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Deutsche Sprichwörter Kategorie Armut

Deutsche Sprichwörter

Kategorie Schiffe

Schiffe sind größere Wasserfahrzeuge die auf oder unter Wasser fahren. Die Abgrenzung von Schiffen gegenüber Booten oder anderen Schwimmobjekten ist dabei nicht eindeutig. Schiffe werden an Land gebaut und nach Fertigstellung des Rumpfes ins Wasser gelassen. Sie dienen zum Transport von Menschen und Fracht in großen Mengen übers Wasser der Meere und Flüsse. Über die Jahrhunderte sind je nach Verwendungszweck etliche verschiedene Arten von Schiffen entwickelt und gebaut worden. Je nach Größe, Verwendungszweck, Eigenschaften und Antrieb wird zwischen Segelschiffen, Dampfschiffen, Frachtschiffen, Tanker, Passagierschiffen, Kreuzfahrtschiffen, Jachten, Kriegsschiffen, Seeschiffen, Küstenschiffen, Binnenschiffen, Boote und vielen anderen unterschieden. Es gibt keine exakte Definition von „Schiffen“, obwohl er in Gesetzen und Verordnungen verwendet wird. Das OLG Bremen hat 1951 ein Schiff als „schwimmfähigen Hohlkörper von nicht unbedeutender Größe, der fähig und bestimmt ist, auf oder unter Wasser fortbewegt zu werden und Sachen und Personen zu tragen“ bezeichnet.

 Wahrscheinlich schon vor über 50.000 Jahren fingen Menschen an, sich mit dem Bau von Wasserfahrzeugen zu beschäftigen. Für einfache behauene Baumstämme gibt es ab ca. 6500 v. Chr. Nachweise. Komplexere und größere Schiffe sind von den ersten Kulturen aus dem alten Ägypten überliefert. Die Römer entwickelten einen regelrechten Linienverkehr mit Schiffen auf dem Mittelmeer. Die Wikinger in Nordeuropa erreichen mit ihren Drachenbooten lange vor Kolumbus Nordamerika. Von Asien aus wurde mit einfachen Schiffen in vorgeschichtlicher Zeit die Inseln des Pazifik besiedelt. Schiffe ermöglichten es den Menschen schon in der Frühzeit, sich über die ganze Erde auszubreiten.


Quellen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Schiff

               https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserfahrzeug

               https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Schiffbaus

               https://de.wikipedia.org/wiki/Schiffsmaße


Schiffe in deutschen Sprichwörtern gehören wie der Handel und die Arbeit zu den deutschen Sprichwörtern. Durch die lange Geschichte des Schiffbaus und der Seefahrt haben sich auch Schiffe in deutschen Sprichwörtern etabliert. Viele Begriffe aus der Schifffahrt wurden auf andere Bereiche im täglichen Leben an Land übertragen. Diese Begriffe aus der Seefahrt finden sich ebenfalls an vielen Orten auch in den deutschen Sprichwörtern wieder. Neben den Schiffen sollte auch wie in den deutschen Sprichwörtern das Zubehör dazu nicht fehlen.


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Schiffe in deutschen Sprichwörtern:

Alle Frachten lichten, sagte der Schiffer, da warf er seine Frau über Bord.


Am Lande ist gut schiffen.


Amtleute kommen eher in Gefahr als ein Schiffmann, des Herrn und der Untertanen Beschwerden gehen über sie aus.

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Anders regiert man das Schiff, wenns gut Wetter ist, anders wanns bös und ungestüm ist.

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Aus dem Boot steigt man ins Schiff.


Bei der Arbeit muss man's also machen, dass der Herr Christus mit im Schiff sitzt, so kann man unverhofft etwas gewinnen, als dann man wider den Strom fahren und Fische fangen.


Besser auf dem Boot als auf einem zerborstenen Schiff.

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Christi Schifflein mag wohl sinken, aber nicht versinken.

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​Das ist ein guter Schiffmann, der auch mit bösem Wind kann fahren.

​

Das Schiff am besten steht, das immerfort geht.


Das Schiff geht nicht allweg, wo es der Schiffmann haben will.

Das Schiff geht nicht immer, wie der Steuermann will.

Ein Schiff geht nicht allweg wie der Schiffmann will.

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Das Schiff hängt mehr am Ruder denn das Ruder am Schiff.

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Der aus Büchern lernt schiffen, und andere daraus kann lehren, wie sie schiffen sollen, der mag sein Schiff wohl durch die Küchen und über'n Tisch führen, wer wollt sich einem solchen auf'm Wasser vertrauen.

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Der Neid lacht nicht ehe, bis ein Schiff mit Leuten untergehe.

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Des Schiffs Sach am besten steht, das auf einem seichten Wasser geht.

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​Die Allerklügsten verführen gemeiniglich das Schiff am ersten.

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Die ärgsten Schiffe müssen fahren, die besten will man im Hafen bewahren.


Die auf einem Schiffe zur See sind, sind gleich reich.

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Die geringsten Schiffe braucht man, die besten bleiben an der Mauern liegen.

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​Die in einem Schiff sind all in gleicher Gefahr, wenn das Schiff ein Riss bekommt.

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Die köstlichsten Schiffe sind die nächsten am Hafen.


Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

(Das bedeutet, bei negativen Entwicklungen oder Schwierigkeiten verlassen die Verantwortlichen ihren Posten und flüchten sich aus der Verantwortung des oft mitverschuldeten Untergangs ans Ufer und in sichere Häfen. Wer ein Unglück oder eine Katastrophe kommen sieht, versucht sich und wenn möglich sein Vermögen und Eigentum zu retten. Angeblich konnten Die Ratten auf den früheren Segelschiffen den drohenden Schiffsuntergang spüren und retten sich vorher von Bord. Von den Schiffen übertrug sich dies Sprichwort auf alle Unternehmungen und Handel allgemein. Die Schiffe sind heute die Firmen vor dem Konkurs und die Ratten sind diejenigen, die das Ende kommen sehen und vorher sich und so viel wie möglich für sich selbst retten wollen.)


Die Schiffsleute führen Diebe und fromme Leute in die Stadt, der Henker führt die Diebe wieder hinaus.

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Die sichersten Schiffe sind, die am Lande still stehen.

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Die teuren Schiffe stehen ledig.

Die teuern Schiffe stehen still.

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Die Welt ist wie das große Meer und Geld ist der Schiffmann, der in bösen und guten durch die Welt fahren kann.

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Ein bös Weib ist der Schiffbruch des Mannes.

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Einen guten Schiffmann erkennt man im Ungewitter.

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Eine Unze Gunst und ein Quäntlein*27 Gold wiegt mehr als ganze Schiffe und Wagen voll Recht.


Ein großes Schiff regiert der Patron mit Vernunft, nicht mit Gewalt.


Ein jeder weiß seines Schiffes Tiefe am besten.


Ein kleines Leck versenkt ein großes Schiff.

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Ein Kölnisch Schiff hat auf'm Rhein ein groß ansehen, auf'm Meer siehts einem Nachen gleich.

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Ein Schiff auf dem Rhein ist ein Nachen zur See.


Ein Schiff das streicht am Lande her, ist sicher denn auf hohem Meer.


Ein Schiff, ein Vogel und Mensch wandeln im Ungewissen.

(Bei Schiffen und Vögeln ist es nachweislich nicht mehr so, nur bei den Menschen wird es wohl immer so bleiben.)


Ein Schifflein, das in kleinem Wasser kann durchkommen, muss sich drum nicht gleich ins wilde Meer wagen.


Ein Schiffsmann kann nicht allzeit fahren, wo er hin will, sondern da der Wind hintreibt.


Ein Schiff steht an zwei Ankern fester, denn an einem.

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Ein Schiff wohl beladen, leidet vom Wind weniger Schaden.

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Ein zerbrochenes Schiff hat allezeit Gegenwind.


Es gibt bisweilen größere Schiffbrüche im Wein als auf der See, in Gläsern als auf Schiffen.

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​Es hilft alles, was man zu den Schiffen tut.

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Es ist bös, das Ruder von einem großen Schiff an eine Schute zu binden.


Es ist gut schwimmen am Schiff und gut gehen beim Wagen.


Es ist kein so schönes Schiff, es hat seine Pumpe.

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​Es ist nicht allzeit des Schiffmanns schuld, wenn das Segel reißt, der Mastbaum bricht und das Schiff anstößt, sondern ist auch Gottes Verhängnis und Strafe.


Es ist zu langsam das Lot ausgeworfen, wenn das Schiff schon gestrandet ist.

(Bis ins 20. Jahrhundert wurde auf Schiffen die Wassertiefe mit einem Handlot gemessen. Es bestand aus einer Lotleine und einem meist um 5 kg schweren Gewicht an dessen Ende. Je nach Seillänge bis zum Aufsetzen des Gewichts auf dem Meeresboden wurde die Wassertiefe bestimmt. Nachteil dieser Methode war die begrenzte Wassertiefe, die so gemessen werden konnte und die Verfälschung durch mögliche Wasserströmungen.)


Es soll ein jeder Achtung haben: Der Kaufmann, wenn die Ware geht, der Schiffer, wenn der Wind sich dreht, der Winzer, wenn die Traube schwillt, der Bauer, wenn der Roggen gilt.


Es wird ein Schiff auch wohl durch böse Leute errettet.

Gott ist mit im Schiffe.


Gottlob hier! Sagte der Schiffer und war noch drei Meilen vom Lande.


Große Schiffe können in See treiben, kleine müssen am Ufer bleiben.


Großes Schiff hat große Sorgen.


Je krummer Holz, je gelegener zum Schiffbauen.

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Keine Fracht abschlagen, das Schiff sei denn voll.

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Kleine Löchlein machen das Schiff voll Wasser.

Kleine Löchlein im Schiff machen's voll Wasser.


Kleine Schiffe müssen sich ans Ufer halten.


Kommt das Schiff wohl zu Land, so war der Steuermann (Schiffer) gut.


Künstler sind (immer) die Ersten im Narrenschiff.


Lade nicht alles in ein Schiff.


Leg deinen Reichtum nicht all auf ein Schiff.

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​Mancher meint, er wolle mit gutem Hofwind, stattlicher Zusagen weit schiffen und da ihn dünkt, er sei weit fortgekommen, befindet er sich endlich noch an dem Ort, da er hat wollen ausfahren.

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Manch Schifflein leidet Ungewitter viel, wenns Gott nicht führt zum rechten Ziel.

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Man falle hinten oder vorn aus dem Schiff, so liegt man im Wasser.


Man kann von keinem Schiff urteilen, solange es nicht in die See gelaufen.

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Man sollte die Segel an die Schiffe fügen oder anhängen.

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Narrenschiff fährt aller Enden (Ecken) [Orten] an.

(Das bedeutet, ein Narrenschiff fährt in jeden noch so kleinen Hafen, wo immer narren aussteigen und andere mitfahren. Es gibt keinen Ort, wo es keine Narren gibt.)


Neben dem Schiff ist gut schwimmen.


Niemand hat sich übers Meer zu beklagen, der zum zweiten Mal Schiffbruch litt.

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So fern das Schiff vom Wasser ist, so fern sind die Schiffsleute vom Tod.

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Steh fest, Schiffer! Sagte Hinz und schmiss ihn über Bord.


Unfleiß sendet das Schiff zu Grund.


Ungleich Wetter macht ungleiche Schifffahrt.

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Unser Schiff rinnt an allen Orten, wenn das Wasser will über die Körbe gehen.

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Vermessenheit verführt viel Schiffe.


Vieler Zugriff hält ein Schiff.

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Viel halten sich an die Seite des Schiffs, da es guten Wind und Luft hat.

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Vorne auf den Wagen, hinten am Schiff.


Was man aus dem Schiffbruch rettet, ist Gewinn.


Wem man soll ein ganzes Schiff vertrauen zu regieren, der muss zuvor etliche Jahre ein Ruderknecht gewesen sein.

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Wenn das Eis gebrochen, ist gut schiffen.

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Wenn das Schiff aufrecht geht, so kann jeder ein Schiffmann sein.

Wenn's Schiff gut geht, will jeder Schiffsherr sein.

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Wenn das Schiff beladen ist, danach mag einsitzen, wer kann.


Wenn das Schiff bresthaft ist, so sind ihm alle Winde zuwider.

(bresthaft = alte Bezeichnung für gebrechlich, kränklich, behindert, mit Gebrechen behaftet. Vorwiegende Verwendung in Süddeutschland und Österreich. Nach Adelungs Wörterbuch um 1780 bedeutet es eigentlich jemanden, dem ein Glied seines Leibes fehlt. Die Bezeichnung gilt heute als abwertend und diskriminierend und wurde deswegen meist durch andere ersetzt. Wenn im Sprichwort ein Schiff bresthaft ist, dann hat das Schiff ein Leck. Das bedeutet, ein Ungeschickter findet überall Hindernisse und Probleme.)


Wenn das Schiff bricht, so weiß ein (der) Tor, dass nicht recht gefahren ist.


Wenn das Schiff gesunken ist, so ist jeder ein Steuermann.

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​Wenn das Schiff wohl zum Land kommt, so ist der Schiffmann gut.

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Wenn das Wasser über das Schiffsbord geht, so ists Zeit, das man ausschöpft.

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Wenn das Wasser über die Körbe geht, soll man das Schiff lösen.


Wenn die Schiffsleute selbst zu ihrem Verderben eilen, so geht alles bald unter.

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Wenn die Schiffsleute uneins sind, so kann das Schiff leicht zugrund gehen.

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Wenn ein Schiffsmann verzagt wäre, so führe er nicht übers Meer.

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​Wenn ein Schulmeister sollt Schuh machen, ein Becker zimmern, ein Metzger mahlen, ein Schneider ein Schiff regieren, würde sich jeder entschuldigen, er hab es nicht gelernt, hab nicht darauf gewandert, aber wenn einer ein Regent, Ratsherr oder Burgermeister sein soll, da stecke jeder in dem Dünkel, er sei der Mann, der es kann.

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Wenn es nottut, muss man alle köstliche Ware aus dem Schiff ins Wasser werfen.

(Christoph Lehmann erklärt das Sprichwort 1630 mit: „also muss der Arzt aus Not einem einen Arm oder Schenkel vom Leib abstoßen. Dass man Feuer löscht, muss man oft ein Haus über Haufen werfen.“)

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Wer auf das Meer sich wagen tut, der bedarf wohl Glück und Wetter gut. Denn hinter sich fährt er geschwind, der schiffen will mit wider Wind.


Wer den Teufel einmal geschifft hat, muss ihn immer fahren.

Wer den Teufel im Schiff hat, der muss ihn fahren.

Wer den Teufel ins Schiff nimmt, muss ihn auch hinüberfahren (führen).

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Wer die Kinder verzärtelt, setzt sie ins leichte Schiff.

Wer seine Kinder zärtelt, der setzt sie ins leicht Schiff.

(Wenn Kinder in der Jugend alles von den Eltern bekommen und ihnen keine Grenzen aufgezeigt werden, sind sie später nicht in der Lage, sich selbstständig zu versorgen. Sie verschulden sich, weil sie den Umgang mit Geld nicht gelernt haben. Wenn sie etwas sehen, wird gleich alles gekauft, ohne die eigenen Möglichkeiten abschätzen zu können. Nur weil andere es auch haben, werden Schulden gemacht, die später zu Überschuldung, Insolvenz und Armut führen. Sie können keine Partnerschaften eingehen, weil sie nicht gelernt haben, Kompromisse zu schließen. Sie werden vor jedem Problem kapitulieren, weil sie das normale Leben nicht kennen. Sie sitzen in einem zu leichtem Schiff, das beim geringsten Seegang kentert und untergeht.)


Wer einmal übers Meer ist gefahren, der ist noch kein Schiffer drum.

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Wer im Vorschiff ist, der tut sich wohl, wo er nur will zusehen.

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Wer nicht beten kann, werd' ein Schiffmann.


Wer schon mit dem Teufel zu Schiffe gegangen, mag ihn wohl zum Gefährten haben.


Wer über das Meer will, der suche sich ein Schiff, darauf er fahre.


Wie der Fluss, so ist das Schiff.


Wird dich das Schiff heut glücklich tragen, so tust du's Morgen wieder wagen.

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Wo ein erfahrner Schiffmann ist, da steht das Schiff wohl.

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Wo ein großes Schiff fortkommt, da kann auch ein Boot gehen.


Zornige machen's wie die so zu Schiff reisen, wenn sie ein wütend, ungestüm Wetter ergreift, werfen sie Gutes und Böses aus'm Schiff, wenn es still wird bedenken und bereuen sie ihre Unwitz.


Zwei widerwärtige Winde bringen das Schiff in Gefahr.



Schiffszubehör in deutschen Sprichwörtern:

   

Anker in deutschen Sprichwörtern:


Der beste Anker ist das Haus.


Ein Schiff steht an zwei Ankern fester, denn an einem.


Es ist keine Maus so klein, sie zernagt auch mit der Zeit ein Ankertau.


Boote in deutschen Sprichwörtern:


Aus dem Boot steigt man ins Schiff.


Besser auf dem Boot als auf einem zerborstenen Schiff.


Fünf Finger sind so gut als ein Bootshaken.


Wir sitzen alle in einem Boot.

Wir sitzen alle im gleichen (selben) Boot.

Wir sitzen alle in einem Boot: Die einen rudern, die anderen angeln.

(Das bedeutet, alle sind gleichermaßen von einer Sache betroffen, alle teilen dasselbe Schicksal, im Guten wie im Bösen. Wenn es einem gut geht, sollte es allen gut gehen, umgekehrt ist es eine Warnung vor zu hohen Risiken oder negativen Dingen, unter denen alle zu leiden haben. Trotz unterschiedlicher Interessen sollten alle das gleiche Ziel verfolgen, weil nur einer alles für alle zerstören könnte. Heute dringlicher als jemals im Zusammenhang mit der drohenden Klimaveränderung, bei der Vermeidung von möglichem Arbeitsplatzverlust oder Gewinnerhöhung heute, mit astronomisch höheren Kosten in naher Zukunft bezahlt werden müssen. Das Sprichwort ist auch der Titel eines Songs von Marius Müller-Westernhagen, veröffentlicht auf der Langspielplatte (LP) „Lausige Zeiten“ am 21.2.1986. Ursprung des Sprichworts ist ein Brief Ciceros 53 v. Chr. und die Aufnahme als sprichwörtliche Redensart von Erasmus von Rotterdam in seine Sammlung „Adagia“ 1530.)


Wo ein großes Schiff fortkommt, da kann auch ein Boot gehen.


Ruder in deutschen Sprichwörtern:


Der am Steuerruder sitzt, muss wissen, wo Ost und West liegt.


Es ist besser ichts denn nichts, sagte die Frau und ruderte mit einer Nadel.

(ichtwas, abgekürzt ichts = veraltet für etwas)


Es ist bös, das Ruder von einem großen Schiff an eine Schute zu binden.


Fehlt es am Wind, so greife zum Ruder.


Wer heute mit rudert, soll morgen mit fahren.

Wer heute wohl rudert, soll morgen mitfahren.

(Das Sprichwort bedeutet, wer heute arbeitet und etwas leistet, der darf morgen von der Arbeit und Leistungen anderer profitieren. Wer sein Arbeitsleben seinen Beitrag für die Allgemeinheit geleistet hat, Rentenbeiträgen bezahlt hat, der hat auch ein Anrecht auf die Rentenzahlungen im Alter. Dieses Recht kann ihm auch kein wie auch immer gearteter Jugendwahn oder Altersdiskriminierung entziehen. Heute lebende junge Menschen leben von der Arbeit und dem Schaffen der Älteren, warum gönnen manch von ihnen dann den Älteren das Ausruhen nicht? Was werden denn die heute Jungen in ihrem Alter dazu sagen?)


Segel in deutschen Sprichwörtern:


Auf dem Trockenen ist gut Segeln, auch gut baden.


Bei gutem Winde ist gut segeln.

Mit gutem Winde ist gut segeln.


Der Wind bleibt uns nicht allemal im Segel.


Er segelt mit allen Winden.

(Das bedeutet, er ist besonders vielseitig.)


Es ist nicht allzeit des Schiffmanns schuld, wenn das Segel reißt, der Mastbaum bricht und das Schiff anstößt, sondern ist auch Gottes Verhängnis und Strafe.


Man kann den Wind nicht lenken, aber die Segel anpassen.


Unter dem Segel ist gut rudern. 

Unterm Segel ist gut rudern.


Wer im Zorn handelt, geht im Sturm unter Segel.


Wo man nicht segeln kann, muss man rudern.