
Gesetz sind Rechtsnorm, welche menschliches Verhalten regelt. Gesetzestexte beinhalten den konkreten Wortlaut von Gesetzen. In Gesetzen sind anerkannte Rechtssätze festgelegt. Der Herkunft nach bezeichnet der Ausdruck etwas Gesetztes und Festgelegtes. Ein Gesetz ist damit die Festlegung von Regeln. Laut Duden ist das Gesetz „eine vom Staat festgesetzte, rechtlich bindende Vorschrift“.
Als älteste Rechtssammlung gilt der Codex Ur-Nammu aus ca. 2100 v. Chr. Im Römischen Reich sollen um 450 v. Chr. die Zwölftafelgesetze geschaffen worden sein. In Deutschland gibt es aus dem 13. Jahrhundert im Mittelalter Gesetze und Rechtsregeln im Schwabenspiegel, Sachsenspiegel, Lex_Saxonum, Deutschenspiegel und anderen, die sich aus älteren Rechtsnormen entwickelt haben.
Heute gibt es allein in Deutschland unzählige Rechtsnormen und Gesetze für jeden erdenklichen Bereich, unterschieden nach Landesrecht, Bundesrecht, Europarecht und mehr und täglich kommen etliche hinzu. Die wichtigsten stehen im Sozialgesetzbuch, Handelsgesetzbuch, Bürgerliches Gesetzbuch und Strafgesetzbuch.
Quellen und weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwabenspiegel
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschenspiegel
https://www.recht.bund.de/de/home/home_node.html
https://www.juraforum.de/gesetze/
Der älteste Ursprung der Gesetze in deutschen Sprichwörtern ist die Bibel. Die meisten stammen aber wohl aus dem Mittelalter aus der Zeit, in der die wenigsten lesen konnten und Sprichwörter über die wichtigsten Rechtsregeln informierten. Nicht nur mit Gesetzen und deutschen Sprichwörtern, auch viele andere geben Anleitung und Regeln zum Zusammenleben.
Alte Gesetze und frische Speisen haben großen nutzen.
Änderung der Gesetze verbessert niemand.
Armut macht die Leute hurtig, aber Gesetze machen sie nicht fromm.
Auf böse Sitten folgen gute Gesetze.
Aus bösen Sitten entspringen gute Gesetze.
Böse Sitten machen gute Gesetze.
Des Pöbels schlechte (böse) Sitten machen gut Gesetz.
Schlechte (Üble) Sitten machen gut Gesetz.
Schlimme Sitten bringen gut Gesetz.
Bündnisse verreißen die Gesetz.
Das Gesetz ist geistlich, wir aber sind fleischlich unter die Sünde verkauft.
Das Gesetz weicht der Gnade
Gesetz weicht der Gnade.
Das ist das Gesetz und die Propheten!
Dem Frommen ist Gott, dem Bösen seine Armut Gesetz.
Der Fromme fürchtet das Glück, der Böse das Gesetz.
Diejenigen, so Gesetz und Ordnung machen, sind gebrechlich, also sind die Gesetze und Ordnung gebrechlich und vergänglich.
Die Liebe ist des Gesetzes Erfüllung.
Die Not dient dem Menschen und bricht das Gesetz.
Die Obrigkeit, so Freiheit, Gesetz und Ordnung gibt, das solche nicht drum geben, das man sie damit fesseln und binden soll, sondern ist und bleibt derselben allweg ihr vorbehalten.
Die weisen Regenten haben den Liebesnarren kein Gesetz noch Ordnung gemacht, dieweil sich die Narrheit mit Gesetzen nicht lässt binden.
Einerlei Kleid ist nicht jedem gerecht, also auch die Gesetze schicken sich nicht an jedem Ort.
Ein Gesetz ohne einen Handhaber ist wie eine Glocke ohne einen Schwengel.
Ein Herr ist den Gesetzen zu gehorsamen verpflichtet aus der Natur und aus den beschriebenen Rechten als ein ehrbarer ehrlicher Mann.
Ein Loch durch ein Gesetz reden.
(Früher wurden alte Gesetze und Urkunden mit durchlöchern ungültig gemacht.)
Es ist kein Gesetz, es hat ein Loch, wer's finden kann.
Kein Gesetz, es find't sein Loch.
(Sprichwort mit Ursprung in der Bibel, aus dem 1. Brief des Paulus an Timotheus 1, 8 „Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht braucht 9 und weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern,“ Das bedeutet, für jedes Gesetz findet sich ein Schlupfloch oder eine Ausnahme mit fadenscheinigen oder falschen Begründungen. Heute finden beispielsweise gut bezahlte Anwälte und Steuerberater für Leute mit viel Geld immer irgendwo ein Schlupfloch, um auf große Einkünfte möglichst wenig Steuern bezahlen zu müssen, wo einfache Arbeiter sie nicht finden und die volle Summe zahlen müssen. Das macht die Gesetze immer komplizierter, undurchschaubarer und ungerechter.)
Etliche Gesetze lehren, was man tun soll, etliche gebieten, etliche wehren und verbieten das Böse, was sie nicht erwehren das lassen sie geschehen.
Fromme Leute bedürfen keines Gesetzes.
Für Gerechte gibt es keine Gesetze.
Gesetze bestehen nicht im Befehlen, sondern im exequieren, dass es die halten, die solche gebieten, denn die Leute folgen mehr dem, was sie sehen, als was sie hören.
(exequieren = ausführen, vollstrecken, vollziehen)
Gesetze machen keinen willigen Gehorsam.
Gesetze macht man nicht wie Karnickel.
Gesetze muss man nach den Leuten messen und nicht die Leute nach den Gesetzen.
Gesetze sind der Zaum, damit man Untertanen und Herrn zäumen und halten kann.
Gesetze sind Meister und nicht die Menschen.
Gesetze sollen nicht Fallstricke sein, die Untertanen zu gefährden.
(Christoph Lehmann fügte 1630 hinzu: „darum soll man sie nicht nachdem Buchstaben, sondern nach dem Verstand, so der Billigkeit am nächsten auslegen. Ursach ist der rechte Kern und die Seele des Gesetzes.“)
Gesetz muss Gesetz brechen.
Gesetz ohne Folgen taugt nichts.
Gesetz ohne Strafe, Glocke ohne Klöppel.
Gesetz und Ordnung hält man so lang, als sie den Leuten nutz und verträglich sind.
Gesetz und Ordnung machen ist Kunst, noch ist die Kunst höher, wer dieselbe wie ein geschickter Arzt weiß derzeit Personen und der Not abzumessen.
Gott ist der Frommen Gesetz, der Bösen ihre Affekten.
(Affekt = vom Lateinischen Afectus, ein hoher Grad einer Gemütsbewegung und dessen Ausbruch.)
Gute Gesetz und Ordnung binden bösen Leuten die Fäuste, dass sie nicht allzeit ihren Willen schaffen können.
Gute Gesetz und Ordnung liegen oft krank.
Im Kriege schweigt Gesetz und Recht.
Im Krieg schweigen Gesetz und Recht, es gilt Herr wie der Knecht.
Jeder tut lieber, was ihm gelüstet, als was die Gesetze heißen.
Je mehr Gesetz, je mehr Sünd und Untugend.
Je mehr Gesetze, je mehr Sünde (Übertretung).
Je mehr Gesetze, je weniger Recht.
Je weniger Gesetz, je besser Recht.
Je weniger Gesetz, je besser Recht und je weniger Übertretens.
Liebe hat weder Gesetz noch Zaum.
Liebe regiert ohne Gesetz und ohne Schwert.
Menschen Gesetz schaden und verdunkeln allzeit Gottes Gesetz.
(Heute könnte man sagen: Die Menschen achten nicht die Naturgesetze und erhalten die Quittung mit Klimawandel, Naturkatastrophen und Pandemien dafür.)
Mit Gesetzen martert und tilgt man die Gesetze.
Mit Gesetz und Worten regiert und leitet man die Welt und leitet sie, führet man die Herzen und heilet die Gewissen.
Mit wenigen Gesetzen regiert man wohl.
Mit Worten und Gesetzen regiert man die Welt.
Moses mit seinem Gesetz ist aller Henker Meister.
Neue Fürsten, neue Gesetze.
Neuer König, neues Gesetz (neu Gesetz).
Neue Gesetze machen ist leicht, aber der Meister, der handhaben kann, ist gestorben.
Neuen Gesetzen folgt auf der Ferse (auch) neuer Betrug.
(Einem) Neuem Gesetz folgt neuer Betrug.
Neu Gesetz machen ist leicht, aber die Handhaben daran fehlen immer.
Not bricht alle Gesetze.
Not hat kein Gesetz.
Not, Person und Zeit machen die Gesetze eng und weit.
Not richtet sich nach den Menschen und nicht nach den Gesetzen.
Obrigkeit soll nicht leichtlich neue Gesetze machen, sondern daran sein, dass die alten gehalten werden.
Ohne Gesetz kann man nicht leben, sie binden, aber doch nicht weiter, als die Liebe und Not geht.
Regiment ohne Gesetz und Ordnung ist ein Körper ohne Seele, der schon in der Faulung steckt.
Sobald das Gesetz und Vernunft zusammenkommen, hat der Glaube seine Jungfrauschaft verloren.
Sobald Gesetz ersonnen, wird Betrug gesponnen. (begonnen.)
Um Bubentat man gute Gesetz gemacht hat.
Ungleiche Zeit macht ungleich Recht und Gesetz.
Vernunft ist des Rechts Kern und des Gesetzes Seele.
Viel Gesetz und Ordnung helfen nicht dazu, das die Leute fromm sind.
Viel Gesetz, viel Übertretung.
Wehe den Schriftgelehrten die unrecht Gesetz machen und unrecht Urteil sprechen.
Welche kein Gesetz noch Ordnung halten, die wollen immer andre Leute daran verknüpft haben.
Welche ohne Gesetz sündigen, die werden auch ohne Gesetz verloren.
Welche ohne Gesetz sündigen, die werden durchs Gesetz verurteilt.
Wenig Gesetz, gutes Recht.
(Zu Beginn der Bundesrepublik Deutschland gab es nur kleine und dünne Gesetzbücher. 70 Jahre später sind daraus etliche unübersehbare dicke Wälzer geworden, nicht mitgezählt die europäischen Gesetze, die gleichfalls beachtet werden müssen. Täglich gibt es so viel neue Gesetze, das die Juristen und Richter nur noch mit dem Dazulernen beschäftigen müssen und keine Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben haben. Daraus folgt: Das Recht und die Gesetze werden immer schlechter und wenn Recht gesprochen wird, ist es wahrscheinlich falsch und entspricht nicht mehr den aktuell geänderten Gesetzen.)
Wenn das Gesetz recht verstanden wird, so machts verzagt, wirds unrecht verstanden, so machts Heuchler.
Wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt an einem, der ist ganz schuldig.
Wer alte Gesetze und Gewohnheiten ändert, der tuts nicht ohne Schaden.
Wer das Gesetz gibt, ist nicht daran gebunden.
Wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
Wer ein Gesetz gibt, muss darüber wachen.
Wer mausen will, dem kann man mit Gesetzen nicht alle Löcher verstopfen.
Wer Ordnung zum Gesetz macht, muss sie zuerst halten.
Wie der König, so das Gesetz; wie's Gesetz, so das Volk.
Wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sünden nicht.
Wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel; Der Brief des Paulus an die Römer 4, 15: „Denn das Gesetz richtet nur Zorn an; wo aber das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung.“)
Wo kein Gesetz ist, da ist keine Misshandlung, wo viel Gesetz, da ist viel Misshandlung.
Zwei Dinge lassen sich dehnen, wie man will: Gummi und Gesetze.