
Der Zorn ist ein Zustand starker emotionaler Erregung mit unterschiedlich aggressiver Tendenz. Der Begriff existiert bereits im Mittelhochdeutschen und Althochdeutschen als Zorn. Zorn ist heftiger Ärger, wutähnlicher Affekt, Jähzorn und kann als Zornesausbruch zu unkontrollierten Handlungen oder Worten führen. Der Zorn erscheint dann als Beherrscher des Menschen, der seinerseits seine Gefühlsregungen nicht mehr kontrolliert. Zorn kann auch als anhaltendes, gerecht erscheinendes „Zürnen“ auftreten. Formen sind Bauernzorn, Bürgerzorn, Volkszorn, Wählerzorn; Götterzorn, heiliger Zorn, Zorn Gottes und anderes.
Im Vergleich zur Wut entsteht Zorn an falsch oder ungerecht empfundenen Verhaltensweisen oder Verhältnissen. Wut kann auch ziellos auftreten und unkontrolliert ausbreiten. Weiterer Erregtheitszustände sind Ärger, Empörung, Aggressionen und anderes.
Quellen und Informationen zum Zorn im Internet unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Zorn
https://de.wikipedia.org/wiki/Wut
https://de.wikipedia.org/wiki/Aggression
Zum Zorn in deutschen Sprichwörtern gehören auch die Zornigen und alle, die zürnen. Etliche Sprichwörter bringen den Zorn mit Toren in Verbindung und halten ihn meist nicht für gut. Besser ist allemal vernünftig und besonnen zu handeln und den Zorn verrauchen zu lassen.
Afterreden und Zorn gehören sich nicht über Tisch.
Am Zorn erkennt man den Toren.
Beim Zorn erkennt man den Tor'n.
Beim Zorn kennt man den Torn.
Beim Zorn erkennt man ein Witzigen und Torn.
Argwohn wird Zorn.
Armer Leute Zorn hat keinen Nachdruck.
Aus Zorn sind dem Hasen die Ohren entfallen.
Aus Zorn und Begierd' gar nichts Guts wird.
Bacchus der Vater, Venus die Mutter, Zorn die Hebamm erzeugen das Podagram.
(Podagra = akuter Gichtanfall am Grundgelenk der großen Zehe. Auch akuten Gichtanfall an anderen Gelenken werden manchmal als Podagra bezeichnet.)
Bauern und Arme haben auch ihren Zorn, er hat aber die Wehre nicht.
(Wehre = Kraft, Mut, Möglichkeit zum Widerstand gegen mögliche körperliche oder rechtliche Angriffe, sich zu wehren. Heute sind es nicht mehr die vermeintlich dummen und rechtlosen Bauern, die sich gegen Willkür und Schikanen der Obrigkeit wehren mussten. Es sind jetzt die vielen kleinen Bürger, die meinen, alleine gegen die Verwaltung, Behörden, den Staat oder große Konzerne und die Reichen nicht ankommen zu können und resignieren. Oft haben alle das gesetzliche Recht, haben aber nicht das Geld für Anwälte und Gerichtskosten, um ihre Rechte durchzusetzen. Damit werden die Rücksichtslosen und andere, die glauben, sich über alles Hinwegsetzen zu können gestärkt. Jeder Widerstand gegen Missstände stärkt die Gerechtigkeit und macht das Zusammenleben besser.)
Beim Trunk und im Zorn erkennt man den Tor'n.
Besser der erste Zorn denn der letzte, dazu das Hauptgut verloren.
(Erklärung dazu von Johann Christian Siebenkees (1753 -1841) in dessen Buch „Deutsche Sprichwörter mit Erläuterungen“ aus dem Jahr 1790: „Dieses Sprichwort geht auf den Fall, da jemand etwas von uns verlangt, und wir es ihm abschlagen zu müssen glauben. Er wird darüber zornig und verdrüßlich werden: allein wenn wir mit Grund es abschlugen, so ist der erste Zorn besser, als der letzte.“)
Besser ein kleiner Zorn denn ein großer Schaden.
Besser kleiner Zorn, denn großer Schaden.
Es ist besser ein kleiner Zorn, denn ein großer Schaden.
Bleib treu, wenn dich der Zorn bewegt.
Bruderzorn, Höllenzorn.
Buhler-Zorn, der Buhlschaft Sporn und Dorn.
Dem Zorn geht die Reue auf den Socken nach.
(Christoph Lehmann fügt 1630 dahinter „und schadet niemand mehr als dem Zornigen.“ an.)
Den Bogen bricht Spannen, und Nachlassen den Zorn.
Der Buhler Zorn ist der Liebe Sporn.
Der Eltern Lieb und Eifer, Zorn, entspringen beid aus Herzen Born.
Der erste Trunk gehört zum Durst, der andere zur Lust, der dritte zur Freud, der vierte zur Trunkenheit, der fünfte zu Krieg und Zorn, der sechste zu Siechtum.
Der erste Zorn der beste.
Der Herren Zorn ist schwer.
Der ist fürwahr ein weiser Mann, der seinen Zorn wohl zähmen (bezähmen) kann.
Der ist fürwahr ein weiser Mann, der Zorn und Rach kann fahren lan.
Der Könige Zorn ist ein Vorbote des Todes.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 16, 14. „Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen.“)
Der tolle Zorn tut mehr Schaden als drei Dreschflegel.
Der Zorn bringt gräuliche Gäste mit sich.
Der Zorn erwürgt den Torn.
Der Zorn groß ruht im Narrenschoß.
Der Zorn ist ein Narr.
Der Zorn ist ein schlechter Ratgeber.
(Dies ist ursprünglich kein deutsches Sprichwort. Erstmals erscheint es 1880 im 5. Band von Wanders Deutschem Sprichwörter Lexikon als Übersetzung aus dem Tschechischen, Polnischen und Französischem. Aus Mangel eines vergleichbaren deutschen Sprichwortes fügte Wander die Übersetzung des fremden Sprichwortes unter der eigenen Nr. 42 unter dem Stichwort Zorn ein. Andere schrieben von ihm ab und ließen den Hinweis auf die Fremdsprachen einfach weg. Heute wird es ohne Kenntnis der Herkunft als vermeintliches deutsches Sprichwort in verschiedenen Versionen gebraucht. Der Zorn wird je nach Bedarf durch Wut, Angst oder anderem ausgetauscht, ebenso wird der Wortlaut abgeändert.)
Der Zorn ist eitel Tand, darauf nicht folgt eine starke Hand.
Der Zorn kann nicht allzeit die Zunge im Zügel halten.
Der Zorn schlägt die Vernunft gar aus und bleibt an ihrer statt im Haus.
Der Zorn wird nicht alt.
Der Zorn wirft blinde Jungen wie die Hündin.
Des Armen Zorn ist sein eigen(es) Unheil.
Des Zornes Ausgang ist der Reue Anfang.
Zornes Ausgang, der Reue Anfang.
Die Stärke wird durch den Zorn gewetzt.
Die Sünde ist von Natur ein Gift der Seele, eine Angel des Todes und ein Brandschein des Zorn Gottes.
Dreierlei Sachen muss man zäumen: Pferde, Liebe und Zorn.
Durch Zorn das Herz wird gar verblend, das niemand damit recht erkennt.
Eifern und Zorn verkürzen das Leben.
Ein aufrecht edel Gemüt, mit Glimpf sein Zorn regieren tut.
Eine gelinde Antwort stillet (bricht) den Zorn.
Gute Antwort bricht den Zorn.
Bescheidene sanfte Antwort ist ein Rezept vor Zorn.
Sanfte Rede stillt den Zorn.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 15, 1: „Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“ Ähnliche Bibelstelle: Die Sprüche Salomos, 25, 15.)
Eine heimliche Gabe stillt den Zorn.
Ein Eiferer soll sehen das nicht sein Zorn und Eifer werde Dorn und Geifer.
Ein Kind so klein als eine Maus macht ein Zorn so groß als ein Haus.
Ein Wort oft kann, Zorn richten an.
Es ist besser etwas Zorn, als großen Schaden leiden.
Etwas Eigenes ist gut für den Zorn.
Finsternis und Kometen Stern, Gottes Zorn droht hier und fern.
Geiz, Zorn, böse Lieb, drei Laster sind, in Schande und Spot sie stürzen geschwind.
Geld und Zorn macht alle Dinge verloren.
Geringer Leute Zorn ist nicht wert ein Haferkorn.
Getaner Zorn gereut endlich.
Gewalt und Zorn machen alle Ding verworr'n.
Gewalt und Zorn vereint ist der Tod.
Gewalt und Zorn zusammen ist der Tod.
Gnade kann wohl Zorn werden.
Gottes Zorn kann wohl borgen.
Gott versagt den seinen viel in Gnaden, das er den Gottlosen zuwirft im Zorn.
Große Liebe gebiert großen Zorn.
(Das Sprichwort erklärt Christoph Lehmann 1630 mit: „Von wem einer meinet, weniger beleidigt zu werden, von dem empfindet man die Beleidigung desto mehr.“)
Haben Groll und Zorn, ohne Nachdruck ist verloren.
Harren ist des Zornes Arznei (Gegengift).
Harr' ist des Zorns Arznei.
Hass und Zorn alten langsam.
Heftiger Zorn macht wütige Leute.
Heftiger Zorn sich brechen lässt, wenn man zur Antwort gibt das Best.
Herren Zorn und Ungnade ist schwer.
Im Unglück ist Zorn und Unsinnigkeit das größte Leid.
(Dazu merkt Christoph Lehmann an: „denn wen strafet die Gottes Hand, dem nimmt sie Witz und allen Verstand.“)
Im Zorn räche dich nicht bald.
Im Zorn spricht mancher das Ärgste, das er kann.
Im Zorn tut man nichts Gescheites.
Jäher Zorn geziemt dem Toren.
Jäher Zorn und große Liebe treffen selten die Mittelstraße.
Jedes Haar hat seinen Schatten und jede Ameise ihren Zorn.
Je edler Art, je leichter Zorn.
Je grausamer Natur, je länger Zorn gehalten.
Je größer und ehrbarer Mut, je weniger Schad sein Zorn tut.
Je näher Freund, je bitterer Zorn.
Kindeshand ist bald gefüllt, Kindeszorn ist bald gestillt.
Kindes Hand ist bald gefüllt, Kindes Zorn ist bald gestillt.
(Ein Sprichwort, aber verschieden geschrieben. Kindes Hand und Kindes Zorn stehen so 1837 bei Wilhelm Körte (Nr. 3378) und wird auch so 1840 von Braun abgeschrieben (Nr. 1837). Karl Simrock schreibt 1846 teilweise von beiden ab, macht aber Kindeshand und Kindeszorn daraus. Wander nimmt gleich beide in sein Deutsches Sprichwörter Lexikon auf: Kindes Hand unter Kind Nr. 617 und Kindeshand unter Kinderhand Nr. 6. Zusätzlich sind bei ihm auch mehrere Einträge in Mundart mit nur der 1. Hälfte enthalten.)
Kommt der Zorn, geht der Verstand.
Lass die Sonne nicht über deinem Zorn untergehen.
Lass nie deinen Zorn für deine Ehre gehen.
Leihst du, so bekommst du es nicht wieder, bekommst du es wieder, so geschieht es nicht so bald, geschieht's bald, so ists nicht so gut, ists so gut, so geschieht's mit Zorn und Unwillen, also machst du dir Feinde mit deinem Geld.
Leiht man nicht, so ists Zorn, leiht man dann, so ists Geld verloren. Doch besser ist der erste Zorn, denn Geld und Freund zugleich verloren.
Liebe leidet keine Vernunft und der Zorn keinen Rat.
Liebeszorn ist neuer Liebeszunder.
Mit des Toren Zorn sei unverworr'n.
Mutterflüche kleben nicht und Vaterzorn schwöret nicht.
(In mehreren Sprichwörtersammlungen steht dieses Sprichwort, nur bei Karl Simrock steht „Vaters Zorn schwärt“ anstelle des obigen Textes. Wahrscheinlich hat Simrock falsch abgeschrieben oder es ist ein Druckfehler bei ihm.)
Nachgeben stillt viel Zorn.
Nachlassen stillt viel Zorn.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Luther-Bibel 1912, Der Prediger Salomo 10, 4: „Wenn eines Gewaltigen Zorn wider dich ergeht, so lass dich nicht entrüsten; denn Nachlassen stillt großes Unglück.“)
Neid, Hoffart, Geiz und Zorn sind vier giftige Friedensfeinde.
Neid und Zorn macht ungesunde Leut.
Nichts war so groß und hochgeboren, das nicht verrückt des Glückes Zorn.
Ohne Macht eitler Zorn.
Ohne Macht ist der Zorn eitel.
O Menschenkind bedenk das recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt, tu dich davor bewahren.
Räche dich nicht, der Zorn sei denn erst vorüber.
Sanftmut stillt Grimm und Zorn und tracht nach keiner Rachgier.
Die Schafe haben auch Zorn.
Schnelle Rach' und jäher Zorn, haben oft gut Spiel verlor'n.
Schnelle Rach' und jäher Zorn, haben manch gut Spiel verlor'n.
Stärke wird durch Zorn gewetzt.
Stillschweigen und Geduld stillt viel Zorn.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Der Prediger Salomo 10, 4.)
Strafe im Zorn kennt weder Maß noch Ziel.
Tapfrer Mann, der den Zorn meistern kann.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 16, 32)
Übersehen bringt und stillt manchen Zorn.
Übersehen stillt viel Zorn.
Überwind mit Rat, Zorn tut keinem gut.
Um schlechter Leute Zorn gibt man wenig.
Ungeduld und Zorn machen alle Dinge verworr`n.
Unmenschlicher Zorn macht unsinnig.
Vaters Zorn soll gnädig sein.
Viele hüten sich vorm Zorn, aber nicht vorm Toren.
Vor Gottes Zorn und fressendem Feuer bestehet keine Andacht noch gute Meinung von Menschen beschlossen.
Was ein starker Wirbelwind auf stillen ruhigen Boden tut, das tut ein Affekt als Zorn, Lieb, Lust, im ruhigen Menschen und macht ihn ganz ungestüm und rumorisch.
Weiberzorn ist heftig.
Wen blendet nicht Spiel, Zorn, Buhlschaft und Wein?
Wenn man der bösen Weiber Zorn veracht und noch dazu lacht, so tut man ihnen am wehesten.
Wenn Zorn und Grimm zusammen tun, so wirds in die Läng und in die Strenge.
Wenn Zorn will nehmen überhand, so schweig und lösch ihn wie ein Brand.
Wer alle Dinge überwinden kann, soll Zorn Hass, Neid auch fahren lan.
Wer aus Zorn irrt und Affekten etwas offenbar macht, das ist nicht verfänglich.
Wer den Zorn erlegt, der erlegt seinen großen Feind.
Wer den Zorn reizt, der zwingt Hader*14 heraus.
Wer zum Zorn reizt, zwingt Hader*14 heraus.
Wer fängt im Spiel an einen Zorn, dem gehören die Schellen an die Ohren.
Wer im Zorn handelt, geht im Sturm unter Segel.
Wer im Zorn straft, der hat kein Zaum.
Wer keinen Zorn hat, der hat kein Verstand.
Wer seinen Zorn bezwingt, hat einen Feind besiegt.
Wer seinen Zorn bezwingt, hat einen großen Feind besiegt.
Wer seinen Zorn bezwingt, hat seinen Feind besiegt.
(Immer dasselbe Sprichwort, aber jeder schreibt und spricht es etwas anders. Bei Wilhelm Körte steht im Jahr 1837 das oberste unter Nr. 7155, bei Karl Simrock wird 9 Jahre später beim Abschreiben aus „einem Feind“ ein „großer Feind“ und im Jahr 2000 steht in einem neueren Sprichwörterbuch das untere mit „seinen Feind“. Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 16, 32)
Wer seinen Zorn gegen Niemand spart, hat seinen Witz gar schlecht verwahrt.
Wer sein Haus ansteckt, der ist unbesonnen; wer seine Seele mit Zorn ansteckt, der ist noch mehr unbesonnen.
Wer sich den Zorn lässt übergohn, kann weder Recht noch gut mehr ton.
(Bei diesem Sprichwort ist die Rechtschreibung zu Gunsten des Reimens etwas verändert. Eigentlich mit richtiger Rechtschreibung: Wer sich den Zorn lässt übergeh'n, kann weder Recht noch gut mehr tun.)
Wer vernünftig will handeln, der muss den Zorn lassen verrauchen.
Wie man ohne Gräte keine Fische find't, also die Leute ohne fehl nicht sind. List, Hass, Neid, Zorn und andres mehr, verborgen steckt im Herzen sehr.
Zeit ist des Zornes Arznei.
Zeit ist Zornes Arznei.
Zeit stillt den Zorn.
Zorn altert langsam.
Zorn beginnt mit Torheit und endet mit Reue.
Zorn betört den Mann.
Zorn blendet und schändet und reizt zu viel Sünden.
Zorn bringt Zank, Zank bringt Schmachwort, Schmachwort bringen Schläge und Wunden darauf oft der Tod folgt.
Zorn den Menschen so verblend, dass er sich selbst nicht kennt.
Zorn erwürgt den Toren.
Zorn gebiert Zorn.
Zorn hängt dem Narren an.
Zorn hängt den Narren um.
Zorn hat nie Rat gebracht.
Zorn hindert eines Weisen Mut.
Zorn ist ein böser Ratgeber.
Zorn ist eine Begierde, den zu strafen, von dem man beleidigt ist.
Zorn ist eine kurze Unsinnigkeit, sie kränkt das Herz und tut ihm leid.
Zorn ist kurze Unsinnigkeit.
Zorn ist ein Mann, Sanftmut eine Frau.
Zorn ist ein scharfer Dampf, er ist wie ungelöschter Kalk.
Zorn ist wie ein wackerer Haushund, der mit bellen und beißen schädliche Leute und Tiere verjagt und ausbeißt.
Zorn kann nichts als rumoren.
Zorn lässt die Wahrheit nicht sagen.
Zorn macht den Menschen verworren.
Zorn macht verworren.
Zorn ohne Macht wird verlacht.
Zorn schneidet das Leben ab.
Zorn tut nichts Gutes, wo man ihn nicht bricht.
Zorn tut nichts mit Rat.
Der Zorn tut nichts mit Rat.
Zorn und Falschheit sei vom Tisch weit.
Zorn und Geld verwirren die Welt.
Zorn und Lust sind böse Ratgeber.
Zorn und Schmerz bringen Mut und Stärke.
Zorn, Unzucht und Abgötterei stürzen große Herren vom Stuhl.
Zorn wohnt in des Narren Herz.
Zu Hof geht man mit Leuten um wie Kinder mit Puppen, die sie bald schmücken und lieben, bald schlagen, schelten und hinweg werfen, hernach so der Zorn vorüber wiederholen und wieder lieben.
An Zornigen und Rachgierigen ist keine Ehre zu erjagen.
Bei einem zornigen und gehässigen Menschen hat man sich keiner Freundlichkeit zu versehen.
(Diese Art von Menschen hab ich leider in der Nachbarschaft schon mehrfach kennengelernt.)
Dem Zornigen soll man das Schwert nehmen.
Dem Zornigen soll man das Schwert nehmen, nicht geben.
Einem Zornigen soll man kein Schwert in die Hand geben.
Der Zornige hat alle Sinne bei sich bis auf fünf.
Der Zornige hat seine Sinne - bis auf fünf.
Der Zornige lässt sich leicht aus'm Sattel heben, bind bald auf, geht auf wie ein Teig.
Der zornig Gott nur schleicht zur Rach und geht fein leis und eilt gemach.
Einem zornigen Herrn soll man entweichen.
Einen zornigen Menschen soll man zuvor versausen und verprausen lassen, ehe man mit ihm redet.
Eine zornige Frau, ein Kamin voll Rauch und eine löcherige Pfanne sind schädlich im Haus.
Ein ungeratener Freund ist ärger den ein zorniger Feind.
Ein zorniger Kopf ist leicht blutend zu machen.
Ein Zorniger setzt gleich Hörner auf gegen Freund und Feind.
Ein Zorniger springt aus der Pfanne wie ein ungespalten Käst.
Ein zornig Mann das Recht nicht sehen kann.
Ein zornig Mann hat seine Sinne, bis auf fünf.
Ein zornig Mann ist nicht bei ihm selbst.
Ein zornig Mann richt Hader*14 an.
Ein zornig Mensch weiß nicht, was er tut.
Ein zornig Ross muss man nicht jagen, sondern fangen.
Es ist noch kein Tyrann so zornig gewesen, welcher nicht einmal gelacht und zweimal verziehen habe.
Jähzornige Leute, treue Leute.
(Das bedeutet, wer schnell zornig wird, beruhigt sich auch schnell wieder. Bei denen weiß man, woran man ist und kann sich mit ihnen offen und einvernehmlich einigen. Die Menschen aber, die schweigen und sich zurückhalten, vor denen muss man sich in acht nehmen. Die sind meist tückisch und heuchlerisch und warten nur auf den Moment, um aus dem Hinterhalt zu handeln.)
Jähzorniger Mann ist kein Verräter.
Ein jähzorniger Mann ist kein Verräter.
Narren und zornige Leute sind rachgierig.
Narren und Zornige werfen mit Dreck um sich.
Narren werden bald zornig.
Schafe werden auch zornig.
Vollem und zornigem Mann soll ein Heuwagen weichen.
(Das Sprichwort bedeutet, man sollte betrunkenen und ähnlichen unberechenbaren Menschen besser aus dem Wege gehen, um nicht selbst zu Schaden zu kommen. Über mehrere Jahrhunderte ist dieses Sprichwort in verschiedenen Variationen in etlichen Sprichwörtersammlungen enthalten.)
Was man zornig tut, ist selten recht und gut.
Wenn man jedem seine Meinung lässt, so macht man niemand zornig.
Zank macht einen schelbigen Kopf nur zorniger.
Zornige Hunde soll man nicht zu viel reizen.
Zornige machen's wie die so zu Schiff reisen, wenn sie ein wütend, ungestüm Wetter ergreift, werfen sie Gutes und Böses aus'm Schiff, wenn es still wird bedenken und bereuen sie ihre Unwitz.
Zornigem soll man das Schwert nehmen.
Zornig sein heißt halb wahnsinnig sein.
Dem Mächtigen zürnen ist Torheit.
Dem Mächtigeren zürnen ist Torheit.
Einem Mächtigen zürnen ist Torheit.
Mit dem Mächtigen zürnen ist Torheit.
Der Edle zürnt nicht lange.
Der zürnt und raset, der ist ein Narr; wenn sich einer wider rasig gegen ihm stehlt, so sind der Narren zwei.
Du musst lange zürnen, ehe du einem ein Bein abzürnst.
Es gibt zweierlei Geschlechter der Menschen: Eins zürnt gern, das andere gibt nichts drauf.
Es gibt zweierlei Menschen: Die einen zürnen leicht, die andern geben nichts darauf.
Es gibt zwei Welten: Die eine zürnt, die andre achtet nicht drauf.
Es sind zwei Welten, die eine zürnt, die andre gibt nichts darauf.
Fromme Leute zürnen nicht lange.
Gott zürnet nicht wie ein Mensch, dass er sich nicht versöhnen lasse.
Mit den Toten kann man nicht zürnen.
Ohne Macht und starke Hand ist mit Zürnen nichts bewandt.
Sie mögen zürnen, bis die grauen Röcke vergehen, die ohn Ursach zürnen.
Was hilft's, wenn einer zürnt und der andre nichts darnach fragt?
Was hilft zürnen, wenn nicht der Nachdruck da ist.
Welche langsam zürnen, die zürnen lang.
Die langsam zürnen, zürnen lang.
Wem es übel geht, der zürnt bald.
Wenn ein Weiser mit einem Narren zum handeln kommt, er zürne oder lache, so hat er nie Ruhe.
Wenn zwei Spitzbuben sich erzürnen, kommt ein ehrlicher Mann zu seinem Pferd.
Wer einen auf dem Spiel kann erzürnen, der hat halb gewonnen.
Wer Feinde schont und Freunde erzürnt, ist schlecht bewahrt (sucht Unglück).
Wer Feinde schont und Freunde erzürnt, ist sich selbst feind.
Wer Feinde spart und Freunde erzürnt, der sucht Unglück.
Wer langsam zürnt, zürnt schwer.
Wer leicht zürnt, (der) sündigt leicht.
Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig.
Wer seinen Feind verschont und seinen Freund erzürnt, der kommt in Schaden.
Wer seinen Feind spart und seinen Freunde erzürnt, der kommt in Ungemach.
Wer sich über Scheltwort erzürnt, der gibt sich oftmals schuldig.
Wer will wissen, wer er sei, erzürne seiner Nachbarn zwei oder drei.
Wer zürnt, dem reiche kein Messer.
Wer zürnt, den stille.