Zum Hauptinhalt springen
Über 31.000 Deutsche Sprichwörter

Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Fleiß, fleißig und die Fleißigen


Fleiß hat in Deutschland seit je her einen hohen Stellenwert. Fleiß, Arbeit, Sauberkeit und Ehre gelten als große Tugenden. Wer fleißig ist, sollte es nach allgemeiner Ansicht, immer zu etwas bringen können. Auf andere wurde wegen nachgesagten ungenügenden Fleiß zeitweise herabgeblickt, mit den bekannten Folgen der Überheblichkeit. Dem Fleißigen sollte es demnach an nichts mangeln. Die heutige Realität zeigt aber, mit dem größten Fleiß kann man Pech oder Unglück haben.

 Ebenso verhält es sich mit dem Fleiß in deutschen Sprichwörtern. Mit Fleiß enthalten die meisten deutschen Sprichwörter eine positive Aussage. Wer ohne Fleiß lernt, bleibt Dumm, ohne Fleiß arbeiten macht arm, mit Fleiß steht einem die Welt und Reichtum offen. Ein Sprichwort sagt „Ohne Fleiß kein Preis“, man muss hart arbeiten, um Erfolg zu habe. Man sollte den Fleiß trotzdem nicht übertreiben, neben lernen und arbeiten sollten ausruhen und Urlaub nicht zu kurz kommen. 

 Leider kann man sich im realen Leben nicht immer auf den Fleiß verlassen. Ohne Glück, den richtigen Zeitpunkt, die entscheidenden Verbindungen und Einstellung kann trotz größtem Fleiß manchmal der Erfolg ausbleiben.


Einige Informationen dazu im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Fleiß

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 


Fleiß in deutschen Sprichwörtern:

An der Arbeit sieht man den Fleiß des Werkmeisters.


In Gottes großen Kram sind alle Waren um Arbeit und Fleiß feil.


Bau Hoffnungs-Feld mit Gebet und Fleiß, sä' drein Geduld: trägt Ehrenpreis.


Bist du weis', so schweig mit Fleiß.


Demut und Fleiß haben ihren Lohn und Preis.


Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andre Nutzen und Preis.

Einer hat Arbeit und Fleiß, der andere Nutz und Preis.


Der Jugend Fleiß, des Alters Ehre.


Ein guter Kopf, großer Fleiß und harte Arbeit erhebt mit Ehren in Himmel.


Er hat vom Entenfleiß gegessen.

(Das bedeutet, er ist ein Schwätzer.)


Es gehört dazu Fleiß und Unruh und Gnad von Gott, dann hats keine Not.


Fleiß bricht (alles) Eis.


Fleiß bringt Brot, Faulheit (bringt) Not.


Fleiß fällt nicht auf dem Eis.


Fleiß geht sicher auf dem Eis.


Fleiß greift auch daneben, zu viel Fleiß ist nicht ersprießlich.


Fleiß hat immer etwas übrig.


Fleiß ist des Glückes Vater.

  

Fleiß macht das Eisen nachgiebig.


Fleiß macht weis.

(weis = bedeutet weise sein, nicht die Farbe weiß. Funktioniert nicht bei allen, viele werden nur müde, alt und grau.)


Fleiß, Mühe und Arbeit viel ergötzt, die Faulheit viel in Schaden setzt.


Fleiß rührt den Mörtel.


Fleiß überwindet alles.


Fleiß und mit Gott in die Hände speien, gebieten geistlich und weltlich Reichtum.


Fleiß und Übung machen gute Schüler.


Ganz leicht ein schweres Ding werden kann, wenn Fleiß und Mühe man wendet dran.


Gebet und Fleiß und lesen weis, macht kurze Zeit und leichte Arbeit.


Gewonnen Gut soll man mit Fleiß behalten.

(Petri fügt 1605 hinzu: „es kommt die Zeit, dass man sein bedarf.“)


Gott hilft dem Fleiß und nicht Hans Unfleiß.


Hab Mühe und Fleiß, willst du werden weis.


Halts Glück, bind's an mit Sorg und Fleiß, so mag dirs bringen Ehr und Preis.


Hans ohne Fleiß (Ohnefleiß) wird nimmer weis.

Hans Unfleiß wird nimmer weis'.


Im Lernen ist vergebener Fleiß, wo man nicht maßhält in der Speis.


Jugendfleiß belohnt sich im Alter.


Lass dir dein Amt befohlen sein mit Fleiß und Treue schmücke fein.


Lerne mit Fleiß, so wirst du weis.


Nichts ist so fest, so groß und hoch, der Fleiß gewinnt's immer doch.


Ohne Fleiß kein Preis.


Ohne Gottes Gunst ist Fleiß umsonst.


Seines Fleißes darf sich jeder rühmen.


Tu Fleiß und etwas lern, so bleibt dir Unfall fern.


Um Fleiß und Mühe gibt Gott Schaf und Kühe.


Unfleiß bringt Armut.


Unfleiß, Faulheit, Nachlässigkeit, bringt manches Haus in großes Leid.


Unfleiß macht nimmer weis.


Unfleiß sendet das Schiff zu Grund.


Versorg mit Fleiß dein eigen Haus, nicht sorg für fremden Handel draus.


Viel Fleiß und wenig Gewissen machen den Beutel voll.


Von kleinen Fischen werden die Hechte groß, und die Mönche von der Bauern Fleiß.

(Es bedeutet immer das gleich, früher schon und heute genauso, die vielen Kleinen arbeiten und schaffen den Wohlstand, den die Großen und Mächtigen für sich nutzen. Die Vorzeichen ändern sich, die Sache bleibt die Gleiche: Die Hechte werden von kleinen Fischen groß.)


Weisheit folgt dem Fleiß.


Wenig Gewissen und grosser Fleiß machen goldenen Beutel.


Wenn Anschläge und Gedanken geraten, so hat man's Gottes Segen zu danken und nicht eigenem Witz und seinem Fleiß.


Wer mit Fleiß fallen will, ist nicht würdig, dass man ihn halte.


Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.

(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 12, 11: „Wer seinen Acker bebaut, wird Brot die Fülle haben; wer aber nichtigen Dingen nachgeht, ist ein Tor.“)


Wo Glück mir wurde, hat Arznei Kraft, sonst hilft kein Fleiß noch Meisterschaft.


Wo Gott nicht selbst behüt das Haus, so richt der Fleiß gar wenig aus.


Wo Hans Unfleiß nimmt überhand, so hat kein Ding in die länge Bestand.


Zu viel Fleiß fällt auf dem Eis.


Zu viel Fleiß ist Unfleiß.


fleißig in deutschen Sprichwörtern


Abends wird der Faule fleißig.


Arbeite fleißig, meine es treulich und bete.


Arbeite fleißig und tu das Deine, willst du vor Geilheit sicher sein.


Beide, sorglose und zu viel fleißige Hände greifen oft neben hin.


Bergab leite mich, bergauf schone mich, in der Ebene brauche mich, sagt das (fleißige) Pferd.


Bete fleißig, arbeite oft und viel, das sei dein Hund und Federspiel.


Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nicht.


Der Geizige befleißigt sich mehr auf Gewinn, denn auf Ehre.


Die fleißige Hand erwirbt, die faule Hand verdirbt.


Die Tochter lässt man vor der Mutter hergehen, dass die Mutter ein fleißiges Auge auf sie haben mag.


Eine fleißige Hand wird mit Ehren reich, wenn sie an einem gottseligen Herzen steht.


Eine fleißige Hausfrau ist die beste Sparbüchse.


Eine fleißige Magd ist ein edel Hauskleinod*20.


Ein fleißiges Weib ist ein starker Zaun um das Haus.


Ein fleißiges Weib ist ihres Mannes Krone.

(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 12, 4: „Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; aber eine schandbare ist wie Eiter in seinem Gebein.“)


Es soll sich ein Mensch befleißigen fromm in seiner Jugend zu leben und im Alter seelig zu sterben.


Fleißige Arbeit ist gewisser Reichtum.


Fleißige Bienen machen den Honig, faule Hummeln fressen ihn.


Fleißige Hand bauen Leut und Land.


Fleißige Hand geht durch alle Land.


Fleißige Hand macht reich.

(Funktioniert leider oft nicht. Reich werden die, die das von fleißigen Händen produzierte gewinnbringend oder zu überteuerten Preisen an andere verkaufen. Die Dummen und Armen sind letztendlich diejenigen, die fleißigen Hände, die arbeiten und die Käufer, die überhöhte Preise bezahlen müssen.)


Fleißige Hand nähret ein dürftig Leben.


Fleißige Handwerker können leichtlich aus Kupfer und Eisen Gold und Silber machen.


Fleißige Hennen soll man einhalten und wohl halten.


Fleißige Leute finden immer etwas zu tun.


Fleißige Mutter hat faule Töchter.

Eine fleißige Mutter zeugt eine faule Tochter.

  

Fleißiger Hand wird wohl Rat.


Fleißiger Hausvater macht hurtig Gesinde.

Ein fleißiger Hausvater macht hurtig Gesinde.


Fleißiger Herr macht fleißige Diener.


Fleißiger Schüler macht fleißigen Lehrer.

Fleißiger Schüler treuer Schulmeister.


Fleißiger Spaten ist immer blank.


Fleißige Zuhörer machen fleißige Prediger. (Professor).


Fleißig gebetet ist über die Hälfte studiert.


Fleißig, wie der Hund den Flöhen wehrt.


Gefährlich wird es, wenn die Dummen fleißig werden.


Getreuen fleißigen Dienst pfleget man mit Undank zu verlohnen.


Gute Präsenz macht fleißige Priester.


Je größer die Gefahr ist, je fleißiger aufsehen man haben nuss.

(Das bedeutet, je gefährlicher etwas ist, umso sorgfältiger muss man aufpassen.)


Jungfrauen sollen fleißig acht haben auf ihr Krenzlein und Ehr.


Man befleißigt sich insgemein in allem tun, dass der Anfang gut sei, danach gehts auf die Hefen.


Misstrauen macht fleißig schauen.


Mit Papier und Tinte bezahlt man viel, wenn man Einnahmen und Ausgaben fleißig anschreibt.


Näschige Katze macht fleißige Mägde.


Neidhart ist fleißiger Hausväter Nachbar.


Tu dich befleißigen des auf Erden, dafür du willst gehalten werden.


Wenn die Katzen Junge haben, mausen sie fleißig.


Wer kein Herz hat, muss sich guter Beine befleißigen.


Wer fleißig ist im Handel, der gewinnt billig.

(Das Wort „billig“ bedeutet in diesem Sprichwort, der Fleißige hat verdientermaßen Erfolg.)


Wer fleißig ist in seinem Stand, den segnet Gott mit milder Hand.


Wer sich in der Schalkheit befleißigt, der kann leicht in der Büberei Meister werden.

Wer sich der Schalkheit fleißt, mag der Büberei Meister werden.


Wer sich Weins und niedlicher Speis fleißet, der wird selten reich.


Wer zeitig feiern will, muss fleißig arbeiten.


Wo man nicht Gott zu Rat nimmt und fleißig betet, da hilft weder Sorg noch Anschlag.


Zu einem Handwerk gehören Geduld und fleißige Arbeit.


die Fleißigen in Sprichwörtern aus Deutschland


Dem Fleißigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.

Dem Fleißigen guckt wohl der Hunger zuweilen ins Fenster, aber er darf nicht ins Haus kommen.

Dem fleißigen Mann guckt der Hunger wohl ins Fenster; aber ins Haus darf er nicht kommen.


Dem Fleißigen hilft Gott.


Der Faule trägt, der Fleißige läuft sich zu Tode.


Der Fleißige hat immer was zu tun.

Ein Fleißiger findet immer zu tun.


Der Fleißige tut sich nimmer genug.


Ein Fleißiger treibt sich selbst.


Für den Fleißigen hat die Woche sieben Heute, für den Faulen sieben Morgen.