handschuh, wenn der Schneider kein Schelm ist.


Für Gottes Wort und Vaterland, nimmt man mit fug (Recht) das Schwert zur Hand.


Geiz und Verstopfung gehen Hand in Hand.

(Dieser Spruch ist wahrscheinlich Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, als die Psychoanalyse zwischen Geiz und Verstopfung einen Zusammenhang, um zwei parallele Erscheinungen des gleichen Typus, sah. Dies wurde mit dem Staatswesen von Bienen, besonders der Arbeiterinnen, verglichen. Dieser Meinung waren z.B. Sigmund Freud (1856 - 1939) und Karl Abraham (1877 - 1925))


Gemeine Hand baut das (alle) Land.


Gewonnen mit Schand', verschwind't in der Hand.

Gewonnen mit Schand', verschwind' in der Hand; gewonnen mit Ehr', des wird inner mehr.


Gib den kleinen Finger, und man nimmt die ganze Hand.

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Gibst du dem Narren einen Finger, so will er die ganze Hand haben.

Weise einem Bauer einen Finger, so will er die ganze Hand haben.


Gib dem Teufel einen Finger, und er greift nach der ganzen Hand.

Gibt man dem Teufel den kleinen Finger, so will er die ganze Hand.

Wenn man dem Teufel einen Finger gibt, so nimmt er die ganze Hand.

Wer dem Teufel den kleinen Finger gibt, der ihm bald auch die Hand, den ganzen Arm und zuletzt sich selber hingeben muss.

Wer dem Teufel einen Finger gibt, den fasst er bei der ganzen Hand.

(Eine Auswahl verschiedener Variationen desselben Sprichworts aus den letzten 200 Jahren. Neben den genannten gibt es etliche weitere, in denen der Teufel von der Hand bis zum ganzen Menschen nehmen und haben will. Mal ist es ein Finger, mal nur ein kleiner Finger, es ist meist nur eine Kleinigkeit, mit der das große Unglück anfängt. Das Sprichwort ist eine Warnung, sich vorzusehen, bevor man seine Finger in etwas steckt, wovon man zu wenig versteht oder das Risiko zu hoch ist.)


Glaube, wenn du's in der Hand hast.


Gottes Hand ist immer offen und immer voll.


Gott hat der Arbeit ein Schwert, nicht einen Fuchsschwanz in die Hand gegeben.


Großer Herren Gunst ist ein schwacher Riedstab, der leicht knackt und ein reisefertiger Höfling, der allzeit mit dem Hut in der Hand steht, um Abschied zu nehmen.

(Riedstab = Spazierstock aus spanischem Rohr, auch Riesenschilf.)


Groß Gut ziert große Herrn, milde Hand und Herz noch viel mehr.


Gute Leute tun die Hand vom Herzen und lassen sich genießen.


Habe reine Hand und höfischen Mund, so bleibt dein Leib und Seel gesund.


Hagel und Brand segnet Gott mit milder Hand.


Handel ohne Verstand, Schaden vor der Hand.


Hände und Füße kann man nicht essen.


Hand muss Hand wahren.

Hand muss Hand warten.


Hand nimm du, Mund verzehr du, Hals bezahl das.


Hast kein Land, hilf dir mit der Hand.


Herren Hand reicht in alle Land.


Herzhafte Hand erhält Leut und Land.

(Eine frühe Erwähnung findet das Sprichwort 1630 bei Christoph Lehmann in seinem Politischen Blumengarten (Seite 384, Nr. 12). Braun schreibt es 1840 mit „Herzhafte Hand ernährt Leute und Land.“ falsch ab, von dem 1846 wiederum Simrock abschreibt und „Herzhafte Hand nährt Leut und Land.“ daraus macht.)


Heuchler haben einen vollen Mund, aber eine leere Hand.


Heut die Hand voller Hab, morgen ein Tuch ins Grab.


Honig im Mund, (und ein) Schermesser in der Hand.

Zucker im Mund, Schermesser in der Hand.


Hundert Kärch voll Gedanken bezahlen nicht eine Handvoll Schuld.

Hundert Wagen voll Sorgen zahlen nicht eine Handvoll Schulden.

(Kärch = Karren)


Hüt dich vor Jacobs Mund und vor Esaus Hand.


Hut in der Hand hilft (geht) durchs ganze Land.

Mit dem Hute in der Hand kommt man durch das ganze Land.

Mit dem Hute in der Hand kommt man durchs ganze Land.


Ich nehm den Sperling in der Hand, lass dir den Kranich an der Wand.


Im Ehestand gibt ein Jammer und Unglück dem andern die Tür in die Hand.


In die Hand gegeben ist angenehm.


In Gottes Hand, so steht das Ziel, er hilft durch wenig wie durch viel.


Insgemein sind diejenigen kurz von Händen, so lang von Zungen.

(Das bedeutet, wer lange Zungen hat (das heißt, viel verspricht) hat meistens eine kurze Hand (er hält und tut wenig).)

Jedweder hat fünf Finger an der Hand.


Je fertiger Hand, je lieber Pfand.


Je länger Zunge, je kürzer Hand.


Kalte Hände, warme Liebe.

Kalte Hand, warmes Herz.


Kart aus der Hand, willst du gewinnen.

(Das bedeutet, wer spielt, wird auch verlieren. Nur, wer die Spielarten aus der Hand legt und nicht mehr spielt, kann am Ende gewinnen.)


Kinderhände sind leicht gefüllt.

Kindeshand ist bald gefüllt.

Kindeshand ist bald gefüllt, Kindeszorn ist bald gestillt.

Kindes Hand ist bald gefüllt, Kindes Zorn ist bald gestillt.

(Ein Sprichwort, aber verschieden geschrieben. Kindes Hand und Kindes Zorn stehen so 1837 bei Wilhelm Körte (Nr. 3378) und wird auch so 1840 von Braun abgeschrieben (Nr. 1837). Karl Simrock schreibt 1846 teilweise von beiden ab, macht aber Kindeshand und Kindeszorn daraus.)


Kindeshand bebt leicht.


Kriegsschaden und Brand segnet Gott mit milder Hand.


Kunstreiche Hand bringt viel zustand.


Kunstreiche Hand geht durch alle Land.


Lass die linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.

Lass deine Rechte nicht wissen, was deine Linke tut.

Die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte tut.

Die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte tut mit Almosen geben.

Was die Linke tut, lass die Rechte nicht wissen.

Wenn du Almosen gibst, so lass die linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.

(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 6, 3: „Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.“ Zitiert werden etliche Varianten, meist ohne den Bezug zu Almosen und als Ausrede, jemandem etwas wichtiges zu verschweigen.)


Lässige Hand macht arm.

(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 10, 4): „Lässige Hand macht arm; aber die fleißigen Hand macht reich.“)


Lässt man dem Schalk eine Handbreit, so nimmt er eine Elle lang.


Laufende Hand behält den Preis in allem Land.


Legst du die Hand an den Pflug, so sieh nicht hinter dich.

Wer da legt Hand an den Pflug, nicht hinter sich lug.

(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Lukas 9, 62: „Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Plug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.“)


Liebe regiert in der Welt und im Wasser, darum wird sie gemahlt mit einer Blume in der einen und mit einem Fisch in der andern Hand.


Magere Hände machen feiste (fette) Füße.

(Indem die Hände fleißig arbeiten bleiben sie mager und schlank, die Füße profitieren dabei von der dadurch möglichen besseren und reichhaltigeren Nahrung.)


Man empfängt die Gäste freundlich mit Mund und Hand und mit Herzen, wie Gott wohl weiß.


Man gibt hin eine Handvoll nur und hofft wieder zwo dafür.


Man hat ihm die Hand im Sack erwischt.

Sie haben ihm die Hand im Sack erwischt.

(Wenn man jemanden mit der Hand im Sack erwischt bedeutet das, man hat einen Dieb auf frischer Tat in flagranti erwischt.)


Man kann einem ein Spiel in und aus der Hand spielen.


Man kanns mit Händen greifen.


Man muss allemal den Zaun in der Hand halten und die Gelegenheit, wenn sie sich ereignet, zuzäunen.


Man muss dem Taschenspieler auf die Hand lugen, nicht auf die Augen.


Man muss den Löffel nicht eher aus der Hand geben, bis man selbst gegessen hat.

Man soll den Löffel nicht aus der Hand geben, bis man selbst gegessen hat.


Man muss der Zeit die Hand bieten.

​Man muss der Zeit und Gelegenheit die Hand bieten.

Man muss der Zeit die Hand bieten, ist der Vogel aus der Hand, so ist er schwerlich wieder zu bekommen.


Man muss einem Bauer die Schaufel, nicht eine Lanze in die Hand geben.


Man muss in die Hände speien und viel Streiche tun, will man den Baum fällen.


Man muss manchem auf die Hände sehen, dem man nicht darf auf die Füße sehen.


Man muss mit Gott in die Hände speien (und anfangen).

(Meist bei denen üblich, die schwere Handarbeiten verrichten müssen. Es bedeutet, man soll alle Unternehmungen mit Gott und beten beginnen.)


Man soll das unreine Wasser nicht weggießen, man hab denn das reine wieder zur Hand.


Menschenhände werden müde.


Milder Hand hat niemals gemangelt.


Milder Hand nie zerrannt.


Mit der einen Hand geben, mit der andern nehmen.

Mit der einen Hand gibt er, mit der andern nimmt er.


Mit der Hand muss man säen, nicht mit dem Sacke.

Man muss mit der Hand und nicht mit dem ganzen Sack säen.

Säen muss man mit der Hand, nicht mit dem Sacke.


Mit einer Hand gibt der Geizige, mit der andern nimmt er wieder.


Mit einer Hand krauet man das Schwein, mit der andern sticht man die Gurgel ab. 

(Bei Christoph Lehmann steht dieses Sprichwort im Kapitel Betrug und Wander bemerkt dazu: „Bild der falschen Freunde.“ Mir drängt sich dabei das Bild des jetzigen amerikanischen Präsidenten Trump in seinem Friedensplan für die Ukraine auf: Auf der einen Seite verspricht er der Ukraine Frieden mit Russland und meint, die Russen würden dafür nicht die ganze Ukraine erobern wollen, auf der anderen Seite will er sich mit Putins Russland die Rohstoffe und Bodenschätze teilen und verspricht Putin, die Ukraine wird nicht mehr unterstützt. Die Ukraine soll damit nicht nur von Russland vernichtet werden, Amerika will den Rest selbst ausplündern. Den Ukrainern bleibt nichts als leere Versprechungen ohne Garantien für die weitere Existenz.)


Mit ledigen Händen und der Eltern Unwillen kann sich niemand wohl eine Haushaltung richten.


Mit lediger Hand fängt man keinen Habicht.

Mit leeren Händen fängt man keinen Falken oder Habicht.

Mit leeren Händen fängt man keinen Falken.


Mit leerer Hand ist schwer Vögel fangen.


Mit Tinte kann eine Hand einen schlechten Menschen erhöhen und einen hohen vernichten.


Mühl ohne Gang, Glock ohne Klang, Hand ohne Gaben, Schul ohne Knaben will niemand haben.


Mutschierung bricht keine gesamte Hand.

(Das bedeutet, bei einer Gesamthandsgemeinschaft gehört einer Gemeinschaft von Personen ein bestimmtes Eigentum gemeinschaftlich, über das nur gemeinschaftlich verfügt werden kann. Mit einer Mutschierung wird die Nutzung ohne Aufhebung der Gemeinschaft geteilt.)


Nachdem einer wohl tanzen will, so muss er vorher wohl zusehen, wen er bei der Hand hat.


Nahrhand und Sparhand kauft andrer Land.

Sparhand und Nahrhand (Sparmund und Nährhand) kaufen andrer Leute Land.

(Dieses Sprichwort hat nicht nur Wander doppelt in seinem Sprichwörter Lexikon, sondern auch in den Sammlungen seiner Quellen ist es jeweils doppelt, wie bei Wilhelm Körte 1837, Johann M. Braun 1840 und Karl Simrock 1846.)


Narrenhände bemalen Tisch und Wände.

Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.


Neu Gesetz machen ist leicht, aber die Handhaben daran fehlen immer.


Nicht jedes Land hat alles zur Hand.


Nimm die Augen in die Hand und die Katz aufs Knie, was du nicht siehst, das sieht sie.


Nimm's in die Hand, so bringt ein Handgriff den andern.

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Nimmt die Gewohnheit überhand, so geht sie durch ein (durchs) ganzes Land.

Nimmt Gewohnheit überhand, kommt sie über all das Land.

Nimmt Gewohnheit überhand, kommt sie über ein ganzes Land.

(Das gilt nicht nur für Gewohnheiten, sondern auch anderes wie vermeintliche Alternativen oder extremistische Parteien.)

​

Nürnberger Hand geht durch alle Land.


Nürnberger Witz und künstliche Hand findet Wege durch alle Land.

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Offene Hand macht offene Hand.

Offne Hand macht offne Hand.

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​Ohne Macht und starke Hand ist mit Zürnen nichts bewandt.

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​Raub und Brand vergilt Gott mit der Hand.

​

Reiner Mund und treue Hand gehen durch das ganze Land.

Reiner Mund und treue Hand gehen wohl durchs ganze Land.


Sag von dir selber keine Schand, denn sie kommt dir wohl noch zur Hand.

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​Schöne Hände sind leicht zu waschen.

​

​Schönheit und Verstand gehen selten Hand in Hand.

​

Schwielen an den Händen hat mehr Ehre als ein goldener Ring am Finger.

Schwiele an der Hand hat mehr Ehre denn (ein) goldener Ring am Finger.


Sei still und verschwiegen, was nicht dein ist, das lass liegen. Und hab ein reine Hand, so kommst du wohl durch alle Land.

​

​Sind doch nicht alle Finger an einer Hand gleich.

​

Sind Hände und Füße gebunden, so läuft die Zunge am meisten.

​

Sobald einem der Bettelstab in der Hand warm geworden ist, tut er kein gut mehr.

Sobald einem der Bettelstab in der Hand erwärmt, tut er nimmer kein gut.

Sobald einem der Bettelsack in der Hand erwärmet, so legt er ihn nimmer ab.

Wem der Bettelstab einmal in der Hand erwarmt, der tut nimmer gut zur Arbeit.

Wem erwärmet der Bettelstab in der Hand, des Herz ist von aller Arbeit abgewandt.

​

Soldaten, Wasser und Feuer, wo die überhand nehmen, da machen sie wüste Plätze.

​

​So man in die eine Hand wünscht und in die andere pfeift, hat man in beiden gleich viel.

​

​Stiller Mund und treue Hand gelten viel in jedem Land.

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​Stoß die Hände ins Wasser, fängst du kein Fisch, so werden sie doch nass und wäscht man doch die Hände.

​

Teilung bricht gesamte Hand.

(Eine Gesamthandsgemeinschaft ist eine Besitzergemeinschaft, der ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich gehört. Über das Vermögen kann nur gemeinschaftlich verfügt werden. Nach einer Teilung kann jeder einzeln über seinen Anteil verfügen.)

​

Treue Hand geht durchs ganze Land.

Treue Hand geht durch alle Land, untreue Hand geht hin, kommt aber nicht herwieder.

Getreue Hand geht durch alle Land.

Untreue Hand geht hin, kommt aber nicht herwieder.

​

Trockne Hand gibt ungern.

​

Tu auf deine milde Hand den Armen in deinem Land.

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Tut einer einem bösen Menschen Gutes, so wird doch dem, der es tut, die Hand nicht davon krumm.

​

Tu, was vor der Hand ist, das Künftige lass Gott befohlen sein.

​

Um der Warzen willen trage ich Handschuhe.

Um der Warzen willen an Händen trägt man Handschuh.

​

​Unfreie Hand zieht die freie nach sich.

​

Veränder eh nicht deinen Stand, bis du Bessres hast zur Hand.

Veränder nicht dein Stand, du hast denn ein besseres vor der Hand.

​

Veränder nicht deinen Stand, du hast denn ein besseres für der Hand.

​

Viele Hände, schnelles Ende.

(Das bedeutet, wenn sich viele an einer Arbeit oder Aufgabe beteiligen, wird sie schneller zum Ende und Erfolg gebracht.)

​

Viele Hände haben viel.


Viel Hände heben leicht eine Bürde.

Viel Hände heben leicht eine Last.

Viel Hände machen eine leichte Bürde.

Viel Hände machen leichte Bürde.

Viele Hände machen leichte Bürden.


Viel Hände im Haar raufen hart.


Viel Hände, leichte Arbeit.

Viele Hände erleichtern die Arbeit

Viel Hände machen leichte Arbeit.


Viel Hände machen bald ein Ende.


Viel Hände machen bald Feierabend.


Viel Hände machen kurze Arbeit, aber der Teufel fährt in die Schüssel.


Viel Hände machen leicht ein Ende.


Viel Hände tragen leicht.


Viel Hände zerreißen die Wände.


Viel Händ und wenig Herz gibt man zu Hof für Weihbrunnen.

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Vom Brautschatz wird niemand reich, der sonst nichts um die Hand hat.

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Von der Hand zum Munde verschüttet mancher die Suppe.


Wahrer Mund und reine Hand wandern durch alle Lande.


Wasch (du) mir den Bart, so wasch ich dir die Hand.


Was die unbesonnene Zunge redet, das ist die Hand zu halten nicht schuldig.

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​Was einer zum Handschuh denkt, da wird oft kaum ein Däumling draus.

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​Was fremde Hände bauen, das kommt auch wieder in fremde Hände.

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Was in viel Händen umgehet, ist verbabelte Ware.


Was man den Kindern gelobet, das muss man in der Hand haben.

(Das bedeutet, was man Kindern verspricht muss man auch halten.)


Was man mit den Händen erreichen kann, dazu bedarf man keiner Leiter.

Wo man mit den Händen hinreichen kann, dazu braucht man keine Leiter.


Wasser geht durch Stiefel, Liebe durch Handschuhe.

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​Was vorgeht zwischen Wieg und Tod, der Pfaff hat seine Hand im Sod.

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Wehe der Statt und Land, da Wölfe kriegen Oberhand.

(Statt = aus dem Mittelhoch- und Althochdeutschem - stat, = von  Stehen; Stätte, Stelle, Platz, ein bestimmter Ort.)

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​Wehrende Hand schuf Gott.

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​Wehrender Hand wird immer Rat.

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​Weisheit macht eine glückliche Hand.

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​Weit gesessen, bald vergessen, nah an der Hand wird bald bekannt (oder bleibt lang bekannt).

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Wem das Glück den Finger reicht, der soll ihm die Hand bieten.


Wem (Wem's) das Glück die Hand bietet, dem schlägt's gern ein Bein unter.

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Wem man eine Handbreit gönnt, der nimmt ein Ellenlang.

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Wen es gelüst, der greift einer Sau um eine Handvoll feist in Hintern.

(Dieses Sprichwort steht 1630 bei Christoph Lehmann unter der Überschrift: „Ob ein Junger Man ein alt Weib wegen Geld und Guts soll nehmen.“)


Wenn Brief, Siegel, Hand und zusagen nichts mehr gelten, so ist kein Band, das zwischen Menschen Einigkeit und Vertrauen kann erhalten und ist alle Gewissheit in Handlungen verloren.

(Dieses über 500 Jahre alte Sprichwort beschreibt heute (seit 2014) Russland mit Putin als Präsident. Der russische Präsident vor Putin, Jelzin (1931 - 2007, russischer Präsident von  1991 -1999, der 1. demokratisch gewählter Präsident Russlands), war maßgeblich an der Auflösung der Sowjetunion beteiligt. Putin missachtete alle von Russland vor ihm gegebenen Garantien und Verträge mit der Ukraine und zettelte mit falschen Behauptungen den völkerrechtswidrigen Angriffs- und Eroberungskrieg gegen die Ukraine an. Auch Hitler hat mit angeblicher Bedrohung von außen seinen Angriffskrieg gegen Polen und allen anderen gerechtfertigt, Putin tuts ihm gleich.)


Wenn das Auge Not leidet, so hilft ihm die Hand.


Wenn der Bauer nicht muss, rührt er weder Hand noch Fuß.

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Wenn der Bauer wohlgesehen sein will, so muss er mit den Füßen in den Händen kommen.

(Das bedeutet, er muss mit den Füßen Hühnern, Gänsen und Enten in der Hand kommen. Er ist überall willkommen, wenn er mit Geflügel in den Händen als Geschenk kommt.)

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Wenn der Hund sieht, dass einer ein Bein in der Hand hat, so rührt er den Schwanz.

(Bein = Knochen.)


Wenn der Vogel aus der Hand ist, so ist er schwerlich wieder zu bekommen.

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Handwerker in deutschen Sprichwörtern:


Als Handwerk werden zahlreiche gewerbliche Tätigkeiten bezeichnet, die Produkte fertigen oder Dienstleistungen erbringen. Der Begriff bezeichnet auch den gesamten Berufsstand. Die handwerkliche Tätigkeit steht der industriellen Massenproduktion gegenüber. Ein Handwerker ist ein Mensch, der der ein Handwerk ausübt.

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Ackersmann, Schlackersmann, ich lob mir den Handwerksmann.


Alle Handwerker dienen einem anderen mehr, denn ihnen selbst.


Alle Handwerker sind gut, wenn nur das gut ist, dass ihnen aus den Ärmeln hängt.


Beim Bettlerhandwerk verdirbt niemand.


Das heißt ein gut Handwerk, das ehrt und nährt, das speist und kleid.


Das Narrenhandwerk ist gemein in der Welt und ist wenig Besserung drin zu vermuten.


Dem Meister vom (im) Handwerk soll man glauben.


Der Bettler treibt das goldene faule Handwerk, davon (dabei) er sechs Tage feiert und den siebenten vor der Kirche sitzt.


Des Handwerks, des Mangels.


Die viel Handwerk lernen mögen nicht gedeihen.


Ein guter Künstler, ein schlechter Handwerker.


Ein Handwerk, ein täglicher Gülden*13. (eine tägliche Gilt)


Ein Handwerker sollte zehn Rentner überzehren.

(überzehren = mehr Nahrung finden, mehr haben, als.  Das Sprichwort bedeutet danach, einem Handwerker sollte mehr Nahrung zustehen als zehn Rentner. Bei so einer Regelung ist es wohl kein Wunder, wenn früher die Menschen nicht sehr alt geworden sind, das würde bedeuten, arbeiten bis zum umfallen und danach verhungern. Da ist es heute doch besser als in der guten alten Zeit, aus der dieses Sprichwort stammt.)


Ein Handwerker, wenn er schon viel Land durchreist, setzt sich doch wieder auf seine Werkstatt.

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Ein Handwerk ist ein guter Reisepfennig, man trägt sich niemals müde daran.

Handwerk ist ein guter Zehrpfennig, man trägt nicht schwer daran.

(Das bedeutet, wenn man ein Handwerk gelernt hat und die Kunst, das heißt, das Können beherrscht, kann man überall sein Auskommen finden. Wenn man arbeiten kann, kann man sich überall seinen Lebensunterhalt verdienen und das Können und Wissen trägt man im Kopf immer ohne Mühe bei sich, anders die schweren Vorräte, die man tragen müsste.)


Ein Handwerksmann kann einen Rentner (Rentherrn) ausziehen.


Ein Krämer, der nicht Mausdreck für Pfeffer aufschwätzen kann, hat sein Handwerk nicht gelernt.


Ein schlechtes Handwerk, das seinen Meister nicht nährt.

Es ist ein böses Handwerk, das nicht seinen Meister ernährt.


Es ist ein böses Handwerk, das seinen Meister an den Galgen bringt.


Es ist ein gutes Handwerk, lohnt aber übel; es gibt genug, solang einer lebt.

(Das Sprichwort meint das Handwerk des Diebes, das übel lohnt, da der Lohn in der Entstehungszeit des Sprichworts der Galgen war. Solange ein Dieb nicht erwischt wird und man am leben bleibt, kann man sich davon ernähren, sobald man aber erwischt wird, wartet der Tod am Galgen. Bei anderen Handwerken kann man sich vom durch die Arbeit erworbenen Vermögen zur Ruhe setzen und weiterleben. Auf den Dieb wartet immer die Strafe am Galgen. Egal wie viel der Dieb zusammengestohlen hat, er wird nichts davon haben.)


Es ist ein schlechter Arbeitsmann, der nicht vom Handwerk reden kann.


Fleißige Handwerker können leichtlich aus Kupfer und Eisen Gold und Silber machen.


Fünfzehn Handwerk, das sechszehnte Betteln.


Gott ehre das Handwerk, sprach der Schinder zum Richter.


Große Herren brauchen ihre Diener wie der Handwerker ihre Werkzeuge, welche man, wenn es abgewetzt, hinter die Wand wirft.


Handwerker trauen Gott und ihren Händen.


Handwerk hasst einander.


(Ein) Handwerk hat (einen) goldenen Boden.


Handwerk ist eine tägliche Gült.


Handwerkssachen gehören vor den Rat.


Hast du Kinder und wenig Gut dabei, lehr sie ein Handwerk, Künsten frei, das sie ihr Leben mögen mehren und großer Armut sich erwehren.


Jeder lobt sein Handwerk.


Klappern (Klimpern) gehört zum Handwerk.


Mit einem Handwerk kommt man weiter als mit tausend Gulden*13.


Müller, Schneider und Weber werden nicht gehenkt, das Handwerk ginge sonst aus.

(Dazu meint Wilhelm Körte 1837: „Die Müller stehen von uralter Zeit her im schlimmen Rufe des Übervorteilens.“ Eduard Graf meint dazu 1864 in seinen Rechtssprichwörtern auf Seite 46: „Möglich, dass man Henker und Schergen aus Furcht vor körperlicher Ansteckung mied, da ihnen die Ausweisung der Aussätzigen oblag, was auch auf den Abdecker und möglicherweise auf den Schäfer passte, allein wahrscheinlich ist es nicht; man erstreckte auch Ehrlosigkeit im Wege der Auslegung auf möglichst weite Grenzen, obwohl man lieber zehn ehrlich machen soll, als einen zum Schelm, schaute gelegentlich auf jeden Handwerker mit Verachtung, obwohl niemand desselben entraten kann und heute noch geißelt der Volkswitz verschiedene Gewerbe.“)


Nehmen ist das süßeste Handwerk.


Neunerlei Handwerk, achtzehnerlei Unglück.

Siebzehn Handwerk, achtzehn Unglück.

Vierzehn Handwerke, fünfzehn Unglücke.

(Das bedeutet, wenn einer zu viele verschiedene Tätigkeiten und Handwerke ausübt, kann er keines richtig gut und macht viel schlecht und unvollkommen. Um die Kunden vor mangelhafter Ausführung und Ware zu schützen, war in früheren Zeiten nur ein anerkanntes Innungsmitglied oder Zunftmeister zu bestimmten Arbeiten berechtigt. Insgemein wurde aber auch gemutmaßt, sich auf diese Weise unliebsamer Konkurrenz zu erwehren.)


Siebenundsiebzig Handwerke, 77 Unglücke.


Siebzehn Handwerk, achtzehn Unglück.

Sieben und siebenzieg Handwerk, sieben und siebenzig Unglück.


So weit Handwerksgewohnheit geht, so weit kann sich ein Handwerksmann helfen.


Viel Handwerke, Betteln das Beste.

Viel Handwerk in der Welt, Betteln das Beste.


Viel Handwerke verderben den Meister.

Viel Handwerk verdirbt den Meister.

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​Wenn Drillmeister zwanzig Jahre die Untertanen zum drillen abgerichtet, so sind's doch nur Gesellen im Soldaten Handwerk.

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Wenn man das Buhlerhandwerk will verbieten, so muss man zuvor die Werkstatt und Instrumente abschaffen.

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Wer an seinem Amt oder Handwerk verzagt, dem steht nicht zu raten, noch zu helfen.


Wer das Handwerk versteht, der verrate (verrät) den Meister nicht.

Wer das Handwerk versteht, verrät (beschämt) den Meister nicht.


Wer ein Handwerk kann, weiß sein Einkommen.


Wer seinem Feinde ehrlich die Hand reicht, fördert das Handwerk Gottes.


Wer viel Handwerke zugleich lernt, der lernt selten eins wohl.


Wer vom Handwerk ist, beschämt den Meister nicht.


Zehn Handwerke, das elfte der Bettelstab.


Zehn Handwerke, ein Bettler.

(Das bedeutet, wenn einer zu viele verschiedene Tätigkeiten und Handwerke ausübt, kann er keines richtig gut und macht viel schlecht und unvollkommen. Da bei zehn Handwerken kenes einen Mann ernähren kann, wird man am Ende Betteln müssen. Um die Kunden vor mangelhafter Ausführung und Ware zu schützen, war in früheren Zeiten nur ein anerkanntes Innungsmitglied oder Zunftmeister zu bestimmten Arbeiten berechtigt. Insgemein wurde aber auch gemutmaßt, sich auf diese Weise unliebsamer Konkurrenz zu erwehren.)


Zu einem Handwerk gehören Geduld und fleißige Arbeit.


Zu rechter Zeit können geschicklich simulieren, ist große Weisheit, man muss aber kein Handwerk daraus machen.


Zwanzig Handwerke und ein halb Brot.